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Die Erfindung bezieht sich auf einen Sitz, insbesondere für Fahrzeuge, bei welchem die Nei- gung der Sitzfläche und/oder die Neigung der Rückenlehne und/oder die Lage bzw. Neigung der
Kopfstütze und/oder der Sitz als solcher z. B. der Höhe nach verstellbar ausgebildet ist und wieder- holbar in mehrere unabhängig voneinander auswählbare, voreingestellte Sollpositionen mittels wenig- stens eines Stellgliedes, einer Stellgliedsteuerung, einer Einstellschaltung zur Voreinstellung der
Sollposition und einer mit den Sollpositionen programmierbaren Speicherschaltung zur Auswahl und
Wiederherstellung der einmal voreingestellten Sollposition bringbar ist.
Ein derartiger Sitz wurde z. B. durch die DE-OS 2754689 bekannt. Bei dieser bekannten Lö- sung sind Speicherpotentiometer vorgesehen, in die analoge Speicherwerte einschreibbar sind. Mit diesen Speicherpotentiometern ist eine Voreinstellung der gewünschten Sitzposition möglich, wobei durch die Stellung der Speicherpotentiometer gleichzeitig die eingegebenen Werte gespeichert werden.
Der Nachteil dieser Lösung liegt darin, dass die Voreinstellung der gewünschten Sitzposition und die Speicherung der entsprechenden Werte in den Speicherpotentiometern vereinigt sind, wo- durch Manipulationen an den Einstellelementen der Steuerung unvermeidbar sind. Die entsprechen- den Speicherpotentiometer müssen daher entsprechend ausgebildet sein.
Ziel der Erfindung ist, diesen Nachteil zu vermeiden. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Einstellschaltung von der Speicherschaltung getrennt ist, wobei die Speicher- schaltung wenigstens einen Schreib-Lesespeicher enthält und jede dieser Schaltungen für sich an je einen Eingang der Stellgliedsteuerung angeschlossen ist. Durch diese Massnahmen wird eine Tren- nung der Voreinstellung der gewünschten Sitzposition bzw. deren Sollwerte von der Speicherung dieser Werte erreicht. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine
Sollposition über einen Positionssensor und einen Wahlschalter in den bzw. in einen auswählbaren
Schreib-Lesespeicher der Speicherstellen einschreibbar und aus diesem wiederholt bei deaktivierter
Einstellschaltung auslesbar ist.
Damit wird erreicht, dass in voneinander völlig unveränderter
Weise die einmal eingespeicherten, den Sollpositionen der einzelnen Benutzer zugeordneten Signaldaten immer wieder abgerufen werden können und somit die Einstellung der Neigung bzw. Lage des Fahrzeugsitzes bzw. von Teilen desselben völlig automatisch und in einer exakt reproduzierbaren Weise erfolgen kann.
Weiters kann vorgesehen sein, dass die Einstellschaltung über einen Schalter mit dem entsprechenden Eingang der Stellgliedsteuerung verbunden ist, welcher Schalter seinerseits mit einem den bzw. die Schreib-Lesespeicher der Speicherschaltung von Lese- auf Einschreibbetrieb und umgekehrt umsteuernden Schalter gekoppelt ist. Damit ist es durch einfaches Umschalten eines Schalters möglich, die Einstellwerte zu speichern.
Nachstehend ist die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, welche ein Blockschaltbild einer erfindungsgemässen Schaltungsanordnung zeigt, beispielsweise beschrieben.
Mit --1-- ist ein Stellglied, z. B. ein Stellmotor, wie etwa ein Schrittschaltmotor, bezeichnet.
