AT386003B - Verfahren zum abbau von qualitaetsunterschieden in abzukuehlenden schuettguetern und kuehleinrichtung hiezu - Google Patents
Verfahren zum abbau von qualitaetsunterschieden in abzukuehlenden schuettguetern und kuehleinrichtung hiezuInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben. Die Erfindung wird in der Zeichnung beispielsweise für eine Kokstrockenkühlanlage erläutert. Die eigentliche Kokstrockenkühlanlage, als Gegenstrom-Kühlstrecke-l-bezeichnet, weist einen Übergabetrichter --6-- für den gekühlten Koks und eine Aufgabestelle --8-- für das inerte Kühlgas auf, das insbesondere nach seiner Erhitzung in der Gegenstromkölstrecke --1-- in einem Dampferzeuger gekühlt und im Kreislauf geführt wird. Der auf etwa 1500C abgekühlte EMI2.1 misch bildet, welches durch das Gebläse --11-- im Gleichstrom zum strömenden Koks, also durch das Koksbett, abgesaugt wird. Diese Absaugung bewirkt eine weitere Kühlung des Kokses bis auf unter 100 C, wobei die Temperatur so gewählt wird, dass im Koksbett der Taupunkt nicht unterschritten wird, so dass lediglich eine Kapillarkondensation in der porösen Koksoberfläche gegeben ist, nicht aber eine mengenmässig unkontrollierbare Dampfkondensation am Koksstück selbst. Die Kapillarkondensation ist bei einer Kokstemperatur von etwa 500 C noch nachweisbar, ist temperaturabhängig und beträgt bei 80 C etwa 1% Feuchtigkeit. Durch diese Massnahme ist eine konstante Feuchtigkeit des trocken gelöschten Kokses physikalisch vorgegeben, die sich auch in einer Verringerung der Staubentwicklung beim Kokstransport insbesondere ausserhalb der Kokstrockenkühlanlage auswirkt. Zum gesicherten Brüdenabzug --5-- ist es vorteilhaft, einen Ringraum --12-- zu schaffen, der teilweise an der Aussenseite des Übergabetrichters --6-- oberhalb der freien Schüttgutoberfläche --7'-- vorgesehen ist. Der gekühlte bzw. nachgekühlte Koks verlässt die Kühlanlage über die Rutschen --9--, die einzeln oder auch gemeinsam in Betrieb genommen werden können. Zur Erfindung gehören ferner Regeleinrichtungen, die den EMI2.2 Messstellen an den Kühlstrecken --1 und 2-- kein Differenzdruck entsteht, wodurch sichergestellt wird, dass kein Wasser bzw. Wasserdampf und auch keine Luft aus dem Ringraum oberhalb der EMI2.3 Reaktionen führen würden. Demzufolge ist auch die Luft- und Wasserzufuhr für die Kühlstrecke --2-- geregelt, wobei die Wasserzufuhr in Abhängigkeit der Temperatur des abgeführten Schüttgutes geregelt wird und auch die Mischung des Wasserluftgemisches konstant gehalten wird, so dass der Taupunkt unterhalb der Koksaustrittstemperatur gehalten wird. Bei der praktischen Durchführung der Erfindung hat es sich herausgestellt, dass auch das Staubproblem in der Siebanlage --13-- positiv beeinflusst werden kann, wenn nämlich die aus der erfindungsgemässen Anlage abgesaugten Brüden, die durch die Leitung --5-- abgeführt werden, in den Zyklon des Staubabscheiders --14-- der Siebanlage --13-- eingeleitet werden, wodurch erstens auch die Brüden entstaubt und zweitens durch die teilweise Kondensation der Brüden auch der Siebstaub angefeuchtet wird, so dass der Staub agglomeriert und leichter handhabbar wird. Hiebei zeigte sich auch, dass auch eine getrennte Entstaubung der Brüdenleitung - und der Siebanlage und die folgende Staubdurchmischung der beiden anfallenden Staubarten ebenfalls eine wirksame Bekämpfung des Staubproblems darstellt und der Staub dadurch gleichfalls leichter handhabbar wird. Die nun bereits in den Sättigungsbereich abgekühlten Brüden werden in einen Mischkondensa- tor --15-- eingeleitet, in welchem sie durch umgewälztes und in einem Kühler --16-- gekühltes Kondensat gewaschen, also vom Koksstaub gereinigt und auf Umgebungstemperatur gebracht werden, bevor sie als Feuchtluft an die Umgebung abgegeben werden. EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> als trocken gelöschter Koks ausgebracht wird. Das in der Kühlstrecke-l-verwendete Kühlgas wird in einem Heissgaszyklon --20-- vom mitgerissenen heissen Koksstaub gereinigt und nach EMI3.1 --21-- aufge --13-- die Brüde von Koks zu trennen. In diesem Fall wird der Brüdenabzug --5-- durch - sinngemäss ersetzt. Der Ringraum --12-- wird dann durch die Abzugshaube --23-- gebildet. