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Die Erfindung bezieht sich auf eine metallgekapselte, druckgasisolierte Hochspannungsleitung, die aus einzelnen Abschnitten besteht, deren an den Verbindungsstellen einander überlappende Kapselungsrohre durch einen Kleber gasdicht und mechanisch fest miteinander verbunden sind.
Metallgekapselte, druckgasisolierte Hochspannungsleitungen werden in neuerer Zeit dazu verwendet, um sehr grosse elektrische Energien von einem Kraftwerk aus an die Verbraucherstellen zu transportieren. Als Isoliergas dient hiebei in der Hauptsache Schwefelhexafluorid. Da geringe Undichtigkeiten in der Kapselung schon zu einem beträchtlichen Verlust des Isoliergases und damit zu einer starken Herabsetzung der elektrischen Festigkeit innerhalb der Kapselung führen können, muss für eine absolute Dichtigkeit dieser Leitungen gesorgt werden bzw. die Möglichkeit gegeben sein, solche undichten Stellen schnell zu erkennen.
Es ist bekannt, die einzelnen Kapselungsrohre derartiger Hochspannungsleitungen durch Schweissen zu verbinden (USA-Patentschrift Nr. 3, 391, 243). Bei ausreichender Qualität der Schweissnaht kann man hiemit eine hinreichende Gasdichtigkeit der Kapselung erzielen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass der Innenraum der Rohre durch die Schweissung verschmutzt wird. Weiterhin kann durch einen Schweisswulst, der sich im Inneren des Rohres bildet, die elektrische Festigkeit herabgesetzt werden.
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einzelnen Rohrabschnitte voneinander isoliert, sie können also keinen elektrischen Strom führen. Im Gegensatz dazu ist jedoch häufig eine elektrisch gut leitende Verbindung erforderlich, damit vor allem im Kurzschlussfall hohe Ströme durch die Kapselung fliessen können.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine gut leitende Verbindung von Kapselungsrohren zu erreichen.
Zu diesem Zweck sieht die Erfindung vor, dass die Kapselungsrohre gleichen Innendurchmessers zumindest über einen Teil ihrer Oberlappung, der von Kleber freigehalten ist, in direktem metallischen Kontakt stehen.
Die Kapselungsrohre gleichen Durchmessers an ihren Enden einander überlappend auszubilden hat den Vorteil, dass es keine überstehenden Enden wie bei ineinander gesteckten Rohren verschiedenen Durchmessers gibt und keine vorspringenden Ränder, die zu starken elektrischen Beanspruchungen führen, entstehen.
Die überlappungsstelle der Kapselungsrohre kann auch in einen konischen und in einen zylindrischen Teil aufgeteilt sein, wobei nur der zylindrische Teil verklebt ist. Der konische Teil, insbesondere unter einem Steigungswinkel von nur einigen Graden, führt dazu, dass die Rohre an ihren Enden mit hohen Druckkräften aufeinander liegen. Im verklebten Teil der Überlappungsstelle kann eine ringförmige Nut mit einer nach aussen gehenden Bohrung vorgesehen sein, die als sogenannte Schnüffelbohrung dient, um so leichter Leckagen feststellen zu können.
Die Kapselungsrohre können an den Verbindungsstellen auch geschäftet sein, d. h. konisch mit einem kleineren Steigungswinkel ausgeführt sein, wobei sie an dieser Stelle von einem Metallring umgeben sind und nur in den Spalt zwischen Metallring und Verbindungsstelle ein Kleber eingebracht ist, während die beiden konischen Flächen der Rohrenden vom Kleber frei sind und zur Stromübertragung dienen.
An Hand der Zeichnungen wird die Erfindung weiter erläutert. Fig. 1 zeigt als Stand der Technik einen Längsschnitt durch ein Stück einer geklebten Hochspannungsleitung, deren Kapselungsrohre im Gegensatz zur erfindungsgemässen Ausbildung nicht zur Stromleitung vorgesehen sind. Fig. 2 zeigt einen Abschnitt mit einer Verbindungsstelle gemäss der Erfindung. Fig. 3 zeigt einen weiteren Abschnitt einer andern erfindungsgemässen Verbindungsstelle.
Nach Fig. 1 sind zwei Metallrohre--l und 2--aufeinander stossend und einander überlappend zu einer Kapselung für einen Innenleiter --3-- zusammengesetzt. Der Innenleiter--3--wird durch Stützer--4-- getragen. Die äussere überlappung des Rohres --2-- ist mit zwei Austrittsöffnungen --5-- versehen. An der diametral gegenüberliegenden Seite ist eine Einfüllöffnung --6-- vorgesehen, durch die ein Kleber unter hohem Druck eingefüllt wird, bis dieser aus den Austrittsöffnungen --5-- heraustritt. An den Stossstellen der beiden Rohre sind Dichtungsringe-7--, z. B. O-Ringe, vorgesehen.
Nach Ausheizen und Aushärten des Klebers kann die Verbindungsstelle durch eine nicht weiter dargestellte Bandage nach aussen abgedeckt werden. Die Öffnungen
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In Fig. 2 sind die beiden zu verbindenden Rohrenden wieder mit-l und 2--bezeichnet. Sie sind mit abgesetzten Teilen--8 und 9-versehen, die im zusammengeschobenen Zustand der Rohre einander überlappen. Zur Abdichtung an den Stossstellen sind O-Ringe--7-vorgesehen. Die überlappungsstelle kann entweder über ihren gesamten Bereich konisch ausgebildet sein oder, wie in Fig. 2 dargestellt, nur in einem Teilbereich. In diesem Falle ist nur der Bereich--10--unter einem geringen Steigungswinkel von wenigen Grad konisch ausgeführt. Der Teilbereich--11--ist dagegen zylindrisch ausgebildet, wobei an dieser Stelle ein Kleber eine feste Verbindung herstellt. Der Teilbereich--10--ist dagegen vom Kleber frei, um hier einen guten Stromübergang zu erhalten.
An der Stossstelle, an der das im Inneren der Rohrleitung befindliche Gas in die Verbindungsstelle eintreten könnte, befindet sich eine ringförmige Nut--12--, die mit einer Bohrung --13-- nach aussen geführt ist. An dieser Stelle kann dann festgestellt werden, ob Gas austritt.
In Fig. 3 ist die Verbindung von Rohren--l und 2--gezeigt, die durch einen Metallring--18--und
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den Kleber--19--miteinander gasdicht verbunden sind. Der Kleber--19--ist nur in den Spalt zwischen Metallring und Verbindungsstelle eingebracht. Die Rohre--l und 2--sind zur Vergrösserung des Querschnittes für einen Stromübergang geschäftet, d. h. mit abgeschrägten, übereinanderliegenden Enden versehen. Diese abgeschrägten Enden sind von Kleber frei.
In eine Ausnehmung am oberen Rand der Stossstelle der Rohre--l und 2--kann ein Dichtungsring vorgesehen werden ; der eine untere Rand der Stossstelle kann abgerundet sein, um ein stark konzentriertes elektrisches Feld zu vermeiden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Metallgekapselte, druckgasisolierte Hochspannungsleitung, die aus einzelnen Abschnitten besteht, deren an den Verbindungsstellen einander überlappende Kapselungsrohre durch einen Kleber gasdicht und mechanisch
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Innendurchmessers zumindest über einen Teil (10) ihrer Überlappung, der von Kleber freigehalten ist, in direktem metallischen Kontakt stehen.
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