AT392014B - Verfahren zur abscheidung, insbesondere vorabscheidung, von in industriellen abgasen bzw. industrieller abluft enthaltenen festen und fluessigen schadstoffen - Google Patents

Verfahren zur abscheidung, insbesondere vorabscheidung, von in industriellen abgasen bzw. industrieller abluft enthaltenen festen und fluessigen schadstoffen Download PDF

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AT392014B
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Franz Ing Koestlbacher
Nikolaus Dipl Ing Dr Holub
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Elin Union Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/06Spray cleaning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

AT 392 014 B
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abscheidung, insbesondere Vorabscheidung, von in industriellen Abgasen bzw. industrieller Abluft enthaltenen festen und flüssigen Schadstoffen. Ferner betrifft die Erfindung auch eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Bisher ist es üblich, die Feststoffe durch den Einsatz von beispielsweise Schlauch· oder Elektrofiltern aus den Abgasen zu entfernen. Nachteilig dabei ist es, daß vor allem bei Schlauchfiltem die optimale Arbeitstemperatur eingehalten werden muß. Wird beim An- bzw. Ausfahren der Emissionsquelle der Taupunkt erreicht, kondensieren Feuchtigkeitsanteile im Filtergewebe, wodurch der Wirkungsgrad dieser Abscheidung stark reduziert wird.
Elektrofilter hingegen sind vor allem im Kleinmaßstab bis 20.000 m /h unverhältnismäßig teuer und reagieren ebenfalls auf jegliche Konzentrationsänderung des eingebrachten Rauchgases.
Nach dieser Vorabscheidung wird das Abgas, wie auch in der AT-PS 383 049 beschrieben, in einem eigenen Wärmetauscher auf die Prozeßtemperatur äbgekühlt.
Weiters ist es auch bekannt, das heiße Rauchgas in einen Pfeifenquench einzuleiten. In dieser Einrichtung wird das Rauchgas mit fein verteiltem Wasser mit geringer Temperatur in Berührung gebracht. Dabei wird das Wasser teilweise verdampft und damit das Rauchgas durch den Entzug der Verdunstungsenergie abgekühlt. Nachteilig dabei ist die durch die Entsorgung des Wassers auftretende Umweltbelastung.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Einrichtung zu schaffen, das bzw. die die obigen Nachteile vermeidet und unter Vereinfachung des Verfahrensablaufes einen besseren Wirkungsgrad erzielt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das Abgas bzw. die Abluft mit einer salzsäurehältigen Waschflüssigkeit in intensiven Phasenkontakt gebracht wird, wobei das Abgas bzw. die Abluft unter gleichzeitiger Temperaturverringerung die festen und flüssigen Schadstoffe den Verteilungsgleichgewichten folgend an die Waschflüssigkeit abgibt, und daß diese Waschflüssigkeit durch Trennung von den Schadstoffen wieder in den unbeladenen Zustand versetzt wird.
Mit der Erfindung ist es erstmals möglich das Abgas bzw. die Abluft in einem Verfahrensschritt, also gleichzeitig einerseits abzukühlen und anderseits den Hauptanteil der Verunreinigungen, seien sie in fester, flüssiger und/oder gasförmiger Phase sowohl organische als auch anorganische, auszuschleusen.
Darüberhinaus ist noch der weitere Vorteü gegeben, nämlich keine Belastung der Umwelt, da das Waschmittel in einem Kreisprozeß geführt wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist auch darin zu sehen, daß die Schwermetalle die von der Waschflüssigkeit abgetrennt werden, in konzentrierter Form vorliegen. Dadurch werden auch die Störeinflüsse auf die Extraktion bzw. Destillation durch diese Art von Verunreinigungen ausgeschaltet.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist mit einer salzsäurehältigen Waschflüssigkeit betriebenen Pfeifenquenchkühler vorgesehen, durch den das Abgas bzw. die Abluft geführt ist. Ein Pfeifenquenchkühler der auf das Betriebsmittel, nämlich das salzsäurehältige Waschmittel abgestellt ist, bietet die Möglichkeit des intensiven Phasenkontaktes beider Medien.
An Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert Die Fig. zeigt einen Schnitt durch den Pfeifenquenchkühler.
Der Pfeifenquenchkühler (1) weist eine Eintrittsöffnung (2) für das Abgas auf. Das Abgas wird durch den Pfeifenquenchkühler (1) geführt, wobei es mit der Waschflüssigkeit in intensiven Phasenkontakt gebracht wird. Der Pfeifenquenchkühler (1) weist nach der Eintrittsöffnung (2) für das Abgas eine weitere Eintrittsöffnung (3) für die Waschflüssigkeit auf.
Unter gleichzeitiger Temperaturverxingerung gibt das Abgas die Schadstoffe den Verteilungsgleichgewichten folgend an die Waschflüssigkeit ab. Die Waschflüssigkeit ist salzsäurehältig, d. h. es ist eine Lösung von HC1-Gas im Wasser. Die Löslichkeit ist von der Temperatur und dem Druck abhängig.
In dem Waschmittel stellt sich ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Temperatur, Salzsäurekonzentration und Gehalt von Verunreinigungen ein.
Das von dem Hauptanteil an Schadstoffen befreite Abgas wird bei der Austrittsöffnung (4), des Pfeifenquenchkühlers (1) ausgebracht und der weiteren Behandlung zugeführt. Bei der Austrittsöffnung (5) verläßt die beladene Waschflüssigkeit den Pfeifenquenchkühler (1). Für einen sicheren Betrieb sind noch Überlauföffnungen (6) vorzusehen.
Die aus dem Pfeifenquenchkühler (1) austretende Waschflüssigkeit wird von den Schadstoffen getrennt und kann im unbeladenen Zustand wieder eingesetzt werden.
Durch die an sich bekannten Trennverfahren für Waschflüssigkeit und Schadstoffe, liegen die Schadstoffe in konzentrierter Form vor. -2-

