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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Anschluss von Heizkörpern an von Heizmedium durchströmte Rohrleitungen, insbesondere zum Anschluss an Einrohrsysteme. Insbesondere bei Einrohrsystemen, bei welchen sowohl der Einlass als auch der Auslass des Heizkörpers unter Zwischenschaltung einer Anschlussgarnitur mit dem Heizmedium führenden Rohr verbunden werden, wird häufig als störend empfunden, dass trotz abgesperrtem Heizkörper eine nennenswerte Erwärmung des Heizkörpers stattfindet. Zum Absperren des Heizkörpers ist ein Absperrventil vorgesehen und der Rücklaufanschluss des Heizkörpers mündet an einem Teil dieser Anschlussgarnitur, in welchem das Heizmedium bei abgesperrtem Heizkörper zwar nicht strömt, jedoch auf Grund der Temperaturdifferenzen ein geringes Mass an Strömungen nicht verhindert werden kann.
Es ist bereits bekannt, die Wärmeübertragung aus dem ruhenden Medium in den Heizkörper durch Zwischenschaltung von Schikanen und Drosselwiderständen zu verringern. Nachteilig bei diesen bekannten Konstruktionen ist die Tatsache, dass die Drosselwiderstände eine bedeutende Erhöhung des Strömmungswiderstandes und eine Verringerung des in der Zeiteinheit durchpumpbaren Volumens mit sich brachten. Aus formtechnischen Gründen wurden bisher lediglich sich quer zur Strömungsrichtung erstreckende Prallbleche bzw. Rippen im Auslassteil des Heizkörpers vorgesehen.
Eine Verdoppelung dieser Massnahme auch im Einlass des Heizkörpers würde auf Grund der starken Drosselung zu einer bedeutenden Verringerung des Anteiles an Heizmedium führen, welcher den Heizkörper durchströmt, und es war daher bei diesen bekannten Konstruktionen ohne weiteres möglich, dass ein Wärmeübergang vom Ventilgehäuse auf die Einlassleitung und damit eine unerwünschte Erwärmung des Heizkörpers trotz abgesperrten Ventils erfolgte.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche herstellungstechnisch besonders einfach ist und bei möglichst geringer Verringerung des Durchtrittsquerschnittes eine entsprechende Erhöhung des Strömungswiderstandes ergibt. Auf diese Weise soll die Austauschgeschwindigkeit zwischen der Temperatur des ruhenden Mediums in der Anschlussgarnitur und dem Anschluss des Heizkörpers selbst herabgesetzt werden, so dass gegebenenfalls auftretende Temperaturerhöhungen bereits im Bereich zwischen. Heizkörperanschluss und Anschlussgarnitur durch die Umgebungsluft wieder abgekühlt werden. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung im wesentlichen darin, dass zwischen den Rohrleitungen und dem Einlass und/ oder Auslass des Heizkörpers ein von einer Schnecke gebildeter Strömungswiderstand eingeschaltet ist.
Dadurch, dass der Strömungswiderstand als Schnecke ausgebildet ist, lässt sich ein herstellungstechnisch einfacher Bauteil erzielen, welcher bei nahezu unverändertem Durchtrittsquerschnitt eine bedeutende Verbesserung in bezug auf den unerwünschten Wärmeaustausch mit sich bringt. So wurde beispielsweise gefunden, dass bei den bekannten Konstruktionen Temperaturüberhöhungen trotz abgestellten Ventils im Vorlauf um zirka 15 bis 200 auftreten, so dass der Heizkörper auch bei abgestelltem Ventil auf Temperaturen von bis zu 42 C erwärmt wird.
Demgegenüber konnte die Temperaturerhöhung nach Verwendung eines von einer Schnecke gebildeten Strömungswiderstandes auf weniger als die Hälfte dieser Temperaturüberhöhung begrenzt werden und es wurden bei Raumtemperaturen von 22 C maximale Heizkörpertemperaturen von 28 bis 290C ermittelt. Eine derartige geringfügige Überhöhung der Heizkörpertemperatur wird in der Regel nicht mehr als störend empfunden und die Heizkostenbeeinflussung wird wesentlich verringert. Insbesondere in kleinen Räumen, in welchen häufig Heizkörper abgeschaltet werden, lässt sich durch die Verwendung einer Schnecke als Strömungswiderstand eine Verringerung der Heizkosten erzielen.
Die Ausbildung des Strömungswiderstandes als Schnecke ermöglicht die Anordnung einer solchen Schnecke sowohl an der Einlass- als auch an der Auslassseite und ermöglicht vor allen Dingen einen leicht austauschbaren und einfach herstellbaren Bauteil, welcher als Einsatzteil ausgebildet sein kann.
Die Ausbildung ist vorzugsweise so getroffen, dass die Schnecke als zweigängige Schnecke mit maximal einer, vorzugsweise zwei Drittel einer Windung je Gang ausgebildet ist. Eine derartige Ausbildung lässt sich besonders leicht entformen und es kann eine derartige Schnecke in besonders einfacher Weise aus Kunststoff hergestellt werden.
