AT385654B - Verfahren zur herstellung von oelhaeltigen zubereitungen in granulatform zur oralen verabreichung - Google Patents

Verfahren zur herstellung von oelhaeltigen zubereitungen in granulatform zur oralen verabreichung

Info

Publication number
AT385654B
AT385654B AT282984A AT282984A AT385654B AT 385654 B AT385654 B AT 385654B AT 282984 A AT282984 A AT 282984A AT 282984 A AT282984 A AT 282984A AT 385654 B AT385654 B AT 385654B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
oil
cellulose
starch
macerate
mass
Prior art date
Application number
AT282984A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA282984A (de
Inventor
Wilhelm Dr Hurka
Johann Hopfgartner
Herwig Dr Fischer-Colbrie
Original Assignee
Arcana Chem Pharm
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Arcana Chem Pharm filed Critical Arcana Chem Pharm
Priority to AT282984A priority Critical patent/AT385654B/de
Publication of ATA282984A publication Critical patent/ATA282984A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT385654B publication Critical patent/AT385654B/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/14Particulate form, e.g. powders, Processes for size reducing of pure drugs or the resulting products, Pure drug nanoparticles
    • A61K9/16Agglomerates; Granulates; Microbeadlets ; Microspheres; Pellets; Solid products obtained by spray drying, spray freeze drying, spray congealing,(multiple) emulsion solvent evaporation or extraction

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 nulate), wie Sojamehl, Getreidemehl, Roggen- und Weizenmehl, Maismehl, Kartoffelstärke, Tapiokastärke, Weizenstärke, Maisstärke, Roggenstärke und Reisstärke ; Gemische von Zucker und Stärke 
 EMI2.1 
 ;(E. echinaceae purpurea),   Hefe-Trockenextrakt (E. faecis),   Enzian Extrakt (E. gentianae), Malzextrakt   (E. Malti),   Pankreatin, Fel Bovis,   Curcuma ; eiweisshältige   Granulate, wie Milchpulver, Molkepulver, Kakaopulver ; medizinische Kohle (Carbo   medicinalis) ;   Cellulose und Cellulosederivate, wie z. B.

   Cellulose, Äthylcellulose, Celluloseacetat,   Cellulosephthalat,   Celluloseacetatsuccinat, Carboxymethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxyäthylcellulose, Hydroxymethylcellulose, Methylhydroxycellulose, Äthylhydroxyäthylcellulose,   Hydroxyäthylmethylcellulose   und Methylcellulose. 
 EMI2.2 
 von Nahrungs- und Genussmitteln und anschliessendes Trocknen der Extrakte gewonnene Produkte. 



   Sie sind meist pulverförmig und gehen in Wasser sofort und rückstandslos wieder in Lösung.
Als Trocknungsverfahren zur Herstellung der eingesetzten Granulate kommen besonders die Gefrier- trocknung, Vakuumtrocknung und Sprühtrocknung in Betracht. 



   Als Adsorptionsmittel wird beim erfindungsgemässen Verfahren gemahlenes Aerosil (Hersteller :
Fa. Degussa),   d. i. hochdisperse"pyrogene"Kieselsäure   mit einem   Si02 -Gehalt   von über   99, 8%,   verwendet. Aerosil ist aus amorphen kugelförmigen Teilchen aufgebaut, die einen Durchmesser von 10 bis 30 nm besitzen. Diese Teilchen scheinen wieder. grössere Aggregate aufzubauen, die einen Durchmesser von zirka 10 bis 20   11,   auch bis zu 60   11,   besitzen. Durch das Mahlen kann diese Grösse auf etwa ein Zehntel,   d. s. 1   bis 2   11   verringert werden. Es konnte   z. B.   festgestellt werden, dass die Aggregate nach einmaligem Mahlen mit einer Stiftmühle der Fa.

   Alpine, Type 160 Z mit 3200 Umdr/min eine Grösse von 0, 1 bis 2 11 aufweisen. Das Mahlen ist ein wesentlicher Teil des Verfahrens. Es konnte bisher lediglich eine Abnahme der Teilchengrösse bestimmt werden. 



  Eine Veränderung der elektrischen Aufladung durch das Mahlen konnte nicht nachgewiesen werden. 



