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Die Erfindung bezieht sich auf einen Verbinder zum Spleissen optischer Fasern oder Kabel, mit einem Spleisselement, das ein Gehäuse, in dessen Längsrichtung je eine V-förmige Nut zur Führung und Ausrichtung jedes Paares der zu spleissenden Faserendstücke verläuft, und entlang der Nut in fester Stellung gehaltene, federnde Halteelemente zum Niederdrücken der Faserendstücke in die Nut aufweist, und gegebenenfalls mit einem Übergangsmaterial im Verbindungsbereich der Faserendstücke.
Es sind derartige Verbinder zur lösbaren Verbindung optischer Fasern bekannt (DE-OS 2527541), mit zwei miteinander zu kuppelnden Verbinderhälften, von denen eine ein lagebestimmendes Element mit der V-förmigen Nut aufweist, in die die beiden Faserendstücke durch die federnden Halteelemente gedrückt werden. Die federnden Halteelemente sind hiebei die beiden Enden eines Federbügels, der an einer Blattfeder sitzt. In Ergänzung hiezu kann vor oder während des Zusammenbaus des Verbinders ein Fluid mit passendem Brechungsindex in den Luftspalt zwischen den Faserenden eingebracht werden, wozu jedoch während des Zusammenbaus durch die federnden Halteelemente der Zugang und die visuelle Inspektion äusserst behindert sind.
Es sind auch Verbinder mit einfacherem Aufbau bekannt (DE-OS 2530883, Fig. 5), nämlich als aus einem Blech gebogene rinnenförmige Spleisselemente, in denen die Faserendstücke aneinander angenähert und dann durch einen hiebei als Übergangsmaterial dienenden Kleber miteinander und mit dem Verbinder verklebt werden. Dem Halten der Faserendstücke an Ort und Stelle dienen hiebei externe Vorrichtungen, die nach erfolgtem Spleissen, jedoch erst, wenn das Haftmittel ausreichend ausgehärtet ist, wieder entfernt werden. Diese Vorrichtungen verkomplizieren und verzögern den Spleissvorgang, insbesondere beim Spleissen von mehradrigen Kabeln, und beschränken die Verwendung dieser Verbinder auf Klebespleissungen, also unlösbare Verbindungen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen leicht herstellbaren und montierbaren Verbinder zu schaffen, mit dessen Hilfe ohne Verwendung einer zusätzlichen Ausrüstung eine schnelle Ausrichtung und Annäherung der Faserendstücke und deren Halten an Ort und Stelle möglich ist. Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die federnden Halteelemente mindestens zwei Federlippen sind, die von der der Nut gegenüberliegenden Gehäusewand des Spleisselements in dessen Inneres vorstehen und in dieser Gehäusewand zwischen sich ein den Verbindungsbereich zugänglich machendes Fenster bilden. Dieses Fenster ermöglicht sowohl die visuelle Inspektion des Verbindungsbereiches als auch im Bedarfsfall die Einführung des Übergangsmaterials, das zum Anpassen der Brechungsindex und/oder zum Verleimen der Faserendstücke dient.
Hiebei ist charakteristischerweise die Grösse des Verbinders nicht exakt von den Abmessungen der zu spleissenden Fasern abhängig, der selbe Verbinder kann also zum Spleissen optischer Fasern verwendet werden, deren Durchmesser innerhalb eines weiten Bereiches liegt, welcher beispielsweise alle Durchmesser der zur Zeit kommerziell erhältlichen optischen Fasern umfasst.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verbinders zum Spleissen optischer Fasern ; Fig. 2 den Verbinder nach Fig. 1 in Draufsicht, in einem Längsschnitt (AA) und in einem Querschnitt (BB) ; Fig. 3 die Entwicklung des Verbinders nach Fig. 1 aus einem ebenen Flächenstück ;
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Ansicht, in Vorderansicht bzw. in einem Längsschnitt (Sez.
