AT398231B - Schraubenkopf mit schlitzen - Google Patents

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Description

AT 398 231 B
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schraubenkopf mit drei von der Mitte ausgehenden Halbschlitzen, deren Tiefe nach außen hin abnimmt und die mit Abstand vor dem Rand des Schraubenkopfes enden, wobei der Winkel zwischen zwei Halbschlitzen vorzugsweise jeweils 120* beträgt.
Bekannt sind Schraubenköpfe mit einem geraden durchgehenden Schlitz. Schrauben mit derartigen Schraubenköpfen werden mit einem Schraubendreher, der eine flache Klinge aufweist, von Hand geschraubt. Für das Einschrauben mittels eines (z.B. elektrisch angetriebenen) Schraubers sind derartige Schrauben aber nur sehr schlecht geeignet, weil sie die Klinge seitlich nicht führen können und man daher mit dem Schrauber leicht seitlich abrutscht, was zur Deformierung des Schraubenschlitzes oder auch zum Bruch der Klinge des Schraubendrehers führen kann.
Aus diesem Grunde werden heute in zunehmendem Maße Schraubenköpfe mit Kreuzschlitz verwendet. Diese Schraubenköpfe weisen zwei einander kreuzende Schlitze bzw. vier von der Mitte ausgehende Halbschiitze auf. Diese Schraubenköpfe führen eine entsprechende Klinge eines Schraubendrehers und verhindern damit ein seitliches Abrutschen. Dadurch sind sie für das Einschrauben mittels eines Schraubers gut geeignet. Nachteilig ist jedoch, daß der Schraubenkopf durch den Kreuzschlitz stark geschwächt ist, sodaß er - insbesondere wenn das Drehmoment des Schraubers zu hoch eingestellt ist - leicht bricht. Es ist dann sehr mühsam, die Schraube mit halbem Schraubenkopf wieder herauszuziehen bzw. herauszudrehen.
Es ist daher auch schon mehrfach vorgeschlagen worden, Schraubenköpfe mit drei von der Mitte ausgehenden Halbschlitzen zu versehen, deren Tiefe nach außen hin abnimmt und die mit Abstand vor dem Schraubenkopf enden. Üblicherweise sind die Halbschlitze gleichmäßig verteilt, sodaß der Winkel zwischen je zwei Halbschlitzen 120' beträgt. Derartige Schraubenköpfe sind z.B. aus der Gß-PS 1 420 092 der GBPS 2 221 004 und aus der DE-OS 26 18 945 bekannt.
Durch die Ausbildung von drei Halbschlitzen wird die Klinge eines entsprechend ausgebildeten Schraubendrehers seitlich geführt, sodaß ein seitliches Abrutschen unmöglich ist. Anderseits wird der Schraubenkopf durch drei Halbschlitze wesentlich weniger geschwächt als durch vier Halbschlitze, wie sie bei herkömmlichen Kreuzschlitzen vorgesehen sind.
Nachteilig ist jedoch, daß auch bei diesen Ausbildungen die Übertragung besonders hoher Drehmomente schwierig ist. Um besonders hohe Drehmomente zu übertragen, ist es nämlich günstig, wenn die Seitenflächen der Halbschlitze exakt radial sind. Gemäß der in der GB-PS 2 221 004 vorgeschlagenen Ausbildung haben die Halbschlitze etwa konstante Breite, und die Mittellinie der Halbschlitze geht durch den Mittelpunkt des Schraubenkopfes. Die Seitenflächen der Halbschlitze (bzw. ihre gedachten Verlängerungen) gehen daher am Mittelpunkt des Schraubenkopfes an beiden Seiten vorbei, sodaß die Seitenflächen nicht exakt radial sind. Gemäß der in der DE-OS 26 18 945 vorgeschlagenen Ausbildung ist die Sache sogar noch ungünstiger, weil sich die Halbschlitze in Richtung zum Mittelpunkt des Schraubenkopfes verbreitern. Aus der GB-PS 1 420 092 ist bereits bekannt, daß es günstig ist, wenn die Seitenflächen der Schlitze, die die Kräfte des Schraubenkopfes aufnehmen, exakt radial sind. Gemäß der Lehre der GB-PS ist es aber nur möglich, entweder die Seitenflächen, die die Kräfte beim Festdrehen der Schraube aufnehmen, oder die Seitenflächen, die die Kräfte beim Lösen der Schraube aufnehmen, exakt radial auszubilden.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schraubenkopf so auszubilden, daß beide Seitenflächen der Halbschlitze einen Bereich haben, der zumindest annähernd radial ausgebildet ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Schraubenkopf der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Halbschlitze in ihrem endseitigen Bereich breiter sind als in ihrer Mitte.
Die Halbschlitze haben also erfindungsgemäß einen Bereich, wo sie sich in Richtung zum Mittelpunkt des Schraubenkopfes verjüngen, und in diesem Bereich verlaufen die Seitenflächen zumindest annähernd radial.
Es wird bevorzugt, daß das Ende der Halbschlitze rund ist. Dies hat den Vorteil, daß es bei Verwendung eines komplementär ausgebildeten Schraubendrehers unmöglich ist, daß dieser nur mit seinem kantigen Ende am Schlitz anliegt, wie dies bei Schlitzschrauben üblicherweise der Fall ist. Durch das runde Ende muß der Schraubendreher vielmehr immer in einem gewissen Bereich anliegen (vorzugsweise natürlich im radialen Bereich), sodaß die Druckbelastung der Seitenflächen der Halbschlitze entscheidend vermindert wird.
Anhand der beiliegenden Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und Fig. 2 ist ein Schnitt entlang der Linie ll-ll in Fig. 1.
Ein Schraubenkopf 1 weist drei von der Mitte ausgehende Halbschlitze 2, 3, 4 auf. Die Halbschlitze 2, 3, 4 sind gleichmäßig entlang des Umfanges des Schraubenkopfes 1 verteilt, sodaß der Winkel zwischen zwei Halbschlitzen jeweils 120“ beträgt. Die Halbschlitze 2, 3, 4 gehen nicht bis zum Rand des Schraubenkopfes 1, sondern enden in einem Abstand a davor. Dadurch werden - ebenso wie bei herkömmlichen Kreuzschlitzen - scharfe Kanten am Rand des Schraubenkopfes 1 vermieden. 2

