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Die Erfindung betrifft einen elastischen Dichtungsring zum Abdichten des Ringraumes zwischen zwei relativ zueinander verschiebbaren, einander überlappenden Rohren, wobei der Dichtungsring vorzugsweise an der Aussenseite des inneren Rohres befestigt ist.
Zum Abdichten des Ringraumes zwischen zwei relativ zueinander verschiebbaren, einander überlappenden Rohren, z. B. beim Aufstecken eines Lüftungsrohres auf ein entsprechendes anderes Rohr, sind einerseits massive elastische Dichtungsringe mit rundem Profil bekannt. Diese weisen jedoch den Nachteil auf, dass beim Aufstecken bzw. Abziehen des Rohres ein erheblicher Widerstand auftritt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen elastischen Dichtungsring zu schaffen, welcher auch bei verhältnismässig weichem Elastomerem und dünner Materialwandstärke eine genügende Federwirkung aufweist und sich kissenähnlich an die Rohrwandungen anschmiegt, so dass auch bei kräftigen Unebenheiten bzw. Unrundheit der gegeneinander abzudichtenden Rohre eine einwandfreie Abdichtung erzielt wird.
Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Profil des Dichtungsringes vor der Befestigung auf bzw. in einem Rohr als Faltprofil ausgebildet ist, wobei einander zugekehrte Seiten der Profilschenkel zur Auflage auf die gleiche Seite dieses Rohres vorgesehen sind, dass ferner die Profilschenkel wie an sich bekannt in Axialrichtung des Rohres auseinandergefaltet sind, und dass die Profilschenkel nach Befestigung des Dichtungsringes auf bzw. im Rohr durch das aufgeschobene Rohr auseinandergespreizt und gegen die Wandung des vorgenannten Rohres federnd abgestützt sind.
Zwar ist gemäss der FR-PS Nr. 2. 171. 388 ein Dichtungsring mit einem im unbelasteten Zustand vom Verbindungsstutzen schräg oder vertikal abstehenden, im belasteten Zustand durch das rohrförmige Element an den Verbindungsstutzen herangebogenen Dichtungsschenkel bekannt. Der Dichtungsring weist jedoch kein Faltprofil auf und die zur Auflage auf dieselbe Seite des Rohres bestimmten Seiten des Dichtungsringes sind vor der Befestigung auf dem Rohr bzw. Herstellung der Rohrverbindung nicht einander zugekehrt. Der Dichtungssehenkel bildet somit lediglich eine Dichtungslippe, welche bei hergestellter Verbindung herunter gebogen ist.
Dieser Dichtungsring weist jedoch den Nachteil auf, dass der Dichtungsschenkel verhältnismässig steif und dick sein muss, da die gesamte Federwirkung von diesem einen Schenkel aufgebracht werden muss.
Dies hat jedoch zur unerwünschten Folge, dass wieder die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Dichtungsringes in bezug auf Unebenheiten der Rohre, wie z. B. Spiralfalze, schlecht wird.
Die nähere Erläuterung der Erfindung erfolgt an Hand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt des erfindungsgemässen elastischen Dichtungsringes in der Axialrichtung des Rohres vor der Auseinanderfaltung und Befestigung auf dem Rohr, Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform des Dichtungsringes, Fig. 3 einen Längsschnitt des erfindungsgemässen elastischen Dichungsringes in der Axialrichtung der Rohre in auseinandergefaltetem Zustand nach der Befestigung auf dem inneren Rohr, jedoch vor der Verformung durch das aufzuschiebende äussere Rohr, und Fig. 4 einen Längsschnitt des erfindungsgemässen elastischen Dichtungsringes in der Axialrichtung der Rohre in verformtem Zustand im Ringraum zwischen dem inneren und dem äusseren Rohr.
Der elastische Dichtungsring --10, 11-- (Fig. l, 2) weist ein im wesentlichen U-förmiges Faltprofil mit zwei Profilschenkeln --12, 14 bzw. 15-- auf und ist mit einer Randwulst --16-- versehen. Bei der Ausführungsform --10-- nach Fig. 1 erstrecken sich beide Profilschenkel --12, 14-- im wesentlichen in Richtung der Dichtungsringachse, während bei der Ausführungsform --11-- nach Fig. 2 der Profilschenkel - annähernd quer zur Dichtungsringachse gestellt ist.
Im erstgenannten Fall wird eine stärkere Federwirkung des auseinandergefalteten und auf dem Rohr befestigten Dichtungsringes erhalten, während im zweiten Fall die Federwirkung zwar etwas geringer ist, dafür aber das Auseinanderfalten und die anschliessende Befestigung auf dem Rohr leichter ist. Zwecks Befestigung auf dem inneren Rohr --18-- (Fig. 3) wird der Dichtungsring-10, 11-- durch Umbiegen der Profilschenkel --14, 15-- gemäss den Pfeilen --20, 22-- auseinandergefaltet und auf das Rohr --18-- so aufgeschoben, dass die Randwulst --16-- in einer entsprechenden Befestigungssicke --24-- gehalten ist.
Der Profilschenkel --12-- liegt somit eng an dem Rohr-18-an, während der Profilschenkel --14, 15-- nur mit seinem Ende --26-- gegen die Rohrwandung anliegt und in gewölbtem Zustand vom Rohr absteht. Der Profilschenkel --14, 15-- bildet somit einen balgförmig gewölbten Teil, der einen Luftringraum-28-umschliesst. Das Rohr --18-- weist eine erhöhte Kante --30-- auf, welche in einer Ebene mit der äusseren Kontur des Profilschenkels --12--
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des Dichtungsringes --10, 11-- liegt.
Mit --32-- ist eine Zentriersicke bezeichnet und --34-- bezeichnet eine Endanschlagssicke für das auf das Rohr --18-- aufzuschiebende Rohr --36--. Zur zusätzlichen Befestigung des Dichtungsringes am Rohr --18-- kann ein Klebeband --38-- vorgesehen sein. Die Randwulst --16-- kann auch z. B. mit Klebstoff in der Befestigungssicke-24-verankert sein.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist der balgförmig gewölbte Profilschenkel --14, 15-- des erfindungsgemässen Dichtungsringes --10, 11-- nach der axialen Verschiebung des Rohres --36-- über dem Rohr - 18-zur Endanschlagssicke-34-elastisch verformt und schmiegt sich in diesem verformten Zustand kissenähnlich dichtend gegen die Wände des Ringraumes-40-.
Der erfindungsgemässe Dichtungsring eignet sich besonders bei der Zusammenfügung von Spiralrohren aus Blech für Lüftungszwecke, kann jedoch selbstverständlich auch z. B. bei Kunststoffrohren zur Verwendung gelangen.
Der erfindungsgemässe elastische Dichtungsring wird zweckmässigerweise hergestellt, indem ein bandförmiges Elastomerprofil in bekannter Art und Weise stranggepresst wird, wonach die Bandenden gegeneinander geklebt und/oder geschweisst werden. Die Herstellung kann jedoch auch im Pressverfahren bzw. Spritzgussverfahren erfolgen.
In obigen Ausführungsbeispielen ist der erfindungsgemässe Dichtungsring an der Aussenwand des inneren Rohres dargestellt. Es versteht sich, dass der Dichtungsring gemäss Fig. l und 2 auch an der Innenwand des äusseren Rohres angebracht werden könnte, wobei die Randwulst --16-- nach aussen gerichtet wäre. Die Auseinanderfaltung des Faltprofils könnte in diesem Falle direkt durch die Kante des einzuschiebenden inneren Rohres erfolgen, welche zuerst in die Falte --42-- eingeschoben würde und beim weiteren Vorschub eine Auseinanderfaltung des Faltprofils bewirkt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elastischer Dichtungsring zum Abdichten des Ringraumes zwischen zwei relativ zueinander verschiebbaren, einander überlappenden Rohren, wobei der Dichtungsring vorzugsweise an der Aussenseite des inneren Rohres befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil des Dichtungsringes (10,11) vor der Befestigung auf bzw. in einem Rohr (18) als Faltprofil ausgebildet ist, wobei einander zugekehrte Seiten der Profilschenkel (12,14, 15) zur Auflage auf die gleiche Seite dieses Rohres (18) vorgesehen sind, dass ferner die Profilschenkel (12,14, 15) wie an sich bekannt in Axialrichtung des Rohres (18) auseinandergefaltet sind, und dass die Profilschenkel (12,14, 15) nach Befestigung des Dichtungsringes (10,11) auf bzw.
im Rohr (18) durch das aufgeschobene Rohr (36) auseinandergespreizt und gegen die Wandung des vorgenannten Rohres (18) federnd abgestützt sind.