AT376480B - Verfahren zum erhoehen der oelausbeute von untertaegigen oelfeldern durch gas- und wassereinpressung - Google Patents

Verfahren zum erhoehen der oelausbeute von untertaegigen oelfeldern durch gas- und wassereinpressung

Info

Publication number
AT376480B
AT376480B AT0570580A AT570580A AT376480B AT 376480 B AT376480 B AT 376480B AT 0570580 A AT0570580 A AT 0570580A AT 570580 A AT570580 A AT 570580A AT 376480 B AT376480 B AT 376480B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
oil
gas
water
injection
weight
Prior art date
Application number
AT0570580A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA570580A (de
Inventor
Valer Dipl Ing Dr Balint
Tibor Dipl Ing Paal
Gyoergy Dipl Ing Tiszai
Original Assignee
Orszagos Koolaj Gazipari
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Orszagos Koolaj Gazipari filed Critical Orszagos Koolaj Gazipari
Priority to AT0570580A priority Critical patent/AT376480B/de
Publication of ATA570580A publication Critical patent/ATA570580A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT376480B publication Critical patent/AT376480B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K8/00Compositions for drilling of boreholes or wells; Compositions for treating boreholes or wells, e.g. for completion or for remedial operations
    • C09K8/58Compositions for enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons, i.e. for improving the mobility of the oil, e.g. displacing fluids
    • C09K8/594Compositions used in combination with injected gas, e.g. CO2 orcarbonated gas
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B43/00Methods or apparatus for obtaining oil, gas, water, soluble or meltable materials or a slurry of minerals from wells
    • E21B43/16Enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons
    • E21B43/164Injecting CO2 or carbonated water
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B43/00Methods or apparatus for obtaining oil, gas, water, soluble or meltable materials or a slurry of minerals from wells
    • E21B43/16Enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons
    • E21B43/166Injecting a gaseous medium; Injecting a gaseous medium and a liquid medium
    • E21B43/168Injecting a gaseous medium

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erhöhen der Ölausbeute von untertägigen Ölfeldern durch Gas- und Wassereinpressung, vorzugsweise durch Einpressen von Kohlendioxyd oder Kohlendioxyd enthaltendem Erdgas bzw. von Kohlenwasserstoffgas, das nach einer ersten oder einer sekundären Ölförderung angewendet wird. 



   Dieses Verfahren wird mit Vorteil bei inhomogenen Öllagerstätten zur Erhöhung des Volumentreibfaktors und bei homogenen und inhomogenen Lagerstätten, die auch schon ursprünglich ölnassen Charakter aufweisen oder infolge der im Ergebnis der beim Einpressen des Gases eintretenden Gaslösung unter Einwirkung der Adsorption der aus   dem Öl   ausscheidenden hochmolekularen aktiven Komponenten (im weiteren als Asphalte - Asphaltene - und Harz bezeichnet), einen ölnassen Charakter annehmen, zur gemeinsamen Erhöhung des Volumentreibfaktors und des mikroskopischen Verdrängungsfaktors, so dass auf diese Weise die Effektivität der Erdölförderung erhöht wird, angewendet. 



   Bekannt sind verschiedene Varianten der mit Kohlendioxyd vorgenommenen Öltreibverfahren, bei denen a) kohlendioxydhaltiges Wasser,   b)   flüssige Kohlendioxyd-Pfropfen zusammen mit kohlendioxydhaltigem Wasser oder mit
Wasser, c) Kohlendioxydgas oder Kohlendioxyd enthaltende Gaspfropfen zusammen mit Wasser oder mit kohlendioxydhaltigem Wasser zur Erhöhung der Erdölförderung in die Erdöllagerstätten eingepresst werden. Bei dem Einpressen von kohlendioxydhaltigem Wasser kann das C02 als der die zusätzliche Erdölförderung sichernde Wirkstoff in einem durch das   C02 -Auflösungsvermögen   des Wassers begrenzten Verhältnis der Lagerstätte zugeführt werden, weshalb zum Erreichen der entsprechenden Wirkung das Einpressen einer sehr grossen Menge von   C02 -haltiger   Wasser erforderlich werden kann.

   Dieser Umstand beschränkt in starkem Masse die Anwendungsmöglichkeit. 



   Flüssiges C02 kann nur bei Lagerstätten verwendet werden, in denen die Schichttemperatur niedriger als die kritische Temperatur von C02   (31, 5 C)   ist, weshalb die Anwendungsmöglichkeiten sehr beschränkt sind. 



   Durch das Einpressen von gasförmigem C02 bzw.   C02-haltigem   Erdgas, als Industrienebenprodukt gewonnenem   C02 -haltigem   Gas oder sonstigen einen gasförmigen Zustand aufweisenden Medien können im Falle von entsprechenden Schichtdrücken und Temperaturen recht gute Ergebnisse erreicht werden, die durch Beispiele von in- und ausländischen Anwendungen in gleicher Weise bestätigt werden. 



   Als Beispiel zu der auf verschiedene Weise erfolgenden Anwendung von C02 und sonstigen einen gasförmigen Zustand aufweisenden Medien kann die   HU-PS Nr. 167349   sowie   dieAT-PS Nr. 331746   angeführt werden, wonach C02 oder einen hohen Gehalt an C02 aufweisende Erdgase als sekundäre Produktionsverfahren angewendet werden. Die   HU-PS Nr. 167783   empfiehlt das Einpressen von verschiedenen Gasen als nichtbenetzende Medien, dem ein Wassertreibverfahren folgt. 