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Abbau von Qualitätsunterschieden in abzukühlenden Schüttgütern, wie z. B. Sinter oder trocken gelöschtem Koks, durch ein zweistufiges Trockenlöschverfahren, bei dem der Koks in zwei oder mehreren vertikal übereinander angeordneten Räumen zuerst im Gegenstrom und dann im Gleichstrom gekühlt wird, wobei in der zweiten Stufe ein wasserdampfhaltiges Kühlmedium verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der glühende Koks in einer ersten Stufe in an sich bekannter Weise mit inertem Gas auf 150 bis 200 C gekühlt wird und anschliessend durch ein Luft-Wasserdampf-Gemisch in einer zweiten Stufe, insbesondere im offenen Kreis, auf unter 100 C, vorzugsweise 80 C, gekühlt wird, wobei zur Vermeidung des Eindringens der Kühlme- dien in die jeweils andere Stufe die Differenz zwischen dem Gasdruck an der Aufgabestelle des Luft-Wasserdampf-Gemisches und dem Gasdruck im Schüttgut am Übergang der ersten in die zweite Stufe durch Mengenregelung des aus dem Schüttgutkühler abgesaugten Luft-Wasserdampf-Gemisches auf Null gehalten wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung von Wasserdampfkondensation im abzukühlenden Schüttgut in Abhängigkeit der Temperatur des der Mischstelle zugeführten Luft- und Wasserdampf-Gemisches dessen Menge unter Beibehaltung des Mischungsverhältnisses geregelt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der zweiten Stufe der Kühleinrichtung austretenden Brüden insbesondere mit der staubhaltigen Luft der Kokssieberei gemeinsam in einem Zyklon entstaubt werden.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des der Mischstelle zugeführten Wassers in Abhängigkeit der Temperatur des abgeführten Schüttgutes geregelt wird.5. Kühleinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung einen in Strömungsrichtung des Schüttgutes gesehenen Gegenstrom-Trockenkühler (1) und anschliessend eine Gleichstrom-Kühlstrecke (2) mit getrenntem Wasser- (3) und Kühlgasanschluss (4) und einen gemeinsamen Brüdenabzug (5) aufweist, EMI3.2 B.ist.6. Kühleinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlstrecken (1, 2) jeweils am Austritt einen Übergabetrichter (6, 6'), insbesondere mit freier Schüttgutoberfläche (7, 7'), aufweisen, durch welche das Kühlmedium aufgegeben oder abgegeben wird.7. Kühleinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Kühleinrichtung (2) nachgeschaltete Schüttgutbehandlungseinrichtung, wie z. B. Siebanlage (13) ebenfalls an dem Staubabscheider (14) angeschlossen ist, wobei insbesondere das von der Kühleinrichtung (2) abströmende Luft-Wasserdampf-Gemisch durch diese hindurchgeführt ist.
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| ATA271785A ATA271785A (de) | 1987-11-15 |
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| EP0061716A2 (de) * | 1981-03-27 | 1982-10-06 | Hartung, Kuhn & Co. Maschinenfabrik Gmbh | Verfahren zur Nutzung der Abwärme und zur Gewinnung von Wassergas beim Kühlen von aus einem Kammerofen ausgestossenem glühenden Koks |
-
1985
- 1985-09-18 AT AT271785A patent/AT386003B/de not_active IP Right Cessation
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| EP0061716A2 (de) * | 1981-03-27 | 1982-10-06 | Hartung, Kuhn & Co. Maschinenfabrik Gmbh | Verfahren zur Nutzung der Abwärme und zur Gewinnung von Wassergas beim Kühlen von aus einem Kammerofen ausgestossenem glühenden Koks |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA271785A (de) | 1987-11-15 |
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