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Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung zur Betriebsüberwachung von Mikroprozessoren oder Mikrocomputern die einen Taktgeberausgang und einen Rücksetzeingang aufweisen.
Die Verwendung von Rundsteuerempfängern in der Fernwirktechnik ist seit langem bekannt. Durch die Benutzung des Stromversorgungsnetzes als Übertragungsweg für die Fernsteuerbefehle ist jeder Punkt des Netzes erreichbar. Die ursprünglichen elektromechanischen Rundsteuerempfänger wurden etwa um 1970 durch teilelektronische Empfänger abgelöst, diese wieder durch vollelektronische Geräte. Auch hier vollzog sich eine Weiterentwicklung, welche als Letztes zur Verwendung von steuerungsorientierten Mikroprozessoren und damit zu Mikrocomputern geführt hat. Ein derartiger Steuerempfänger ist beispielsweise in der Zeitschrift "Elektrische Energietechnik", 27. Jahrgang 1982 Nr. 3 auf Seite 7 beschrieben.
Da nun durch die Anwendung dieser neuen Techniken die Anzahl der übertragbaren Befehle ebenso wie die Übertragungssicherheit in beachtlichem Mass gesteigert werden kann, ist ein wirksamer Schutz gegenüber einem Fehlverhalten des geräteinternen Mikroprozessors bzw. Mikrocomputers anzustreben. Es kann beispielsweise der Fall eintreten, dass durch äussere oder auch innere Störungen kurze oder längere Unterbrechungen der ordnungsgemässen Funktion eintreten, so dass der Mikroprozessor oder Mikrocomputer während dieses Zeitraumes nicht in der Lage ist, eintreffende Befehle richtig zu erkennen und zu bewerten, so dass Fehlsteuerungen auftreten können, oder gewollte Befehle nicht ausgeführt werden. Eine Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Mikroprozessors ist durch die DE-OS 3207633 bekanntgeworden.
Bei dieser ist an den die Prüfsignale abgebenden Ausgang des Mikroprozessors ein Binärzähler mit seinem Rücksetzeingang angeschlossen, dessen Zähleingang mit dem Ausgang eines Logik-Gliedes verbunden ist. Über das Logik-Glied werden von einem Oszillator Impulse in den Binärzähler eingezählt, der mit den Ausgängen zweier nicht benachbarter Zählstufen an ein weiteres Logik-Glied angeschlossen ist, dessen Ausgang mit dem Rücksetzeingang des Mikroprozessors verbunden ist, wobei an das weitere Logik-Glied auch ein Signalgeber angeschlossen ist.
Durch die Erfindung soll für derartige Einrichtungen, die in grosser Zahl zum Einsatz kommen, eine weitere Verringerung des Schaltungsaufwandes erreicht werden.
Die Erfindung besteht darin, dass der Taktgeberausgang des zu überwachenden Mikroprozessors oder Mikrocomputers über eine Impulsformerstufe mit der Steuerelektrode eines Transistors verbunden ist, dessen Ausgangssignal einer aus einem Kondensator und einem Widerstand gebildeten Integratorstufe und dem einen Eingang eines NAND-Schmitt-Triggers zugeführt ist, an dessen zweitem Eingang eine Hilfsspannung angelegt ist und dessen Ausgang mit dem Rücksetzeingang des Mikroprozessors oder Mikrocomputers verbunden ist.
Durch die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung gelingt mit einfachsten Mitteln die Herstellung einer Einrichtung, die in der Lage ist, die verwendeten Mikroprozessoren oder Mikrocomputer kontinuierlich zu überwachen, im Fall von auftretenden Störungen für deren Meldung und zeitweise Abschaltung des Rundsteuerempfängers selbsttätig Sorge zu tragen, sowie den Rundsteuerempfänger wieder in den Zustand der ordnungsgemässen Funktion zu versetzen. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Impulsformerstufe aus der Reihenschaltung eines RC-Gliedes, eines NAND-Gatters und eines Widerstandes gebildet.
Der Erfindungsgedanke soll im folgenden an Hand der Fig. 1 verdeutlicht werden. Der Takt- geberausgang --1-- des Mikroprozessors oder Mikrocomputers --2-- ist über eine Impulsformerstufe --3-- mit der Basis eines Transistors --4-- verbunden. Die am Ausgang des Transistors --4-auftretende Spannung wird einer aus dem Kondensator --5-- und dem Widerstand --6-- gebildeten Integratorstufe zugeführt und gelangt ausserdem an den einen Eingang des NAND-Schmitt- - Triggers-7-, d. i. eine NAND-Stufe, deren Eingänge über eingebaute Schmitt-Trigger angesteuert werden. Der andere Eingang dieser Stufe ist für die Zufuhr einer äusseren Hilfsspannung --8-vorgesehen, welche beispielsweise zum Stillsetzen oder äusseren Zurücksetzen des Mikroprozessors oder Mikrocomputers --2-- dienen kann.
Der Ausgang der NAND-Stufe-7-- ist mit dem Rücksetzeingang des Mikroprozessors oder Mikrocomputers --2-- verbunden. Die am Taktgeberausgang-l- des Mikroprozessors oder Mikrocomputers --2-- anstehende Spannung wird in der Impulsformerstufe --3-- in die entsprechende Impulsform umgesetzt und macht den Transistor --4-- periodisch leitend, so dass der Kondensator --5-- periodisch entladen wird, wobei die Zeitkonstante von
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Kondensator --5-- und Widerstand --6-- derart bemessen ist, dass der NAND-Schmitt-Trigger --7-die Schaltschwelle nicht erreicht, wenn die Schaltung mit den vorgesehenen periodischen Taktgeberimpulsen angestossen wird.
Im Störungsfall, d. h. wenn die Taktgeberfrequenz zu geringe Werte annimmt oder die Taktgeberimpulse gänzlich ausbleiben wird der Kondensator --5-- über den Widerstand --6-- solange aufgeladen, bis die Schaltschwelle des NAND-Schmitt-Triggers --7-- erreicht wird und der Mikroprozessor oder Mikrocomputer --2-- zurückgesetzt wird, weil der Ausgang der NAND-Stufe-7-H-Potential annimmt. Der Mikroprozessor oder Mikrocomputer --2-ist daher in seinen Ursprungszustand zurückversetzt. Da die aus dem Kondensator --5-- dem Widerstand --6-- und der NAND-Stufe-7-gebildete Schaltung schwingfähig ist, wird wieder L-Potential am Ausgang der NAND-Stufe --7-- erreicht und der Betrieb des Mikroprozessors oder Mikrocomputers --2-- aufs neue freigegeben.
Falls die Impulse des Taktgebers am Ausgang-l-des Mikroprozessors oder Mikrocomputers --2-- wieder einsetzen, hält die Schaltung den Betrieb des Mikroprozessors oder Mikrocomputers --2-- weiterhin aufrecht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Betriebsüberwachung von Mikroprozessoren oder Mikrocomputern die einen Taktgeberausgang und einen Rücksetzeingang aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Taktgeberausgang (1) des zu überwachenden Mikroprozessors oder Mikrocomputers (2) über eine Impulsformerstufe (3) mit der Steuerelektrode eines Transistors (4) verbunden ist, dessen Ausgangssignal einer aus einem Kondensator (5) und einem Widerstand (6) gebildeten Integratorstufe und dem einen Eingang eines NAND-Schmitt-Triggers (7) zugeführt ist, an dessen zweitem Eingang eine Hilfsspannung angelegt ist und dessen Ausgang mit dem Rücksetzeingang (9) des Mikroprozessors oder Mikrocomputers (2) verbunden ist.