   Die Aerosolteilchen besitzen an ihrer Oberfläche SiOH-Gruppen die über relativ schwache Wasserstoffbrückenbindungen miteinander verknüpft sind, wodurch es zu einer Gerüstbildung kommt. Es ist denkbar, dass die Bindung der Kieselsäure an das Trägermaterial auch über solche Wasserstoffbrückenbindungen erfolgt. Es konnte beobachtet werden, dass absolut trockenes Trägermaterial nicht soviel Kieselsäure zu binden vermag wie Trägermaterial, das eine gewisse Menge an Feuchtigkeit enthält (etwa 0, 05 bis   2, 0 Gew.-%,   vorzugsweise 0, 1 bis   0, 5 Gew. -% H20).   Diese Beobachtung passt ganz gut zur Theorie der Wasserstoffbrückenbindungen über die SiOH-Brücken. 



   Aerosil ist eine spezielle Form von Kieselgel. Es wird durch Hydrolyse von Siliziumtetrachlorid in einer Knallgasflamme (2   H2 + 02 +. SiCI4 SiO 2 +   4 HC1, Flammenhydrolyse) hergestellt. Daher nennt man sie auch   hochdisperse "pyrogene" Kieselsäure.   



   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren eingesetzten Ölen bzw. öligen Substanzen handelt es sich um Substanzen, die entweder bei Normaltemperatur ölige Beschaffenheit haben oder bei Erwärmen ölig sind, und beim Erkalten erstarren. Folgende Gruppen von Substanzen können verwendet werden : ölige, pharmazeutische Wirkstoffe, wie   2- (4-Chlorphenoxy)-2-methylpropionsäure-   methylester, Vitamin A Palmitate, Vitamin E Acetat ;

   Fette und fette Öle, wie Rapsöl, Leinöl, Weizenkeimöl, Olivenöl, Erdnussöl, Rizinusöl, Kokosnussöl, Rüböl, Maisöl, Baumwollsaatöl, Soja-   : il,   Distelöl, Mandelöl, Nussöl, Erdnussöl, Sesamöl, Palmöl, Mohnöl, Sonnenblumenöl, Jojobaöl ; lösliche pharmazeutische Wirkstoffe, die in oben genannten Ölen gelöst sind, wie Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin F (essentielle Fettsäuren), Vitamin   K ;   Chloramphenicol (löslich Ln Polyäthylenglykol) ; Neomycin (löslich in Polypropylenglykol) ;

   Wirkstoffe, die durch lösungs- {ermittelnde Substanzen in den Ölen in Lösung oder in feindisperser Form vorliegen, wie 1, 4-Di- 
 EMI2.3 
    (2-nitrophenyl)-3, 5-pyridincarbonsäuredimethylester (Nifedipin) ; > 1,   Anisöl, Fenchelöl und Kümmelöl, Hopfenöl, Sernanisöl, Kardamonenöl, Pfefferöl, Muskatnuss-    > 1,   Pfefferminzöl, Thymianöl, Senföl, Orangenöl, Citronenöl, Fichtenöl, Lärchenöl, Blütenöle 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 (Rosen-, Lavendel-, Nelkenöl, usw.), Kampferöl, Eucalyptusöl, Arnikablütenöl,   Baldrianöl ;   Suspensionen von unlöslichen pharmazeutischen Wirkstoffen in einem der oben genannten fetten Öle, wie   z.

   B. 1- (4-Chlorbenzoyl) -5-methoxy-2-methyl-1H-indol-3-essigsäure ;   Ölmazerate, wie Mistel/Öl Mazerat, Weissdorn/Öl Mazerat, Knoblauch/Öl Mazerat, Baldrian/Öl Mazerat, Zwiebel/Öl Mazerat, Kalmus/Öl Mazerat,   Ringelblumen/Öl Mazerat,   Arnika/Öl Mazerat. 



