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Die Erfindung betrifft ein Zylindermagnetschloss, bei dem die Schlüsselmagneten und die mit ihnen zusammenwirkenden Rotormagneten unsymmetrisch magnetisiert sind, d. h. dass auf einem Magneten der eine Pol mit einer höheren Kraftliniendichte (konzentrierter Pol) ausgestattet ist als der andere. Zylindermagnetschlösser dieser Art sind z. B. durch die deutsche Offenlegungsschrift 2423573 bekanntgeworden. Bei diesen bekannten Schlössern treten zwischen den Schlüsselmagneten und den Rotormagneten in nachteiliger Weise Kippmomente auf, was die Lagerung dieser Magneten belastet und zu Betriebsstörungen Anlass geben kann.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass in der Betriebslage (also bei eingestecktem Schlüssel zum Sperren oder zum Entriegeln) die Pole mit höherer Kraftliniendichte (konzentrierte Pole) von Schlüsselmagnet und Rotormagnet einander diametral gegenüberstehend angeordnet sind, wobei die einander diametral gegenüberstehenden Pole gleiche Polarität aufweisen. Durch diese Anordnung können bei gleichem Masse der Magnetisierung beider Magneten keinerlei Kippmomente auftreten. Ist das Mass der Magnetisierung, insbesondere die Konzentrierung, nicht vollkommen gleich, so liegen zufolge der erfindungsgemässen Anordnung etwa auftretende Kippmomente unterhalb einer schädlichen Grenze.
In. den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in Ausführungsformen beispielsweise dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 veranschaulichen ein bekanntes derartiges Schloss. In den Fig. 3 bis 5 ist der Gegenstand der Erfindung dargestellt ; aus Fig. 6 ist eine besondere konstruktive Einzelheit zu ersehen. Die Zeichnungen sind im grossen und ganzen schematisch gehalten.
An Hand der Fig. 1 und 2 sei vorerst die an sich bekannte Wirkungsweise derartiger Zylindermagnetschlösser, wie folgt, erklärt :
Der im Zylindergehäuse --6-- angeordnete Zylinderkern ist mit-5--bezeichnet. Ist der Schlüssel --4-- nicht eingesteckt, so kann der Zylinderkern --5-- gegenüber dem Gehäuse --6-- nicht verdreht werden, da sich dann der Rastvorsprung--9--nicht nach innen verschieben kann und durch die Ausnehmung --10-- am Zylindergehäuse--6--festgehalten ist.
Die genannte Verschiebung ist deshalb nicht möglich, weil der innen liegende Teil des Rastvorsprunges--9--an dem zugehörigen Sperrotor--11--anliegt, der den Rotormagneten --2-- trägt. Steckt man den richtigen Schlüssel --4-- in den Zylinderkern--5--ein, so wird durch das Zusammenwirken des Schlüsselmagneten-l-mit dem Rotormagneten --2-- der
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Sperrvorgang oder ein Entriegelungsvorgang durchgeführt werden kann. Aus dieser grundsätzlichen Beschreibung ersieht man, dass die Schlüsselmagneten--l--mit den Rotormagneten--2--zusammenwirken und dass es daher auf die besondere Magnetisierung dieser beiden Magneten--l und 2--ankommt.
Dabei versteht es sich aber von selbst, dass die Erfindung (nämlich die besondere Magnetisierung der beiden Magneten 1 und 2) nicht auf die Ausführungsform eines derartigen Zylindermagnetschlosses gemäss den Fig. l und
2 beschränkt ist. Die erfindungsgemässe Magnetisierung ist auch bei andern derartigen Magnetschlössern anwendbar. Es kommt, wie schon gesagt, stets nur darauf an, ein besonders vorteilhaftes Zusammenwirken zwischen den Schlüsselmagneten und den Rotormagneten zu gewährleisten.
Gemäss der Erfindung ist nun, wie Fig. 3 erkennen lässt, der Schlüsselmagnet--l--unsymmetrisch magnetisiert. Der links liegende N-Pol weist eine höhere Kraftliniendichte auf (ist also ein konzentrierter Pol) als der rechts liegende S-Pol. Zwischen beiden Polen befindet sich die magnetisch neutrale Zone--3--. Der mit diesem in Betrieb zusammenwirkende Rotormagnet--2--ist in Fig. 4 gestrichelt gezeichnet, um beim Überdecken dieser beiden Magneten--l und 2-- für den Betriebszustand die Darstellung anschaulich gestalten zu können, s. Fig. 5.