NN) ; Fig. 10 eine weitere Ausführungsform in Draufsicht, in einem Längsschnitt (CC) und in einem Querschnitt (PP) ; Fig. 11 eine gegenüber der Ausführung nach Fig. 10 abgewandelte Ausführungsform in gleichen Darstellungen ; Fig. 12 die Entwicklung des Verbinders nach Fig. 10 aus einem ebenen Flächenstück ; Fig. 13 eine Ausführungsform eines Verbinders zum Spleissen optischer Kabel in einem Längsschnitt (FF) und in einem Querschnitt (GG) ; Fig. 14 eine weitere Ausführungsform in einem Längsschnitt (MM) und in einem Querschnitt (HH) ; Fig. 15 eine weitere Ausführungsform in einer Vorderansicht, einem Längsschnitt (TT) und einem Querschnitt (RR) ; Fig. 16 die Entwicklung der Aussenwand des Verbinders nach Fig. 15 aus einem Flächenstück ; Fig. 17 eine perspektivische Ansicht eines Diederteils unter Bildung einer V-förmigen Nut.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung als Spleisselement in Form einer Vorrichtung mit einem behälterartigen Gehäuse --C--, das die Form eines hohlen, basislosen Prismas hat, in dessen Inneres Endstücke--F'und F"--der zu spleissenden Faser eingesetzt sind.
Bei dieser Ausführungsform
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weist das prismenförmige Gehäuse --C-- fünf Flächen oder Wände --V1, V2, V3, V4 und B1-- mit Rändern oder Kanten --SI, S2, S3, S4, S5-- und einem die Wand --B1-- zum Schliessen des Gehäuses - C-überlappenden Band--B2--auf (Fig. 2). Aus den Flächen-VI, V2-- wird ein spitzwinkeliger Dieder gebildet, der eine V-förmige Nut zur Führung und Ausrichtung der beiden Faserendstücke--F' und F"--, die zu spleissen sind, darstellt.
Die Wand --B1-- ist so eingeschnitten, dass sie zwei Federlippen in Form von Zungen oder blattfedern --L1, L2-- bildet, die unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschrieben werden. Diese Federlippen dringen in die V-förmige Nut ein und drücken die Endstücke --F', F"-- in die Nut. Auf Grund ihrer Federkraft passen diese Federlippen den Durchmesser der Fasern an und halten die Endstücke in genauer Lage, bis ein auf den Verbindungspunkt gegossenes Haftmittel gehärtet ist.
Es ist zu beachten, dass die beiden Wände --V3, V4-- nur den Aufnahmekörper handlicher machen, aber für die Vorrichtung nicht wesentlich sind, die auch wie ein Dreieckprisma geformt sein kann, das im wesentlichen aus den Wänden-VI, V2 und B1-- besteht.
Fig. 2 lässt die spezielle Form der Federlippen-L1, L2--gut erkennen. Diese Federlippen sind über Faltkanten --S6, S7-- mit der Wand --B1-- verbunden und ihre Enden E2--können innerhalb der V-förmigen Nut schwingen. Diese Enden sind geringfügig gegen den breiten Teil der V-förmigen Nut zurückgewendet, was eine Beschädigung der Aussenfläche der Faser-Endstücke, wenn sie zwischen diese Federn und die Nut eingeführt werden, verhindert. Beim Beispiel nach Fig. 2 haben die Federlippen-Ll, L2-- eine Pseudo-Trapezform, es könnte jedoch auch eine andere zweckmässige Form verwendet werden, beispielsweise eine Rechteckform.
Fig. 3 zeigt eine Ausschnittplatte--P--, aus der der bisher beschriebene Verbinder ausgeschnitten oder ausgestanzt wird. Die Linien, an denen die gefalteten Kanten --SI, S2, S3, S4 und S5-- des prismatischen Gehäuses --C-- entstehen sollen, sind auf der Platte --P-- gestrichelt eingezeichnet. Die von diesen gestrichelten Faltlinien begrenzten Flächen-VI, V2, V3, V4 und B1-- entsprechen den gleich bezeichneten Wänden des Gehäuses --C-- in den Fig. 1 und 2.