   Auf die als Granulat vorliegende Trägersubstanz wird, wie schon erwähnt, feinst gemahlene   "pyrogene" Kieselsäure   aufgetragen. Man verwendet hiezu Aerosil, das vor der Verwendung gemahlen worden sein muss. Die Mahlung erfolgt mit einer Stiftmühle. Diese gemahlene Kieselsäure muss durch intensives, aber vorsichtiges Mischen auf die Oberfläche des Granulates trocken und möglichst homogen aufgebracht werden. Hiebei ist zu verstehen, dass nicht nur die makroskopische, sondern auch die mikroskopische Oberfläche des Granulates überzogen werden muss. Diese Auftragung erfolgt vorzugsweise in einem Dragierkessel mit Schikanen, in einem Schneckenmischer oder in einem Wirbelschichter ; die Auftragung muss vorsichtig und portionsweise erfolgen, damit das Aerosil nicht an der   Kessel- oder Behälterwand   kleben bleibt. 



   Das Auftragen der öligen Substanz erfolgt durch Aufsprühen. Zu diesem Zweck wird das Öl erwärmt, um die richtige Viskosität einzustellen. Diese Viskosität liegt zwischen 10 und 60 mPs, vorzugsweise zwischen 20 und 40 mPs. Dieser Verfahrensschritt erfolgt zweckmässig in einem geschlossenen System, kann aber auch in gängigen pharmazeutischen Produktionsgeräten wie Wirbelschichtgerät, Dragierautomat oder Schneckenmischer durchgeführt werden. Man sprüht langsam ein, damit sich keine Knollen bilden können, und damit die Verteilung möglichst gleichmä- ssig erfolgt. 



   Die nachfolgende Kühlung durch Einblasen von Luft bewirkt eine gewisse "Trocknung" oder Verfestigung. Manche Öle werden einfach zäher und geben dann ein trockeneres rieselfähiges 
 EMI3.1 
 
Dieses Verfestigen ist in manchen Fällen sicher ein wichiger Schritt, um von der plastischen Eigenschaft im Augenblick des Aufsprühens zur trockenen, rieselfähigen Eigenschaft bei Normaltemperatur zu kommen. 



   In andern Fällen ist das Verfestigen nicht so wichtig, wenn   z. B.   ätherische Öle aufgetragen werden, wo es nicht darauf ankommt, sehr grosse Mengen zu adsorbieren, und wo die Aufsprühtemperatur auch nicht so hoch liegt, ist das Kühlen durch kalte Luft nicht notwendig. Für die Herstellung von Lecithingranulat mit ungesättigten Fettsäuren und Vitamin A+E-Kaudragees und Nifedipin ist es wichtig, zu einer "trockenen" Substanz zu kommen. 



   Die einzelnen Komponenten werden beim erfindungsgemässen Verfahren in folgenden Anteilen   eingesetzt : Granulatanteil :   50 bis 90 Gew.-%, vorzugsweise 70 bis 80   Gew.-%,   insbesondere 76 bis 74   Gew.-% ; Ölanteil :   5 bis 35   Gel.-%,   vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 18 bis 20 Gew.-% ; Aerosilanteil : 2 bis 15   Gew.-%,   vorzugsweise 2 bis 6   Gew.-%,   insbesondere 4 bis 6   Gew.-%.   



   Die nachfolgenden Beispiele sollen das erfindungsgemässe Verfahren erläutern. 



   Beispiel 1 :
14, 84 g Lecithingranulat
2, 31 kg Saffloröl
0, 83 kg gemahlene Kieselsäure
0,01 kg tert.   Butyl-4-methoxyphenol  
Aromazusatz nach Wunsch
Die Kieselsäure wird in einer Stiftmühle, Marke Alpine, fein gemahlen und ausgewogen. 



   Lecithingranulat wird gewogen und in einen Schneckenmischer so eingebracht, dass der Schneckenmischer auf die langsamste Geschwindigkeit gestellt wird und das Lecithingranulat langsam auf den laufenden Schneckenmischer aufgebracht wird. Der Schneckenmischer ist daher verschlossen und durch einen Einfüllstutzen lässt man die gemahlene Kieselsäure langsam zurieseln. Die Mischdauer beträgt zirka 2 h. Das Saffloröl wird gewogen und auf einem Wasserbad vorsichtig auf 40 bis   45 C   erwärmt. Das   tert. Butyl-4-methoxyphenol   wird zugefügt und aufgelöst. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Die Mischung kommt in einen Thermobehälter, damit die Temperatur zwischen 40 und   45 C   gehal- ten werden kann. Das Öl wird nun mittels einer feinen Düse auf das Granulat im Schnecken- mischer aufgebracht, hiebei läuft der Schneckenmischer weiter. Der Schneckenmischer ist weiter geschlossen. Bei diesem Vorgang wird im Mischen eine Temperatur aufgebaut, die etwas über der Umgebungstemperatur liegt. Nachdem alles Öl aufgesprüht ist, wird mit trockener, kalter
Luft durchgeblasen, bis ein trockenes, rieselfähiges Granulat entsteht. Dieses kann wie beschrieben nach Belieben weiterverarbeitet werden. 