Dazu ist auch der Rotormagnet --2-- im Durchmesser etwas grösser gezeichnet als der Schlüsselmagnet --1--. Es versteht sich von selbst, dass bei einem Zylinderschloss zum praktischen Gebrauch Schlüsselmagnet und Rotormagnet im wesentlichen stets den gleichen Durchmesser haben.
Nach Fig. 4 ist der rechts liegende N-Pol der konzentrierte Pol, er weist also eine höhere Kraftliniendichte auf als der links liegende S-Pol. Ist der Schlüssel--4--im Zylinderkern--5--nicht eingesteckt, so sind Schlüsselmagnet --1-- und Rotormagnet --2-- gegeneinander verdreht, die neutralen Zonen der beiden Magneten kreuzen sich dann im Raum. Beim Einstecken des Schlüssels --4-- in den Zylinderkern--S-nimmt der Rotormagnet--2--relativ zum Schlüsselmagneten--l--die Lage ein, wie sie in den Fig. 3 bis 5 dargestellt ist.
Die konzentrierten N-Pole von Schlüsselmagnet --1-- und Rotormagnet --2-- sind dann einander diametral gegenüberliegend angeordnet, da sich diese gleichen Pole abstossen und relativ zueinander die Stellung einnehmen, in denen sie im Rahmen dieser Konstruktion voneinander am entferntesten liegen. Fig. 5 zeigt, wie schon gesagt, die Überdeckung dieser beiden Magneten bei eingestecktem Schlüssel. Es kann nunmehr das Schloss durch Verdrehen des Zylinderkernes--5--gegenüber dem Zylindergehäuse --6-- versperrt oder entriegelt werden. Wie man aus den Fig. 3 bis 5 ersieht, liegen die neutralen Zonen --3-- parallel zueinander.
Zufolge der erfindungsgemässen Polung der beiden Magneten--1 und 2--gleichen sich alle Abstossungs- und Anziehungskräfte zwischen dem Schlüsselmagneten und dem Rotormagneten aus, so dass der Rotormagnet --2-- keinen Kräften ausgesetzt ist, die. ein Kippen des Rotormagneten --2-- bewirken könnten. Dies natürlich nur unter der Voraussetzung, dass das Mass der Magnetisierung bei beiden Magneten, insbesondere die Konzentrierung, gleich ist. Treten Kippmomente nicht auf, so wird auch die Lagerung-7, 8....-entlastet.
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Im Mittelbereich zwischen den neutralen Zonen --3-- liegen gleich schwache S-Pole übereinander, die sich voneinander auch nur schwach abstossen.
Es wird dadurch ebenfalls die Lagerung entlastet u. zw. wird die innen zum Schlüssel liegende Spitzenlagerung-8....-entlastet, ohne dass die äussere Spitzenlagerung - -7.... -- belastet wird.
In an sich bekannter Weise können die Schlüsselmagneten je aus zwei übereinander liegenden, zusammengebauten, unsymmetrisch magnetisierten Plättchen gebildet sein, wobei die Pole mit den verschiedenen Kraftliniendichten im zusammengebauten Zustand zueinander jede beliebige Drehlage einnehmen können, s.
Fig. 6. Dabei kreuzen sich dann die neutralen Zonen --3-- unter verschiedenen Winkeln im Raume. Endlich können, wie auch an sich bekannt, die unsymmetrisch magnetisierten Schlüsselmagneten jeweils nur aus einem einzigen Plättchen bestehen oder durch örtlich unsymmetrisch magnetisierte Bereiche einer für alle Schlüsselmagneten eines Schlüssels gemeinsamen Platte gebildet sein. Durch alle diese Massnahmen sind gemäss der Erfindung die Stellgenauigkeit und die Variationsmöglichkeiten dieses Zylindermagnetschlosses weitgehend erhöht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zylindermagnetschloss, bei dem die Schlüsselmagneten und die mit ihnen zusammenwirkenden Rotormagneten unsymmetrisch magnetisiert sind, d. h., dass auf einem Magneten der eine Pol mit einer höheren
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in der Betriebslage (also bei eingestecktem Schlüssel zum Sperren oder zum Entriegeln) die Pole mit höherer Kraftliniendichte (konzentrierte Pole) von Schlüsselmagnet und Rotormagnet einander diametral gegenüberstehend angeordnet sind (Fig. 5), wobei die einander diametral gegenüberstehenden Pole gleiche Polarität aufweisen.
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