Diese Betrachtung kann auch auf das Band - -B2-- (Fig. 3) ausgedehnt werden, das dem Band--B2-- (Fig. l, 2) zum Verschliessen entspricht, ferner auf die Federlippen-L1, L2--, auf die Enden --EI, E2-- und die Faltkanten --S6, S7--, die mit den gleich bezeichneten Elementen in den Fig. 1 und 2 übereinstimmen.
Zur Herstellung des Verbinders wird eine ebene Platte, vorzugsweise aus Metall, gemäss Fig. 3 geschnitten. Die Platte, deren seitliche Ausmasse in der Grössenordnung von 10 mm liegen, wird dann entlang den zu faltenden Kanten --SI, S2, S3, S4 und S5-- geknickt, um die Prismenform gemäss den Fig. 1 und 2 zu erhalten. Die Fläche --B1-- wird so geschnitten, dass sich daraus die zwei zungenförmigen Federlippen-L1, L2-- ergeben, die anschliessend entlang den herzustellenden Kanten --S6, S7-- gebogen werden und deren Enden E2--leicht aufgebogen werden, wie beschrieben wurde.
Verfahren und Vorrichtung zum Verbiegen der Platte zum Erzielen der gewünschten Prismaform sind an sich bekannt und werden, da ihre Ausführung nicht zum Gegenstand der Erfindung gehört, hier nicht weiter beschrieben.
Zum Spleissen der optischen Fasern mit Hilfe des beschriebenen erfindungsgemässen Verbinders genügt es, die beiden Endstücke der Fasern von den gegenüberliegenden Gehäuseenden her einzuführen, bis die jeweiligen Enden der Endstücke miteinander in Berührung sind. In diesem Verfahrenspunkt kann dann ein Tropfen Haftmittel mit einem geeigneten Brechungsindex auf den Berührpunkt gegossen werden, um so die beiden Faserendstücke im Verbinder und aneinander zu befestigen. Der Verbinder liegt dann im Zug der optischen Faserleitung.
Gemäss Fig. 4 besteht der Verbinder aus einem behälterartigen Gehäuse, das aus zwei kleinen geschnittenen und geformten Platten-Pl und P2-- und zwei kleinen Zylindern-Cl und C2-- für die axiale Ausrichtung hergestellt ist. Die untere Platte --P1-- ist so geformt, dass sie einen im Querschnitt U-förmigen Kanal bildet, der so breit ist, dass die Zylinder-Cl und C2-- korrekt darin angeordnet werden können. Genauer beschrieben, hat die Basis des Kanals eine Breite, die im wesentlichen der Summe der beiden Zylinderdurchmesser gleich ist, und eine derartige Höhe, dass das Einsetzen der Fasern in die durch die Seitenflächen der Zylinder-Cl, C2-- gebildete Nut leicht möglich ist.
An die
Seitenflächen des U-förmigen Kanals schliessen sich oben zwei nach aussen abstehende Teile an, welche die obere Platte --P2-- tragen, die die haltenden Federlippen --F1, F2--, deren Funktion bereits beschrieben wurde, umfasst.
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Die Platte --P2-- ist durch Schneiden oder Photographieren eines ebenen rechteckigen Flächenstückes aus einem Material mit geeigneten Federcharakteristiken hergestellt.
Die beiden der Ausrichtung dienenden Zylinder--C1 und C2-- bilden die Nut, die die Führung und Ausrichtung der eingelegten Endstücke der Faser erlauben. Die Nut wird von den beiden Seitenflächen der Zylinder gebildet. Die Faser tangiert also seitlich die Zylinder entlang zwei Erzeugenden der Zylinder und tangiert oben die haltende Federlippe nahe der Endfläche.