Claims (2)

  1. AT 392 014 B PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Abscheidung, insbesondere Vorabscheidung, von in industriellen Abgasen bzw. industrieller Abluft enthaltenen festen und flüssigen Schadstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgas bzw. die Abluft mit einer salzsäurehältigen Waschflüssigkeit in intensiven Phasenkontakt gebracht wird, wobei das Abgas bzw. die Abluft unter gleichzeitiger Temperaturverringerung die festen und flüssigen Schadstoffe den Verteilungsgleichgewichten folgend an die Waschflüssigkeit abgibt, und daß diese Waschflüssigkeit durch Trennung von den Schadstoffen wieder in den unbeladenen Zustand versetzt wird.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einer salzsäurehältigen Waschflüssigkeit betriebener Pfeifenquenchkühler (1) vorgesehen ist, durch den das Abgas bzw. die Abluft geführt ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
AT13889A 1989-01-25 1989-01-25 Verfahren zur abscheidung, insbesondere vorabscheidung, von in industriellen abgasen bzw. industrieller abluft enthaltenen festen und fluessigen schadstoffen AT392014B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3247997A1 (de) * 1982-12-24 1984-06-28 Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf Verfahren zur abtrennung von chlorsilanen aus einem gasgemisch mit chlorwasserstoff und wasserstoff
DE3403737A1 (de) * 1983-05-17 1984-11-22 Johann Dipl.-Ing. 6903 Neckargemünd Renneberg Verfahren und anlage zum behandeln von abgasen und ablueften aus einem metallbad

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3247997A1 (de) * 1982-12-24 1984-06-28 Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf Verfahren zur abtrennung von chlorsilanen aus einem gasgemisch mit chlorwasserstoff und wasserstoff
DE3403737A1 (de) * 1983-05-17 1984-11-22 Johann Dipl.-Ing. 6903 Neckargemünd Renneberg Verfahren und anlage zum behandeln von abgasen und ablueften aus einem metallbad

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