   Beispiel 2 :
Sorbit-Instantgranulat
Vitamin A Palmitat
Kieselsäure gemahlen (Vitamin A Palmitat ist selbst schon stabilisiert, daher muss kein tert. Butyl- - 4-methoxyphenol zugefügt werden
Die Durchführung des Verfahrens erfolgt wie im Beispiel 1. Es ist lediglich zu beachten, dass die Temperatur auf die das Vitamin A Palmitat erwärmt wird, den Vorschriften des Herstellers entspricht. Es werden unter Umständen höhere Temperaturen als 40 bis   45 C   für die Erwärmung des Vitamin A Palmitats gefordert. Man lässt das Vitamin A Palmitat nach dem Erwärmen langsam auf 40 bis   45 C   abkühlen und sprüht es dann bei dieser Temperatur ein. 



   Das fertige Produkt kann nun weiter zu Drageekernen verarbeitet werden, die dann anschlie- ssend dragiert und zu Kaudragees verarbeitet werden. Das Granulat kann auch mit einem andern Granulat oder andern Wirkstoffen vermischt werden. Es kann als Granulat selbst eingenommen werden. Diese Mischungen können wieder zu Kernen gepresst und zu Dragees verarbeitet und zu Tabletten verpresst werden, usw. 



   Beispiel 3 :
Sojagranulat
Kieselsäure gemahlen
Sonnenblumenöl
Durchführung wie Beispiel 1. 



   Beispiel 4 :
Stärkezuckergranulat
Tocopherolacetat
Kieselsäure gemahlen
Durchführung wie Beispiel 1. 



   Beispiel 5 :
835, 5 g Granulatum simplex
120, 0 g Pfefferminzöl
45,0 g hochdisperse Kieselsäure feinst gemahlen (Aerosil)
Die Verarbeitung erfolgt gemäss Beispiel 1. Das aufzusprühende Pfefferminzöl wird auf   40 C   erwärmt. 



   Beispiel 6 : Herstellung eines Granulats von   1- (4-Chlorbenzoyl)-5-methoxy-2-methyl-lH-indol-   -3 -essigsäure
794, 45 g Granulatum simplex
35, 00 g   1- (4-Chlorbenzoyl) -5-methoxy -2-methyl-     - lH-indol-3-essigsäure (Indomethacin)    feinst gemahlen
125,00 g Sesamöl 
 EMI4.1 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Granulatum simplex wird auf folgende Weise   bereitet : 700, 00   g Kartoffelstärke,   300, 00   g Lactose werden mit 250 g einer Mischung von 2 Teilen Glycerin mit 98 Teilen 4%iger Gelatinelösung durchfeuchtet und granuliert. Man löst   tert. Butyl-4-methoxyphenol   in Sesamöl unter leichtem Erwärmen und Rühren.

   Anschliessend wird Indomethacin, feinst gemahlen, portionsweise in das Öl eingetragen, wobei gleichzeitig mit einem Ultra Turrax der Wirkstoff im Öl suspendiert wird. 



  Die weitere Aufarbeitung erfolgt entsprechend Beispiel 1. 
 EMI5.1 
 :804, 45 g Sojamehl
25, 00 g Gummi Arabicum 250, 00 g Wasser 125, 00 g Knoblauch/Rüböl Mazerat 
 EMI5.2 
 



   5545, 00 g hochdisperse Kieselsäure feinst gemahlen (Aerosil)
Man formt zunächst aus Sojamehl, Gummi Arabicum und Wasser ein Granulat auf folgende Weise. Gummi Arabicum wird in einem Rührbehälter in Wasser bei Normaltemperatur gelöst. Diese Lösung wird in einem Schneckenmischer dem Sojamehl langsam zugefügt. Diese Masse wird getrocknet und über ein 1, 2 mm Granuliersieb granuliert. Die weitere Verarbeitung erfolgt gemäss Beispiel 1. Das Knoblauch/Rüböl-Mazerat wird auf 40 bis   45 C   erwärmt. 



