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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Antrieb von Sägegattern unter Zwischen- schaltung einer drehelastischen Kupplung.
Drehelastische Kupplungen sind im Maschinenbau an sich vielfach bekannt und auch in
Anwendung bei Sägegattern grundsätzlich nicht neu.
So zeigen die AT-PS Nr. 329842 und Nr. 318894 Lösungen von Gatterantrieben, bei denen eine drehelastische Gummikupplung vorgesehen ist, zu der eine hydrodynamisch arbeitende Dämpfungsein- richtung oder Reibungskupplung parallelgeschaltet ist.
Es trifft sicherlich zu, dass durch die dort vorgeschlagenen Anordnungen die durch unver- meidbare Ungleichförmigkeit des Umlaufs der Gatterhauptwelle entstehenden Belastungsstösse und
Drehzahlschwankungen weitgehend herabgesetzt werden können, doch wird dies durch einen ausser- ordentlichen konstruktiven Aufwand erreicht.
Weiters sei ausser Frage gestellt, dass drehelastische Wellen, wie etwa aus den SU-Erfinder- scheinen 804914 und 804915 hervorgeht, an sich bekannt sind, doch wird dort deren Drehelasti- zität in grundsätzlich anderer Art genutzt.
Schliesslich ist auch die Anordnung von Vorgelegeschwingen im Maschinenbau vielfach üblich mit der Aufgabe, als Riemenspanner zu fungieren oder den Riemenwechsel zwischen Riemenschei- bengruppen verschiedenen Durchmessers rasch durchführen zu können. Hiebei sind aber die
Vorgelegeschwingen in möglichst starrer, verwindungssteifer Bauweise ausgeführt, wogegen diese
Schwinge bei der erfindungsgemässen Lösung verwendbar und dadurch viel leichter ist und darüber hinaus die genaue Einstellung der Riemenspannung und des Riemenlaufs ermöglicht, was im Ausrückbetrieb für das Anfahren der Maschine sehr wichtig ist.
Erfindungsgemäss soll eine Vorrichtung zum Antrieb von Sägegattern unter Zwischenschaltung einer drehelastischen Kupplung gekennzeichnet sein durch eine bei Riementrieben bekannte, einen Antriebs-Elektromotor halternde sowie Lager für eine Antriebs- und eine Abtriebs-Riemenscheibe tragende Welle aufweisende Vorgelegeschwinge, wobei die Welle mit der Abtriebs-Riemenscheibe drehfest verbunden ist und an einem Ende ein Drehlager für die Antriebs-Riemenscheibe trägt, welche Welle in gleichfalls bekannter Weise als von einer drehelastischen Elle durchsetzte Hohlwelle ausgebildet ist, die die Abtriebs-Riemenscheibe trägt und an einem Ende mit der drehelastischen Welle drehfest verbunden ist, welch letztere andernends über die Hohlwelle hinausragt und über Mitnehmer mit der Antriebs-Riemenscheibe drehfest verbunden ist,
und dass der Rahmen der Vorgelegeschwinge mittels zweier Spannanker zur Einstellung des Riemenlaufs elastisch verwindbar ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung soll die drehelastische Welle mindestens 5 Verdrehwinkel bei Nennleistung ermöglichen.
Bei der erfindungsgemässen Konstruktion eines Gatterantriebes sind somit die eingangs erwähnten Merkmale zu einer Lösung kombiniert, welche ausser den bereits hervorgehobenen Unterschieden zum Stand der Technik wesentliche Vorteile mit sich bringt.
So ist der gesamte Antrieb ausserordentlich platzsparend, daher in bereits bestehende Anlagen leicht einbaubar, zumal er weder für das Vorgelege noch für den Motor eigene Fundamente erfordert. Durch die Speicherung der Laststösse wird eine Reduzierung des notwendigen Effektivstromes in der Grössenordnung von 25% und mehr ermöglicht, die Verminderung der Laststösse auf das Netz verhindert Lichtschwankungen, und schliesslich wird durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Vorgelegeschwinge eine leichte und wirksame Korrektur des Riemenlaufs ermöglicht.
In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 den Antrieb bzw. die Vorgelegeschwinge in Seitenansicht und Fig. 2 den Antrieb im Längsschnitt.
