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Die Erfindung betrifft einen Zylinderkopf für Zweizylinder-Reihenbrennkraftmaschinen, mit je zwei an einer Längsseite des Zylinderkopfes angeordneten Einlass- und an der gegenüberliegen- den Längsseite angeordneten Auslasskrümmern, welche in je eine Sammelleitung münden.
Bei bekannten Brennkraftmaschinen dieser Art sind üblicherweise die Einlass-und Auslass- krümmer, bzw. deren Anschlussflansche, so am Zylinderkopf angeordnet, dass jeder der Krümmer mit Hilfe von Schrauben, welche in Gewindebohrungen in am Zylinderkopf vorgesehenen Butzen od. dgl. eingeschraubt sind und welche die Krümmer, gegebenenfalls unter Beilage von Dichtungen, gegen den Flansch am Zylinderkopf verspannen, am Zylinderkopf befestigt ist. Diese Art der Be- festigung der Einlass- und Auslasskrümmer erfordert einen ziemlich hohen Aufwand bei der Her- stellung bzw. Bearbeitung der notwendigen Durchgangs- bzw. Gewindebohrungen und erfordert ausserdem eine relativ grosse Schraubenanzahl, welche neben einer Kostenerhöhung auch eine Er- schwerung der Montage und Demontage mit sich bringt.
Weiters werden auf Grund der relativ grossen Zahl von erforderlichen Schraubenbutzen die konstruktiven Freiheiten bei der Gestaltung des Zylinderkopfes relativ stark eingeschränkt, was nachteilige Auswirkungen auf die sonstige
Auslegung der Brennkraftmaschine hat.
Eine andere Art einer Brennkraftmaschine ist in der GB-PS Nr. 763, 081 beschrieben. Diese
Brennkraftmaschine ist als Vierzylinder-Reihenbrennkraftmaschine ausgebildet, welche zur Ver- besserung der Ladung der Zylinder jeweils zwei von gegenüberliegenden Zylinderkopflängsseiten ausgehende Einlasskanäle aufweist, die sich im Bereich des Einlassventilsitzes treffen und gemein- sam in den Zylinder münden. Weiters weist diese Brennkraftmaschine Auslasskanäle auf, die, senk- recht zu der die Zylinderachsen enthaltenden Ebene gesehen, für die beiden äusseren Zylinder ausserhalb der Mündungen der Einlasskrümmer, für die beiden inneren Zylinder hingegen zwischen den Mündungen der Einlasskrümmer liegen. Über die Art der Befestigung der Sammelleitungen an den Längsseiten des Zylinderkopfes ist in dieser Druckschrift nichts ausgesagt.
Die bekannte Konstruktion ist daher gegenüber den Brennkraftmaschinen mit nur einem Ein- lasskanal pro Zylinder teurer in ihrer Herstellung und schwieriger in ihrer Montage.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Zylinderköpfe zu vermeiden und einen Zylinderkopf der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Befestigung der Einlassund Auslasskrümmer kostengünstiger, einfacher und montagefreundlicher ist.
Dies wird gemäss der Erfindung vor allem dadurch erreicht, dass, senkrecht zu der die Zylinderachsen enthaltenden Ebene gesehen, die Mündungen der Einlasskrümmer in an sich bekannter Weise zwischen den Mündungen der Auslasskrümmer liegen, und dass zur gemeinsamen Befestigung von Einlass- und Auslasskrümmern zwei den Zylinderkopf durchsetzende, an sich bekannte Durchgangsschrauben vorgesehen sind, die in Butzen der Einlasskrümmer bzw. der Einlasssammelleitung geführt und von der Seite der Einlasskrümmer her in Ansätze der Auslasskrümmer bzw. der Auslasssammelleitung schraubbar sind.
Auf Grund dieser Ausbildung der Krümmerbefestigung sind also keinerlei Gussbutzen od. dgl. im Zylinderkopf vorzusehen, was relativ weitgehende Freiheiten beispielsweise für die Ausbildung der Zylinderkopfkühlung bzw. der Zu- und Abströmkanäle im Zylinderkopf ermöglicht.
Weiters sind für die Befestigung der insgesamt vier Krümmer am Zylinderkopf lediglich zwei gegenüber den bei den bisher bekannten Brennkraftmaschinen verwendeten acht Befestigungsschrauben erforderlich. Im Zylinderkopf selbst sind nur zwei Durchgangsbohrungen bzw. Ausnehmungen für die Durchgangsschrauben vorzusehen, welche kein Gewinde benötigen und daher auch keine grossvolumigen Gussansätze erfordern. Neben der Vereinfachung der Herstellung bzw. Bearbeitung des Zylinderkopfes ergibt sich auch eine Montagevereinfachung im Hinblick auf die erwähnte Verminderung der Schraubenzahl.
Abgesehen von der Anwendung dieser erfindungsgemässen Ausbildung an Zweizylinder-Maschinen ist die Verwendung einer derartigen Anordnung natürlich auch an Mehrzylinder-Maschinen möglich, wobei einfach jeweils zwei benachbarte Zylinder bezüglich der Befestigung ihrer Einlass- und Auslasskrümmer zusammenzufassen wären.
Bei luftgekühlten Brennkraftmaschinen ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Bohrungen für die Durchgangsschrauben zwischen den Kühlrippen für die Zylinderkopfkühlung angeordnet sind. Damit ist die für luftgekühlte Motoren sehr wichtige Ausbildung der Kühlrippen am Zylinderkopf praktisch nicht gestört, und die Befestigung der Krümmer kann
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ohne wesentliche Beeinflussung der Zylinderkopfkühlung erfolgen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. 1 zeigt einen teilweisen Horizontalschnitt entlang der Linie I-I in Fig. 2 durch den Zylinderkopf einer luftgekühlten Zweizylinder-Brennkraftmaschine, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. l, Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1 bei abgenommener Einlasssammelleitung und Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 1 bei abgenommener Auslasssammelleitung.
Der Zylinderkopf-l-für die nicht weiter dargestellte luftgekühlte Zweizylinder-Brennkraftmaschine weist je Zylinder einen Einlasskanal --2-- sowie einen AuslaMkanal --3-- auf, über welche der nicht dargestellte Zylinder- bzw. Brennraum mit den Einlasskrümmern --4-- bzw. den Auslasskrümmern --5-- verbindbar ist.
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Erfindung nicht wesentlich und daher nicht weiter dargestellt ist, und sind an den Anschluss- flanschen --10-- am Zylinderkopf --1-- mittels Dichtungen --11-- gegen die Auslasskanäle --3-abgedichtet.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel liegen die an einer Längsseite des Zylinderkopfes angeordneten Mündungen der Einlasskrümmer --4--, senkrecht zu der die Zylinderachsen 12 enthaltenden Ebene gesehen, zwischen den Mündungen der an der gegenüberliegenden Längsseite des Zylinderkopfes angeordneten Auslasskrümmer --5--, Zur gemeinsamen Befestigung der Einlass- und Auslasskrümmer bzw.
der Einlasssammelleitung --7-- und der Auslasssammelleitung --9-- sind zwei Durchgangsschrauben --13-- vorgesehen, die in Butzen --14-- geführt und von der Seite der
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Durch diese Art der Befestigung der Einlass- und Auslasskrümmer am Zylinderkopf wird die Herstellung, die Bearbeitung und die Montage des Zylinderkopfes der Brennkraftmaschine entscheidend vereinfacht, da an Stelle von den üblicherweise verwendeten zwei Schrauben pro einzelnem Krümmer nunmehr für die vier beim Ausführungsbeispiel vorhandenen Krümmer nur zwei Durchgangsschrauben mit den entsprechenden Gewindebohrungen vorzusehen sind.
Weiters günstig ist es dabei, dass am Zylinderkopf selbst lediglich Durchgangsbohrungen für die Schrauben erforderlich sind, da die Gewindebohrungen in den unabhängig vom Zylinderkopf zu bearbeitenden Ansätzen der Auslasssammelleitung angeordnet sind.
Aus den Fig. 2 bis 4 ist insbesonders zu ersehen, dass die einfachen Bohrungen --17-- für die Durchgangsschrauben --13-- sehr leicht zwischen den Kühlrippen --16-- des Zylinderkopfes - unterbringbar sind, wodurch die für eine effektive Kühlung des Zylinderkopfes wichtige konstruktive Anordnung der Kühlrippen --16-- praktisch nicht gestört wird.
Aus Fig. 2 ist weiters auch die Anordnung der Einlass- und Auslassventile --18, 19--, sowie deren Antrieb über die obenliegende Nockenwelle --20-- zu erkennen, wobei diese Merkmale, da für die Ausbildung gemäss der Erfindung nicht wichtig, hier nicht weiter behandelt werden.
Abgesehen von dem an Hand der dargestellten luftgekühlten Brennkraftmaschine erläuterten Ausführungsbeispiel, ist die Erfindung natürlich auch an wassergekühlten Brennkraftmaschinen mit im wesentlichen den gleichen Merkmalen und Vorteilen ausführbar. Auch wäre es etwa bei Mehrzylinder-Brennkraftmaschinen möglich, mehrere Zylinder im Hinblick auf die Befestigung der Einlass- und Auslasskrümmer zusammenzufassen oder beispielsweise bei Vierzylinder-Brennkraftmaschinen die zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel besprochene Zusammenfassung von zwei Zylindern doppelt anzuwenden.
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