   Beispiel 8 : Herstellung eines   Vitaminpräparates :  
873 g Hefeextrakt (Extractum faecis siccum)
25 g Kartoffelstärke
250 g Wasser
75 g Vitamin E-Acetat (ölig)
27 g   hochdisperse Kieselsäure   feinst gemahlen (Aerosil)
Man formt zunächst aus Hefeextrakt, Kartoffelstärke und Wasser ein Granulat gemäss Beispiel 7 durch Auftragen einer Stärkelösung auf den Hefeextrakt in einen Schneckenmischer. 



  Die weitere Verarbeitung erfolgt gemäss Beispiel 1. Das Vitamin E Acetat wird auf   40 C   erwärmt. 



   Beispiel 9 : Herstellung eines Granulats von   1, 4-Dihydro-2, 6-dimethyl-4- (2-nitrophenyl) -     - 3, 5-pyridincarbonsäuredimethy lester   
584, 45 g Äthylcellulose   165, 00 g Methylcellulose   
330, 00 g Wasser   0, 55 g tert. Butyl-4-methoxyphenol   
125, 00 g Rapsöl dunkel
250, 00 g Aceton 
 EMI5.3 
   00 g 1, 4-Dihydro-2, 6-dimethyl-4- (2-nitro-diethylester  
45, 00 g hochdisperse Kieselsäure, feinst gemahlen (Aerosil)
Man formt aus Äthylcellulose, Methylcellulose und Wasser ein Granulat gemäss Beispiel 7. 



