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Die Erfindung betrifft eine doppelwandige Rohrleitung zum Transport von flüssigen und/oder gasförmigen Medien bzw. Suspensionen, beispielsweise Fernheizleitung, Kühlmittelleitung, Erdöl- bzw. Erdgasleitung usw., mit einem, vorzugsweise aus Faser- bzw. Asbestzement, Kunstharzbeton, oder Kunststoff bestehenden Mantelrohr, in dem ein, vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff bestehendes Mediumrohr mit Gleitstücken in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist.
In der AT-PS 295 093 ist eine doppelwandige Rohrleitung mit einem äusseren Rohrstrang beschrieben, in dem ein innerer, isolierter Rohrstrang aus Metall-, insbesondere Stahlrohren über Abstandshalter gleitbar gelagert ist, wobei jeder Abstandshalter aus wenigstens drei Rippen besteht, die im, insbesondere gleichen, Abstand voneinander am Umfang des inneren Rohrstranges angeordnet sind und von letzterem in etwa radialer Richtung abstehen. Der äussere Rohrstrang besteht hiebei aus Faserzement-, vorzugsweise Asbestzementrohren und jede Rippe ist gleichfalls aus Faserzement, z. B. Asbestzement, gebildet und ist einzeln am inneren Rohrstrang befestigt.
Ähnliche Ausführungen zeigen die DE-OS 1 425 477 und die DE-AS 1 300 385. Hiebei dienen als Lager für ein in einem Mantelrohr verschiebbar gelagertes Mediumrohr jeweils Gleitlagerhülsen : Für jeden Rohrdurchmesser ist eine eigene Gleitlagerhülse notwendig. Für jede Medium- bzw. Mantelrohrgrösse müssen daher gesonderte Gleitlagerhülsen vorrätig gehalten werden.
Die DE-OS 30 06 681 beschreibt ein Gleitlager mit seitlichen Rollen ; die Herstellung eines solchen Gleitlagers ist umständlich und die Rollenkonstruktion ist teuer.
Bei der US-PS 4 250 927 ist ein Innenrohr mit einer gebogenen Klammer an einem Aussenrohr abgestützt.
Diese Klammer umfasst das Innenrohr und gestattet die thermische Ausdehnung und Kontraktion des einen Rohres in bezug auf das andere Rohr. Dass diese Klammer auch eine axiale Verschiebbarkeit des Innenrohres in bezug auf das Aussenrohr gestattet, ist der US-PS 4 250 927 nicht zu entnehmen.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile der bekannten Ausführungen zu vermeiden und die eingangs erwähnte, in der Praxis vielfach bewährte Ausführung weiter zu verbessern, und insbesondere die Ausbildung und Halterung der Gleitstücke zu verbessern.
Dies wird gemäss der Erfindung bei einer Rohrleitung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Gleitstücke als am äusseren Umfang des Mediumrohres im Abstand voneinander angeordnete, aus einem gebogenen Band bestehende und, mit einem Spannglied, z. B. Spannband, kraft-bzw. reibungsschlüssig festgehaltene Gleitkufen ausgebildet sind, wobei jede Gleitkufe einerseits zwei in Axialrichtung im Abstand voneinander angeordnete Abstützflächen zum Abstützen am äusseren Umfang des Mediumrohres und anderseits zumindest eine Abstützfläche zum Abstützen am inneren Umfang des Mantelrohres aufweist.
Zur Sicherstellung der axialen Längsbewegung des Mediumrohres dienen somit gesonderte Gleitkufen, die in Gruppen am Umfang des Mediumrohres angeordnet werden.
Diese Ausführung gewährleistet die axiale Längsbewegung des Mediumrohres und kann in einfacher Weise hergestellt werden. Es kann eine genormte Gleitkufe für verschiedene Rohrdurchmesser verwendet werden ; es braucht je nach Rohrdurchmesser lediglich die entsprechende Anzahl von Gleitkufen ausgewählt werden. Die Gleitkufen können sodann in einfacher Weise mittels des Spanngliedes am Umfang des Mediumrohres festgehalten werden.
Die Anzahl und Abmessungen der Gleitkufen wird nach den jeweiligen Erfordernissen festgelegt.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das die Gleitkufen bildende, vorzugsweise U-, V-oder Wförmig gebogene Band in einer Axialebene verläuft und an den Enden abstehende Schenkel aufweist, welche die Abstützflächen der Gleitkufe an dem Mediumrohr bilden. Derartige Gleitkufen können auf einfache Weise durch Biegen eines Bandes hergestellt werden.
Es ist hiebei zweckmässig, dass die Spannglieder an den die Abstützflächen an dem Mediumrohr bildenden Schenkeln der Gleitkufen aussenseitig anliegen, und mit diesen, vorzugsweise durch Punktschweissung, verbunden sind. Das Spannglied umschliesst hiebei die in einer Radialebene angeordneten Gleitkufen aussenseitig und gewährleistet somit deren reibungsschlüssige Verbindung mit dem Mediumrohr.
Zur Verbesserung der Führung ist es vorteilhaft, dass die Gleitkufe einen oder mehrere, vorzugsweise mittig oder seitlich angeordnete (n), insbesondere in einer Axialebene verlaufende (n) Steg (e) aufweist bzw. aufweisen, der bzw. die auf seiner bzw. ihrer dem Innenrohr zugewandten Seite mit der Gleitkufe verbunden ist bzw. sind und sich im wesentlichen bis in den Bereich des äusseren Umfanges des Mediumrohres erstreckt bzw. erstrecken.
Ein zusätzliche Lagesicherung wird erreicht, wenn der Steg auf seiner dem Mediumrohr zugewandten Seite mit Rillen, Kerben od. dgl. versehen ist.
