AT32197B - Vorrichtung zur Elektrolyse von Flüssigkeiten. - Google Patents

Vorrichtung zur Elektrolyse von Flüssigkeiten.

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AT32197B
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  Vorrichtung zur Elektrolyse von   Flüssigkeiten.   



   Es sind bereits elektrolytische Zellen, insbesondere solche zur Zersetzung von Alkalisalzlösungen (vgl. die Patentschrift Nr.   890)   bekannt, welche sich durch eine die Zelle in zwei Räume trennende Scheidewand kennzeichnen, die ans mit Quecksilber gefüllten Trögen oder Wannen von   V-förmigem   Querschnitte besteht, wobei an den einzelnen Wannen Rippen angeordnet sind, die in das Quecksilber der nächst tieferen Wanne tauchen und so den vollkommenen Abschluss zwischen den beiden durch die genannte Scheidewand getrennten   Zellenräumen   herstellen.

   Bei derartigen unter Bildung eines Alkalimetall-Amalgames als Zwischenprodukt des elektrolytischen Prozesses arbeitenden Zellen bestehen die zur Aufnahme des Quecksilbers dienenden Tröge oder Wannen, aus welchen sich die Scheidewand der Zelle zusammensetzt, entweder aus nichtleitendem Material oder sie müssen, falls sie aus leitendem Material hergestellt sind, auf ihrer mit den Flüssigkeiten der beiden Zellenräume in Berührung stehenden freien Oberfläche mit Glimmer oder einem anderen nichtleitenden Material belegt seiu. 



   Im Gegensatze hiezu betrifft die vorliegende Erfindung eine zur Elektrolyse von   Flüssigkeiten,   Lösungen und geschmolzenen Substanzen dienende Vorrichtung, bei welcher das die Zelle in zwei Räume trennende Diaphragma, das wie jenes der vorstehend erläuterten bekannten Vorrichtung aus einer Anzahl von übereinander angeordneten, unten mit einer Rippe bzw. einem Ansatz versehenen Trögen besteht, aus elektrisch gut leitendem metallischen oder nichtmetallischen Material hergestellt ist, welches allseits mit der in den Zellenräumen vorhandenen Flüssigkeit, die gleichzeitig den   Flüssigkeitsverschluss   in den einzelnen Trögen bildet, in Berührung steht. Das in Rede stehende Diaphragma ist gegen die es einschliessenden Elektroden elektrisch isoliert.

   Während der vollkommene Abschluss zwischen den beiden dur   !)   ein derartiges Diaphragma getrennten   Zellenräumen   die Vermengung der an dem positiven Pole des Apparates gebildeten Produkte mit den an dem negativen Pole entstandenen verhindert, erscheint gleichzeitig auch der innere Widerstand der Vorrichtung in Hinblick auf die beträchtliche Leitungsfähigkeit des Materials des Diaphragmas vermindert und es wird solcherart die schädliche Joulewirkung in dem zu behandelnden Elektrolyt zum grossen Teile beseitigt. 



   Der   Erfindunb3gebcnstand   ist in der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 die Vorderansicht des Diaphragmas, während   Fig, 2 rinen Schnitt nach A - B   in Fig. 1 darstellt. In diesen Figuren   bezeichnet f das Abzugrohr   für die sich an der Rückseite des Diaphragmas entwickelnden Gase und y dasjenige für die an der Vorderseite auftretenden gasförmigen Produkte ; d ist der an ein   Zuführungsrohr   angeschlossene Schlitz, durch welchen der Elektrolyt eintritt. 



   Von den   Diarhragmenteilen   e bildet der vom   zugehörigen. Befestigungsrahmen   aus nach innen ragende oberste Teil eine ebene Fläche, um in dem oberen Teile der Vorrichtung eine Art Kammer zum Aufsammeln der während der Elektrolyse auftretenden Gase zu schaffen :

   die übrigen Teile e sind von   Y-törmigem Querschnitt,   wobei sich das abwärts gerichtete Stück jedes solchen Teiles in den Raum zwischen den zwei nach oben hin divergierenden   Seitenflächen   des nächst tiefer   befindlichen Y-förmigen   Teiles erstreckt, so dass, wenn der Apparat mit Flüssigkeit gefüllt ist, ein hydraulischer   Vorschluss   zustande   kommt.   Der unterste Teil e, in dem das Diaphragma haltenden Rahmen steht in Ver- 

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 bindung mit der Öffnung des Apparates, an welche das Zuführungsrohr für den Elektrolyt angeschlossen ist. Die beiden Pole oder Elektroden werden von den Platten a gebildet.

   Die Dichtungsstücke c dienen einem doppelten Zweck, insofern sie einerseits die Elektroden von dem Diaphragma isolieren und andererseits den Austritt der in der Zelle enthaltenen Flüssigkeit verhindern   sollen. 1  
In der Zeichnung sind auch aussen solche   Dichtungsstücke   c ersichtlich gemacht ; diese letzteren werden aber bloss dann angewendet, wenn es sich darum handelt, noch weitere Zellen an die erste in Reihenschaltung   anzuschliessen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zur Elektrolyse von Flüssigkeiten, Lösungen oder geschmolzenen Substanzen mit einem aus elektrisch gut leitendem Material hergestellten Diaphragma, das aus einer Anzahl von übereinander angeordneten, unten mit einem Ansatz behufs Herstellung von Flüssigkeitsverschlüssen versehenen Trögen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Diaphragma, in dessen Trögen die Flüssigkeitsverschlüsse durch den in die Vorrichtung eingeführten Elektrolyt gebildet werden, mit diesem letzteren unmittelbar bzw. ohne Zwischenschaltung irgendwelcher Überzüge aus nichtleitendem Material in Berührung steht und gegen beide Elektroden elektrisch isoliert ist. EMI2.1
AT32197D 1906-04-07 1906-04-07 Vorrichtung zur Elektrolyse von Flüssigkeiten. AT32197B (de)

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