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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur maschinellen Zerteilung von Stubben und anderem
Fällungsabfall zu Schnitzeln, bei gleichzeitiger Abscheidung von Steinen und andern Verunreinigungen in den Stubben, wobei die Zerteilung in einer Quetschmühle im Anschluss an das Stubbenroden im Gelände erfolgt.
Weiters bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens, mit einer Quetschmühle zur Zerteilung der Stubben bzw. des Fällungsabfalles.
Der im Verhältnis zur steigenden Nachfrage ständig wachsende Mangel an Holzfaserrohstoff veranlasst die Forstindustrie seit einigen Jahren zu versuchen, einen grösseren Anteil der gefällten Bäume zu verwerten, als es bisher üblich war. Dabei gilt den Stubben ein besonders Augenmerk, vor allem da sie einschliesslich der Wurzeln, einen bedeutenden Holzfaserzuschuss von guter Zellstoffqualität enthalten. Es wurden demgemäss bereits verschiedene Vorrichtungen zum Stubbenroden entwickelt, wobei beim oder nach dem Roden des Stubbens eine erste Zerteilung erfolgt, um den Stubben mit seinem Wurzelsystem hantierbar zu machen.
Die zerlegten Stubben wurden bisher sodann auf einem geländegängigen Fahrzeug zu einer zentralen Stelle an einer mit Kraftfahrzeugen befahrbaren Strasse transportiert, von wo sie mit
Lastkraftwagen zu einer Zellstoffabrik befördert und dort vor ihrer Verarbeitung zu Schnitzeln von Erde und Steinen auf verschiedene Weise befreit wurden. Dabei ist jedoch vor allem von Nachteil, dass die sperrigen Stubbenteile mit ihren abstehenden Wurzeln keine wirtschaftliche Ausnutzung des Ladevolumens der Fahrzeuge erlauben, und dass beachtliche Mengen von Erde und Steinen in den Stubben und ihren
Verästelungen, in denen auch festgewachsene Steine vorkommen, vorhanden sind.
Aus der AT-PS Nr. 324752 ist weiters eine Vorrichtung zum Zerkleinern von-allerdings noch im
Erdreich verwurzelten - Baumstubben bekannt, wobei die Stubben mit Hilfe einer Fräswalze zerkleinert werden. Dabei ist jedoch von Nachteil, dass nur ein verhältnismässig geringer Anteil der Stubben bzw. der
Wurzeln derselben einer Nutzung zugeführt werden kann, und dass eine verhältnismässig grosse Menge
Erdreich, Steine u. dgl. Verunreinigungen unter den abgefrästen Schnitzeln vorhanden ist.
Es ist nun Ziel der Erfindung, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, mit dem bzw. der eine wirtschaftliche Zerkleinerung und ein rationeller Abtransport der
Stubbenteile ermöglicht werden, wobei überdies gleich die verschiedenen Verunreinigungen auf möglichst einfache Weise entfernt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren der eingangs angeführten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Stubben zu Schnitzeln durch Brechen der Stubben und mit Vorschub der Brechschnitzel längs einer bestimmten Bahn in der Quetschmühle zerteilt werden, und dass die vorgeschobenen Schnitzel sowie beim Brechen gelöste Steine und andere Verunreinigungen automatisch gesteuert zu verschiedenen Stellen ausserhalb der Quetschmühle abgegeben werden.
Dabei kann die Abgabe durch Ausblasen erfolgen. Weiters können die Stubben vor dem Brechen zur Fortrüttelung von Oberflächensteinen und andern Verunreinigungen einer Rüttelung ausgesetzt werden.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist erfindungsgemäss ferner insbesondere eine Vorrichtung eingangs erwähnter Art vorgesehen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Quetschmühle aus einem im wesentlichen horizontal in einem Schacht angeordneten Rotor mit, in Richtung der Rotorwelle gesehen, spiralförmig angeordneten Rotormessern und aus relativ zum Schacht fest angeordneten Gegenstählen aufgebaut ist, wobei bei Drehung des Rotors die Stubben zwischen den Rotormessern und den Gegenstählen zu Schnitzeln gebrochen werden und gleichzeitig die Schnitzel im Schacht längs des Rotors vorgeschoben und Steine sowie andere Verunreinigungen gelöst werden, und dass der Quetschmühle eine Abgabevorrichtung für die Abgabe der vorgeschobenen Schnitzel zu einer Stelle,
die von der Abgabestelle der während des Brechens gelösten Steine und andern Verunreinigungen getrennt ist, nachgeschaltet ist.
Die Erfindung ermöglicht ein wirtschaftliches Zerkleinern der Stubben und Abtransportieren der Stubbenteile oder -schnitzel und bildet somit ein wichtiges Glied in der Verwertung des Faserrohstoffes der Stubben. Das erfindungsgemässe Verfahren bzw. die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht dabei eine wirtschaftliche Nutzung nicht nur von Stubben, sondern auch von Fällungsabfall, wie Ästen, Zweigen, Spitzen, wobei die Zerteilung draussen im Gelände im Anschluss an die Rodung erfolgt und in vorteilhafter Weise gleichzeitig mit der Zerkleinerung Steine und andere Verunreinigungen in den Stubben abgeschieden werden, so dass von Verunreinigungen im wesentlichen freie Schnitzel erhalten werden.
