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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Prüfen des Vorhandenseins bzw. der vorgesehenen richtigen Lage einzelner Bestandteile, wie Wendel und Halter, von montierten Lampengestellen im Laufe der maschinellen
Fliessfertigung, wobei die zu prüfenden montierten Gestelle in entsprechend geformte Glaskörper eingebettete
Stromzuführungsdrähte, eine beiderends in je einen flachgedrückte Stromzuführungsdraht eingeklemmte (Glüh-) Wendel sowie mindestens einen die letztere lagerichtig spannenden, in den Glaskörper eingesetzten und an seinem freien Ende ringförmig um die Wendel herumgebogenen metallischen Halter aufweisen.
Der erste Arbeitsgang der Glühlampenfabrikation ist die Herstellung des Gestells (dieser Arbeitsgang ist nicht Gegenstand der Erfindung und wird daher hier nur in dem zum besseren Verständnis der Erfindung notwendigen Masse behandelt).
Die Herstellung des Gestells ist in Fig. l der Zeichnungen gezeigt. Unter Herstellung des Gestells wird der
Zusammenbau der Scheibe--1--mit den zwei Stromzuführungsdrähten --2-- und dem Saugrohr--3-- verstanden. In Fig. l ist das fertige Gestell, so wie es den Herstellungsautomaten verlässt, abgebildet.
Der folgende Arbeitsgang ist das Aufmontieren der Halter und der Wendel auf das Gestell. Ein montiertes
Gestell ist in Fig. 2 abgebildet. Der Montageautomat führt folgende Arbeitsschritte aus : - Abschneiden der Stromzuführungsdrähte auf genaue Länge und Flachdrücken der Enden, - Umbiegen der flachgedrückte Enden der Stromzuführungsdrähte--2--zum Haken--4-und zum Befestigen der Wendeln --5-- in den Haken, - Einsetzen der Molybdänhalter-6--, - Biegen des Endes jedes Halters--6--zu einem Ring--7--, der die Wendel--5--in ihrer
Lage fixiert.
Ob der Automat diese Arbeitsschritte fehlerfrei ausgeführt hat, kann nur dann mit Sicherheit beurteilt werden, wenn folgende Dinge kontrolliert werden : - sind die Halter--6--vorhanden ? (Sind sie eingesetzt worden ?) - sind die Halterenden zum Ring gebogen worden ? - befindet sich eine Wendel--5--zwischen den Stromzuführungen --2-- ?
Bei den gegenwärtig bekannten Montageautomaten wird die Kontrolle der Gestelle neben andern Arbeiten von einer Arbeitskraft vorgenommen. Es hat sich erwiesen, dass diese Art der Kontrolle wegen der hohen Leistung der Maschinen nicht zufriedenstellend ist. Wenn der Automat stündlich drei-bis viertausend Stück Gestelle montiert, ist eine Kontrolle auch bei Einstellung mehrerer Arbeitskräfte nicht mehr vorstellbar.
Eine automatische Kontrollvorrichtung, die trotz der hohen Stückzahl die gewünschte, mehrere Ziele verfolgende Kontrolle mit maximaler Sicherheit ausführt, lässt sich nur in Form einer Lösung ausbilden, bei der die sehr kleine und empfindliche Wendel nicht verletzt und ihre Lage nicht deformiert wird. Das Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines solchen Verfahrens.
Die Erfindung besteht bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art darin, dass die an den Enden der Halter gebildeten Ringe mittels elektrisch leitender Fühler so weit an die Wendel gedrückt werden, dass durch metallische Berührung zwischen Wendel, Halter und Fühler bei fehlerfreien Gestellen ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird. Bedingung für die Möglichkeit der Bildung des geschlossenen elektrischen Stromkreises sind somit das Vorhandensein und die richtige geometrische Lage der zu prüfenden Bauteile und die Erfüllung dieser Bedingung kann ohne die Notwendigkeit einer visuellen Begutachtung der einzelnen Lampengestelle auf rein elektrischem Wege kontrolliert werden. Das erhaltene elektrische Signal kann zum Steuern weiterer Vorgänge eingesetzt werden.
Die Erfindung wird an Hand von Fig. 3 der Zeichnungen, in der ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Ausüben des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt ist, näher erläutert.
Die Vorrichtung zum Ausüben des den Gegenstand der Erfindung bildenden, die obigen Bedingungen erfüllenden Verfahrens beruht auf der Erkenntnis, dass die sich in Richtung des Pfeiles bewegenden, die Halter --6-- mit einer minimalen Druckkraft berührenden Fühler--8 und 9-imstande sind, eine noch innerhalb der Elastizitätsgrenze liegende Verschiebung hervorzurufen, durch deren Wirkung die an den Enden der Halter --6-- ausgebildeten Ringe--7--mit der Wendel --5-- in Berührung kommen. Wird an die Fühler--8 und 9--, die mit den Haltern --6-- in Berührung stehen, Spannung angelegt, so wird der Stromkreis nur dann geschlossen (und diese Erkenntnis ist der Grundgedanke der Erfindung), wenn jede der zu kontrollierenden Bedingungen restlos erfüllt ist.
Zwischen den voneinander isolierten Fühlern8 und 9--, die gleichzeitig die Rolle der Stromzuführung übernehmen, wird kein Stromkreis geschlossen, wenn - einer der Halter--6--nicht eingesetzt wurde, - an einem der Halter--6--das Ringbiegen nicht erfolgte, - zwischen den Stromzuführungsdrähten --2-- keine Wendel vorhanden ist.
Durch die Erkenntnis, dass dies alles in einfacher Weise mit einer einzigen Messung einfach dadurch festgestellt werden kann, dass mit den Fühlern8 und 9-der Ring-7-gedrückt und mit der Wendel - ein Stromkreis geschlossen wird, besteht die Möglichkeit, mittels eines einzigen, sehr kurze Zeit in Anspruch nehmenden Arbeitsganges die oben genannten drei Informationen mit Sicherheit zu erhalten. Dies ist
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auch für den Fachmann ausgesprochen überraschend, weil es im allgemeinen nicht oder nur selten gelingt, mittels einer einzigen, mit sehr einfachen Mitteln durchgeführten Messung derart viele Informationen zu bekommen.
Dazu kommt noch, dass die Informationen zusammengenommen ausschliessen, dass das Gestell fehlerhaft (Ausschuss) ist.
Die Ausbildung, Anordnung und die Bewegungsverhältnisse der erfindungsgemässen Fühlerkonstruktion sind so gewählt, dass diese die Prüfung dann und dort vornimmt, wo über die Qualität der montierten Gestelle durch eine einzige Information bezüglich jeder zu kontrollierenden Tatsache auf automatischem Wege eine eindeutige Antwort erhalten werden kann.
Die von der Fühlerkonstruktion als Ausschuss gekennzeichneten, den an ein gut montiertes Gestell zu stellenden Anforderungen also nicht entsprechenden Gestelle werden von der Vorrichtung nach Erreichen einer bestimmten Position automatisch ausgeworfen bzw. in einen Sammelkanal geleitet, wo das Bedienungspersonal einfach auf visuellem Wege auf die unzulänglich Funktion der den Fehler verursachenden Maschineneinheit schliessen kann.
Im Hinblick darauf, dass bei der Herstellung von Lampen die Kontrolle der Gestelle noch sehr in den Anfangsabschnitt der Fabrikation fällt, ist es von grossem Vorteil, dass die Vorrichtung nur fehlerfreie Gestelle zur weiteren Bearbeitung bzw. zum Einbau gelangen lässt.