Claims (2)

  1. AT 398 231 B Die Halbschlitze 2, 3, 4 weisen an ihren Enden kreisförmige Erweiterungen auf, sodaß die Halbschlitze in ihrem endseitigen Bereich (Breite bi) breiter sind als in ihrer Mitte (Breite fe). Dadurch entsteht ein Bereich 5, wo die Seitenflächen der Halbschlitze 2, 3, 4 annähernd radial verlaufen. Gemäß Hg. 1 verbreitern sich die Halbschlitze auch im Bereich der Mitte des Schraubenkopfes (Breite b3). Wie aus Hg. 2 ersichtlich, nimmt die Tiefe der Halbschlitze 2, 3, 4 nach außen - analog zu herkömmlichen Kreuzschlitzen - ab, sodaß die Materialstärke s unter den Halbschlitzen 2, 3, 4 bei Senkkopfschrauben etwa konstant über die Länge der Halbschlitze 2, 3,4 ist. Patentansprüche 1. Schraubenkopf mit drei von der Mitte ausgehenden Halbschlitzen, deren Tiefe nach außen hin abnimmt, und die mit Abstand vor dem Rand des Schraubenkopfes enden, wobei der Winkel zwischen zwei Halbschlitzen vorzugsweise jeweils 120 ° beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbschlitze in ihrem endseitigen Bereich breiter sind (Breite bi) als in ihrer Mitte (Breite b2>.
  2. 2. Schraubenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Halbschlitze rund ausgebildet ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
AT113091A 1991-06-04 1991-06-04 Schraubenkopf mit schlitzen AT398231B (de)

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