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ist.--13-- und fallen schliesslich auf einen im Schacht angeordneten Rotor --14-- hinab, der mit schrauben- linienförmig angeordneten Rotormessern --15-- versehen ist, die die Stubenteile --3-- erfassen und sie gegen Gegenstähle --15-- brechen, so dass die Brechschnitzel gebildet werden. Auf Grund der
Ausführung der Rotormesser --15-- mit Schneidkanten und der Position der Messer auf dem Rotor --14-- werden die Brechschnitzel längs einem zylindrischen, der Form der Rotormesser --15-- angepassten Rotorgehäuses --17-- in eine Abgabevorrichtung --18-- geführt, die die Zuführung der Brechschnitzel - 9-- zur Gebläseanordnung --8-- übernimmt.
Die Gebläseanordnung scheidet über ein Blasfallensystem schwerere Teilchen, in diesem Fall Steinsplitter, die die Quetschmühle --6-- passiert haben, ab und bläst die Brechschnitzel zu einem steinfreien Haufen.
Gröbere und an der Oberfläche liegende Steine sowie Erde werden bereits vorher von den
Stubbenteilen --3-- entfernt, wenn diese über den Zuführtisch --7-- gefördert werden. Wenn nämlich der Zuführtiseh-7-in Rüttelung versetzt wird, um die Stubbenteile der Quetschmühle --6-- zuzuführen, werden etwaige in den Stubben enthaltene Steine und Erde losgerüttelt und fallen zwischen zum
Zuführtisch --7-- gehörigen in Zuführrichtung verlaufenden Gitterstangen --19-- hindurch auf den
Boden.
Die Quetschmühle --6-- kann, wenn sie beweglich sein soll, für ihren Antrieb mit einem Verbren- nungsmotor --20-- ausgerüstet werden, kann aber bei einer ortsfesten Aufstellung der Vorrichtung auch einen Elektromotor erhalten. Im Fall einer mobilen Vorrichtung ist wahlweise eine Aufstellung der
Vorrichtung auf einem nicht angetriebenen Sattelanhänger oder auf einem angetriebenen Fahrzeug, einem
Lastkraftwagen oder Radschlepper möglich, wodurch bessere Voraussetzungen für eine grössere
Beweglichkeit und somit eine höhere Kapazität geschaffen werden.
Die Schneidkantenseite der Rotormesser --15, 15a bzw. 15b-- kann, wie in Fig. 4 ersichtlich ist, verschiedene Angriffswinkel a relativ zur Oberfläche der Gegenstähle --16-- beim Passieren dieser
Oberfläche haben, z. B. einen dem Rotor --14-- zugewandten Winkel a, wie in Fig. 4 für das Rotormesser --15b-- gezeigt, einen Winkel gleich Null, wie für das Rotormesser --15a-- gezeigt, oder einen vom Rotor - abgewandten Winkel, wie in Fig. 4 für das Rotormesser --15-- gezeigt ist.
Die Schneidkantenseite der Rotormesser-15-- kann auch, wie Fig. 5 zeigt, verschiedene Quer- schnittsformen haben, z. B. kann sie, wie bei --a-- gezeigt, durch Anbringung einer Nut zwei spitze
Schneidkanten haben ; anderseits ist eine gerade Schneidkante möglich, wie in Fig. 5 bei-b-- dargestellt ist, oder eine gerade, schmälere Schneidkante, die auf beiden Seiten in Abschrägungen übergeht, wie bei - c-veranschaulicht ist, ferner eine durch eine einseitige Abschrägung gebildete schneidenförmige Schneidkante auf der einen oder andern Seite, wie in Fig. 5 bei-d bzw. f-veranschaulicht ist, oder eine durch eine beidseitige Abschrägung gebildete, mittig liegende scharfe Schneidkante, wie in Fig. 5 bei - gezeigt ist.
Wenn die Erfindung vorstehend an Hand von bevorzugten Ausführungsbeispielen beschrieben wurde, so sind doch die verschiedensten Modifikationen und Abwandlungen möglich, ohne dass der Rahmen der Erfindung verlassen wird. Beispielsweise kann als Abgabevorrichtung ein Förderer zur Förderung der Brechschnitzel zur vorgesehenen Stelle vorgesehen sein. Auch können Mittel zur Regelung der Menge der Stubbenteile, die der Quetschmühle zugeführt wird, vorgesehen werden, wie insbesondere eine Einrichtung zur zeitweiligen Unterbrechung der Rüttelung des Zuführtisches --7--.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur maschinellen Zerteilung von Stubben und anderem Fällungsabfall zu Schnitzeln, bei gleichzeitiger Abscheidung von Steinen und andern Verunreinigungen in den Stubben, wobei die Zerteilung in einer Quetschmühle im Anschluss an das Stubbenroden im Gelände erfolgt, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Stubben zu Schnitzeln durch Brechen der Stubben und mit Vorschub der Brechschnitzel längs einer bestimmten Bahn in der Quetschmühle zerteilt werden und dass die vorgeschobenen Schnitzel sowie beim Brechen gelöste Steine und andere Verunreinigungen automatisch gesteuert zu verschiedenen Stellen ausserhalb der Quetschmühle abgegeben werden.
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