Dieses Stellglied ist über eine hier nicht näher gezeigte mechanische Kupplungseinrichtung in an sich bekannter Weise, so mit z. B. der Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes oder dem Sitzpolster verbunden, dass durch den Motor eine Verstellung der Neigung der Rückenlehne oder der Höheneinstellung des Sitzes erfolgen kann. An das Stellglied ist der Ausgang einer Stellgliedsteuerung --2-angeschlossen, an deren Eingänge --E 1 und E-je nach Stellung von Schaltern --7 und 9-Steuersignale anliegen. Die Steuercharakteristik der Stellgliedsteuerung --2-- ist derart, dass immer, wenn ein neues Signal an --El oder E2-- angelegt wird, das Stellglied --1-- in eine bestimmte Ausgangslage gebracht und erst dann in die dem anliegenden Signal entsprechende Position gebracht wird.
Gegebenenfalls enthält die Stellgliedsteuerung --2-- auch einen Verstärker, welcher die Eingangssignale in einem für die Verstellung des Stellgliedes ausreichenden Mass verstärkt. An den Eingang --E 1 -- der Stellgliedsteuerung --2-- ist über den Schalter --7-- eine Einstellschaltung --4--, z. B. im Falle der Verwendung eines Schrittschaltmotors als Stellglied ein Impulsgenerator, angeschlossen.
An den Eingang --E 2-- ist der Leseausgang einer mindestens einen Schreib-Lesespeicher enthaltenden Speicherschaltung --3-- geführt, welche es in der nachstehend noch näher zu erläuternden Weise gestattet, die von einem Benutzer einmal gewählten Signale zur Einstellung des Stellgliedes und somit der Teile des Fahrzeugsitzes in einer vorgegebenen Stellung zu speichern und diese Signale auf einen Abgabebefehl hinauf immer wieder abzugeben.
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Die Speicherschaltung --3-- umfasst n Schreib-Lesespeicher --3i-- mit jeweils einem Adressen- eingang --A3i --, einem Anschluss --11 bzw. 12-zur Konditionierung des Speichers in den Lese-
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--13-- fürten--y.... nL--eines dem Auslesen von Daten zugeordneten Schalters --8-- geführt.
Alle Anschlüsse-11-der Schreib-Lesespeicher-3.-sind an den Kontakt --L-- und alle
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Ferner ist noch ein Positionssensor --5-- vorgesehen, welcher der Position des Stellgliedes entsprechende Positionssignale liefert und diese, gegebenenfalls nach Umsetzung in Digitalsignale, an den Wahlschalter --6-- legt.
Die Funktionsweise der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung ist wie folgt.
Für die erstmalige, benutzergerechte Einstellung des Stellgliedes, d. h. z. B. der für einen
Benutzer angepasstesten Neigung der Rückenlehne oder der Höhe des Sitzes eines Fahrzeugsitzes, betätigt der Benutzer den Schalter --7--, so dass von der Einstellschaltung --4-- erzeugte Signale am Eingang --E 1 -- der Stellgliedsteuerung --2-- anliegen. Zufolge der Steuercharakteristik ver- stellt sich das Stellglied und demzufolge die Rückenlehne in die Ausgangslage oder die Höheneinstel- lung des Sitzes und darauffolgend in Übereinstimmung mit den Signalen der Einstellschaltung --4-- solange, bis der Benutzer nach Erreichen der ihm angepasstesten Lage den Schalter --7-- wieder öffnet.
Der Schaltarm des starr mit dem Schalter --7-- gekoppelten Schalters --9-- befindet sich bei geschlossenem Schalter --7-- in Stellung S, so dass die Schreib-Lesespeicher --3C- für den Schreibzustand konditioniert sind. Vorgängig einer Betätigung des Schalters --7-- hat der Benutzer durch Verstellung des Wahlschalters --6-- einen Schreib-Lesespeicher, z.B. --31--, ausgewählt, in welchem, solange der Schalter --7-- geschlossen ist, laufend die vom Positionssensor-5abgegebenen Signale eingespeichert werden.
Wird der Schalter --7-- geöffnet, so entsprechen die in die Speicherschaltung --3-- einge- speicherten Daten genau der Stellung des Stellgliedes, welche der dem Benutzer angepasstesten Lage bzw. Neigung des Fahrzeugsitzes bzw. von Teilen desselben entspricht. Auf diese Weise können die Benutzer Daten dieser Art in jeweils einen von ihnen mit dem Wahlschalter --6-- ausgewählten Speicher abspeichern.
