AT380412B - Vorrichtung zum mischen und aufbringen von zweikomponentenklebern und verfahren zum speichern derartiger kleber - Google Patents
Vorrichtung zum mischen und aufbringen von zweikomponentenklebern und verfahren zum speichern derartiger kleberInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen und Aufbringen von Zweikomponentenklebern mit einem Mischer, dem Kleber und Härter zugeführt wird, und mit einem vom Mischer ausgehenden Materialrohr für das Fördern des Klebergemisches zur Aufbringstelle.
Es ist bekannt, dass in Zweikomponentenkleber-Anlagen befindliches Material nach dem Zumischen des Härters zum Kleber je nach der Art und Menge des zugesetzten Härters schneller oder langsamer aushärtet (Topfzeit).
Um ein Zusetzen von Mischer und Materialrohr, in dem sich mit Härter vermischter Zweikomponentenkleber befindet, während Betriebspausen (Mittagspausen, Schichtwechsel, Wochenende, Feiertage) durch ausgehärteten Kleber zu verhindern, wurde schon vorgeschlagen, den Zweikomponentenkleber zum Spülen der Leitung gegebenenfalls unter Zusatz von Lösungsmittel im Kreislauf zu führen. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, den Mischer und das Materialrohr mit Zweikomponentenkleber ohne Härterzusatz vor dem Stillsetzen der Anlage zu spülen.
Die bekannten Massnahmen haben den Nachteil gemeinsam, dass nicht unerhebliche Mengen an Kleber und Härter verlorgengehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Gattung Massnahmen vorzusehen, bei welchen die vorerwähnten Nachteile nicht auftreten und die kostensparend betrieben werden kann.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass parallel zum Mischer und Materialrohr eine eine Umwälzpumpe, insbesondere eine Zahnradpumpe, aufweisende Speicherleitung zum Fördern des Klebergemisches im Kreislauf während Unterbrechungen der Abgabe von Klebergemisch durch das Materialrohr vorgesehen ist und dass der Speicherleitung eine Dosierpumpe zum Zudosieren von das Härten des Klebergemisches verzögernden Substanzen (Verzögerer) zugeordnet ist.
Bei der erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung besteht die Möglichkeit, mit Härter vermischten Zweikomponentenkleber unter Einbeziehung des Mischers und des Materialrohres über die Speicherleitung im Kreislauf zu pumpen und dem so im Kreislauf geförderten Klebergemisch die gerade notwendige Menge von das Härten des Klebers verzögernden Substanzen über die Dosierpumpe zuzusetzen. Bei der erfindungsgemässen Anordnung ist es nicht notwendig, dass die den Kreislauf aufrechterhaltende Pumpe (Zahnradpumpe) ständig arbeitet. Vielmehr ist auch ein diskontinuierlicher Betrieb der Zahnradpumpe ohne Nachteil möglich. Die Menge an zugesetztem Mittel zur Verzögerung des Härtens des Klebers ist gering.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung besteht darin, dass vor einige Liter an mit Härter vermischtem Kleber im Kreislauf geführt werden, dass aber dieses Material nicht vernichtet werden muss, sondern nach Wiederaufnahme der Arbeit mit der erfindungsgemässen Vorrichtung verwendet werden kann.
In einer praktischen Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Speicherleitung einerseits im Bereich des freien Endes des Materialrohres und anderseits unmittelbar vor dem Mischer angeschlossen ist. Diese Massnahme hat den Vorteil, dass das Volumen von Mischer und Materialrohr einschliesslich der Speicherleitung so klein wie möglich gehalten ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass sich die Vorrichtung dadurch auszeichnet, dass parallel zum die Umwälzpumpe aufweisenden Abschnitt der Speicherleitung eine Umgehungsleitung vorgesehen ist, in der ein Mischer, vorzugsweise ein Statikmischer, enthalten ist und die an ihren an die Speicherleitung angeschlossenen Enden Absperrorgane aufweist. Diese Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung hat den Vorteil, dass in der Speicherleitung verbleibende Anteile von mit Härter vermischtem Zweikomponentenkleber auch bei Benutzung der Vorrichtung zum Aufbringen von Zweikomponentenklebern über das Materialrohr unter Einschaltung der Umgehungsleitung im Kreislauf bewegt werden kann.
Bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung empfiehlt es sich, in der Speicherleitung vor den Einmündungen der Umgehungsleitung Absperrorgane vorzusehen, wobei bevorzugt benachbarte Absperrorgane in der Speicherleitung und der Umgehungsleitung zu je einem Dreiwegeventil kombiniert sind. Auf diese Weise kann durch einfaches Öffnen und Schliessen der entsprechenden Ventile festgelegt werden, ob das Klebergemisch über Mischer und Materialrohr und die Speicherleitung oder über letztere und die Umgehungsleitung im Kreislauf geführt wird.
Für gewöhnlich wird die Menge an Verzögerer dem über die Speicherleitung im Kreislauf ge-
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--2-- füraufnahme des Motors --23-- zur Folge hat, Verzögerer über die Dosierpumpe --21-- zudosiert wird.
Die soeben beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt :
Bei der normalen Benutzung der Vorrichtung zum Mischen und Aufbringen von Zweikomponentenklebern wird, wie dies an sich bekannt ist, Kleber und' Härter dem Mischer zugeführt, dort gemischt und über das Materialrohr --8-- dort aufgebracht, wo er benötigt wird.
Bei Betriebsunterbrechungen, wo also kein Klebergemisch aus dem Materialrohr --8-- aufge-
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--18Umgehungsleitung --15-- hingegen geschlossen. Die Zahnradpumpe --12-- fördert dann Kleberge- misch über die Speicherleitung --10--, den Mischer --7--, das Materialrohr --8-- im Kreislauf.
. Sobald die Viskosität des im Kreislauf geförderten Klebergemisches einen vorgegebenen Wert über- schreitet, was sich durch eine Erhöhung der Leistungsaufnahme des Motors --23-- der Zahnrad- pumpe --12-- bemerkbar macht, wird von einem Messorgan --24--, welches die Leistungsaufnahme des Motors --23-- erfasst, die Dosierpumpe --21-- angesteuert und dosiert aus dem Behälter --22--
Verzögerer zugesetzt.
Soll die erfindungsgemässe Vorrichtung nach Beendigung der Pause wieder zum Aufbringen von Klebergemisch benutzt werden, dann werden die Ventile-18 und 20-- geschlossen und die Ventile --17 und 19-- geöffnet, so dass das Klebergemisch über die Speicherleitung --10-- und die Umgehungsleitung --15-- über den in letzterer vorgesehenen Statikmischer --16-- im Kreislauf gepumpt wird.
Damit das Verzögerer enthaltende Klebergemisch, welches im Kreislauf geführt wird, bei seiner Wiederverwendung die gewünschte Topfzeit besitzt, wird die Menge des zudosierten Verzö- gerers gegebenenfalls auch in Abhängigkeit von der Länge der zu erwartenden Betriebsunterbre- chung gewählt. Zusätzlich kann aber über eine, der Eingangsseite des Mischers --7-- zugeordnete
Dosierpumpe --26-- aus einem Vorratsbehälter --27-- eine die Wirkung des Verzögerers ausübende und das Härten des Klebergemisches beschleunigende Substanz zudosiert werden, so dass aus dem
Materialrohr --8-- ein Klebergemisch mit der gewünschten Topfzeit aufgebracht wird.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung und das Verfahren nach der Erfindung eignen sich für alle Zweikomponentenklebersysteme, wie beispielsweise solche auf Basis von Polysulfide, Polyuretha- nen und Silikonen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Mischen und Aufbringen von Zweikomponentenklebern mit einem Mischer, dem Kleber und Härter zugeführt wird, und mit einem vom Mischer ausgehenden Materialrohr für das Fördern des Klebergemisches zur Aufbringstelle, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum
Mischer (7) und Materialrohr (8) eine eine Umwälzpumpe (12), insbesondere eine Zahnradpumpe, aufweisende Speicherleitung (10) zum Fördern des Klebergemisches im Kreislauf während Unterbre- chungen der Abgabe von Klebergemisch durch das Materialrohr (8) vorgesehen ist und dass der
Speicherleitung eine Dosierpumpe (21) zum Zudosieren von das Härten des Klebergemisches verzögern- den Substanzen (Verzögerer) zugeordnet ist.