Vorzugsweise wird die Schnecke zumindest zwischen dem Auslass des Heizkörpers und dem Rohrleitungsanschluss angeordnet, da an dieser Stelle der Abstand zwischen dem ruhenden heissen Medium und dem Heizkörper besonders gering ist. An dieser Stelle hat somit die Einschaltung der
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Schnecke den deutlichsten Einfluss auf die Verringerung der Heizkörpertemperatur bei abgestelltem Ventil. Da die Schnecke ein relativ kleiner Bauteil ist, kann er aber zusätzlich zur weiteren Verbesserung ohne weiteres auch an der Einlassseite des Heizkörpers zwischen einem Absperrventil und dem Heizkörper und vorzugsweise in einer Ausnehmung des Ventilgehäuses angeordnet sein.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In diesen zeigen Fig. l eine schematische Darstellung eines Einrohrsystems, Fig. 2 einen Schnitt durch eine Anschlussgarnitur für ein derartiges Einrohrsystem, Fig. 3 eine Seitenansicht einer Schnecke und Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 3.
In Fig. 1 ist ein Heizkörper-l-dargestellt. Das Einrohrsystem umfasst eine Zuleitung - -2--, welche an eine Anschlussgarnitur --3-- angeschlossen ist. Ausgehend von dieser Anschlussgarnitur --3-- wird die gesamte oder eine Teilmenge des Heizmediums von der Zuleitung --2-in die weitere Zuleitung --2-- weitergefördert, welche wieder die Zuleitung zum nächsten Heiz- körper-l-darstellt. Das Heizmedium in der Zuleitung --2-- kann durch ein Absperrventil --4-gesperrt werden, so dass das Heizmedium ausschliesslich in den Leitungen --2-- zirkuliert.
Bei einer derartigen Absperrung des Ventils --4-- kann aber über den Anschluss --5-- Medium mit dem Innenraum des Heizkörpers-l-ausgetauscht werden und es kann durch Thermosiphonwirkung eine Aufheizung des Heizkörpers-l-auch dann erfolgen, wenn das Ventil --4-- geschlossen ist. In den Anschluss --5-- wird daher die in den Fig. 2 bis 4 näher erläuterte Schnecke --6-eingesetzt.
In Fig. 2 ist die Anschlussgarnitur --3-- dargestellt. Der Anschluss für die Zuleitung --2-ist mit --7-- bezeichnet. Das Heizmedium strömt an einer Hülse --8-- vorbei in Richtung des Pfeiles 9 zum Absperrventil --4-- und die Teilmenge des Heizmediums, welche bei geöffnetem Ventil --4-- durch den Heizkörper und über den Anschluss --5-- wieder in die Zuleitung --2-- über den Anschluss --10-- abgeführt wird, ergibt sich aus den Querschnittsbemessungen innerhalb der Anschlussgarnitur --3-- und dem Öffnungsquerschnitt des Ventils --4--.
Bei geschlossenem Ventil --4-- ist der Raum innerhalb der Anschlussgarnitur --3-- vom Heizmedium lediglich im Bereich zwischen den Anschlüssen --7 und 10-- durchströmt und das Medium bleibt innerhalb der Hülse - weitgehend in Ruhe. Die zwischen dem Anschluss --5-- und der Hülse --8-- eingesetzte Schnecke --6-- weist Prallflächen --11-- auf, welche die Umlenkung einer gegebenenfalls durch Temperaturdifferenzen auftretenden Strömung bewirken. Da bei ruhendem Medium die Strömung lediglich durch das Aufsteigen von warmem Medium relativ zum Absinken des kalten Mediums erfolgt, stellt die Schnecke eine wirksame Sperre gegen den Durchtritt von Heizmedium zum Rücklauf dar.
Der verbleibende freie Durchtrittsquerschnitt wird durch diese Schnecke in lediglich geringem Masse beeinflusst, so dass sich bei geöffnetem Absperrventil keine nennenswerte Veränderung zu einer Ausbildung ohne Schnecke ergibt.
In den Fig. 3 und 4 ist die Schnecke --6-- deutlicher dargestellt. Aus der Seitenansicht nach Fig. 3 sind die Prallflächen --11-- ersichtlich und aus Fig. 4 geht hervor, dass sich die Verringerung des Durchtrittsquerschnittes lediglich auf den achsnahen Bereich --12-- beschränkt. Die Schnecke ist hiebei zweigängig ausgebildet, wobei jeder Gang zwei Drittel einer vollen Windung aufweist. Eine derartige Ausbildung zeigt bei geringster Verringerung des Durchtrittsquerschnittes und grösster effektiver Verringerung des Wärmeüberganges zusätzlich noch den Vorteil einer leichten Entformbarkeit bei Herstellung im Gussverfahren.
Im Gegensatz zu mit dem Anschluss unmittelbar durch Giessen mitgefertigten Drosselquerschnitten bleibt somit nahezu der volle Strömungsquerschnitt erhalten, so dass sich bei geöffnetem Absperrventil keine Beeinträchtigungen ergeben.
Die Schnecke kann in besonders einfacher Weise aus Polyamid hergestellt werden. Formtechnisch besonders einfach lässt sich eine zweigängige Schnecke mit einer halben Windung bis zwei Drittel einer Windung je Gang herstellen und eine derartige Schnecke hat eine bedeutende Verringerung der Temperaturerhöhung des Heizkörpers bei abgestelltem Ventil zur Folge.