   Der Wirkstoff Nifedipin wird zunächst in Aceton gelöst. Diese acetonisch Wirkstofflösung wird nun langsam in 125 g Rapsöl eingerührt. Unter leichtem Erwärmen wird nun das Aceton aus der Mischung ausgetrieben. Es entsteht eine Lösung von Nifedipin in Rapsöl dunkel. Zur Konservierung fügt man unter Rühren das   tert. Butyl-4-methoxyphenol   zu. Die weitere Verarbeitung erfolgt wie unter Beispiel 1. Die ölige Lösung wird auf   40 C   erwärmt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von trockenen, ölhältigen Zubereitungen in Granulatform, die-gegebenenfalls weiterverarbeitet-zur oralen Verabreichung bestimmt sind, dadurch gekenn- zeichnet, dass man bezogen auf die Gesamtzusammensetzung : a) 50 bis 90% Masse einer physiologisch unbedenklichen Trägersubstanz in Granulatform mit einer Korngrösse von 0, 05 bis 5 mm mit b) 2 bis 15% Masse einer feinstgemahlenen hochdispersen"pyrogenen"Kieselsäure, deren Aggregatgrösse vorzugsweise 0, 1 bis 2, 0 im beträgt, innig vermischt und c) auf dieses Gemisch 5 bis 35% Masse eines Öls, welches gegebenenfalls Wirkstoffe in gelöster oder feindisperser Form enthält, oder einer öligen Substanz aufsprüht.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man gemäss Stufe c) Öl bzw. ölige Substanzen in erwärmtem Zustand, aufsprüht.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man gemäss Stufe c) dem Öl bzw. der öligen Substanz vor dem Aufbringen ein Antioxydans zusetzt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemisch nach dem Aufbringen des Öls bzw. der öligen Substanz vorzugsweise durch Aufblasen von Luft kühlt.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Trägersubstanz gemäss Stufe a) Zucker (Zuckergranulate), wie Saccharose, Dextrose, Lactose, Maltose, Sorbit, Mannit, Xylit ; Stärke und Mehle (Stärkegranulate), wie Sojamehl, Getreidemehl, Roggen- und Weizenmehl, Maismehl, Kartoffelstärke, Tapioka, Stärke, Weizenstärke, Maisstärke, Roggenstärke und Reisstärke ; Gemische von Zucker und Stärke (Zucker/Stärkegranulate) ; trockene Naturextrakte und pulverförmige Naturstoff ; trockene Naturextrakte, wie Lecithin, Wermuth (E. absinthii), Aloe (E. Aloes) Orangenschalenextrakt (E. aurantii), Kalmusextrakt (E. Calami), Tausendguldenkrautextrakt (E. Centaurii), Roter Sonnenhutextrakt (E. echinaceae purpurea), Hefe-Trockenextrakt (E. faecis), Enzianextrakt (E. gantianae), Malzextrakt (E.
    Malti), Pankreatin, Fel Bovis, Curcuma ; eiweisshältige Granulate, wie Milchpulver, Molkepulver, Kakaopulver ; medizinische Kohle (Carbo medicinalis) ; Cellulose und Cellulosederivate, wie z. B. Cellulose, Äthylcellulose, Celluloseacetat, Cellulosephthalat, Celluloseacetatsuccinat, Carboxymethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxyäthylcellulose, Hydroxymethylcellulose, Methylhydroxylcellulose, Äthylhydroxyäthylcellulose, Hydroxyäthylmethylcellulose und Methylcellulose, einsetzt.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man gemäss Stufe c) als Öle bzw. ölige Substanz ölige, pharmazeutische Wirkstoffe, wie 2- (4-Chlorphenoxy)-2- - methylpropionsäureäthylester, Vitamin A Palmitate, Vitamin E Acetat ; Fette und fette Öle, wie Rapsöl, Leinöl, Weizenkeimöl, Olivenöl, Erdnussöl, Rizinusöl, Kokosnussöl, Rüböl, Maisöl, Baumwollsaatöl, Sojaöl, Distelöl, Mandelöl, Nussöl, Erdnussöl, Sesamöl, Palmöl, Mohnöl, Sonnenblumenöl, EMI6.1 (löslich in Polyäthylenglykol) ; Neomycin (löslich in Polypropylenglykol) ;
    Wirkstoffe, die durch lösungsvermittelnde Substanzen in den Ölen in Lösung oder in feindisperser Form vorliegen, wie 1, 4-Dihydro-2, 6-dimethyl-4- (2-nitrophenyl)-3, 5-pyridindicarbonsäuredimethylester ; ätherische Öle, wie Angelikawurzelöl, Kalmusöl, Knoblauchöl, Zimtöl, Rosmarinöl, Lavendelöl, Wacholderbeeröl, Anisöl, Fenchelöl und Kümmelöl, Hopfenöl, Sernanisöl, Kardamonenöl, Pfefferöl, Muskatnuss- öl, Pfefferminzöl, Thymianöl, Senföl, Orangenöl, Citronenöl, Fichtenöl, Lärchenöl, Blütenöle (Rose-, Lavendel-, Nelkenöl, usw. ), Kampferöl, Eucalyptusöl, Arnikablütenöl, Baldrianöl ; Suspensionen von unlöslichen pharmazeutischen Wirkstoffen in einem der oben genannten fetten Öle, wie z.
    B. 1- (4-Chlorbenzoyl) -5-methoxy-2-methyl-lH-indol-3-essigsäure ; Ölmazerate, wie Mistel/Öl Mazerat, Weissdorn/Öl Mazerat, Knoblauch/Öl Mazerat, Baldrian/Öl Mazerat, Zwiebel/Öl Mazerat, Kalmus/Öl Mazerat, Ringelblumen/Öl Mazerat, Arnika/Öl Mazerat einsetzt.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man 70 bis 80% Masse, insbesondere 74 bis 76% Masse Granulat, 5 bis 20% Masse, insbesondere 20% <Desc/Clms Page number 7> Masse Öl bzw. ölige Substanz, und 4 bis 6% Masse pyrogene Kieselsäure einsetzt.
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als Trägermaterial ein Granulat mit einer Korngrösse von 1, 0 bis 2, 0 mm einsetzt.
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Trägermaterial einsetzt, das 0, 05 bis 2, 0 Gew.-%, vorzugsweise 0, 1 bis 0,5 Gew.-% Wasser enthält.
AT282984A 1984-09-04 1984-09-04 Verfahren zur herstellung von oelhaeltigen zubereitungen in granulatform zur oralen verabreichung AT385654B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT282984A AT385654B (de) 1984-09-04 1984-09-04 Verfahren zur herstellung von oelhaeltigen zubereitungen in granulatform zur oralen verabreichung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT282984A AT385654B (de) 1984-09-04 1984-09-04 Verfahren zur herstellung von oelhaeltigen zubereitungen in granulatform zur oralen verabreichung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA282984A ATA282984A (de) 1987-10-15
AT385654B true AT385654B (de) 1988-05-10

