AT375617B - Zwei- oder mehrkammerbehaelter, insbesondere aerosoldose, sowie verfahren und vorrichtung zu dessen herstellung - Google Patents
Zwei- oder mehrkammerbehaelter, insbesondere aerosoldose, sowie verfahren und vorrichtung zu dessen herstellungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft einen Zwei- oder Mehrkammerbehälter mit Verschluss zur Abgabe des unter Gasdruck stehenden Inhaltes, insbesondere Aerosoldose, dessen zwei- oder mehrkomponentiger Inhalt vorzugsweise erst bei Ausgabe gemischt wird, welcher Behälter aus einem Behälterboden und aus einem mit diesem einstückig ausgebildeten, insbesondere zylindrischen Behältermantel besteht, dessen Inneres mittels wenigstens einer vom Behälterboden ausgehenden Trennwand in zwei oder mehrere gasdicht voneinander getrennte Kammern unterteilt ist. Die Erfindung betrifft weiters ein Verfahren und eine Vorrichtung zu dessen Herstellung. Derartige Mehrkammer-Aerosoldosen werden zur Aufnahme von zwei- oder mehrkomponentigen Medien, z. B. für pharmazeutische und medizinische Zwecke, verwendet. Bekannte Mehrkammer-Aerosoldosen bestehen beispielweise aus zwei konzentrisch ineinander angeordneten Behältern (US-PS Nr. 3, 592, 361, Nr. 3, 451, 596). Aus der FR-PS Nr. 1. 568. 378 ist ferner ein Mehrkammerbehälter bekannt, der eine in Draufsicht sternförmig bzw. rippenförmig ausgebildete Trennwand besitzt. Die Trennwand ist hiebei mit ihren radialen Enden mit der Innenwand des Behälters verbunden. Die Herstellung dieser Mehrkammer-Aerosoldosen ist umständlich und teuer. Dem Aluminium-Taschenbuch, 13. Aufl. 1974, Seite 504, ist prinzipiell das Herstellen von doppeloder mehrwandigen Hohlkörpern mit geschlossenem Boden zu entnehmen (Bild 9. 30). Über die Anbringung eines Verschlusses, die relative Lage der Trennwand zu diesem Verschluss, und die Ausbildung der Trennwand im Bereich des Verschlusses, kann dem Aluminium-Taschenbuch nichts Näheres entnommen werden. Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden, und einen Behälter der eingangs genannten Art zu erstellen, dessen Innenraum in zwei oder mehrere Kammern unterteilt ist, und der einfach und kostengünstig herzustellen ist. Dies wird gemäss der Erfindung bei einem Behälter der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die im Abstand vom Behältermantel verlaufende und sich bis zum Verschluss des Behälters erstreckende Trennwand als geschlossene Umfangsfläche ausgebildet und mit dem Behälterboden einstückig ausgebildet ist, wobei die Trennwand im Bereich des Verschlusses eine Dichtfläche aufweist, gegen welche der Verschluss zur Anlage bringbar ist. Auf diese Weise wird ein einfach herstellbarer Behälter mit zwei oder mehreren gasdicht voneinander getrennten Kammern geschaffen, die es ermöglichen, zwei oder mehrere Gas-, Flüssigkeits- oder Festkörperkomponenten bis zu deren Verwendung getrennt voneinander aufzubewahren. Hiebei ist es zweckmässig, dass die Wandstärke der Trennwand in Richtung auf den Verschluss hin abnimmt. Die Dichtfläche der Trennwand, gegen welche der, insbesondere als Ventil- oder Schraubverschluss ausgebildete Verschluss des Behälters zur Anlage bringbar ist, kann abgerundet ausgebildet werden. Sie wird hiebei vorteilhafterweise im Bereich der Austrittsöffnung des Behälters, insbesondere im Abstand oberhalb des oberen Randes desselben, angeordnet werden. Das bevorzugte erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung des beschriebenen Behälters ist dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand durch Tiefziehen bzw. Fliesspressen des aus einer tiefziehfähigen bzw. fliesspressfähigen Aluminium-Knetlegierung mit kleinen Anteilen von Magnesium und Silizium bestehenden Behälterbodens ausgeformt wird. Dies kann bei einer Temperatur von 400 bis 900 C, vorzugsweise 700 C, erfolgen. Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Tiefzieh- bzw. Fliesspressverfahrens, mit wenigstens zwei koaxial angeordneten und unter Druckeinwirkung gegeneinander verschiebbaren Werkzeugteilen ist dadurch gekennzeichnet, dass der innere Werkzeugteil eine Ausnehmung zur Ausbildung der aus dem Behälterboden auszuformenden Trennwand des Behälters aufweist. Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt ist, näher beschrieben. Es zeigen : Fig. l einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Aerosoldose entlang Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht auf Fig. l, bei abgehobenem Verschluss, Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie III-III in Fig. l, Fig. 4 einen Schnitt durch ein Werkzeug zum Herstellen der Aerosoldose gemäss Fig. 1 bis 3 und Fig. 5 einen Schnitt durch einen Verschluss für die Aerosoldose. Die in Fig. l bis 3 dargestellte Aerosoldose umfasst einen Behälterboden --1-- und einen mit diesem einstückig ausgebildeten, zylinderförmigen Behältermantel --2--. Der Behältermantel-2- <Desc/Clms Page number 2> besitzt an seinem dem Behälterboden --1-- gegenüberliegenden Ende einen Bördelrand --3--, an dem ein nicht näher gezeigter Ventilverschluss angreift. Der Ventilverschluss ist in bekannter Weise gegenüber dem Behältermantel --2-- im Bereich des Bördelrandes --3-- abgedichtet und besitzt Ventile --11--, durch welche die in der Aerosoldose befindlichen Medien über einen Mischkanal --16-- ins Freie gelangen können. Der Behälterboden-l--und der Behältermantel --2-- bestehen aus einer tiefziehfähigen Aluminiumlegierung bzw. Aluminiumknetlegierung, insbesondere entsprechend ÖNORM 3426 und 3430. Aus dem Behälterboden-l--ist durch Tiefziehen bzw. Fliesspressen eine Trennwand --6-- ausgeformt. Diese Trennwand --6-- erstreckt sich vom Behälterboden-l-ausgehend bis zu dem Ventilverschluss, wo sie eine Dichtfläche --7-- besitzt, gegen welche der Ventilverschluss --4-- dicht anliegt. Die Trennwand --6-- unterteilt das Behälterinnere in zwei Kammern--8, 9--. Die Trennwand --6-- ist als geschlossene Umfangsfläche ausgebildet, die konzentrisch zum Behältermantel - verläuft. Die Wandstärke der Trennwand --6-- kann in Richtung auf den Ventilverschluss hin stetig abnehmen. In Fig. 5 ist ein Ventilkopf --14-- aus Kunststoff oder Aluminium für die Aerosoldose dargestellt, der zwei Bohrungen --15-- aufweist, die in eine Mischkammer --16-- münden, von wo aus eine Leitung --17-- zum nicht näher gezeigten Auslass führt. Der Ventilverschluss --4-- be- sitzt eine Ausnehmung, mittels welcher er an der Dichtfläche --7-- dicht anliegt, so dass die von der Trennwand --6-- -voneinander getrennten Kammern --8, 9-- des Behälters dicht voneinander getrennt sind. Die Höhe der Trennwand --6-- ist variabel und kann dem Verschluss angepasst werden. Die Bördelung --3-- im oberen Bereich des Behältermantels --2-- wird gleichfalls dem Verschluss entsprechend ausgebildet. Die Radien aller Abrundungen des Behälters sind ebenfalls variabel und von der Wandstärke abhängig. Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung dient zum Herstellen des Behälters gemäss Fig. 1 bis 3 mittels des Tiefzieh- bzw. Fliesspressverfahrens. Die Vorrichtung umfasst zwei koaxial angeordnete und gegeneinander unter Druckeinwirkung verschiebbare Werkzeugteile --20, 21--. Der äussere Werkzeugteil --20-- besitzt eine Ausnehmung --22-- zur Aufnahme bzw. Ausformung des Behältermantels --2--. Der innere Werkzeugteil --21-- ist in seiner äusseren Form und Abmessung der Innenwand des Behälters angepasst und besitzt eine konzentrische Ausnehmung --24-- zur Ausbildung der aus dem Behälterboden --1-- auszuformenden Trennwand --6--. Der Behälter kann durch Kalt- oder Warmverformen aus einem Rohling, z. B. einem Band oder einer Metall-, insbesondere Aluminiumronde, hergestellt werden. Mittels der beschriebenen Vorrichtung kann der von einem Band kommende Werkstoff in einem Kalt- oder Warmtiefziehverfahren, durch die Konstruktionsart der Tiefziehwerkzeuge, derart tiefgezogen werden, dass sich eine in sich geschlossene