   Die weitläufige industrielle Verwendung dieser Verfahren wird durch den Umstand erschwert, dass der Gastrieb einen geringen Bereichswirkungsgrad aufweist, weiterhin, dass das Gas bei dem Einpressen in die Lagerstätten wegen der Inhomogenität in den eine gute Durchlässigkeit aufweisenden Schichtenlagerungen vordringt und demzufolge der vertikale Treibwirkungsgrad niedrig ist. Im Vergleich zum Öl der Lagerstätte ist die Viskosität des C02 oder des sonstigen verwendeten Gases gering bzw. seine Beweglichkeit gross. Infolge des niedrigen Volumentreibfaktors dringt das CO2 bzw.   C02 -haltige   Gas in nur einen geringen Teil des auch mit Öl gesättigten Lagerstättenvolumens durch, wodurch die durch C02 oder sonstige Gase bedingte Mehrförderung an Öl nur im betroffenen Volumen gewährleistet ist.

   Auf diese Weise erreicht die endgültige Ölförderung aus der Lagerstätte den für dieses Ölförderungsverfahren charakteristischen Wert nicht, obwohl der mikroskopische Ausbringungsfaktor gross ist, da in gewissen Fällen auch die Bedingungen der teilweise oder vollständig gemischbildenden Verdrängung vorliegen. 



   Ein bekannter Nachteil besteht auch darin, dass das Kohlendioxyd und die sonstigen Gase infolge ihrer Lösung im Öl die Löslichkeit der im. Öl gelösten Asphalte und Harze vermindern, deren erhöhte Adsorption die Strömungseigenschaften des Öls durch Erhöhung der Ölbenetzung des Lagergesteins und durch Verschliessen der Poreneinengungen beeinträchtigt, was zugleich eine 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Funktion der Eigenschaft der Flüssigkeiten, der Menge des eingepressten   C02   oder der eingepressten sonstigen Gase sowie der substantiellen Zusammensetzung und der Porenstruktur der Lagerstättenteile ist. 



   Die vorgenannte ungünstige Wirkung tritt in erhöhtem Masse in dem Falle in Erscheinung, wenn sich das verwendete Gas in Öl besser als das ursprüngliche Sättigungsgas löst, weiterhin, wenn es in den eine geringere Durchlässigkeit aufweisenden Schichten seine schädliche Wirkung ausübt,   d. h.   dort, wo nach der Wässerung die Ölsättigung noch die höchste sein kann. 



   Die infolge der Lösung des C02 im Öl erfolgende Aufnahme des ölnassen Charakters vermindert bekanntlich den Wirkungsgrad des Wassertreibverfahrens und verändert die die Ölförderung erhöhende Wirkung der freien Gassättigung ungünstig. Die vorgenannte Wirkung kommt im Falle sämtlicher einen gasförmigen Zustand aufweisenden Medien zur Geltung, die bei ihrer Lösung in Öl die Löslichkeit der Asphalte und Harze ebenfalls instabil machen, deren Adsorption erhöhen und dadurch einen ölnassen Charakter der Lagerstätte herbeiführen. 



   Beim Einpressen von   C02   bzw.   C02 -haltiger   Gas können in den Fällen, wenn die Lagerstätte über eine grosse Kohlenwasserstoff-Gaskappe verfügt, wegen der Möglichkeit der Verunreinigung der Gaskappe durch   CO,, die mit   der Nutzung zusammenhängenden Mehrkosten die Zweckdienlichkeit der Anwendung des Verfahrens in Frage stellen. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren der oben angegebenen Art anzugeben, das einen hohen Volumenwirkungsgrad für das   c02   oder die sonstigen Gase und für das darauffolgend eingepresste Wasser ermöglicht und den Schutz der Kohlenwasserstoff-Gaskappe gegen Verunreinigung sowie einen hohen mikroskopischen Verdrängungsfaktor sichert. 



   Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Verfahren der eingangs angegebenen Art erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Gaseinpressen und/oder gleichzeitig mit dem Gaseinpressen ein schaumbildendes Fluidum in den unterirdischen Raum eingepresst wird, das zweckmässig aus wässerigen Lösungen von entsprechenden oberflächenaktiven Stoffen gewonnen wird, und dass durch die solcherart gebildete Schaumzone der Volumeneffekt der Gasausströmung erhöht wird, dann gleichzeitig mit dem Injizieren von Gas und/oder nach dem Injizieren von Gas eine wässerige Lösung von oberflächenaktiven Netzmitteln und/oder ein oberflächenaktive Stoffe enthaltendes disperses System in den unterirdischen Raum eingepresst wird,   u.

   zw.   zur Beseitigung der sich aus Gasinjektion ergebenden ungünstigen Erhöhung der Ölbenetzbarkeit auf Lagerstättengestein, hauptsächlich zur Beseitigung von Ausscheidung oder Absetzung von Asphalt, Harzen oder andern aktiven Komponenten, bzw. zur Verhinderung der Adsorption derselben auf der Steinwandung, bzw. zur Förderung der Desorption dieser Stoffe, und dass durch diese Massnahmen der volumenund flächenspezifische Verdrängungskoeffizient der nach der Gasinjektion vorgenommenen Wasserinjektion erhöht wird. 



   Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Schaumbildung mit dem Ionenmilieu des Lagerstättenraumes und mit der Temperatur darin verträgliche, 
 EMI2.1 
 Alkyl-polyäthylenglykol-äthersulfate bzw. ihre Natrium- oder Ammoniumsalze, Natrium-polyglykol- äther-sulfate, in einer Menge von 0, 05 bis 5   Gew.-%,   vorzugsweise aber in einer wässerigen Lösung von 0, 5 bis 3   Gew.-%   verwendet werden, wobei als Benetzungsmittel die wässerige Lösung derselben Materialien in einem Bereich von 0, 1 bis 10   Gew.-%,   vorzugsweise aber imr Bereich von 1 bis 5   Gew.-%   und/oder die wässerige Lösung von in Wasser löslichen   Petroleumsulfonaten   in ähnlicher Konzentration, die in einem Bereich von 1 bis 8   Gew.-%,

     vorzugsweise aber in einem Bereich von 2 bis 3   Gew.-%,   oberflächenaktive Hilfsstoffe wie z. B. Isopropylalkohol, Isobutylalkohol und andere ähnliche mehrwertige Alkohole, sowie Elektrolyten, wie   z. B. NaCl   und/oder KC1, in einer Konzentration, die der Salzkonzentration im Schichtwasser ähnlich ist, enthalten können, und weiterhin als Disperssystem Petroleumsulfonat, oberflächenaktive Hilfsstoffe, Elektrolyte sowie Wasser und Kohlenwasserstoffe, zweckmässig aber schichtölhaltige Emulsion, Mikroemulsion oder micellare Lösungen verwendet wird/werden. 



   Mit dem erfindungsgemässen Verfahren gelingt es, das Ölausbringen auf bisher nicht erzielbare Werte zu erhöhen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens besteht unter Berücksichtigung der nachstehenden Ausführungen, die die Grundsätze des Verfahrens wiedergeben, beispielsweise im Detail in folgendem : a) In eine inhomogene Erdöllagerstätte wird vor dem Einpressen des C02 oder des sonstigen
Gases ein einen Schaumbildner (zweckdienlicherweise synthetischer oberflächenaktiver
Stoff) enthaltender Wasserpfropfen eingepresst. Dabei wird der den Schaumbildner enthalten- de Wasserpfropfen in einem zum Filterwiderstand der Lagerstättenschicht annähernd pro- portionalen Masse in die einzelnen Schichtenlagerungen eindringen.

   Demzufolge werden die über gute Durchlässigkeit verfügenden Zonen mit dem Schaumbildnermedium besser aufgefüllt als die eine weniger günstige Porenstruktur, jedoch eine über dem Durchschnitt liegende Ölsättigung aufweisenden Schichtenteile. 



   Nach dem Einpressen des Schaumbildnerstoffes erfolgt das Einpressen des entsprechend grossen   CO-und/oder   sonstigen Gaspfropfens. 



   Unter Einwirkung der Gasströmung beginnt in der Schicht die Schaumbildung und das Verdrängen des Schaumes in Richtung der Fördersonden, was zu einer bedeutenden Verminderung der Durchlässigkeit gegenüber Gas,   u. zw.   insbesondere in den eine gute Durchlässigkeit aufweisenden Zonen, führt. 



   Die Menge des eingepressten   CO   oder des sonstigen Gases ist nur so gross, dass die Bildung der Schaumzone gesichert wird,   d. h.   nur ein Teil der zum Einpressen gelangenden   C02- oder   der sonstigen Gasgesamtmenge und ihr Ausmass wird stets durch die Qualität des Schaumbildnerstoffes sowie die Beschaffenheit der flüssigen Stoffe der Lagerstätte und der Gesteine bestimmt. 



  Dieser Wert kann durch eine Untersuchung an einem physikalischen Laboratoriumsmodell bestimmt werden. In diesem Fall erfolgt die Regelung des Profils des Gaseintreibens wie folgt : - in Schichten mit grosser   Durchlässigkeit   ist auch das Ausmass der Schaumzone grösser und demzufolge auch der Strömungswiderstand höher als der Filterwiderstand des C02 und des sonstigen Gases in Schichten geringerer Durchlässigkeit, - dort, wo die Strömungsgeschwindigkeit hoch ist, steigt der Filtrationswiderstand gegen den Transport in erhöhtem Masse an, so dass die Filtrationsgeschwindigkeit in den Zonen mit guter und schlechter Durchlässigkeit nach einem Ausgleich strebt,

   das Ausmass der
Strömungspfade von Flüssigkeit höherer Viskosität einerseits bereits beim Gaseinpressen und anderseits auch im Verlaufe des auf das Gaseinpressen folgenden Wassereinpressens zurückgeht und so ein guter volumetrischer Wirkungsgrad erzielt wird. b) Ist an der Gas-Öl-Grenze eine zu schützende Kohlenwasserstoff-Gaskappe bedeutender
Menge vorhanden, so wird zur Schaffung des   sogenannten"Schaumvorhanges"ein   ent- sprechender Schaumbildnerstoff (wässerige Lösung von oberflächenaktiven Stoffen) einge- presst, der zur Trennung der Erdöllagerschicht und der Gaskappe dient. 



   Dieses Trennmedium stellt auch an sich eine potentielle Möglichkeit zur Verhinderung des Gaseinbruches durch das Medium dar, da der sich bildende Schaum die Gasströmung vermindert bzw. blockiert. Der Schaumvorhang ist jedoch zweckdienlicherweise zur Verhinderung der langsamen Gasströmung bzw. der Verschiebung der Gas-Öl-Grenze schon vor dem Einpressen des C02 in dem der Produktion zu unterziehenden Lagerstättenraum vorzusehen. 



   Der Schaumvorhang wird in diesem Falle mit Vorteil auf die Weise hergestellt, dass man Schaumbildnerstoff in den Gaskörper über die Gas-Öl-Grenze presst oder nach Einpressen des Schaumbildnerreagenzes Schichtgas in die Gas-Öl-Grenze presst. Da mit Rückgang der Strömungsgeschwindigkeit die scheinbare Viskosität des Schaumes ansteigt, kann auch im Falle von geringen Strömungsgeschwindigkeiten mit Hilfe eines Schaumvorhanges eine effektive Trennung verwirklicht werden. 



