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Die Erfindung betrifft einen Rollschuh mit einer mit dem Schuh verbindbaren, mit in Lagerbügeln gelagerten Rädern versehenen Plattform, die aus zwei über einen im Querschnitt U-förmigen Zwischenteil verstellbar miteinander verbundenen Plattformteilen besteht, welche ein im Querschnitt U-förmiges Profil zur
Aufnahme des Zwischenteiles aufweisen, wobei die beiden Profilschenkel der Plattformteile an ihren freien
Enden mit nach aussen abstehenden Flanschen versehen sind und die beiden Plattformteile mit dem Zwischenteil mittels Schrauben verbunden sind, deren Kopf bzw. Mutter vom Zwischenteil vollkommen aufgenommen ist.
Es ist bereits bekannt, Rollschuhe aus mehreren miteinander verbindbaren Teilen herzustellen, um die
Grösse des Rollschuhes verändern und so an die Fussgrösse anpassen zu können. Dies ist besonders bei Kindern von Vorteil, bei welchen sich die Fussgrösse innerhalb kurzer Zeit beträchtlich verändern kann.
So wurde bereits vorgeschlagen, zwei Plattformteile mittels eines rohrförmigen Verbindungsstückes miteinander zu verbinden, wobei die Enden des Verbindungsstückes in Bohrungen der Plattformteile eingesetzt werden. Die Plattformteile weisen bei dieser Ausführungsform ein kompliziertes Aussehen auf und sind auch voluminös, da die Dicke dieser Plattformteile für die Herstellung der das rohrförmige Zwischenstück aufnehmenden Bohrungen entsprechend gross bemessen sein muss.
Bei einer andern bekannten Ausführungsform sind die beiden Plattformteile mittels eines aus Flacheisen bestehenden Zwischenstückes miteinander verbunden, welches Langlöcher aufweist, die von Verbindungsbolzen durchsetzt sind. Auch bei dieser Ausführungsform besitzen die beiden Plattformteile eine komplizierte Gestalt.
Ausserdem ist mittels des Flacheisens eine verdrehungsgesicherte Verbindung zwischen den beiden Plattformteilen nur schwer herstellbar.
Es ist auch bekannt, die beiden Plattformteile mit einer Gewindestange miteinander zu verbinden, die in mit den Plattformteilen verbundene, nach unten abstehende Schraubenmuttern eingeschraubt ist. Die beiden
Plattformteile bestehen aus einer Grundplatte, den Schuh umfassenden Seitenteilen sowie Lagerbügeln für die
Räder, wobei diese Einzelteile in komplizierter Weise miteinander verbunden sind.
Bei einer andern bekannten Ausführungsform bestehen die beiden Plattformteile aus bearbeiteten
Gussstücken, wobei ein Plattformteil sich in einer im Querschnitt U-förmigen Schiene fortsetzt, die in eine entsprechend geformte Ausnehmung des andern Plattformteiles mehr oder weniger weit eingesetzt werden kann.
Nachteilig ist bei allen bekannten Rollschuhen, dass sie aus relativ komplizierten Einzelteilen bestehen, für deren Herstellung Spezialmaschinen erforderlich sind, und dass die Verbindung dieser Einzelteile gleichfalls einen beträchtlichen Arbeitsaufwand erfordert.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, diese Nachteile der bekannten Rollschuhe zu vermeiden und einen Rollschuh zu schaffen, der nicht nur hinsichtlich seiner Grösse, wie dies bereits bekannt ist, an die
Fussgrösse angepasst werden kann, sondern der auch aus einfachen, als Handelsware käuflichen Teilen besteht, die rasch und ohne komplizierte Werkzeuge zum Rollschuh zusammengesetzt werden können. Die Erfindung besteht darin, dass an den Flanschen der Profilschenkel sowohl Winkelprofile als Begrenzungen für die Schuhe als auch die Lagerbügel für die Räder durch gemeinsame Schrauben od. dgl. befestigt sind.
Beim erfindungsgemäss ausgebildeten Rollschuh bestehen somit die Plattformteile lediglich aus dem mit Flanschen versehenen U-förmigen Profil, das aus einem im Handel erhältlichen U-Profil leicht dadurch gebildet werden kann, dass der obere Teil der Schenkel des U zur Bildung der Flanschen rechtwinkelig abgebogen wird, aus den beiden Winkelprofilen, welche die Begrenzungen für die Schuhe bilden, aus den aus einem Winkelprofil oder einem Flachprofil durch Biegen leicht herstellbaren Lagerbügeln und aus den ebenfalls serienmässig erzeugten Rädern, wobei für die Verbindung der Flansche der Profilschenkel mit den Winkelprofilen und mit den Lagerbügeln gemeinsame Schrauben vorgesehen sind, diese Verbindung somit leicht und ohne Spezialwerkzeuge hergestellt werden kann.
Da auch der Zwischenteil aus einem handelsüblichen U-Profil besteht, ist somit der erfindungsgemässe Rollschuh zur Gänze aus Einzelteilen hergestellt, die entweder als Serienartikel im Handel erhältlich sind oder aus solchen Serienartikeln durch einen einfachen Trenn- und Biegevorgang gebildet werden können. Dadurch ergibt sich eine wesentlich vereinfachte, keine komplizierten Vorrichtungen benötigende Herstellungsweise des Rollschuhs.
Die Erfindung ist an Hand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäss ausgebildeten Rollschuh. Fig. 2 stellt eine Vorderansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1 dar und Fig. 3 zeigt eine Untersicht des erfindungsgemässen Rollschuhes.
Der erfindungsgemässe Rollschuh besteht aus einem vorderen Plattformteil--l--und aus einem hinteren Plattformteil--2--, die über einen Zwischenteil --3-- miteinander verbunden sind.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, besteht jeder Plattformteil aus einem im Querschnitt U-förmigen Profil--19--, das mit Flanschen--20--versehen ist. Das U-förmige ProfIl --19-- nimmt den gleichfalls im Querschnitt U-förmigen Zwischenteil --3-- auf. Die Verbindung dieses Zwischenteiles--3--mit den U-förmigen Profilen--19--der beiden Plattformteile --1, 2-- erfolgt über Schraubenbolzen--5--und Schraubenmuttern--6--, wobei die Schraubenbolzen--5--einen Langschlitz--7--des Zwischenteiles --3-- durchsetzen, so dass der Abstand der beiden Plattformteile --1, 2-- verändert und der Grösse der Schuhe angepasst werden kann.
Der Kopf des Schraubenbolzens --5-- ist hiebei vollständig von dem im
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Querschnitt U-förmigen Zwischen teil --3-- aufgenommen, so dass eine ebene Fläche für die Abstützung des nicht dargestellten Schuhes erhalten bleibt.
Mit den abstehenden Flanschen --20-- des U-förmigen Profils --19-- sind sowohl Lagerbügel -9-
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--10-- undSchraubenmuttern Beim vorderen Plattformteil--l--sind für die Verbindung der Winkelprofile --12-- mit den Flanschen --20-- noch zusätzliche Schrauben -15- vorgesehen.
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werden können, über welche der erfindungsgemässe Rollschuh mit dem Schuh verbunden werden kann. Es ist aber auch möglich, die beiden Plattformteile -1,2- ähnlich wie ein Schlittschuh mittels Schrauben od. dgl. an der Schuhsohle eines Schuhes zu befestigen. Hiezu sind, wie aus Fig. 3 hervorgeht, in den beiden Plattformteilen 2- Löcher -18- angeordnet, durch welche Befestigungsschrauben hindurchgeführt werden können.
Die Räder-8--können auf Wälzlagern gelagert und-mit einer Gummibereifung versehen sein.