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Elektrolytischer Apparat zur Aufbereitung von Erzen mittels elektrolytisch erzeugten
Wasserstoffs und Sauerstoffs.
Vorliegende Erfindung betrifft Ausgestaltungen an elektrolytischen Apparaten zur Aufbereitung von Erzen mittels elektrolytisch erzeugten Wasserstoffs und Sauerstoffs, und zwar liegt deren Zweck darin, 1. die Anordnung von einzelnen Behältern, in denen das Erz geschichtet ist, entbehrlich zu machen und 2. die Metalloide zu gewinnen, die während der Erzaufbereitung gleichzeitig mit dem Wasserstoff sich entwickeln.
Der vorliegende Apparat ist auf der umstehenden Zeichnung im Längsschnitt dargestellt und besteht vorzugsweise aus einem kastenartigen Behälter a (von rechteckigem Querschnitt), der aus Holz hergestellt und an seinem unteren Ende mit einem Ablasshahn b versehen ist. Dieser letztere dient dazu, den Elektrolyten abführen zu können, wenn man den Apparat reinigen oder auswechseln will. Der Behälter a ist weiters durch einen Deckel c hermetisch verschlossen, in welchem, um die während der Erzaufbereitung entstehenden Gase abzuführen, eine Bohrung d mit einem Rohr e vorgesehen ist. Dieser Deckel besitzt ausserdem noch zwei Öffnungen, welche zur Einführung und Anordnung der Anoden und Kathoden dienen.
Diese werden vorzugsweise so ausgebildet, wie in der Zeichnung dargestellt ist, d. h. in zwei Bündeln, welche die Einführungsöffnungen vollständig verschliessen.
Um den Apparat in Betrieb zu setzen, ordnet man zunächst auf dem Boden des Behälters a eine Elektrode an, welche aus einer Metallplatte 1 besteht (Blei oder dgl., je
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rahmen q umgeben, welcher indessen seitlich an der Stelle durchbrochen ist, wo das Ende h des vertikalen Elektrodenteiles mündet, um diesen mit der Metallplatte 1 zu vpr- binden. Der Holzl'ahmen 9 überragt diese Platte genügend, um dadurch eine Art kleinen Aufnahmeraumes zu bilden, in den das aufzubereitende Erz i eingeschüttet wird. Die Borden des Ilolzrahmens verhindern hiebei ein seitliches Herunterfallen des Erzes.
Auf diesem Holzrahmen ordnet man einen weiteren Rahmen j an, der aus isolierendem Material besteht und dazu bestimmt ist, eine zweite Metallplatte k aufzunehmen, die von denselben Abmessungen wie die Platte f, aber ohne Holzrahmen ist. Diese Platte k ist mittels des Verbindungsstückes I au die andere Elektrode angeschlossen. Diese Anordnung bildet ein vollständiges Element des Apparates und die untere Platte/, auf welcher das Erz aufruht, wird bald die positive, bald die negative Elektrode darstellen, je nachdem es sich darum handelt, das Erz der Wirkung des sich bildenden Sauerstoffes oder Wasserstoffes auszusetzen.
Oberhalb der Metallplatte k ordnet man unmittelbar eine dünne Isolierschicht, zum Beispiel aus Hartgummi, Glas oder selbst ans Holz an ; an diese dünne Schicht schliesst sich unmittelbar einp. Platte 1 an, die ihrerseits mit einem Holzrahmen g vorsehen ist. Auf letzteren ordnet man wiederum einen Isolierrahmen j an, auf diesen eine Platter ohne Rahmen, dann eine Isolierschicht usw., bis der Behälter a bis oben hin gefüllt ist.
Sämtliche Enden I der Elektroden k sind zu einem Bündel vereinigt, das durch dk
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quelle verbunden ist. Die Enden der anderen Elektroden sind ebenfalls zu einem Bündel t vereinigt, gehen durch die andere Bohrung des Deckels und sind mit dem ändern Pole der Elektrizitätsquelle verbunden.
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Während der Aufbereitung von schwefoikobalt-und arsen-bzw. autimonhaltigen Erzen wird der mit Schwefel und Arsen bzw. Antimon jeweilig verbundene Wasserstoff durch das Rohr e in einen anderen, unmittelbar an dieses Rohr angeschlossenen Behälter geleitet, um dort diese Stoffe zu gewinnen. Der Ablasshahn b dient in gewissen Fällen und je nach der Art des Erzes dazu, von Zeit zu Zeit den Elektrolyten, welcher mit den Metalloiden Verbindungen eingegangen ist, zu entfernen und durch eine frische Lösung zu ersetzen.
Mittels eines solchen, mit den Platten f und k ausgerüsteten Apparates von 1 m Länge und Breite und versehen mit sechs solchen Elementen kann man ungefähr 1 t Erz auf einmal aufbereiten.