   Beabsichtigt man die verdrängende Wirkung der Gaskappe im Verlaufe des primären Produktionsabschnittes zu nutzen, so kann durch eine an der Gas-Öl-Grenze vorgesehene Schaumbildnerlösung durch die beim Anzapfen des Ölkörpers einsetzende Gasströmung die Bildung des Schaumvorhanges gesichert werden. 



   Auf diese Weise wird ein frühes Einbrechen des Gases in die produzierende Ölsondenreihe verhindert. 



   Der an der Gas-Öl-Grenze vorgesehene Schaumvorhang ermöglicht die Anwendung des Kohlen- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 dioxydtriebes auch bei den in der Nähe der Gas-Öl-Grenze befindlichen Sonden ohne die Gefahr einer wesentlichen Verunreinigung der Gaskappe. 



   Die Verbesserung des mikroskopischen Verdrängungsfaktors ist bei den homogenen und inhomogenen Lagerstätten folgende : c) Nach der strömungstechnischen Homogenisierung des unter Produktion genommenen Lager- stättenteiles erfolgt das Einpressen des entsprechend ausgewählten Netzmittels. Das Netz- mittel kann zweckdienlicherweise auch eine Kombination von nichtionischen oder ionischen oberflächenaktiven Stoffen oder deren entsprechendem Gemisch und sonstigen die Benetzung verbessernden Hilfsstoffen,   z. B.   Isopropylalkohol, sein. 



   Durch Zuführung des Netzmittels in die Schicht werden nachstehende Wirkungen erreicht : - das Netzmittel verhindert, dass das sich im Öl lösende C02 oder sonstige Gase die Be- netzungseigenschaft in ölnassen Charakter verändert, - die unter Einwirkung des eventuell bereits vorhergehend eingepressten C02 oder sonstiger
Gase adsorbierten Asphalte und Harze werden durch den Wirkstoff desorbiert und es wird ein wassernasser Charakter der Lagerstätten herbeigeführt, - der ursprünglich nasse Charakter der Lagerstätte wird durch Benetzung in wassernassen
Charakter umgewandelt, - es wird eine niedrige Grenzflächenspannung in der dem Treibverfahren unterzogenen Zone gesichert, - durch Regelung der Mobilität und Änderung der Benetzung wird der volumetrische Wirkungs- grad erhöht. 



   Die Art der Durchführung der Erfindung wird im weiteren im Rahmen von Beispielen und ihrer Details in konkreter Ausführung beschrieben und mittels der beigelegten Diagramme erläutert. 



   Beispiel 1 : Die Parameter der für die Reihe eines gegebenen Feldes aus pulverisiertem Schichtsand geschaffenen linearen Modelle waren folgende :
L = 95 cm, A =   5, 3 cm2,   = 0, 40 0, 01   Permeabilität ; mit Gas kG = 275 15 mD   mit Wasser K   = 58 : t 5   mD mit Öl bei   Swr = 0, 31 i 0, 5     K, (S .) = 55, 5 5   mD
Porenvolumen PV =   200 : t   5 ml
Lagerstättentemperatur Tl = 69 C,
Lagerstättendruck   P.   = 10 MPa, 
 EMI4.1 
 : Rs =Viskosität : 3,94 cP
Beim Lagerstättenmodell wurde die primäre Produktion mit einer Verminderung des Schichtdruckes bis 3, 5 MPa simuliert, wobei die primäre Ölförderung 26   : t 1%   erreichte   (So = 0, 47 : t 0, 01,   
 EMI4.2 
 



   In dem Beispiel wurde vorausgesetzt, dass das Modell für die unmittelbare Umgebung einer Einpressbohrung charakteristisch ist, wo die Darcey'sche durchschnittliche Filtrationsgeschwindigkeit beim Einpressen von Wasser 2 m/d, beim Einpressen von Gas 10 m/d (bei den gegebenen Schichtverhältnissen) im Verlaufe des sekundären bzw. tertiären Einpressens beträgt. 



   Dem vorgenannten Prinzip entsprechend wurde eine Wässerung (Wassertreibverfahren) als sekundäres Produktionsverfahren bei einem Grunddruck von 8 MPa durchgeführt (der Schichtdruck wurde vorhergehend mittels Wasser auf diesen Wert erhöht), wobei die Ölausbeute auf 61, 4% anstieg und die Restölsättigung 25,38% wurde. 



   Als tertiäres Produktionsverfahren wurde bei einem Grunddruck von 10 MPa ein zyklisches Kohlendioxyd   (C02 -Gehalt 81, 5%)   und ein Wassertreibverfahren angewendet. In diesem Beispiel wird die Entwicklung des Druckgradienten ohne und mit Verwendung von Schaumbildner im Beisein des Lagerstättenöls erläutert (die Ölsättigung liegt nahe dem Restölsättigungswert). Da die Umgebung der Einpresssonde modelliert wird, wo die Zone der grossen Strömungsgeschwindigkeit vorliegt, war der Hauptgesichtspunkt die Bestimmung der Druckänderungen des zyklischen Einpressens. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   In Fig. 1 wird die Entwicklung des Druckgradienten in Abhängigkeit von der Menge der injektierten Flüssigkeit bei einem Einzelzyklus dargestellt. 



   Die Kurve 1 veranschaulicht den Fall, bei dem Erdgas mit   81, 5% C02-Gehalt   eingepresst wurde (die Ölausbeute stieg auf 64, 3%, wobei der Wert der Restölsättigung 27, 69% betrug und Rso auf = 110 anstieg). Die Strömung war 3phasig (die   CO--Einpressung   betrug bei Restölsättigung v = 10   m/d).   