Es ist vorteilhaft, dass die Abstützflächen der Gleitkufe vorzugsweise eben ausgebildet sind.
Es ist jedoch auch möglich, dass die radial äussere Abstützfläche der Gleitkufe, welche die Gleitkufe am inneren Umfang des Innenrohres abstützt, konvex gekrümmt ausgebildet ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt sind, näher beschrieben.
Es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe doppelwandige Rohrleitung, Fig. 2 einen Schnitt gemäss Linie (II-II) in Fig. 1, Fig. 3 die Einzelheit (A) aus Fig. 1 in vergrössertem Massstab, Fig. 4 eine vergrösserte Darstellung der Gleitkufen im Schnitt, Fig. 5 eine Draufsicht auf Fig. 4, und Fig. 6 bis 10 verschiedene Ausführungsformen der Gleitkufen, jeweils im Schnitt.
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Bei der doppelwandigen Rohrleitung gemäss Fig. 1 und 2 ist in einem Aussen- bzw. Mantelrohr (1) aus Faserbzw. Asbestzement ein Innen- bzw. Kernrohr (2) aus Faser- bzw. Asbestzement angeordnet, in dem mit gesonderten Gleitkufen (4) ein aus Metall bestehendes Mediumrohr (3) in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist. Das Innenrohr (2) ist in dem Aussenrohr (1) über dessen gesamte Länge wärmebrückenfrei angeordnet, wobei der ringförmige Hohlraum zwischen Aussenrohr (1) und Innenrohr (2) mit elastischem Kunststoffschaum (5) im wesentlichen vollständig ausgeschäumt ist. In dem Schaumstoffkörper sind ausserdem je ein Entlüftungsrohr (6) und Entwässerungsrohr (7) eingebettet.
In Fig. 3 bis 5 ist die Gleitkufe (4) näher dargestellt. Die Gleitkufe (4) besitzt die Form eines brückenförmigen mehrfach gebogenen bzw. abgewinkelten Bandes, das zwei in Axialrichtung im Abstand voneinander liegende Abstützflächen (8,9) zur Abstützung am äusseren Umfang des Mediumrohres (3) und eine Abstützfläche (10) zur Abstützung am inneren Umfang des Innenrohres (2) aufweist. Mehrere solcher Gleitkufen (4) sind im Abstand voneinander am Umfang des Mediumrohres (3) in einer einzigen Radialebene desselben angeordnet und sind mit zwei Spannbändern (11) kraft-bzw. reibungsschlüssig am Umfang des Mediumrohres (3) gehalten. Die Spannbänder (11) können mit den Gleitkufen (4), z. B. durch Punktschweissung verbunden werden.
Es versteht sich, dass zur Abstützung eines Mediumrohres (3) je nach Länge desselben zwei oder mehrere solcher in einer Radialebene angeordneter Gruppen von Gleitkufen verwendet werden.
Wie insbesondere Fig. 4 und 5 zeigen, ist die Gleitkufe (4) mit einem mittigen oder zwei seitlichen, in einer Axialebene verlaufenden Steg (e) (12) versehen, der oder die sich quer durch den Ringspalt zwischen dem Innenrohr (2) und dem Mediumrohr (3) erstreckt bzw. erstrecken und auf seiner dem Innenrohr (2) zugewandten Seite mit der Gleitkufe (4) fest verbunden ist. Auf seiner dem Mediumrohr (3) zugewandten Seite ist der Steg (12) mit Rillen, Kerben od. dgl. (13) versehen.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Abstützflächen (8,9, 10) eben ausgebildet. Die Abstützflächen können jedoch gekrümmt ausgebildet werden. Insbesondere kann die radial äussere Abstützfläche (10), die zur Abstützung der Gleitkufe (4) am inneren Umfang des Innenrohres (2) dient, konvex gekrümmt ausgebildet werden. Es ist hiebei zweckmässig, dass der Krümmungsradius der Abstützfläche kleiner ist als der Krümmungsradius des inneren Umfanges des Innenrohres (2). In Sonderfällen ist es auch möglich, die radial innere Abstützfläche gekrümmt auszubilden.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6 ist die zur axialen Führung des Mediumrohres (3) in dem Innenrohr (2) dienende Gleitkufe (4) an einem im wesentlichen U-förmig gebogenen Band gebildet. Die Unterseite des U bildet hiebei die Abstützfläche (10) zur Abstützung am inneren Umfang des Innenrohres (2), wogegen die Abstützflächen (8,9) zur Abstützung am äusseren Umfang des Mediumrohres (3) von von den oberen Rändern des U abstehenden Schenkeln gebildet werden.
An diesen Schenkel liegen die Spannbänder (11) an und halten die Gleitkufen (4) am Mediumrohr (3) fest.
Der Steg bzw. die Stege (112) ist bzw. sind wie in Fig. 4 und 5 ausgebildet.
Fig. 7 zeigt eine Gleitkufe (4), die aus einem etwa trapezfönnig abgebogenen Band mit abstehenden Schenkeln und Steg (12) besteht.
Fig. 8 zeigt eine Gleitkufe (4), die aus einem etwa dreieckförmig bzw. V-förmig gebogenen Band mit abstehenden Schenkeln für die Spannbänder (11) besteht. Bei dieser Ausführung ist z. B. kein Steg erforderlich.
Fig. 9 und 10 zeigen Gleitkufen (4) in Form von Doppelbügeln bzw. Doppelkufen, wobei das Spannband (11) an einem mittig angeordneten Steg (13) anliegt.
Die Gleitkufen können aus Metall, inbesondere Stahl, hergestellt, und gegebenenfalls oberflächenbehandelt bzw. mit einer Beschichtung versehen werden, damit ein entsprechender Korrosionsschutz und eine Reibungsverminderung gegeben ist.
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