Auf einem Fundament-l-ist eine Vorgelegeschwinge --2-- in einem Lager --6-- schwenkbar gelagert. Spannschrauben --10-- greifen einerseits an am Fundament-l-befestigten Konsolen --9-- an, anderseits halten sie die Vorgelegeschwinge --2-- in der gewünschten Winkellage, wobei eine Lochreihe --21-- ein Anpassen an die verschiedenen Fundamente ermöglicht.
Die Vorgelegeschwinge --2-- besteht aus zwei parallel verlaufenden Holmen --4--, die mittels eingeschweisster Querträger --5-- miteinander verbunden sind. An dem dem Lager-6entgegengesetzten Ende der Vorgelegeschwinge --2-- sind zwei Lager --7-- angeordnet, die, auf einer Hohlwelle --8-- auf gekeilt, eine doppelt breite Riemenscheibe --19-- tragen. Am
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freien Ende der Hohlwelle --8-- sitzt fliegend auf einer Lagerbüchse eine Riemenscheibe --14--, die mittels eines Flachriemens --14'-- von der Riemenscheibe --13-- eines Antriebsmotors --12-- angetrieben wird. Eine Spannvorrichtung --3--, an den Holmen --4-- angeordnet, ermöglicht das Spannen des motorseitigen Riementriebs.
Die Riemenscheibe --14-- ist mit einem Mitnehmerblech --15-- versehen, das mit am
Steg der Scheibe angeschweissten Butzen --15'-- verschraubt ist. Ein zentraler Ansatz --16-- des Mitnehmerbleches --15-- ist mit einer Keilverzahnung versehen, in die eine drehelastische
Welle --17-- eingreift, wobei sie die Hohlwelle --8-- durchsetzt, um am andern Ende dieser
Hohlwelle in eine Keilverzahnung --18-- derselben einzugreifen. Somit wird die Leistung des
Antriebsmotors --12-- über den Riementrieb --13, 14-- drehelastisch durch Zwischenschalten der Welle --17-- auf die doppelt breite Scheibe --19-- und von dieser über den Riemen --20-- auf das angetriebene Sägegatter übertragen, wobei im Gatter auftretende Laststösse in ihrer
Wirkung vermindert werden.
Die Spannschrauben --10-- ermöglichen die Herstellung der notwendigen Spannung des
Riemens --20-- bzw. dessen Nachspannen. Die Spannschrauben --10-- könnten durch hydrauli- sche Arbeitszylinder ersetzt werden, wobei über eine Steuerung von einer Motorwippe her auch eine lastabhängig verstellbare Spannung für den Riemen --20-- zum angetriebenen Gatter möglich wäre.
Die Verbindung der beiden Holme --4-- mittels der Querträger --5-- ist so steif ausgeführt, dass die Riemenspannung auch mit nur einer einzigen Spannschraube --10-- gehalten werden kann. Dennoch bleibt sie so elastisch, dass durch verschieden starke Einstellung der Spannschrauben auch die richtige Einstellung bzw. eine Veränderung des Riemenlaufs erzielbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Antrieb von Sägegattern unter Zwischenschaltung einer drehelastischen Kupplung, gekennzeichnet durch eine bei Riementrieben bekannte, einen Antriebs-Elektromotor (12) halternde sowie Lager (7) für eine Antriebs- (14) und eine Abtriebs-Riemenscheibe (19) tragende Welle aufweisende Vorgelegeschwinge (2), wobei die Welle mit der Abtriebs-Riemenscheibe (19) drehfest verbunden ist und an einem Ende ein Drehlager für die Antriebs-Riemenscheibe (14) trägt, welche Welle in gleichfalls bekannter Weise als von einer drehelastischen Welle (17) durchsetzte Hohlwelle (8) ausgebildet ist, die die Abtriebs-Riemenscheibe (19) trägt und an einem Ende mit der drehelastischen Welle (17) drehfest verbunden ist, welch letztere andernends über die Hohlwelle (8) hinausragt und über Mitnehmer (15, 15', 16)
mit der Antriebs-Riemenscheibe (14) drehfest verbunden ist, und dass der Rahmen (4, 5) der Vorgelegeschwinge mittels zweier Spannanker (10) zur Einstellung des Riemenlaufs elastisch verwindbar ist.