   Die Kurve 2 der Zeichnungen zeigt die Entwicklung des Druckgradienten der dem Kohlendioxyd folgenden Wassereinpressung. Die Ölausbeute zeigte eine weitere ansehnliche Zunahme und stieg im Verlaufe des Wassereintreibens auf 74, 25%, die Restölsättigung hingegen ging auf   19, 82%   zurück. Die Strömung verlief 3phasig (Ausmass der Wassereinpressung v = 2 m/d). 



   Die Kurve 3 zeigt die Entwicklung des Druckgradienten bei der Einpressung des   Icohlendioxyd-   haltigen Erdgases im nächsten Zyklus. Die Ölausbeute stieg weiter bis   75, 14%,   der Wert der Rest- ölsättigung ging auf 19, 13% zurück. Die Strömung verlief annähernd 2phasig, im System entwickelte sich die mittels Kohlendioxyd erreichbare Restölsättigung (Ausmass der Gaseinpressung v = 10 m/d). 



   Kurve 4 der Zeichnungen zeigt den sich im Verlauf des Einpressens des Schaumbildnerstoffes entwickelnden Druckgradienten. Der Schaumbildnerstoff war im Beispiel eine   2gew. -%ige   wässerige Lösung eines die Bezeichnung Belsol B tragenden handelsüblichen Produktes (ein Gemisch von oberflächenaktiven nichtionischen und anionischen Stoffen und sonstigen Zusatzstoffen), das auch 2,5   Gew.-% NaCl   enthielt. 



   Die Ölausbeute veränderte sich in diesem Fall bereits nicht mehr, die Strömung war 2phasig. 



  Die Grösse und der Charakter des Druckgradienten stieg im Vergleich zu dem durch Kurve 2 präsentierten Wassertreibverfahren bzw. sein Charakter veränderte sich wegen der bei dem Verdrängen des Gases durch den Schaumbildnerstoff einsetzenden Schaumbildung (Gasströmungsgeschwindigkeit in der Lagerstätte v = 2 m/d). 



   Kurve 5 der Zeichnungen zeigt den sich im Verlaufe des dem Einpressen des Schaumbildnerstoffes folgenden Injizierens von COo-haltigem Erdgas entwickelnden Druckgradienten. Auf Grund eines Vergleiches der Kurven 3 und 5 kann festgestellt werden, dass in dem Modell nach dem Einpressen von etwa   0, 5 Vol. -% C02 -haltigem   Erdgas die Schaumbildung einsetzt, was durch einen bedeutenden Anstieg des Druckgradienten in Erscheinung tritt. Unter Einwirkung des angestiegenen Druckgradienten bzw. des gebildeten Schaumes setzt nach dem Einpressen von etwa 1   Vol.-%   Gas 
 EMI5.1 
 
8% (CO 2-EinpressungWassereinpressens. 



   Es ist zu ersehen, dass unter Einwirkung des sich bildenden Schaumes auch der Widerstand gegen die Wassereinpressung bedeutend angestiegen ist und dass dann im Verlaufe der Wassereinpressung die Depression eine kontinuierlich zurückgehende Tendenz zeigt (der Schaum zerfällt). 



  Die Wassereinpressung betrug v = 2 m/d. 



   Auf Grund der in Fig. 1 dargestellten Depressionskurven kann festgestellt werden, dass unter Einwirkung des sich in der Schicht bildenden Schaumes der Injizierwiderstand des Gas- und Wassereinpressens mehrfach erhöht wird. 



   Wird der Schaumbildnerstoff in eine stark inhomogene Lagerstätte gepresst, so überschwemmt der Schaumbildner in erster Linie die eine gute Durchlässigkeit aufweisende Zone. Unter Einwirkung des dem Schaumbildnerstoff folgenden   C02 -haltigen   Erdgases bildet sich in erster Linie in der eine gute Durchlässigkeit aufweisenden Zone der Schaum und so steigt der Widerstand dieser Schicht an, wogegen in den Schichtteilen, in die kein Schaumbildnerstoff gelangt, der Widerstand 
 EMI5.2 
 



   Der für die nach dem Kohlendioxydeinpressen folgenden Wassereinpressung charakteristische Widerstand verläuft in der eine hohe Durchlässigkeit aufweisenden Schicht gemäss Kurve 6, wogegen für die eine geringe Durchlässigkeit aufweisenden Schichten eher die Kurve 2 charakteristisch ist, so dass auch eine Wässerung der verschiedene   Durchlässigkeit   aufweisenden Schichten möglich ist. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 



   Beispiel 2 : Die Primärentölung verläuft bei den im vorhergehenden Beispiel beschriebenen Bedingungen und Modellparametern (Ausschöpfen 3, 5 MPa). 



   Setzt man voraus, dass das Modell ein Element der Lagerstätte repräsentiert, in dem die für die Lagerstätte kennzeichnenden durchschnittlichen Strömungsparameter vorherrschen, so beträgt   z. B.   die Darcey'sche Filtrationsgeschwindigkeit des Gases und des Wassers 0, 375 m/d und die Menge der injektierten Verdrängungsmedien bezieht sich auf das ganze Porenvolumen der Lager-   stätte.   



   Als sekundäres Erdölproduktionsverfahren wird eine Wässerung (Wassereinpressverfahren) mit einem Druck von 8 MPa vorgenommen (der Schichtdruck wurde vorhergehend bis zu dieser Höhe mit Hilfe von Wasser angehoben), wobei die Erdölausbeute den Wert von 60   :   0, 5% erreicht (ein auf Grund von mehreren Verdrängungsuntersuchungen bestimmter Wert). 



