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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Besäumen und Kantenprofilieren von metallischen, plattenförmigen Werkstücken, bestehend aus einem Aufnahmetisch für das Werkstück und wenigstens einer seitlichen, zu diesem Werkstück randparallel geführten Fräseinrichtung, deren Fräswerkzeug eine auf die Aufspannebene des Werkstückes normale Rotationsachse besitzt, wobei mindestens zwei durchlaufend gerade, zueinander im rechten Winkel angeordnete, zur Aufspannebene parallele Führungsbahnen für die Fräseinrichtung bzw. die Fräseinrichtungen vorgesehen sind, nach Patentschrift Nr. 317631.
Die einfachste Ausführungsform einer solchen Vorrichtung besitzt zwei Führungsbahnen, die in einer Ebene verlaufen und miteinander durch einen Drehtisch oder eine Drehweiche verbunden sind, so dass zwei zueinander senkrechte Kanten des Werkstückes bei einer Aufspannung bearbeitet werden können. Nach dem Bearbeiten dieser Werkstückkanten muss jedoch das Werkstück gewendet und neu aufgespannt werden, damit auch die gegenüberliegenden Kanten bearbeitet werden können. Das Wenden des Werkstückes, seine neuerliche Ausrichtung und das neue Spannen bedingen jedoch, dass nur mit einem vergleichsweise geringen Ausstoss gerechnet werden kann.
Um den Ausstoss wesentlich zu erhöhen, wurde daher vorgeschlagen, den Aufnahmetisch mit vier Führungsbahnen zu umgeben, von denen die beiden an den Breitseiten des Tisches liegenden Führungsbahnen von den Tisch überspannenden Portalen getragen werden, was den zusätzlichen Vorteil mit sich bringt, dass die zu bearbeitenden Werkstücke durch die Portale zum Aufnahmetisch gefördert und nach der Bearbeitung wegtransportiert werden können. Mit Hilfe dieser Vorrichtung können alle vier Begrenzungskanten des Werkstückes gleichzeitig in einer sehr genauen Art und Weise bearbeitet werden, so dass sich der Ausstoss bei derartigen Vorrichtungen gegenüber Vorrichtungen mit lediglich zwei Führungsbahnen mehr als verdoppelt.
Die Anordnung der Portale und die Förderung der Werkstücke durch die Portale, die besondere Massnahmen zum Spannen des Werkstückes verlangen, bedingen aber einen grossen Aufwand.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gemäss der Patentschrift Nr. 317631 dahingehend zu verbessern, dass mit einfachen Mitteln eine Ausstosserhöhung erreicht werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Aufnahmetisch von vier Führungsbahnen umgeben ist, die paarweise durch einen Drehtisch oder eine Drehweiche verbunden sind, dass der Aufnahmetisch wenigstens die doppelte Breite des Werkstückes besitzt, dass ein Stelltrieb zum Verschieben des Werkstückes von der einen Tischlängsseite zur gegenüberliegenden Längsseite vorgesehen ist und dass die in Tischlängsrichtung liegende Zufuhrachse für das Werkstück parallel zur Abfuhrachse, jedoch etwa um den Verschiebeweg seitlich versetzt verläuft.
Das Wenden der Werkstücke kann bei derartigen Vorrichtungen entfallen, da die zu bearbeitende Werkstückplatte auf einem Rollgang herangebracht, zunächst auf einer Längs- und auf einer Querseite bearbeitet, dann querverschoben, anschliessend an den zwei gegenüberliegenden Seiten bearbeitet und schliesslich auf einen zum ersten Rollgang parallelversetzten, abfuhrseitigen Rollgang wegtransportiert wird. Das herangebrachte Werkstück wird dabei zunächst auf der einlaufseitigen Hälfte des Aufnahmetisches bezüglich einer festliegenden Bezugskante gerichtet, gespannt und sodann an einer Längs- und an einer Querseite gefräst.
Nach diesem ersten Arbeitsgang wird das Werkstück durch einen Stelltrieb, der mit den erforderlichen Richtelementen kombiniert sein kann, quer zu ihrer Längsachse verschoben, nach den bereits gefrästen Arbeitsflächen exakt ausgerichtet und schliesslich in einem zweiten Arbeitsgang an der dritten und vierten Seite bearbeitet. Inzwischen konnte das bereits nächste Werkstück herangebracht und auf der ersten Tischhälfte bereitgelegt werden, so dass dieses neue Werkstück gleichzeitig mit der Bearbeitung der dritten und vierten Seite des vorangegangenen Werkstückes an den ersten beiden Seiten gefräst werden kann.