Family

ID=3540949

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT282984A AT385654B (de) 1984-09-04 1984-09-04 Verfahren zur herstellung von oelhaeltigen zubereitungen in granulatform zur oralen verabreichung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT385654B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0335970A4 (de) * 1987-10-05 1990-03-28 Pharmagyn Inc Tablette zur behandlung bei progesteronmangel.
EP0361910A1 (de) * 1988-09-30 1990-04-04 Rhone Poulenc Rorer Limited Pharmazeutisches Granulat
DE20009840U1 (de) 2000-05-31 2000-08-24 Phyt-Immun GmbH, 66424 Homburg Nahrungsergänzungsmittel, Arzneimittel oder Arzneimittelbestandteil, jeweils enthaltend ein Schalotten/Öl-Mazerat
WO2001010415A1 (en) * 1999-08-09 2001-02-15 Cts Chemical Industries Ltd. A binder for pharmaceutical compositions

Citations (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1113860A (en) * 1965-01-26 1968-05-15 Robins Co Inc A H Sustained release composition
DE1804231A1 (de) * 1967-10-23 1969-06-19 Hoffmann La Roche Verfahren zur Herstellung von Vitamintabletten
GB1216873A (en) * 1967-06-16 1970-12-23 Staley Mfg Co A E Compacted starch; its preparation and use
DE1617489A1 (de) * 1965-05-28 1971-04-08 Glaxo Lab Ltd Verfahren zur Herstellung von kolloidhaltigen Zusammensetzungen
GB1306924A (en) * 1969-02-19 1973-02-14 Zimmermann Co Ltd Perfume concentrates in powder form
DE2154212A1 (de) * 1971-10-30 1973-05-03 Bayer Ag Verfahren zur herstellung einer oral applizierbaren darreichungsform von dimethyldichlorvinylphosphat
DE2231079A1 (de) * 1972-06-24 1974-01-17 Thomae Gmbh Dr K Lipoidsenkendes arzneimittel
DE2400819A1 (de) * 1974-01-09 1975-07-17 Bayer Ag Verfahren zur herstellung fester zubereitungen von schwerloeslichen arzneimittelwirkstoffen in feinster verteilung
FR2340721B3 (de) * 1976-02-13 1979-10-05 Norda Inc
DE3124983A1 (de) * 1981-06-25 1983-01-20 Meditest Inst Fuer Medizinisch Arzneiformen zur oralen verabreichung
EP0074050A2 (de) * 1981-09-05 1983-03-16 BASF Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Trockenpulvern oxidationsempfindlicher Substanzen

Patent Citations (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1113860A (en) * 1965-01-26 1968-05-15 Robins Co Inc A H Sustained release composition
DE1617489A1 (de) * 1965-05-28 1971-04-08 Glaxo Lab Ltd Verfahren zur Herstellung von kolloidhaltigen Zusammensetzungen
GB1216873A (en) * 1967-06-16 1970-12-23 Staley Mfg Co A E Compacted starch; its preparation and use
DE1804231A1 (de) * 1967-10-23 1969-06-19 Hoffmann La Roche Verfahren zur Herstellung von Vitamintabletten
GB1306924A (en) * 1969-02-19 1973-02-14 Zimmermann Co Ltd Perfume concentrates in powder form
DE2154212A1 (de) * 1971-10-30 1973-05-03 Bayer Ag Verfahren zur herstellung einer oral applizierbaren darreichungsform von dimethyldichlorvinylphosphat
DE2231079A1 (de) * 1972-06-24 1974-01-17 Thomae Gmbh Dr K Lipoidsenkendes arzneimittel
DE2400819A1 (de) * 1974-01-09 1975-07-17 Bayer Ag Verfahren zur herstellung fester zubereitungen von schwerloeslichen arzneimittelwirkstoffen in feinster verteilung
FR2340721B3 (de) * 1976-02-13 1979-10-05 Norda Inc
DE3124983A1 (de) * 1981-06-25 1983-01-20 Meditest Inst Fuer Medizinisch Arzneiformen zur oralen verabreichung
EP0074050A2 (de) * 1981-09-05 1983-03-16 BASF Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Trockenpulvern oxidationsempfindlicher Substanzen