   Als tertiäres Produktionsverfahren wird ein Mischgaspfropfen mit einem   CO n-Gehalt   von 81,5% unter einem Druck von 10 MPa in das Modell gepresst, worauf dann eine Wässerung (Wassertreibverfahren) folgt. 
 EMI6.1 
 pressung 12% zusätzliches Öl gefördert wurde, was 30% des nach dem Wassertreibverfahren zurückbleibenden Öls ausmacht. 



   In dem Falle, wenn nach dem Sekundärverfahren (Wassereinpressen mit einem Druck von 8 MPa) ein Netzmittel mit einem Porenvolumen von 0, 05 (im Beispiel die wässerige Lösung von 5   Gew.-%   Ölsulfonat und 4   Gew.-%   Isopropylalkohol) in das Modell gepresst wird und dem ein 
 EMI6.2 
 bedeutet, und das so geförderte Öl macht 60% des nach dem Wassertreibverfahren zurückgebliebenen Öls aus. 



   Die Ergebnisse dieses Beispiels beweisen, dass die mikroskopische Ölverdrängungsfaktor der   C02 -Einpressung   in bedeutendem Masse erhöht werden kann, wenn vorhergehend ein entsprechendes Netzmittel in die Schicht gepresst wird. Das Netzmittel wird an die Gesteinsoberfläche adsorbiert und verhindert dadurch die Adsorption der unter Einwirkung des CO   adsorptionsfähig   gewordenen Harzes und Asphalte an der Porenoberfläche, so dass die Verdrängung unter günstigen Benetzungsverhältnissen verläuft. Eine andere Wirkung des verwendeten Ölsulfonats besteht darin, dass es die Grenzflächenspannung zwischen Öl und Wasser vermindert und so die Erhöhung der Ölausbeute fördert. 



   Die Verbesserung der Ölausbeute der tertiären Wassertreibverfahren (Einpressungen) ist graphisch in Fig. 2 dargestellt. Aus der Figur geht deutlich hervor, dass unter Einwirkung des verwendeten oberflächenaktiven Netzmittels die Restölausbeute bei einem geringeren Einpresswasserbedarf auf das 2fache ansteigt, wie dies die Kurve 2 im Vergleich zu der allein angewendeten   C02 -Einpressung gemäss   Kurve 1 veranschaulicht. Die Ausbeute kann durch Optimierung der Konzentration und der Menge des oberflächenaktiven Stoffes weiter erhöht werden. 



   Die angeführten Beispiele sind nur Einzelfälle der zahlreichen möglichen Varianten des erfindungsgemässen Verfahrens, mit denen lediglich veranschaulicht werden sollte, wie durch Verwendung von Schaumbildnerstoffen der Strömungswiderstand der Lagerschichtteile einer heterogenen Öllagerstätte geregelt sowie auf welche Weise durch die Kombination von C02 und eines Benetzungsmittels der Wert des mikroskopischen Treibfaktors erhöht werden kann. 



   Beispiel 3 : Die Parameter linearer 2teiliger inhomogener, aus pulverisiertem, carbonathaltigem Schichtsand hergestellter Modelle sind folgende (die verwendeten Symbole sind die gleichen wie in Beispiel   l) :   

 <Desc/Clms Page number 7> 

 L   = 95   cm, A =   2. 5, 3 cm3   01   =     0, 35 0, 005, 0   =   0, 36 : t 0, 005   
 EMI7.1 
    105 10spez. Gewicht p   = 0, 8457
Viskosität : 15, 5 cP
Dieses 2teilige Modell wurde auf der   Einpress- und   auf der Förderungsseite verbunden und als eine hydrodynamische Einheit bei der Förderung behandelt. Die Primärentölung wurde durch eine Verminderung des Schichtdruckes bis 2, 5 MPa simuliert, wobei die Ölausbeute 27, 5    0, 5%   betrug.

   Als Sekundärproduktionsverfahren wurde der Druck der Lagerstätte mit Hilfe von Mischgas mit einem   CO -Gehalt   von 81,5% auf 10 MPa erhöht, dann wurde bei einem Druck von 10 MPa von diesem Gas eine Menge von 0, 15 Porenvolumen eingepresst und unter dem gleichen Druck eine Wässerung (Wassereinpressung) vorgenommen. Die endgültige Ölausbeute erhöhte sich so auf 63,3%. 



   In dem Fall, wenn dem Wassertreibverfahren ein disperses System "A" mit einem Porenvolumen von 0, 05 und darauffolgend ein disperses System "B" mit einem Porenvolumen von 0, 05 vorausging, erhöhte sich die Ölausbeute auf   82,   2%. 



   Die Zusammensetzung der verwendeten dispersen Systeme war folgende : 
Disperses   System "A" :   
15% Leichtölsulfonat
8% Alkyl-Polyglykoläthersulfatnatrium
5% Glykolsäure-Alkylaminsulfat
6% Isopropylalkohol
66% zum Einpressen vorbereitetes Wasser. 



   Disperses System "B" : 
5% Leichtölsulfonat 
 EMI7.2 
 
5% Glykolsäure-Alkylaminsulfat
5% Isopropylalkohol
77% zum Einpressen vorbereitetes Wasser. 