Zur Erleichterung der Herstellung ist der Zylinderdurchmesser, obwohl er nicht streng vom Faserdurchmesser abhängig ist, so gewählt, dass, wenn das Endstück in der Führungsnut angeordnet wird, die die beiden Zylinder im oberen Teil tangierende Ebene eine die Faser so schneidende Ebene ist, dass die Federlippen die Zylinder nach der Einführung der Faser nicht berühren, andernfalls die Federlippen die Faser selbst nicht andrücken würden, und dass die Erzeugenden, entlang denen die Zylinder und die Faser sich berühren, einen kleinen Abstand voneinander haben, der ausreichend kleiner als der Faserdurchmesser sein soll. In diesem Fall können die Endstücke leicht in die Führungsnut eingeführt werden.
Für eine gute Herstellung der Verbindung sollen die Zylinder--C1 und C2-- polierte und vorzugsweise dunkel, beispielsweise blau gefärbte Oberflächen haben. Die Bedeutung der letzteren Bedingung liegt darin, dass beim Spleissen die visuelle Inspektion der Faserendstücke während ihrer Einführung in die Führung vorteilhaft ist. Die Endstücke können so korrekt in die mittlere Stellung des Verbinders gebracht werden. Sind die Zylinder blau gefärbt, so scheint die Faser auf und kann somit leichter beobachtet werden.
Während des Zusammenbaus des Verbinders werden die Zylinder--C1 und C2--am Boden des Kanals der Platte --P1-- in geeigneter Weise befestigt und wird anschliessend die kleine Platte --P2-- so an den oberen vorspringenden Teilen der Platte --P1-- befestigt, dass die zungenförmigen Federlippen --L1 und L2-- in das Innere des Verbindergehäuses vorstehen.
Das Gehäuse dieses Verbinders kann entweder aus den beiden Platten-Pl und P2-- bestehen, oder es kann auch aus nur einer einzigen Platte bestehen, die bereits so geschnitten ist, dass die zwei Haltefedern entstehen, anschliessend so geformt wird, dass der die Zylinder aufnehmende U-Kanal entsteht, so gefaltet wird, dass die mit den Federn versehene obere Seite entsteht, und schliesslich entlang einer Kante durch Falten oder Löten geschlossen wird.
Fig. 5 zeigt den Verbinder im Querschnitt und veranschaulicht besser die Abmessungen der Zylinder, der Fasern und des U-Kanals, in dem die Zylinder befestigt sind. Es ist auch ersichtlich, dass auf Grund geeigneter Zylinderabmessungen die Federlippe --L2-- nicht statt auf die Faser auf die Zylinder drückt.
Fig. 6 zeigt den Verbinder im Längsschnitt mit den darin eingeführten Faserendstücken-F'und F"--, die bereit sind, aneinandergelegt und gegebenenfalls mit Hilfe eines Tropfens eines Haftmittels - mit geeignetem Brechungsindex verbunden zu werden. Fig. 6 zeigt ausserdem im Schnitt die beiden Federlippen-Ll und L2-- im Arbeitszustand, also in Kontakt mit der Aussenfläche der Faserendstücke.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 7, 8 und 9 erfordert die Herstellung des als Spleisselement dienenden Verbinders, der ohne Schnitt aus einer rechteckigen Platte erhalten ist, einfach eine Anzahl paralleler Faltungen zum Erhalten der V-förmigen Nut und der ihr gegenüberliegenden Gehäusewand, die in zwei Teile unterteilt ist, um dem Verbinder die erforderliche Federung zu geben. Die zungenförmigen Federlippen sind durch Federlippen in Form zweier einwärts gerichteter Ausbauchungen --LM1, LM2-- der Ränder der beiden sich gegenüberliegenden Gehäusewandteile ersetzt. Die konvexen Flächen der so erhaltenen Ausbauchung bewirken einen festen Halt der in der V-Nut angeordneten Faserendstücke.
