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Die Erfindung bezieht sich auf einen Luftreifen mit einem Laufstreifen, Seitenwänden und einem Paar von Wülsten, von denen zumindest ein Wulst einen im wesentlichen undehnbaren ring- förmigen Wulstkern enthält und mit einem verlängerten, radial nach innen gerichteten Zehenteil versehen ist, der Elastomermaterial aufweist und in Richtung vom Wulstkern weg im wesentlichen steif, in Richtung senkrecht dazu jedoch flexibel ist.
Ein Luftreifen dieser Art ist z. B. für eine Radfelge bestimmt, die ein Reifenmontagebett und nahe zumindest einem Wulstsitz axial innerhalb desselben eine in Umfangsrichtung verlaufende
Nut aufweist, die zumindest das radial innere Ende bzw. die Spitze des verlängerten Wulstzehen- teiles in axialer und radialer Richtung festlegt. Die Reifenmontage wird durch die flexible Ausbil- dung des Wulstes in Richtung senkrecht zu seiner Längserstreckung ermöglicht. Bei Einwirkung einer axial nach innen gerichteten Kraft auf den Laufstreifen in der Bodenberührungszone des
Reifens und Übertragung dieser Kraft über die Reifenseitenwand auf den Wulst wird eine im we- sentlichen radial und axial nach aussen gerichtete Kraft an der ringförmigen Bewehrung erzeugt, welche die ringförmige Bewehrung spannt und den Wulst dadurch festhält.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, einen Luftreifen der einleitend angegebenen Art zu schaffen, der eine verbesserte Wulsthalterung aufweist, die insbesondere im drucklosen Zustand des Reifens eine Bewegung des Wulstes gegen das Felgenbett zu verhindert. Der erfindungsgemässe Luftreifen zeichnet sich dadurch aus, dass der mit dem verlängerten Zehenteil versehene Wulst ferner eine an der axial innersten Wulstfläche ausgebildete Felgenanschlageinrichtung mit einem Höcker aus einer Elastomermaterialmischung, welche vorzugsweise eine Härte von mehr als 50 ashore, insbesondere von 60 bis 900Shore, hat, aufweist, wobei der Höcker im wesentlichen axial innerhalb einer Radialebene durch den axial innersten Punkt der Zehenspitze und im wesentlichen auf gleicher radialer Höhe wie der Wulstkern angeordnet ist.
Beim erfindungsgemässen Reifen wird durch die in Richtung der Längserstreckung des Zehenteiles im wesentlichen starre Ausbildung desselben bei Aufbringen einer axial nach innen gerichteten Kraft auf den Laufstreifen in der Bodenberührungszone des Reifens, wobei diese Kraft über die Reifenseitenwand auf den Wulst übertragen wird, der Wulst zu einer Drehung um die verankerte Zehenspitze veranlasst. Dabei berührt der Höcker, der im Radialschnitt nach Art eines Nockens glatt profiliert sein kann, die Felge nach einer anfänglichen Drehung des Wulstes und bewirkt zusätzliche Wulsthaltekräfte zu den von der Wulstzehe erzeugten Haltekräften.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der radial innere Teil des Höckers in Richtung axial nach aussen konkav ausgebildet oder weggeschnitten, so dass die Wulstzehe zur Reifenmontage biegbar ist. Das konkave Profil kann so ausgebildet sein, dass der Eingriff mit der Felge möglichst bald nach der anfänglichen Drehung des Wulstes um die Wulstzehe auftritt.
Die Elastomermaterialmischung des Höckers enthält nach einem weiteren Erfindungsmerkmal eine vorzugsweise durch eine nahe der Höckeroberfläche angeordnete Lage aus Bewehrungsstoff gebildete Bewehrung.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, die einen Querschnitt durch einen der Wülste eines Luftreifens gemäss der Erfindung zeigt, wobei der Wulst auf einer Radfelge sitzt.
Der Reifen hat einen nicht gezeigten Laufstreifen und ein Paar von Seitenwänden, die je
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--4- enden.förmige Bewehrung --5- aus Stahldraht, die in üblicher Weise ausgebildet ist.