Findet nun ein Benutzer den Fahrzeugsitz bzw. Teile desselben verstellt, so kann er z. B. die Neigung der Rückenlehne oder die Höhe des Sitzes sofort in die ihm angepassteste Lage dadurch bringen, dass er bei in Stellung L befindlichem Schalter --9-- jenen Kontakt --15-- des Schalters - drückt, welcher dem Speicher zugehörig ist, in welchem die Daten der ihm angepasstesten Stellung abgespeichert sind, wodurch diese Daten ausgelesen und an den Eingang --E 2-- der Stell- gliedsteuerung --2-- angelegt werden. Diese stellt das Stellglied zunächst in die Eingangslage zurück und darauffolgend, entsprechend der anliegenden Daten, in die Stellung, welche der diesem Benutzer angepasstesten Stellung des Fahrzeugsitzes entspricht.
Die Kontakte --15-- sind zweckmässig selbstöffnende Kontakte, d. h. solche, die sich nach einer vorbestimmten Zeitdauer wieder öffnen, oder überhaupt lediglich Drucktasten, so dass mit Sicherheit gewährleistet ist, dass zeitlich nur ein einziger dieser Kontakte betätigt wird.
Vorstehend ist die Funktion der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung an Hand der Verstellung der Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes beschrieben worden. Die Erfindung ist aber hierauf nicht beschränkt, vielmehr kann auch die Neigung oder die Höhe der Sitzfläche, die Lage und Neigung der Kopfstütze oder überhaupt die Gesamtlage des Fahrzeugsitzes in vorstehender Weise verstellt werden.
Darüber hinaus kann eine weitere Ausführungsform der Erfindung auch noch darin bestehen, dass ein und dasselbe Stellglied für die Verstellung mehrerer Bestandteile des Fahrzeugsitzes dient, so z. B. der Neigung sowohl der Sitzfläche als auch jener der Rückenlehne und/oder der Kopfstütze.
Die Kupplungseinrichtung ist in diesem Falle bestandteilselektiv ausgebildet und die Stellgliedsteuerung --2-- besteht zweckmässig aus einer zentralen Rechnereinheit.
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Sind dem Sitz, wie bei Kraftfahrzeugen üblich, Rückblickspiegel (Aussenspiegel und/oder Innenspiegel) zugeordnet und diese motorisch ver-bzw. einstellbar, dann kann im Rahmen der Erfindung auch der Rückblickspiegel in die Schaltungsanordnung mit einbezogen werden.
Die Erfindung ist nicht auf Sitze in Kraftfahrzeugen beschränkt, sondern kann z. B. auch in andern Fahrzeugarten, wie Flugzeugen, angewendet werden.
Um zu sichern, dass die im Lesespeicher eingeschriebenen Sollpositionen auch bei einem Ausfall der Stromversorgung des Fahrzeuges gespeichert bleiben, kann der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung eines eigene Stromquelle (Akkumulator) zugeordnet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sitz, insbesondere für Fahrzeuge, bei welchem die Neigung der Sitzfläche und/oder die Neigung der Rückenlehne und/oder die Lage bzw. Neigung der Kopfstütze und/oder der Sitz als solcher z. B. der Höhe nach verstellbar ausgebildet ist und wiederholbar in mehrere unabhängig voneinander auswählbare, voreingestellte Sollpositionen mittels wenigstens eines Stellgliedes, einer Stellgliedsteuerung, einer Einstellschaltung zur Voreinstellung der Sollpositionen und einer mit den Sollpositionen programmierbaren Speicherschaltung zur Auswahl und Wiederherstellung der einmal voreingestellten Sollpositionen bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellschaltung (4) von der Speicherschaltung (3) getrennt ist, wobei die Speicherschaltung (3) wenigstens
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Eingang (E 1 bzw.
E2) der Stellgliedsteuerung (2) angeschlossen ist.