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Elastische Lagerung des Wagenkastens an Fahrzeugen.
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Es sind auch schon mancherlei Vorrichtungen vorgeschlagen worden, um die elastische Aufhängung des Wagenkastens mittels Druckluftkörpern zu verbessern. So hat man z. B. Federn mit den Druckluftkörpcrn in Verbindung gebracht, wobei ein Teil dieser Dnuckluftkörpcr dazu dienen sollte, die Erschütterungen und Stosse, die über ein durchschnittliches Mass nicht hinausgehen, auszugleichen, während die übrigen Druckluftkörper, oder deren Gesamtheit, oder ihre Verbindung mit Federn, dazu bestimmt war, aussergewöhnliche Erschütterungen und starke Stösse aufzunehmen ;
in allen solchen, die Verwendung von Druckluftkörpern vorsehenden Vorrichtungen ist die Federung immer nur von der mehr oder weniger grossen Verdrängung der Druckluft im Schlauch oder Kissen abhängig gewesen.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Aufhängung des Wagenkastens beruht nun gleichfalls auf der Anwendung mit Luftdruck gefüllter Körper, aber die elastische Nachgiebigkeit soll hier nicht allein von der Verdrängung der Druckluft in dem sie umschliessenden Körper. oder von der durch die Stösse und Erschütterungen hervorgerufenen Querschnittsveränderungen des Körpers erzeugten Druckschwankungen abhängen, sondern es soll Luft oder ein anderes zusammendrückbares Gas in einem in sich biegsamen Körper derart zur Anwendung kommen, dass dieser unter Innenspannung in einer bestimmten Form gehaltene Körper nicht allein eine Querschnittsveränderung, sondern hauptsächlich eine Abweichung aus seiner normalen Form erfährt und dieselbe wiederzugewinnen strebt,
sodass der druckerfüllte Körper als Ganzes zusammengedrückt wird und wieder zurückschnellt. Auf diese Weise wird für die Federung eine weit grössere Bewegungsausdehnung erzielt, um Stösse und Erschütterungen auszugleichen, es bedarf auch nur einer viel geringeren Druckluftspannung, sodass die Federung weicher und empfindlicher gestaltet werden kann ; ferner genügt eine einzige solche pneumatische Schlauchoder Kissenfeder, um die Stösse und Erschütterungen von durchschnittlicher Stärke auhzugleichpn
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luftwiderstand beruhenden Kissen-oder Schlauchfeder genügt, um auch die stärksten Stösse aufzufangen.
Diese Wirkung konnte bisher nur dadurch erreicht werden, dass man zwei Satz Federn in der oben erwähnten Weise zur Anwendung brachte.
Wenn man die gemäss der Erfindung zu verwendenden Luftdruckkörper in ringförmiger Gestalt anwendet, so können sie oberhalb der Achse als Träger für den Wagenkasten angeordnet sein. Oder man legt sie konzentrisch um die Achse und in diesem es wichtig, einen ringförmigen Zwischenraum zwischen der dem des Ringes zu lassen, während der i', usscre Umfang des Ringes an seinem tiefsten Punkt von einem mit der starr oder nachgiebig verbundenen Träger gestützt wird und an seinem oberen Teil von einem am Wagenkasten befestigten Teil berührt wird.
Die Art der Aufhängung des Wagenkastens gemäss der Erfindung wird durch die Zeichnungen veranschaulicht. In denselben ist : Fig. 1 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, eines Wagenkastens, der nach einer Ausführungsform der Erfindung mittels Druckluftkörpers aufgehängt ist. Fig. 2 ist ein Querschnitt zu Fig. 1, teilweise Ansicht ; Fig. 3 ist eine Aussenansicht gegen einen Teil eines mittels konzentrisch um die Achse gelegten Luftreifens getragenen Wagenkastens. Fig. 4 zeigt eine geringe Abänderung der Befestigung des Luftreifens um die Achse ; Fig. 5 ist ein Quer schnitt zu Fig. 3. Fig. 6 ist eine Sonderansicht in grösserem Massstabe, welche eine Befestigung weise darstellt, durch die seitliche Schwankungen des Wagenkastens gegenüber der Achse be- schränkt werden sollen.
Fig. 7 ist ein Querschnitt durch den Teil eines Wagenkastens, um zu zeigen, wie der Luftreifen von der Radachse abgenommen werden kann, ohne zuvor das Rad abzunehmen, und Fig. 8 eine Seitenansicht zu Fig. 7, teilweise im Schnitt.
A ist der Druckluftreifen oder Körper, B der Seitenteil des Wagenkastens und C die Rad achse. In Fig. 1 wird der federnde Reifen oder Körper von einem Hohlring A mit Ventil a gebildet, durch das der Reifen mit Druckluft oder einem gasförmigen Körper soweit aufgepumpt wird, dass der Innendruck die Belastung tragen kann, ohne dass die kreisförmige Gestalt des Ringes dadurch übermässig verändert wird. Die Erfahrung hat dabei gezeigt, dass hierzu eine \\ eit geringere
Spannung der Luftfüllung erforderlich ist, als für die gebräuchlichen pneumatischen Radreifen nötig ist. Jeder dieser Reifen A wird in senkrechter Richtung zwischen je einem auf jeder Seite des Wagenkastens aufrecht angebrachten Träger b und einer auf der Achse C befestigten Stützen c unterhalb des Trägers gehalten.
Stellbare Anschlagbacken D, die an Tragarmen d am Wagenkasten befestigt sind, verhüten ein übermässiges Ausbiegen des Reifens A vor-und rückwärts.
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Daa Knicken oder Einbeulen des Reifens durch die durchbiegende Kraft kann am besten dadurch verhütet werden, dass ein leichter biegsamer Metallreifen den Innenrand des Reifens A ausfüttert, oder der Reifen an den Stellen, wo er der Druckwirkung ausgesetzt ist, eine geeignete Verstärkung oder Versteifung erhält.
Die Hohlreifen oder Hohlkörper können aus irgend einem geeigneten Stoffe, der den Innendruck der eingepressten Luft-oder Gasart verträgt, hergestellt sein, in mallehen Fällen kann dieser Stoff so starr sein, dass er selbst dazu beiträgt, die normale Form des Hohlkörpers unter der Belastung in gewissem Grade aufrecht zu erhalten.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Elastische Lagerung des Wagenkastens an Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen Wagenkasten und den Räderachsen eingefügten Luftreifen sich mit dem oberen Teil des äussern Ringumfanges gegen obere, am Wagenkasten befestigte und mit dem unteren Teil des äusseren Ringumfanges gegen untere, an den Radachsen vorgesehene Auflager abstützen, während sie an ihrem inneren Umfange nicht gestützt sind, sodass bei auftretenden Stössen oder Erschütterungen die Luftreifen als Ganzes ausgebogen werden und somit die Stösse wirksam aufnehmen können.