Da der erste Arbeitsgang bei dem neuen Werkstück gleichzeitig mit dem zweiten Arbeitsgang des vorangegangenen Werkstückes erfolgt, kann mit dieser Vorrichtung annähernd der doppelte Ausstoss gegenüber Vorrichtungen mit lediglich zwei Führungsbahnen erreicht werden, ohne dass ein wesentlicher Mehraufwand notwendig wäre.
Eine besonders einfache Konstruktion ergibt sich nach der Erfindung, wenn der Stelltrieb im Aufnahmetisch versenkbare, mit Mitnehmern versehene, endlose Förderketten besitzt. Mit Hilfe der heb- und senkbaren Förderketten kann das Werkstück nämlich in einfacher Weise über die Spann- und Richtelemente hinweg auf die andere Tischseite transportiert werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. in schematischer Draufsicht.
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eigene Fräseinrichtung--33--zugeordnet, welche Einrichtungen sich in ihrer Ruhestellung an den Enden der Führungsbahnen befinden, wobei die Ruhestellung für die den Querführungsbahnen-30-angehörenden Fräseinrichtungen ausserhalb der Drehweichen--34--liegt.
Die vier Führungsbahnen umschliessen einen gemeinsamen Aufnahmetisch, der aus Gründen einer besseren übersicht nicht dargestellt ist. Auf diesem Aufnahmetisch können zwei Werkstückplatten --2a und 2b-- an je einer Längs- und Querseite gleichzeitig bearbeitet werden.
Das ankommende Werkstück --2a-- wird, nachdem es in einer definierten Längsstellung zur Ruhe
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oder nach dem Beendigen des Richtvorganges unter die Aufspannebene des Aufnahmetisches abgesenkt werden, so dass sie den anschliessenden Fräsvorgang nicht behindern. Jeder Richtbock--35--trägt zusätzlich einen Spannbacken--38--, mit dem die Platte nach dem Richtvorgang auf den Aufnahmetisch niedergespannt wird.
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können.
Nach dem Bearbeiten der beiden Seitenkanten des Werkstückes wird dieses mittels der Richtböcke --35-- oder eigener Stelltriebe auf die gegenüberliegende Tischseite verschoben und neuerlich in gleicher Weise ausgerichtet. In der Zeichnung ist der Stelltrieb durch zwei im Aufnahmetisch versenkbare Kettentriebe - angedeutet, die für das Verschieben des Werkstückes in die Transportstellung angehoben werden und das Werkstück über Mitnehmer auf die andere Tischseite verschieben. Gleichzeitig kann ein noch unbearbeitetes
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Bei einer erfindungsgemässen Besäumfräsmaschine sind messende Tasteinrichtungen und mittende Richteinrichtungen nicht erforderlich, da diese Maschine feste Bezugslinien besitzen, auf die das Werkstück sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung durch Stellböcke od. dgl. ausgerichtet werden kann. Zweckmässig werden solche Maschinen mit digitalen Messeinrichtungen ausgestattet, die ein rasches Ablesen der gegenüber dem Sollmass wegzufräsenden Überbreiten erlauben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Besäumen und Kantenprofilieren von metallischen, plattenförmigen Werkstücken, bestehend aus einem Aufnahmetisch für das Werkstück und wenigstens einer seitlichen, zu diesem Werkstück randparallel geführten Fräseinrichtung, deren Fräswerkzeug eine auf die Aufspannebene des Werkstückes normale Rotationsachse besitzt, wobei mindestens zwei durchlaufend gerade, zueinander im rechten Winkel angeordnete, zur Aufspannebene parallele Führungsbahnen für die Fräseinrichtung bzw.
Fräseinrichtungen vorgesehen sind, nach Patentschrift Nr.317631, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmetisch von vier Führungsbahnen (29,30) umgeben ist, die paarweise durch einen Drehtisch oder eine Drehweiche (34) verbunden sind, dass der Aufnahmetisch wenigstens die doppelte Breite des Werkstückes (2) besitzt, dass ein Stelltrieb (43) zum Verschieben des Werkstückes (2) von der einen Tischlängsseite zur gegenüberliegenden Längsseite vorgesehen ist und dass die in Tischlängsrichtung liegende Zufuhrachse für das Werkstück parallel zur Abfuhrachse, jedoch etwa um den Verschiebeweg seitlich versetzt verläuft.
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