Trennwand ausbildet. Nach diesem Verfahren werden im Innenraum der Dose zwei Kammern ausgebildet, die untereinander vollständig gasdicht sind. Die so geformte Mehrkammer-Aerosoldose dient zur Aufnahme von zwei- und mehrkomponentigen Medien, die über spezielle Injektordüsen (Sprühköpfe und Ventile) und mit geeigneten Treibmitteln ausgebracht werden. Als Werkstoffe kommen Metalle und Kunststoffe in Betracht, aber auch beschichtete Werkstoffe bzw. Laminate aus Metallegierungen und Kunststoffen. In Betracht kommen insbesondere Rein- und Reinstaluminium und Aluminium-Knetwerkstoffe, z. B. H Al 99. 3 gemäss ÖNORM 3426 und 3430 bzw. DIN 1712 mit kleinen Anteilen von Magnesium und Silizium. Unter den Metallegierungen sind insbesondere die Aluminiumlegierungen geeignet, u. zw. vornehmlich AICuMg-Legierungen, AlMgSi-Knetlegierungen, sowie AlZnMg-Legierungen. Unter den Kunststoffen kommen alle für das Warmverformen geeigneten thermoplastischen Kunststoffe, Polyäthylen, Polyvinylchlorid, fluorhaltige Polymeren, Epoxyharze usw., aber auch umformbare nichtthermoplastische Kunststoffe, z. B. Kunstharze, Vulkanfiber usw. in Betracht. Die Erfindung kann ausser für Aerosoldosen z. B. auch für andere Behälter für pharmazeutische oder medizinische Zwecke, Spraydosen, Feuerlöscher, Tanks usw. angewendet werden. Beispiel : Der in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Behälter wird durch Fliesspressen aus Reinaluminium H Al 99. 3 ÖNORM 3426 hergestellt. Die Wandstärke des fertigen Behälters beträgt 0,28 mm.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Zwei- oder Mehrkammerbehälter mit Verschluss zur Abgabe des unter Gasdruck stehenden Inhaltes, insbesondere Aerosoldose, dessen zwei- oder mehrkomponentiger Inhalt vorzugsweise erst bei Ausgabe gemischt wird, welcher Behälter aus einem Behälterboden und aus einem mit diesem einstückig ausgebildeten, insbesondere zylindrischen Behältermantel besteht, dessen Inneres mittels wenigstens einer vom Behälterboden ausgehenden Trennwand in zwei oder mehrere gasdicht voneinander getrennte Kammern unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die im Abstand vom Behältermantel verlaufende und sich bis zum Verschluss (4) des Behälters erstreckende Trennwand (6) als geschlossene Umfangsfläche ausgebildet und mit dem Behälterboden (1) einstückig ausgebildet ist, wobei die Trennwand (6) im Bereich des Verschlusses (4)eine Dichtfläche (7) aufweist, gegen welche der Verschluss zur Anlage bringbar ist.2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke der Trennwand (6) in Richtung auf den Verschluss (4) hin abnimmt.3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (6) konzentrisch zur Innenwand des Behältermantels (2) verläuft.4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtfläche (7) der Trennwand (6), gegen welche der, insbesondere als Ventilverschluss ausgebildete Verschluss (4) des Behälters zur Anlage bringbar ist, abgerundet ausgebildet ist.5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtfläche (7) der Trennwand (6) im Bereich der Austrittsöffnung des Behälters, insbesondere im Abstand oberhalb des oberen Randes desselben, angeordnet ist.6. Verfahren zum Herstellen des Behälters nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand durch Tiefziehen bzw. Fliesspressen des aus einer tiefziehfähigen bzw. fliesspressfähigen Aluminium-Knetlegierung mit kleinen Anteilen von Magnesium und Silizium bestehenden Behälterbodens ausgeformt wird.7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 6, mit wenigstens zwei koaxial angeordneten und unter Druckeinwirkung gegeneinander verschiebbaren Werkzeugteilen, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Werkzeugteil (21) eine Ausnehmung (24) zur Ausbildung der aus dem Behälterboden auszuformenden Trennwand des Behälters aufweist.
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Legal Events
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