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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Temperieren von Räumen eines Gebäudes mit Fassa- denwänden, die ein metallenes Gerüst aus Stützen und Riegeln umfassen, an denen Fassadenelemen- te und gegebenenfalls Fensterflächen im wesentlichen frei von Wärmebrücken angebracht sind, mit einer im Rauminneren an dem Gerüst angeordneten Temperierungseinrichtung, die ein den Stützen und/oder Riegeln zugeordnetes Rohrleitungssystem mit einer darin strömenden Wärmetransportflüssig- keit enthält, und mit Wärmeübertragungsprofilen, die mit dem Rohrleistungssystem direkt wärme- übertragend verbunden sind.
Bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Gattung (DE-OS 2621186) sind die Stützen und
Riegel als Hohlstützen und Hohlriegel ausgebildet, die in einer festgelegten Weise strömungsmässig miteinander verbunden sind und eine Wärmetransportflüssigkeit zwischen einem Vorlauf und einem
Rücklauf führen. Der Strömungsdurchlauf der Wärmetransportflüssigkeit durch das hohlprofilierte
Metallgerüst erfordert auf Grund des vergleichsweise grossen Hohlquerschnittes eine grosse Umwälz- menge an Wärmetransportflüssigkeit, so dass die Temperatur der Räume eines Gebäudes nur mit einer gewissen Trägheit geregelt werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, das Volumen der in dem Rohrleistungssystem strömenden Wärme- transportflüssigkeit wesentlich zu verringern, ohne die Wärmeübertragungseigenschaften zu ändern.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung hat die Merkmale, dass die Wärmeübertragungsprofile mit den zugeordneten Rohrleitungen einstückig verbunden sind und aus Aluminium bestehen.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung besteht darin, dass auf Grund der einstückigen Ausbildung von Wärmeübertragungsprofilen und Rohrleitungen aus Aluminium der Strömungsquerschnitt für die Wärmetransportflüssigkeit und somit das Gesamtvolumen durch das
Rohrleitungssystem einerseits stark verringert und anderseits die wärmeübertragende Fläche der Wärmeübertragungsprofile anderseits optimal gross gestaltet werden kann, ohne die Wärmeübertragungseigenschaften grundlegend zu ändern.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung belassen die Rohrleitungen in den zugeordneten, kastenförmig geschlossenen Wärmeübertragungsprofilen in deren Innerem seitlich zusätzliche Aussparungen. Die Aussparungen können auf beiden Seiten der Rohrleitungen angeordnet sein. Nach einem andern Merkmal der Erfindung können die Rohrleitungen in den zugeordneten Wärmeübertragungsprofilen seitlich angeordnet sein und eine Aussparung belassen.
Durch die vorstehenden Merkmale wird als weiterer Vorteil eine erhebliche Materialersparnis erreicht, ohne die guten Eigenschaften der Temperierungseinrichtung und die Wärmeübertragung selber zu beeinträchtigen. Ausserdem wird hiedurch genügend Freiraum im Inneren der kastenförmig geschlossenen Wärmeübertragungsprofile für die Aufnahme weiterer Konstruktionsteile oder weiterer Leitungen belassen.
Ausserdem ist ein nicht unbeachtlicher Vorteil darin zu sehen, dass die mit den Rohrleitungen verbundenen Wärmeübertragungsprofile aus Aluminium gleichzeitig als tragender Teil des Gerüstes ausgebildet sein können.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen Fig. la eine Einzelheit einer erfindungsgemässen Tempe- rierungseinpichtung in einem Horizontalschnitt durch eine Gebäudewand ; Fig. 1b eine Anordnung der Temperierungseinrichtung gemäss Fig. la bei einer Eckverbindung eines Gebäudes und Fig. 1c eine der Fig. la sehr ähnliche Einzelheit einer Temperierungseinrichtung mit einer andern Ausführungsform des Wärmeübertragungsprofils.
Der in Fig. la dargestellte Horizontalschnitt durch einen Teil einer Gebäudewand oder-fassa- de zeigt einen Teil --1-- der Temperierungseinrichtung mit einem einzigen Rohr, das einstückig mit einem Wärmeübertragungsprofil --51-- ausgebildet ist. Dabei sind im Inneren des Wärmeübertragungsprofils --51-- seitlich neben dem Rohr zusätzliche Aussparungen --52-- belassen. Das kastenförmig geschlossene Wärmeübertragungsprofil --51-- ist unmittelbar an dem zugeordneten Gerüstteil und den Glasscheiben --5-- angeordnet, wobei zwischen Gerüstteil und Wärmeübertragungsprofil eine Isolierung --3-- eingesetzt ist.
In Fig. lb ist die Ausführungsform einer Temperierungseinrichtung gemäss Fig. la in einer Eckverbindung dargestellt. Ein Verbindungswinkel --53-- aus Aluminium verbindet die beiden Wär- meübertragungsprofile --51-- über Eck miteinander und bildet dabei eine Wärmebrücke zur Verbesse-
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rung der Wärmeübertragungseigenschaften.
Bei der Ausführung nach Fig. 1c ist die Rohrleitung seitlich in dem Wärmeübertragungsprofil - angeordnet. Dadurch wird eine vergleichsweise breite innere Aussparung --54-- geschaffen, so dass genügend innerer Freiraum zwecks Aufnahme anderer Konstruktions- oder Befestigungsteile, beispielsweise Schrauben, vorhanden ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Temperieren von Räumen eines Gebäudes mit Fassadenwänden, die ein metallenes Gerüst aus Stützen und Riegeln umfassen, an denen Fassadenelemente und gegebenenfalls Fensterflächen im wesentlichen frei von Wärmebrücken angebracht sind, mit einer im Rauminneren an dem Gerüst angeordneten Temperierungseinrichtung, die ein den Stützen und/oder Riegeln zugeordnetes Rohrleitungssystem mit einer darin strömenden Wärmetransportflüssigkeit enthält, und mit Wärmeübertragungsprofilen, die mit dem Rohrleitungssystem direkt wärmeübertragend verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeübertragungsprofile (51) mit den zugeordneten Rohrleitungen einstückig verbunden sind und aus Aluminium bestehen.