Non-Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
JANISTYN H.: HANDBUCH DER KOSMETIKA UND RIECHSTOFFE, 2. AUFLAGE, 3. BAND, HÜTHIG, HEIDELBERG 1973, SEITEN 762, 699, 944, 945 *
RÖMPPS CHEMIE-LEXIKON, 8. AUFLAGE, BAND 2 (1981), SEITE 940 *
ROTHEMANN K.: DAS GROSSE REZEPTBUCH DER HAUT- UND KÖRPERPFLEGEMITTEL, 2. AUFLAGE (MITARBEIT G. A. NOWAK), DR. ALFRED HÜTHIG VERLAG, HEIDELBERG 1956, SEITEN 484 - 486 *

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0335970A4 (de) * 1987-10-05 1990-03-28 Pharmagyn Inc Tablette zur behandlung bei progesteronmangel.
EP0361910A1 (de) * 1988-09-30 1990-04-04 Rhone Poulenc Rorer Limited Pharmazeutisches Granulat
US5489439A (en) * 1988-09-30 1996-02-06 May & Baker Ltd. Granular pharmaceutical formulations
WO2001010415A1 (en) * 1999-08-09 2001-02-15 Cts Chemical Industries Ltd. A binder for pharmaceutical compositions
DE20009840U1 (de) 2000-05-31 2000-08-24 Phyt-Immun GmbH, 66424 Homburg Nahrungsergänzungsmittel, Arzneimittel oder Arzneimittelbestandteil, jeweils enthaltend ein Schalotten/Öl-Mazerat

Also Published As

Publication number Publication date
ATA282984A (de) 1987-10-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60019199T2 (de) Einkapselung von Aktivsubstanzen
CA1231267A (en) Easily dispersible dietary fiber product and method for producing the same
EP0347751B1 (de) Stabile, kaltwasserdispergierbare Präparate
DE69104910T2 (de) Eine ölartige Flüssigkeit enthaltende Mikrokapseln.
US5948439A (en) Effervescent granules
RU2004123095A (ru) Способ получения новой композиции на основе лютеина
EP0890358A1 (de) Lösliche, gummihältige, dragierte Kautablette
CN103451019A (zh) 烟用微胶囊香精香料及其制备方法
CA2050089A1 (en) Composition for use in oral cavity
DE60224513T2 (de) Cactacea zubereitung mit fettbindenden eigenschaften, sowie verfahren ihrer herstellung
JP7506726B2 (ja) 固体粒子
DE69921919T2 (de) Sterolester in tablettierter fester Arzneiform
DE19642359A1 (de) Stabile Emulsionen und Trockenpulver von Mischungen fettlöslicher Vitamine, deren Herstellung und Verwendung
DE60310982T2 (de) Verwendung von verzweigtem maltodextrin als granulierbindemittel
CN109805337A (zh) 一种含有多甲氧基黄酮的柑橘风味添加剂及其制备方法
AT385654B (de) Verfahren zur herstellung von oelhaeltigen zubereitungen in granulatform zur oralen verabreichung
DE60308899T2 (de) Quaternäre verbindungen enthaltend propolis als wirkstoff
DE602004009470T2 (de) Faserreiche fraktion von trigonella-foenum-graecum-samen und verwendung davon als pharmazeutischer exzipient
DE69801672T2 (de) Verfahren zur herstellung eines wirkstoffextrakts in form von mikrogranulaten auf basis von nahrungsfasern
DE69906989T2 (de) Gelatinöse zusammensatzug aus fisch zur verwendung als bestandteil von tabletten
EP0620727B1 (de) Pflanzenwirkstoffextrakt enthaltende kryopelletierte formkörper und ihre pharmazeutische oder kosmetische verwendung
CN115969036B (zh) 植物甾醇颗粒物及其制备方法
DE3417576A1 (de) Retardformen des alpha-(2,5-dimethoxy-phenyl)-ss-glycinamidoaethanols und verfahren zu ihrer herstellung
JP2003000161A (ja) プロポリス抽出物の粉末組成物及びその製造方法
EP0841010A1 (de) Stabile, kaltwasser-dispergierbare Präparate

Legal Events

Date Code Title Description
EIH Change in the person of patent owner
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee