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-schen Schlackensystemen ist eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung der Stahlerzeugung. In diesen synthe- tischen Schlackensystemen ist der Kalk nicht mehr im ursprünglichen Zustand vorhanden, sondern in Beglei- tungvon andern schlackebildenden Komponenten ; dadurch kann die notwendige Schmelzzeit des Kalkes und als
Ergebnis die Produktionszeit der Stahlerzeugung verkürzt werden. Die synthetischen Schlackensysteme sind i auch deshalb vorteilhaft, weil sie die korrosive Wirkung der Schlacke verhindern bzw. verringern. Diese
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setzt wird, wird wegen des langsamen Aufschmelzens anfangs eine Schlacke mit beschränkter Aktivität und heterogener Zusammensetzung gebildet.
In der ersten Phase des Sauerstoffblasens verursacht diese Schlacke eine korrodierende Wirkung, indem wegen Nichtschmelzung des Kalkes ein Mangel an schlackebildenden Komponenten auftritt und die Magnesiumoxydkomponente der Ofenauskleidung am Schlackebildungsvorgang teilnimmt.
Eine Richtung der Entwicklung stellt bei modernen Stahlerzeugungsverfahren die Tendenz dar, dass die Schlacke teilweise oder ganz nicht in Form von rohen schlackebildenden Stoffen, sondern schon vorbereitet dem Stahlerzeugungsprozess zugeführt wird. Mit der Vorbereitung von Schlacken und ihrer stahlindustriellen Verwendung befassen sich z. B. die deutschen Patentschriften Nr. 1916419 und Nr. 2000735. Nach beiden Patentschriften wird anstatt der rohen schlackebildenden Stoffe vorbereitete Schlacke zurStahlerzeugungbe- nutzt.
Die Vorbereitungbesteht aus dem Feinmahlen der Rohstoffe, aus der Homogenisierung auf physikalischem Weg und aus der Sinterung. Durch die Sinterung bekommt man wieder stückiges Gut, welches für die Stahlherstellung brauchbar ist.
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15 Gew.-% Magnesiumoxyd, Al203 und/oder FeOg enthält. Die Oxyde in der Schlacke sollen den folgenden Verhältnissen entsprechen :
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höchstens 10%, Tri02 höchstens 6%, Na20 höchstens 6%.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine synthetische Schlacke mit spezifischer Zusammensetzung herzustellen, welche durch ihre günstigen Eigenschaften den Zeitbedarf der Stahlerzeugung bedeutend ab- kürzt und auf die feuerfeste Auskleidung des Stahlerzeugungskonverters nicht bzw. weniger korrodierend einwirkt als die bekannten Schlacken, wobei der Schlackebildungsprozess vollkommen ausserhalb des Stahlerzeugungskonverters abläuft.
Das Verfahren gemäss der Erfindung, mit dem diese Aufgabe gelöst wird, besteht darin, dass man in
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Schmelzofen ausDiese Schlacke kann im kalten oder geschmolzenen Zustand In den Stahlschmelzofen anstatt der Schlackebildungsstoffe aufgegeben werden. Die Anwendung ist besonders beim LD-Verfahren vorteilhaft. Die Vorteile der Erfindung werden wie folgt zusammengefasst :
Die synthetische Schlacke schmilzt sofort nach der Zugabe (Fp. : 1250 bis 14000C) und ist sofort reaktionsfähig. Die geschmolzene Schlacke ist homogen. Die Wichtigkeit jener primären, sekundären, usw. Reaktionen verliert an Bedeutung, die zur Umänderung der wichtigsten Komponente der basischen Schlackendes festen CaO-in aktive Schlackenkomponenten mit gleichmässiger Verteilung beitragen.
Aus demselben Grund ist die Bedeutung der Diffusionsgeschwindigkeiten kleiner. Eine Schlacke mit der vorgeschlagenen Zusammensetzung kommt an die Zusammensetzung der Endschlacke näher, als konventionell eingesetzter
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gewonnene Ofenkapazitätszuwachs kompensiert die bei der synthetischen Schlacken-Herstellung auftretenden Mehrkosten. Weiterhin ist die Anwendung des kostspieligen, umweltschädlichen Fluorites ausschliessbar.
Für die Erzeugung obiger Schlacke sind neben dem Brannt-Kalk als Hauptkomponente, mehrere Rohstoffe anwendbar. So z. B. der Bauxit, der Rückstand des Rotschlammes nach der Eisenentfernung, Abfall der Tonerdeindustrie, Ton, usw.
Besonders vorteilhaft sind die bei einigen Braunkohlegruben vorfindlichen Abgänge, welche dieselben
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Komponenten enthalten, wie die beschriebene Schlacke, und manchmal kommt auch die Zusammensetzung der der Schlacke nahe. Hinsichtlich der Schlackenerzeugung hat diese Tatsache grosse wirtschaftliche Bedeutung.
Die Analyse eines Abganges ist z. B. die folgende : Si02 8, 7%, Fe203 5, 6%, A'203 10, 49o, Ca0 54, 6%, Mg0 5, 2%, Glühverlust 15%.
Es gibt zahlreiche bekannte Verfahren, die sich mit der Verwertung des Rotschlammes befassen, besonders zur Aufarbeitung des Eisengehaltes des Rotschlammes. Die nach der Aufarbeitung zurückbleibende Schlacke enthält als Hauptkomponenten CaO und A1203. Dieser Rückstand bildet auch eine Rohstoffbasis der synthetischen Schlackenerzeugung und damit ist der Rotschlamm restlos genutzt.
Die Anwendung und Ausführung der Erfindung wird an Hand einer LD-Stahlerzeugung zunächst mittels einer bekannten, dann mittels einer synthetischen Schlacke vorgeführt. Die Behandlungszeit eines unberuhigten, tiefziehbaren Stahleinsatzes beträgt 31 min. Davon sind 18 min für Blasen und 13 min für Bedienung.
(Dosierung von Abfall, Roheisen, Schlackenbildnern, Probenahme, Schlackenabzug, Stahlabstich, Abstehenlassen.) Während des Blasens verändert sich die Zusammensetzung auf Grund der Analysen folgendermassen.
Tabelle :
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<tb>
<tb> Blase-Badzusammensetzung <SEP> : <SEP> Schlackenzusammensetzung <SEP> : <SEP>
<tb> zeit
<tb> min <SEP> C <SEP> Si <SEP> Mn <SEP> P <SEP> S <SEP> CaO <SEP> SiOz <SEP> MnO <SEP> FeO <SEP>
<tb> 0 <SEP> 4, <SEP> 35 <SEP> 0, <SEP> 55 <SEP> 1, <SEP> 65 <SEP> 0, <SEP> 100 <SEP> 0, <SEP> 025 <SEP>
<tb> 2 <SEP> 4, <SEP> 30 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 1, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 095 <SEP> 0, <SEP> 020 <SEP>
<tb> 4 <SEP> 3, <SEP> 65 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 30 <SEP> 0, <SEP> 040 <SEP> 0, <SEP> 020 <SEP>
<tb> 6 <SEP> 3, <SEP> 15 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 35 <SEP> 0, <SEP> 025 <SEP> 0, <SEP> 020 <SEP> 25, <SEP> 5 <SEP> 21, <SEP> 0 <SEP> 25, <SEP> 5 <SEP> 10, <SEP> 6 <SEP>
<tb> 8 <SEP> 2, <SEP> 50 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 30 <SEP> 0, <SEP> 015 <SEP> 0, <SEP> 030 <SEP> 27, <SEP> 0 <SEP> 20, <SEP> 5 <SEP> 20, <SEP> 5 <SEP> 6,
<SEP> 5 <SEP>
<tb> 10 <SEP> 1, <SEP> 90 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 45 <SEP> 0, <SEP> 040 <SEP> 0, <SEP> 030 <SEP> 31, <SEP> 5 <SEP> 24, <SEP> 5 <SEP> 21, <SEP> 0 <SEP> 10, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 12 <SEP> 1, <SEP> 30 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 50 <SEP> 0, <SEP> 030 <SEP> 0, <SEP> 030 <SEP> 50, <SEP> 0 <SEP> 17, <SEP> 5 <SEP> 14, <SEP> 5 <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 14 <SEP> 0, <SEP> 70 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 50 <SEP> 0, <SEP> 035 <SEP> 0, <SEP> 030 <SEP> 42, <SEP> 0 <SEP> 17, <SEP> 5 <SEP> 13, <SEP> 0 <SEP> 8, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 16 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 35 <SEP> 0, <SEP> 015 <SEP> 0,025 <SEP> 47, <SEP> 5 <SEP> 15, <SEP> 0 <SEP> 13, <SEP> 5 <SEP> 12, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 18 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 30 <SEP> 0, <SEP> 015 <SEP> 0, <SEP> 017 <SEP> 49, <SEP> 5 <SEP> 11, <SEP> 0 <SEP> 10, <SEP> 5 <SEP> 16,
<SEP> 5 <SEP>
<tb>
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talleinsatz nicht, die Bad- und Schlackenzusammensetzung jedoch gestaltet sich wie folgt :
Tabelle :
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<tb>
<tb> C <SEP> Si <SEP> Mn <SEP> P <SEP> S <SEP> CaO <SEP> Si02 <SEP> MnO <SEP> FeO <SEP> Alios
<tb> 0'4, <SEP> 35 <SEP> 0, <SEP> 55 <SEP> 1, <SEP> 65 <SEP> 0, <SEP> 100 <SEP> 0, <SEP> 025 <SEP> 63, <SEP> 5 <SEP> 5, <SEP> 2 <SEP> 0 <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP> 20, <SEP> 3 <SEP>
<tb> 2 <SEP> 3, <SEP> 70 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 35 <SEP> 0, <SEP> 030 <SEP> 0, <SEP> 020 <SEP> 42, <SEP> 0 <SEP> 16, <SEP> 5 <SEP> 20, <SEP> 5 <SEP> 7, <SEP> 0 <SEP> 14, <SEP> 3 <SEP>
<tb> 4 <SEP> 2,35 <SEP> 0,01 <SEP> 0,30 <SEP> 0,030 <SEP> 0,025 <SEP> 44,5 <SEP> 13,5 <SEP> 17,0 <SEP> 8,0 <SEP> 10,0
<tb> 6 <SEP> 1, <SEP> 15 <SEP> 1, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 35 <SEP> 0, <SEP> 025 <SEP> 0, <SEP> 030 <SEP> 42, <SEP> 5 <SEP> 13,
<SEP> 0 <SEP> 14, <SEP> 5 <SEP> 10, <SEP> 5 <SEP> 11, <SEP> 1 <SEP>
<tb> 8 <SEP> 0, <SEP> 20 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 30 <SEP> 0, <SEP> 020 <SEP> 0, <SEP> 025 <SEP> 42, <SEP> 5 <SEP> 11, <SEP> 0 <SEP> 13, <SEP> 0 <SEP> 12, <SEP> 5 <SEP> 10, <SEP> 7 <SEP>
<tb> 10 <SEP> 0,04 <SEP> 0,01 <SEP> 0,30 <SEP> 0,016 <SEP> 0,018 <SEP> 41,0 <SEP> 11,0 <SEP> 13,5 <SEP> 13,0 <SEP> 10,5
<tb>
Folglich kann die Einsatzzeit um 26% vermindert werden, was eine proportionelle Kapazitätszunahme bedeutet.
Zu dieser Stahlerzeugungsperiode wurde eine synthetische Schlacke in einem 3-Phasen Lichtbogenofen hergestellt. Die folgenden Rohstoffe wurden verwendet :
Tabelle :
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<tb>
<tb> CaO <SEP> Si02 <SEP> FeOg <SEP> Al <SEP> Og <SEP> TiO <SEP> MgO <SEP> Na <SEP> O+KO <SEP> SOg <SEP>
<tb> Brannt-Kalk <SEP> 94, <SEP> 0 <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> 0, <SEP> 4-1, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP>
<tb> Bauxit <SEP> 1,0 <SEP> 10,0 <SEP> 20,0 <SEP> 45,0 <SEP> 3,0 <SEP> 0,5 <SEP> --- <SEP> 0,2
<tb>
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Für die Herstellung von einer Tonne Schlacke wurden folgende Mengen angewendet :
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<tb>
<tb> Bauxit <SEP> 439 <SEP> kg <SEP> 39, <SEP> 9% <SEP>
<tb> Brannt-Kalk <SEP> 665kg <SEP> 60, <SEP> 1% <SEP>
<tb>
Die Ausbeute betrug 91%.
Die Analyse des Fertigproduktes :
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<tb>
<tb> CaO <SEP> SiO2 <SEP> FeO <SEP> Al2O3 <SEP> TiO2 <SEP> MgO <SEP> Na2O <SEP> + <SEP> K2O <SEP> SO3
<tb> 65, <SEP> 5 <SEP> 5, <SEP> 2 <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP> 20, <SEP> 3 <SEP> 1, <SEP> 3 <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP>
<tb>
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Die Abstichtemperatur betrug bei dem Auslauf : 12800C.
PATENTANSPRÜCHE :
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