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Claims (1)
- vor dem Mischer (7) angeschlossen ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum die Umwälzpumpe (12) aufweisenden Abschnitt der Speicherleitung (10) eine Umgehungsleitung (15) vorgesehen ist, in der ein Mischer (16), vorzugsweise ein Statikmischer, enthalten ist und die an ihren an die Speicherleitung (10) angeschlossenen Enden Absperrorgane (17, 19) aufweist.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Speicherleitung (10) vor den Einmündungen der Umgehungsleitung (15) Absperrorgane (18, 20) vorgesehen sind.5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Absperrorgane in der Speicherleitung (10) und der Umgehungsleitung (15) zu je einem Dreiwegeventil kombiniert sind.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mischer <Desc/Clms Page number 4> (7) für Kleber und Härter eingangsseitig eine Dosierpumpe (26) zum Dosieren von die Härtung beschleunigenden Substanzen (Beschleuniger) zugeordnet ist.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Leistungsaufnahme des die Umwälzpumpe (12) antreibenden Motors (23) erfassendes Messorgan (24) vorgesehen ist, das mit der Steuerung für die Dosierpumpe (21) für den Verzögerer gekuppelt (Leitung 25) ist.8. Verfahren zum Speichern von mit Härter vermischtem Kleber eines Zweikomponentenklebersystems, dadurch gekennzeichnet, dass man den mit Härter vermischten Kleber im Kreislauf fördert und ihm beim Überschreiten einer vorgegebenen Viskosität dosiert und das Abbinden verzögernde Substanzen (Verzögerer) zusetzt.9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Menge an dem Kleber zuzusetzendem Verzögerer in Abhängigkeit vom für das Pumpen des Klebergemisches im Kreislauf erforderlichen Kraftaufwandes wählt.10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass man während Betriebspausen im Kreislauf geförderten Anteil des Klebergemisches, dem gegebenenfalls Verzögerer zugesetzt ist, unter Umgehung der Austragleitung und des Mischers für Kleber und Härter fortgesetzt im Kreislauf fördert, während Klebergemisch abgegeben wird und dass man dem während der Betriebspause im Kreislauf geförderten Klebergemisch entsprechend der gewünschten Topfzeit das Härten beschleunigende Substanzen (Beschleuniger) dosiert zusetzt.
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|---|---|
| ATA281984A ATA281984A (de) | 1985-10-15 |
| AT380412B true AT380412B (de) | 1986-05-26 |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2606700A1 (fr) * | 1986-06-05 | 1988-05-20 | Pardikes Dennis | Systeme de melange et d'activation de polymeres |
| WO1991008056A1 (de) * | 1989-12-02 | 1991-06-13 | Koch Marmorit Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum auftragen von mehrkomponentenharzen und anwendungen derselben |
| US5372844A (en) * | 1989-12-02 | 1994-12-13 | Koch Marmorit Gmbh | Process and device of applying multi-component resins and use of same |
| US5470150A (en) * | 1990-06-20 | 1995-11-28 | Pardikes; Dennis G. | System for mixing and activating polymers |
-
1984
- 1984-09-03 AT AT0281984A patent/AT380412B/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US5470150A (en) * | 1990-06-20 | 1995-11-28 | Pardikes; Dennis G. | System for mixing and activating polymers |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA281984A (de) | 1985-10-15 |
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