Der Reifen ist auf einer Radfelge --6-- montiert, die ein Paar von mit gegenseitigem Abstand angeordneten Wulstsitzen --7--, ein nicht gezeigtes zentrales, zur Reifenmontage dienendes Felgenbett und jedem Wulstsitz benachbart eine Nut --10-- aufweist, die wie die Nut in der AT-PS Nr. 360353 ausgebildet ist. Die Nut ist symmetrisch ausgebildet und durch Rollen in der Radfelge ausgeformt.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist der Wulst --4-- mit einem sich axial und radial erstreckenden Zehenteil-11-- mit einer Spitze --12-- versehen, die in die Basis der Nut --10-der Radfelge passt. Wie in der vorstehend erwähnten AT-PS beschrieben ist, hätte die axial innere Fläche der Reifenzehe das strichliert bei --13- angedeutete Profil. Erfindungsgemäss ist jedoch
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die Reifenzehe mit einem Anschlag versehen, der einstückig mit dem Reifenwulst ausgebildet ist und einen Höcker --14-- umfasst, der im wesentlichen in der gleichen radialen Höhe wie der Wulst- draht --5-- liegt. Der Höcker --14-- besteht aus dem gleichen harten Elastomermaterial wie der
Hauptteil der Zehe, d. h. aus einem Material mit einer Härte von mehr als 50 Shore.
Eine Beweh- rungsstofflage --15-- erstreckt sich von der Ferse --16-- über den Wulst --4--, einschliesslich der
Zehe --11-- und dem Höcker --14--.
Bei Aufbringen einer Seitenkraft auf den Reifenlaufstreifen infolge Kurvenfahrt des Fahrzeuges im drucklosen oder im wesentlichen drucklosen Zustand des Reifens wird das Ende --12-- der Zehe daran gehindert, sich axial nach innen zu bewegen, u. zw. durch seinen Eingriff mit der Nut und der Wulst --4-- wird zu einer Drehung veranlasst.
Die Wulstzehe --11-- wirkt als
Nocken, indem sie zwischen den Wulstdraht --5-- und die Radfelge gedrückt wird und eine Kraft erzeugt, welche die Spannung des Wulstdrahtes verstärkt und den Reifenwulst auf seinem Sitz hält, d. h. eine Bewegung desselben gegen das Felgenbett-9-hin verhindert. Erfindungsgemäss wird der Nockeneffekt durch den Höcker --14-- verstärkt, der jenen Abschnitt --17-- der Radfelge be- rührt, welcher die axial innere Fläche der Nut bildet. Das Material des Höckers wirkt somit zusätzlich zum Material der Wulstzehe, um den Nockeneffekt zu verstärken und die Verankerung des Wulstes zu verbessern.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, dass sich durch den Höcker, der in der erläuterten Weise angeordnet ist, eine konkave Zone bzw. eine Ausnehmung --18-- an der axial inneren Seite der Zehe --11-- ergibt. Der Reifenwulst wird dadurch beim Aufblasen des Reifens in seiner korrekten Position auf seinem Wulstsitz gehalten, wobei die Zehe --11-- sich radial nach aussen biegen kann, damit sie über den Teil --19-- der Radfelge zwischen dem Bett --9-- und der Nut --10-- gleiten kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Luftreifen mit einem Laufstreifen, Seitenwänden und einem Paar von Wülsten, von denen zumindest ein Wulst einen im wesentlichen undehnbaren ringförmigen Wulstkern enthält und mit einem verlängerten, radial nach innen gerichteten Zehenteil versehen ist, der Elastomermaterial aufweist und in Richtung vom Wulstkern weg im wesentlichen steif, in Richtung senkrecht dazu jedoch flexibel ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem verlängerten Zehenteil (11) versehene Wulst (4) ferner eine an der axial innersten Wulstfläche ausgebildete Felgenanschlageinrichtung mit einem Höcker (14) aus einer Elastomermaterialmischung, welche vorzugsweise eine Härte von mehr als 50 Shore, insbesondere von 60 bis 90 Shore, hat, aufweist,
wobei der Höcker im wesentlichen axial innerhalb einer Radialebene durch den axial innersten Punkt der Zehenspitze (12) und im wesentlichen auf gleicher radialer Höhe wie der Wulstkern (5) angeordnet ist.