   Innerhalb der vorgenannten Zusammensetzung wirkt das Leichtölsulfonat als Netzmittel und als die Grenzflächenspannung minderndes Mittel. Das Alkylpolyglykoläther-Sulfatnatrium verhindert die Ausfällung des Petroleumsulfats, was in erster Linie durch die unter Einwirkung von C02 in die Lösung eintretenden    Ca 2 + -Ionen   verursacht werden kann. Ausserdem ist es auch ein Netzmittel und vermindert die Emulsionsbildung, wodurch die Mobilitätsregelwirkung der in der Schicht entstehenden dispersen Systeme mit seiner Hilfe geregelt werden kann. An das Gestein adsorbiert, verhindert es die Sorption (Wasseraufnahme) des Petroleum-Sulfonats. Das Glykolsäure-Alkylaminsulfonat vermindert die schädliche Wirkung der 2wertigen Ionen, der Isopropylalkohol erhöht die Wasserlöslichkeit des Petroleumsulfats, regelt die Benetzung und die Emulsionsbildung. 



   Primäre Aufgabe des dispersen Systems "A" ist es, in erster Linie in die Lagerschicht mit höherer   Durchlässiglceit   eingepresst mit den dort befindlichen Schichtflüssigkeiten in Berührung kommend, den Filtrationswiderstand durch die sich bildende hochviskose Emulsion zu erhöhen. 



  Hienach kann das disperse System"B"bereits in beide Schichten in gleicher Weise injiziert werden, und seine Aufgabe ist die Verbesserung der unter der Einwirkung von C02 veränderten Benetzungsverhältnisse bzw. die Verminderung der Grenzflächenspannung zwischen den einzelnen Phasen. Auf diese Weise wurden für die den beiden Pfropfen folgende Wassereinpressung (Wässerung) 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 günstige Bedingungen sowohl für die Volumenwässerung als auch für die mikroskopische Ölausbeute gesichert. 



   In Fig. 3 ist auch der Verlauf der sekundären Ölausbeute und Depression von zwei Versuchen in Abhängigkeit von den injektierten Flüssigkeitsmengen graphisch dargestellt. 



   Die Kurven 1 und 3 zeigen den Fall, bei dem der   CO 2 -Einpressung   eine Wassereinpressung (Wässerung) folgte. Die Kurve 1 zeigt den Verlauf der Ölausbeute, die Kurve 3 den der Depression. Die Kurven 2 und 4 zeigen die Versuchsergebnisse, bei denen der COn-Einpressung die dispersen Systeme"A"und"B"und hienach die Wassereinpressung folgte.. 



   Aus Kurve 4 geht hervor, dass nach einer Gesamteinpressung von einem Porenvolumen die Depression einen steilen Anstieg zeigt, der darauf hinweist, dass im Kern eine starke Emulsionsbildung wegen der Sorptionstrennung der oberflächenaktiven Stoffe eingetreten sein konnte. Es ist aber auch möglich, dass dies durch das vollständige Abschliessen der Schicht verursacht sein kann. Dieser Vorgang kann durch Zugabe von Alkylpolyester-Sulfatnatrium zum eingepressten Wasser verhindert werden. 



   Wie dies im gegebenen Fall an Kurve 4 ersichtlich ist, kann die Depression durch Zugabe des vorgenannten Stoffes auf den gewünschten Wert zurückgebracht werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann vorteilhaft in folgenden Varianten angewendet werden : - Der Schaumbildnerstoff und das Netzmittel sind gleiche oberflächenaktive Stoffe, die sich in ihrer Konzentration und den verwendeten Zusatzstoffen voneinander unterscheiden, - der Schaumbildner und das Netzmittel sind zwei verschiedenartige und verschiedene Zusatz- stoffe enthaltende oberflächenaktive Stoffe, - Verwendung von Schaumbildnerstoffen ohne Netzmittel in erster Linie bei Ölen mit niedrigem
Asphalt- und Harzgehalt, - Verwendung von Netzmittel ohne Schaumbildnerstoffe in erster Linie bei homogenen Öllager- stätten, - selbständige Verwendung von Netzmitteln in inhomogenen Öllagerstätten in der Weise, dass sie an sich auch den volumetrischen Wirkungsgrad dadurch erhöhen, dass a)

   das Netzmittel in ein disperses System geregelter Viskosität vor dem Einpressen von C02 oder eines sonstigen Gases hineingebracht wird,   b)   das System in ein solches mit wassernassem Charakter verändert wird, wodurch die Durch- lässigkeit der dem Wassertreibverfahren unterzogenen Zone gegen Wasser vermindert wird. 



    ,-j'.PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zum Erhöhen der Ölausbeute von untertägigen Ölfeldern durch Gas- und Wassereinpressung, vorzugsweise durch Einpressen von Kohlendioxyd oder Kohlendioxyd enthaltendem Erdgas bzw. von Kohlenwasserstoffgas, das nach einer ersten oder einer sekundären Ölförderung angewendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Gaseinpressen und/oder gleichzeitig mit dem Gaseinpressen ein schaumbildendes Fluidum in den unterirdischen Raum eingepresst wird, das zweckmässig aus wässerigen Lösungen von entsprechenden oberflächenaktiven Stoffen gewonnen wird, und dass durch die solcherart gebildete Schaumzone der Volumeneffekt der Gasausströmung erhöht wird,

   dann gleichzeitig mit dem Injizieren von Gas und/oder nach dem Injizieren von Gas eine wässerige Lösung von oberflächenaktiven Netzmitteln und/oder ein oberflächenaktive Stoffe enthaltendes disperses System in den unterirdischen Raum eingepresst wird,   u. zw.   zur Beseitigung der sich aus Gasinjektion ergebenden ungünstigen Erhöhung der Ölbenetzbarkeit auf Lagerstättengestein, hauptsächlich zur Beseitigung von Ausscheidung oder Absetzung von Asphalt, Harzen oder andern aktiven Komponenten, bzw. zur Verhinderung der Absorption derselben auf der Steinwandung, bzw. zur Förderung der Desorption dieser Stoffe, und dass durch diese Massnahmen der volumen-und flächenspezifische Verdrängungskoeffizient der nach der Gasinjektion vorgenommenen Wasserinjektion erhöht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Schaumbildung mit dem lonenmilieu des Lagerstättenraumes und mit der Temperatur darin verträgliche, ionogene oder <Desc/Clms Page number 9> EMI9.1 glykol-äthersulfate bzw. ihre Natrium- oder Ammoniumsalze, Natrium-polyglykoläther-sulfate, in einer Menge von 0, 05 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise aber in einer wässerigen Lösung von 0, 5 bis 3 Gew.-% verwendet werden, wobei als Benetzungsmittel die wässerige Lösung derselben Materialien in einem Bereich von 0, 1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise aber im Bereich von 1 bis 5 Gew.-% und/oder die wässerige Lösung von in Wasser löslichen Petroleumsulfonaten in ähnlicher Konzentration, die in einem Bereich von 1 bis 8 Gew.-%, vorzugsweise aber in einem Bereich von 2 bis EMI9.2 tration,
    die der Salzkonzentration im Schichtwasser ähnlich ist, enthalten können, und weiterhin als Disperssystem Petroleumsulfonat, oberflächenaktive Hilfsstoffe, Elektrolyte sowie Wasser und Kohlenwasserstoffe, zweckmässig aber schichtölhaltige Emulsion, Mikroemulsion oder micellare Lösungen verwendet wird/werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass schaumbildendes Fluidum, das Netzmittel und das Disperssystem je einzeln in einer Porenvolumen-Stopfenmasse von 0, 01 bis 0, 5 Gew.-%, zweckmässg aber in einem Bereich von 0, 05 bis 0, 2 Gew.-%, verwendet wird.
AT0570580A 1980-11-21 1980-11-21 Verfahren zum erhoehen der oelausbeute von untertaegigen oelfeldern durch gas- und wassereinpressung AT376480B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0570580A AT376480B (de) 1980-11-21 1980-11-21 Verfahren zum erhoehen der oelausbeute von untertaegigen oelfeldern durch gas- und wassereinpressung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0570580A AT376480B (de) 1980-11-21 1980-11-21 Verfahren zum erhoehen der oelausbeute von untertaegigen oelfeldern durch gas- und wassereinpressung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA570580A ATA570580A (de) 1984-04-15
AT376480B true AT376480B (de) 1984-11-26

Family

ID=3578752

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0570580A AT376480B (de) 1980-11-21 1980-11-21 Verfahren zum erhoehen der oelausbeute von untertaegigen oelfeldern durch gas- und wassereinpressung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT376480B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA570580A (de) 1984-04-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2823000C2 (de) Verfahren zum Gewinnen von Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte
DE3024865A1 (de) Verfahren zur gewinnung von oel aus unterirdischen formationen
DE3208662A1 (de) Verfahren zur erdoelfoerderung aus lagerstaetten mit hilfe von kohlendioxid
DE2753091C2 (de) Verfahren zur Sekundärgewinnung von Erdöl
EP0577931A1 (de) Verfahren zur Verringerung oder vollständingen Einstellung des Wasserzuflusses bei Bohrungen zur Gewinnung von Öl und/oder Kohlenwasserstoffgas
DE2447589A1 (de) Erhoehung der wirksamkeit des wasserflutens bei der oelgewinnung
EP0207312A2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Öl aus unterirdischem Speichergestein
DE3521309A1 (de) Chemische zusammensetzung zur anwendung in fluessigkeiten zum einsatz bei oelfeldarbeiten wie bohren, saettigen
DE2443070A1 (de) Verfahren zur oelgewinnung aus einer untertaegigen poroesen formation
DE2413517A1 (de) Oberflaechenaktive (surfactant-) zusammensetzung zur erdoelgewinnung
DE3307712A1 (de) Verfahren zur gewinnung von oel aus speichergestein
DE2917534A1 (de) Verfahren zur gesteigerten erdoelgewinnung
AT376480B (de) Verfahren zum erhoehen der oelausbeute von untertaegigen oelfeldern durch gas- und wassereinpressung
EP0090920B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Erdöl aus untertägigen Lagerstätten
DE3634644C2 (de)
EP0272406A2 (de) Verfahren zur erhöhten Gewinnung von Erdöl aus einer unterirdischen Lagerstätte durch Tensidfluten
DE3045426A1 (de) Verfahren zur erdoelgewinnung aus erdoellagerstaetten mittels kohlendioxid und/oder kohlendioxidhaltigen und/oder sonstigen gasfoermigen medien und einpressung von wasser
DE2456946A1 (de) Verfahren zur oelgewinnung aus untertaegigen lagerstaetten mittels eines tertiaerfoerderungsmittels
EP0272405B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Erdöl aus einer unterirdischen Lagerstätte durch Tensidfluten
DE3702077A1 (de) Verfahren zur konzentrierung von tensiden in einer waessrigen loesung
DE2054498A1 (de) Flussigkeitstriebsystem fur Erd olforderverfahren
DE2950157A1 (de) Verfahren zur gewinnung von erdoel aus einer untertaegigen erdoelfuehrenden lagerstaette
AT372756B (de) Verfahren zum steigern der erdoelfoerderung aus erdoellagerstaetten
EP0134021B1 (de) Verfahren zur Verminderung des Wasserzuflusses in Erdöl fördernden Sonden
EP0088206A2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte