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Die Erfindung bezieht sich auf eine Siebgut-Waschanlage für Siebvorrichtungen mit über der Siebfläche angeordneten Rohrleitungen, die gegen die Siebfläche gerichtete Sprühöffnungen für die Waschflüssigkeit aufweisen.
Da man solchen Waschanlagen im allgemeinen nicht ständig frische Waschflüssigkeit, üblicherweise Wasser, zuführen kann, wird die Waschflüssigkeit im Kreislauf geführt, wobei selbstverständlich ein hoher Verschmutzungsgrad nicht vermieden werden kann. Die bei einer Kreislaufführung des Waschwassers auftretende Wasserverschmutzung führt aber zu einer Verstopfung von einzelnen Sprühöffnungen, so dass die verlegten Sprühöffnungen gereinigt werden müssen, wenn der Wascheffekt nicht verringert werden soll. Die Reinigung verstopfter Sprühöffnungen bedingt zwangsweise Betriebsunterbrechungen, was wieder zu verminderter Durchsatzleistung führt.
Eine andere Schwierigkeit bei Siebgut-Waschanlagen besteht in der Anpassung der aus den Sprühöffnungen austretenden Wassermenge und der Austrittsgeschwindigkeit an das jeweils vorliegende Siebgut und dessen Verschmutzungsgrad. Mit der den Rohrleitungen über einen Haupthahn zugeführten Wassermenge wird nämlich sowohl die Austrittsgeschwindigkeit als auch die Durchflussmenge für die einzelnen Sprühöffnungen festgelegt, weil deren Strömungsquerschnitt unveränderbar festliegt. Während ein stark verschmutztes, kantiges Grobkorn eine grosse Wassermenge mit einer hohen Austrittsgeschwindigkeit erfordert, kann es für ein nicht so kantiges oder geringer verschmutztes Grobkorn bereits günstiger sein, mit geringerer Wassermenge, aber unverminderter Austrittsgeschwindigkeit zu fahren.
Ebenso kann in einer fortgeschrittenen Klassier-bzw. Reinigungsstufe, in der nur mehr feines Haftgut zu entfernen ist, eine hohe Wasseraustrittsgeschwindigkeit bei geringer Durchflussmenge nötig werden, um die Ableitung des abgewaschenen Haftguts durch das engmaschige Sieb nicht durch das Waschwasser zu behindern, das die Maschen des Siebes verlegen kann. Diese wünschenswerte Anpassung der Wassermenge und Wasseraustrittsgeschwindigkeit an das jeweils zu waschende Gut ist bei den bekannten Waschanlagen nicht möglich, weil mit der geringeren Waschwassermenge zwangsläufig die Austrittsgeschwindigkeit aus den Sprühöffnungen sinkt.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und eine Siebgut-Waschanlage der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass einerseits Verstopfungen der Sprühöffnungen rasch und ohne Betriebsunterbrechungen beseitigt werden können und anderseits eine Anpassung der Flüssigkeitsmenge und-geschwindigkeit an das jeweils zu waschende Gut gewährleistet wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass in die Sprühöffnungen von aussen Stellkegel eingreifen, deren Eindringtiefe über eine Verstelleinrichtung veränderbar ist.
Da mit der Eindringtiefe der Stellkegel in die Sprühöffnungen der wirksame Strömungsquerschnitt der Sprühöffnungen bestimmt wird, kann durch das Verstellen der Stellkegel die Austrittsgeschwindigkeit der Waschflüssigkeit unabhängig von der den Rohrleitungen zugeführten Wassermenge eingestellt werden, so dass es ohne weiteres möglich ist, auch bei geringer Durchflussmenge hohe Austrittsgeschwindigkeiten sicherzustellen. Zu diesem Zweck braucht lediglich der Stellkegel weit in die Sprühöffnung eingeschoben zu werden, um nur einen geringen Strömungsquerschnitt für den Wasseraustritt freizugeben.
Durch das Eingreifen der Stellkegel in die Sprühöffnungen von aussen ist aber auch das Beseitigen von Verstopfungen durch eine Verschmutzung des Waschwassers ohne Betriebsunterbrechung durchführbar, weil der Stellkegel nur völlig aus der Sprühöffnung herausgezogen werden muss. Durch die völlig freigegebene Sprühöffnung wird die die Verstopfung bildende Verschmutzung ohne Schwierigkeiten mit dem Waschwasser abgeführt. Danach kann der Stellkegel wieder in seine Arbeitslage gebracht werden.
Das Eingreifen der Stellkegel in die Sprühöffnungen von aussen bietet aber ausserdem noch die Möglichkeit, die Stellkegel selbst einfach auszutauschen, so dass beispielsweise über den Öffnungswinkel der Stellkegel der Sprühkegel des Waschwassers und damit die durch eine Sprühöffnung besprühte Fläche bestimmt werden kann. Den bei den verschiedenen Siebvorrichtungen unterschiedlichen Platzverhältnissen kann somit einfach Rechnung getragen werden, was insbesondere dann zum Tragen kommt, wenn zwei oder mehrere Siebflächen mit je einer Wascheinrichtung übereinander angeordnet sind.
Eine sehr einfache Verstelleinrichtung für den Stellkegel kann aus einem den Stellkegel tra-
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genden Schwenkhebel bestehen. Die jeweilige Schwenkstellung des Hebels ergibt somit die gewünschte Lage des Stellkegels. Mehrere in einer Reihe nebeneinander angeordnete Sprühöffnungen mit Stellkegeln können bei einer solchen Ausgestaltung der Verstelleinrichtung durch eine mechanische Verbindung der einzelnen Schwenkhebel gemeinsam verstellt werden.
Eine andere Möglichkeit, die Sprühöffnungen einzustellen, besteht unter der Voraussetzung, dass die Sprühöffnungen axial in Rohranschlussstücken angeordnet sind, darin, dass die Verstelleinrichtung aus einer den Stellkegel auf einem Quersteg tragenden, schraubverstellbar auf dem jeweiligen Rohranschlussstück gelagerten Hülse gebildet wird. Durch ein Verdrehen der Hülse kann somit der Stellkegel ein-und ausgefahren werden, wobei seine koaxiale Lage zum Rohranschlussstück bzw. zur Sprühöffnung gewahrt bleibt. Um strömungstechnisch günstige Formen zu erhalten, ist es dabei vorteilhaft, den Quersteg mit einem tropfenförmigen Querschnitt zu versehen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Siebgut-Waschanlage für eine Siebvorrichtung im vereinfachten Querschnitt durch die Siebvorrichtung, Fig. 2 eine Rohrleitung mit einer radialen Sprühöffnung im Querschnitt, Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Rohrleitung mit einer axialen Sprühöffnung, Fig. 4 eine gegenüber den Fig. 2 und 3 verschiedene Ausführungsform einer Verstelleinrichtung für den in eine axiale Sprühöffnung eingreifenden Stellkegel im teilweisen Axialschnitt und Fig. 5 eine Stirnansicht der den Stellkegel tragenden Hülse nach Fig. 4.
Gemäss Fig. 1 ist eine Siebgut-Waschanlage für eine Siebvorrichtung gezeigt, die zwei übereinander angeordnete Siebflächen --1 und 2-- besitzt. Ober diesen Siebflächen --1 und 2-- sind Rohrleitungen --3 und 4-- angeordnet, die an eine gemeinsame Zuleitung --5-- für die Waschflüssigkeit angeschlossen sind und eine Vielzahl von gegen die Siebflächen --1 und 2-- gerich- tete Sprühöffnungen aufweisen, die in den Fig. 2 bis 4 mit --6-- bezeichnet sind. Diese Sprüh- öffnungen --6-- könne gemäss Fig. 2 radial verlaufen ; es ist aber auch eine axiale Anordnung möglich, wenn die Sprühöffnungen nicht unmittelbar in den Rohrleitungen --3 und 4-- vorgesehen sind, sondern in quer dazu verlaufenden Rohranschlussstücken --7--.
In diese Sprühöffnungen --6-- greifen Stellkegel --8-- ein, die über eine Verstelleinrichtung ein-und ausgerückt werden können, so dass die Eindringtiefe über die Verstelleinrichtung verändert wird. Mit Hilfe der in die Sprühöffnungen --6-- eingreifenden Stellkegel --8-- kann folglich der wirksame Strömungsquerschnitt der Sprühöffnungen eingestellt werden, was einerseits die Anpassung der Wasseraustrittsgeschwindigkeit an das zu waschende Siebgut gewährleistet und anderseits eine Beseitigung von Verstopfungen ohne Betriebsunterbrechung ermöglicht, weil beim Herausziehen der Stellkegel --8-- aus den Sprühöffnungen --6-- der volle Querschnitt der Sprüh- öffnungen kurzzeitig freigegeben werden kann.
Die Verstelleinrichtung für die Stellkegel --8-- besteht im Fall der Ausführungsbeispiele nach den Fig. 2 und 3 aus einem Schwenkhebel --9--, der über eine Lasche --10-- an der Rohrleitung --3, 4-- oder am Rohranschlussstück --7-- angelenkt ist und den Stellkegel trägt. Die Schwenkstellung des Hebels --9-- bestimmt somit die Eindringtiefe des Stellkegels --8-- in die Sprühöffnung --6--.
Eine andere Möglichkeit der Verstelleinrichtung ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Der Stellkegel --8- wird dabei von einem Quersteg --11-- einer Hülse --12-- getragen, die auf dem Rohrauschlussstück --7-- gelagert und durch einen Stift --13-- des Rohranschlussstücks geführt ist. Dieser Stift --13-- greift nämlich in einen schraubenförmig verlaufenden Schlitz --14-- der
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der Quersteg --11-- einen in Fig. 4 eingezeichneten, tropfenförmigen Querschnitt --15-- auf.
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