Wird ein besserer Halt gefordert, so können mehrere Ausbauchungen vorhanden sein, die in geeigneten gegenseitigen Abständen angeordnet sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 sind im Vergleich zu den bereits bei der Vorrichtung nach
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zugefügt, durch die sichergestellt ist, dass die Faserendstücke noch fester ausgerichtet und in korrekter Lage gehalten werden. Dies ist von besonderer Wichtigkeit im Fall des halbfixierten Spleissens, bei dem also kein Haftmittel verwendet wird, sondern nur gegebenenfalls ein Tropfen einer Flüssigkeit mit geeignetem Brechungsindex zwischen die Ende an Ende angeordneten Faserendstücke eingebracht wird, und ausserdem allgemein immer dann, wenn die Faser mechanischem Zug und Drillbeanspruchungen unterworfen ist.
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Wie noch beschrieben wird, halten zwei weitere federnde Zungen oder Blattfedern --R1, R2--, die von dem Verbinder für einzelne Fasern nach aussen abstehen, diesen Verbinder an Ort und Stelle, wenn er mit andern gleichen Verbindern in einen Verbindungsblock eingesetzt ist, der eine Vorrichtung zum Spleissen von optischen Kabeln darstellt.
Ein analoger Verbinder für eine einzelne optische Faser ist in Fig. 11 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform sind Federlippen --L11, L2'--, die den Federlippen-Ll, L2-- (Fig. 10) entsprechen, vorhanden und sind Federlippen --L21, L22--, die einen grösseren Abstand als die Federlippen-Ll', L2'-vom Zentrum haben, im Vergleich zu den Federlippen-Lll, L12-nach Fig. 10 entgegengesetzt gerichtet.
Im Fall der Fig. 10 geben die nach aussen gerichteten Federlippen eine breitere Haltebasis für die Faserendstücke als die Federlippen nach Fig. 11, die wie die mittleren Federlippen --L11, L21-- nach innen zu gerichtet sind, die Federn --L11 und L12-- sichern also einen stärkeren Halt, der die Aussengrösse des Verbinders jedoch unverändert lässt. Der Verbinder nach Fig. 11 eignet sich mehr für schwieriger zu behandelnde optische Fasern, bei denen ein sehr fester Halt nicht erforderlich ist, und dient zur Erleichterung der Fasereinführung.
Die Ausführungsformen nach den Fig. 10 und 11 betreffen Verbinderelemente mit vier die Faser haltenden Federlippen, die Zahl dieser Federlippen und der den äusseren Halt bewirkenden Federn-Rl, R2, R3 und R4-- kann jedoch höher sein und die Federn können unterschiedlich gerichtet sein. Es ist auch möglich, dass der Verbinder einen Querschnitt mit einer andern Seitenzahl aufweist, beispielsweise mit drei statt fünf Seiten.
Fig. 12 zeigt den Verbinder nach Fig. 10 in eine Ebene abgewickelt. Diese Abwicklung in eine Ebene stimmt mit der Platte überein, aus der der Verbinder selbst geschnitten ist. Die gestrichelten Linien sind Faltlinien, die zu den seitlichen Kanten, den inneren zungenförmigen Federlippen-Ll, L2, Lll, L12--, den äusseren zungenförmigen Federlippen-R1, R2-- und einer Verschlussfläche-Z1--führen.
Zur Herstellung des Verbinders werden Faltungen durchgeführt, die die seitlichen Kanten und die Abschlussfläche entstehen lassen, dann werden die Federlippen-Ll, L2, Lll, L12-- nach innen zu so gebogen, dass die freien Federenden derart aufgefaltet sind, dass die resultierende Konkavität derjenigen am festen Federende entgegengesetzt ist, und schliesslich werden die äusseren zungenförmigen Federlippen --R1, R2--nach aussen aufgebogen. Das Schliessen des Verbinders kann durch verschiedene mechanische Verbindungsmittel, durch Lötung oder durch Verwendung eines Metallblechs oder einer thermo- schrumpfenden Plastik-Umhüllung erfolgen.
Fig. 13 zeigt einen Teil einer aus mehreren Verbinderelementen aufgebauten Vorrichtung zum Spleissen von mehradrigen Kabeln. Die Vorrichtung besteht aus einem als gerades hexagonales Prisma geformten muffenartigen Körper mit sechs inneren Hohlräumen, in die eine gleiche Zahl von Einzelverbindern für einzelne optische Fasern beispielsweise der in den Fig. l, 7,10 und 11 gezeigten Art eingesetzt ist, wodurch der Verbinder zum Spleissen optischer Kabel entsteht. Der Körper kann aus Metall oder Kunststoff oder einem sonstigen geeigneten Werkstoff entsprechend bekannten Techniken hergestellt sein und kann in einen prismen- oder zylinderförmigen Schutzbehälter eingesetzt sein, der mit Kabeldruckverschlussenden und Schutzumhüllungen ausgestattet ist.
Ein solcher Schutzbehälter kann beispielsweise von der durch die italienische Patentanmeldung Nr. 69806-A/76 vom 25. 11. 1976 früher vorgeschlagenen Art sein.
Der Schnitt-FF-in Fig. 13 zeigt die konstruktiven Einzelheiten dieses Körpers, einschliesslich - eines Anschlags --A1--, der die Einzelverbinder für die einzelnen Fasern für den Fall, dass sie nach-in den Zeichnungen - links gezogen werden, festhält ; - Nuten-B10--, in denen sich gegebenenfalls vorhandene äussere zungenförmige Federn, nämlich --R1, R2, R3, R4-- (Fig. 10 und 11), die in parallele Ebenen der Einzelverbinder eingeschnitten sind, abstützen, wenn die Einzelverbinder nach-in den Zeichnungen - rechts gezogen werden ; - Schlitze --Q1--, die Zugang zu den die Faser haltenden Federlippen der in den Körper eingeführten Einzelverbinder ermöglichen, um das Haftmittel mit dem geeigneten Brechungsindex zwischen die Faserendstücke zu giessen.
Die vorhergehende Beschreibung bezieht sich für diese Art des Verbinders zum Spleissen optischer Kabel auf eine Auführung mit sechs Hohlräumen, diese Zahl kann jedoch auch grösser oder kleiner sein, unabhängig vom Winkel der V-förmigen Nuten, deren Querschnitt als Vieleck auch mit einer andern Seitenzahl als fünf entsprechend der verwendeten Art der Einzelverbinder für die einzelnen Fasern geformt sein kann. Der Körper kann bei Bedarf auch zylinderförmig sein.
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Fig. 14 zeigt einen als gerades Parallelepiped geformten Körper, der zwölf innere Hohlräume enthält, die in zwei übereinanderliegenden Ebenen in gleicher Zahl, als Einzelverbinder für die einzelnen optischen Fasern einsetzbar sind, angeordnet sind. Der Körper kann aus Metall, aus Kunststoff oder einem sonstigen geeigneten Material entsprechend bekannten Techniken bestehen. Er kann mit Hilfsmitteln - ausgestattet sein, mit deren Hilfe er entweder auf Stützen oder in einem Schutz-Überzugsbehälter beispielsweise der in der genannten italienische Patentanmeldung vorgeschlagenen Art befestigt ist. Dieser Verbinder eignet sich insbesondere zum Spleissen optischer Kabel, bei denen die Fasern Seite an Seite in der selben Ebene angeordnet sind.
Ein Anschlag--A2-, eine Nut --B20-- und ein Schlitz --Q2-- haben die gleichen Funktionen wie der Anschlag --A1--, die Nut-B10-- bzw. der Schlitz-Ql-beim Block nach Fig. 13.
An Stelle der in Fig. 14 dargestellten zwölf in zwei Ebenen angeordneten inneren Hohlräume des Blocks kann die Zahl der Hohlräume und Ebenen auch grösser oder kleiner sein und der Querschnitt der Hohlräume kann polygonal mit einer andern Seitenzahl als fünf in Abhängigkeit von der Art der verwendeten Einzelverbinder für die einzelnen optischen Fasern geformt sein.
Es ist zu beachten, dass dann, wenn mehrere einzelne Verbinder in Verbindung mit einem Körper gleich demjenigen nach den Fig. 13 und 14 verwendet werden, die Verschlussbänder weggelassen werden können, da der jeweilige Hohlraum des Körpers die Steifigkeit des darin eingesetzten Elements sicherstellt.
Fig. 15 zeigt einen Verbinder zum Spleissen optischer Kabel, der im wesentlichen aus einer Aussenwand --U-- und aus sechs die V-förmigen Nuten bildenden Führungen besteht. Die Aussenwand--U--hat die Aufgabe, die Führungen genau in ihrer Stellung zu halten und die Federlippen--L--zu liefern, die die zu spleissenden Faserendstücke halten. Jede Führung ist durch Flächen --V5, V6-- eines spitzwinkeligen Dieders gebildet und dient dazu, die Ausrichtung der zu spleissenden Faserendstücke sicherzustellen.
Im Schnitt-TT-von Fig. 15 ist die Gestalt einer der nachgiebigen Federlippen-L-- hervorgehoben, die aus der Aussenwand--U--herausgeschnitten und mit Hilfe von Falzen --S7 und S9-- so geformt sind, dass sie die zu spleissenden Faserendstücke, die in die V-Nuten eingeführt sind, leicht pressen.
Fig. 16 zeigt die die Aussenwand-U-bildende Ausschnittplatte. Die die Seitenkanten, die Federlippen und den Verschlusssaum erzeugenden Faltlinien sind gestrichelt eingezeichnet. Bei der beschriebenen Ausführung wird der Abschluss der Seitenwand durch einen Saum erhalten, es sind jedoch auch andere mechanische Verbindungen wie Löten oder ein Schutzüberzug aus Metall oder aus thermozusammenziehendem Kunststoff möglich.
Fig. 17 zeigt eine aus einer rechteckigen Platte, die in Längsrichtung entlang einer Mittellinie gefaltet ist, erhaltene V-förmige Nut. Der Dieder-Winkel dieser V-Nut und die Zahl der einzelnen V-Nuten hängen von der Zahl der Flächen der Aussenwand--U--ab. Während des Zusammenbaus werden die die V-Nuten bildenden Führungen so zusammengefügt, dass ihre Scheitel nach innen gerichtet sind, während sich ihre Seitenwände berühren, dann werden sie in die Aussenwand --U-- eingeschoben, die sie in ihrer Stellung festhält, und sodann wird der Verbinder durch Säumen, Löten oder durch die Schutzumhüllung erhalten.
Zum Spleissen werden zunächst die Schutzbeschichtungen der Endstücke der das Kabel bildenden Fasern abgestreift und dann die Endstücke in die V-Nuten eingeführt. Die weiteren Vorgänge gleichen den für die vorhergehenden Ausführungsformen beschriebenen Vorgängen.
Bei dieser Ausführungsform sind zwei Federlippen für jedes Faserendstück gezeigt, es kann jedoch auch in Abhängigkeit von mechanischen Drill- und Zugbeanspruchungen der einzelnen optischen Fasern eine einzige Federlippe oder es können mehr als zwei Federlippen verwendet werden. Die äusseren Federlippen sind so dargestellt, dass sie ebenso gerichtet sind wie die mittleren Federlippen, sie können jedoch auch entgegengesetzt gerichtet sein, falls eine breitere Haltefläche erforderlich ist, ohne dass die äussere Grösse des Verbinders geändert werden soll. Die dargestellte Ausführungsform eignet sich mehr für schwierig zu handhabende optische Fasern, für die ein starker Druck nicht gefordert wird, für die jedoch das Einführen der Faser leichter sein soll.