<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen einpoligen Spannungsprüfer mit einem mit dem Leiter, dessen Spannungszustand nachgewiesen werden soll, in Berührung zu bringenden Kontaktstück, einem eine kapazitive Wirkung mit der Erde bildenden, leitenden Körper und einem eine Stromquelle und einen Signalgeber aufweisenden Meldestromkreis.
Es sind Spannungsprüfer dieser Art bekanntgeworden, bei denen als empfindliche Anzeigeeinrichtung eine Glimmlampe verwendet wird. Diese bekannten Spannungsprüfer sind zwar sehr einfach aufgebaut, haben jedoch den Nachteil einer geringen Empfindlichkeit. Ausserdem ist die Lichtstärke der Glimmlampe sehr schwach, so dass es bei Sonnenbestrahlung oft unmöglich ist, zu entscheiden, ob die Glimmlampe leuchtet oder dunkel ist.
Aus diesen Gründen sind auch schon Spannungsprüfer bekanntgeworden, bei welchen die Anzeige- bzw.
Meldeeinrichtung zur Erhöhung der Empfindlichkeit einen elektronischen Verstärker aufweist. Nachteilig bei diesen bekannten Spannungsprüfern ist, dass der erfassbare Spannungsbereich wegen der überlastungsgefahr der elektronischen Kreise verhältnismässig eng ist. Diesem Nachteil kann zwar durch Einführen einer Verstärkungsregelung teilweise begegnet werden, die aber zu Störungen Anlass geben kann. überdies sind die Verstärkerkreise verhältnismässig komplex und aufwendig, insbesondere wenn sie eine Stabilisierung gegen die Einwirkungen von Temperaturschwankungen aufweisen. Schliesslich fehlt den bekannten Spannungsprüfern mit elektronischen Verstärkern eine selektive Empfindlichkeit.
Die angeführten bekannten Spannungsprüfer stehen alle kontinuierlich im Betriebszustand, so lange eine Spannung an ihrem Kontaktstück liegt. Dies bedeutet, dass ein derartiger, mit einer unter Spannung stehenden Leitung in Kontakt gebrachter Spannungsprüfer nur so lange eine Anzeige liefert, als die Spannung aufrechterhalten wird, und keine Anzeige mehr abgibt, sobald die Spannung ausgeschaltet wird.
Um die Nachteile dieser bekannten Anordnungen zu vermeiden und einen besonders einfach aufgebauten Spannungsprüfer zu schaffen, der eine hohe Empfindlichkeit aufweist und einen über einen weiten Spannungsbereich anwendbar ist, wurde bei einem Spannungsprüfer der eingangs genannten Art im Stammpatent vorgeschlagen, dass ein elektronisches Kipprelais vorgesehen ist, dessen Eingang an den von der Impedanz zwischen Kontaktstück und leitendem Körper sowie der Kapazität zwischen leitendem Körper und Erde gebildeten Schwingkreis und dessen Ausgang an den Meldestromkreis angeschlossen ist, wobei der Schwingkreis derart abgestimmt ist, dass ausschliesslich die in ihm im Moment der Berührung zwischen Kontaktstück und dem Leiter entstehende Schwingung die Auslösung des Kipprelais und damit die Einschaltung des Meldestromkreises bewirkt,
welche unabhängig von der Berührung des Kontaktstückes mit dem Leiter bestehen bleibt.
Ziel der Erfindung ist es, den im Stammpatent beanspruchten Spannungsprüfer weiter zu verbessern. Vor allem soll die Möglichkeit gegeben werden, die Ansprechempfindlichkeit den jeweiligen Betriebsbedingungen in einfacher Weise anzupassen und gleichzeitig einen besonders guten mechanischen und elektrischen Schutz für die Bauteile des Spannungsprüfers zu gewährleisten.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss in erster Linie dadurch erreicht, dass der, eine kapazitive Wirkung mit der Erde bildende, mit einem Steuereingang des elektronischen Kipprelais verbundene, leitende Körper durch eine den Spannungsprüfer umschliessende Umhüllung gebildet ist, während eine mit dem andern Steuereingang des elektronischen Kipprelais verbundene und bezüglich der Umhüllung isolierte Elektrode hinter einem in der Umhüllung vorgesehenen Fenster angebracht ist, wobei eine Prüfspitze mit der Umhüllung oder mit der Elektrode in Verbindung steht.
Durch entsprechende Gestaltung der den Spannungsprüfer umschliessenden Umhüllung und der hinter dem Fenster angebrachten Elektrode ist also eine Anpassung an die jeweiligen Betriebsbedingungen möglich. Darüber hinaus kann durch die Verwendung eines leitenden Körpers in Form einer die Bauteile des Spannungsprüfers umschliessenden Umhüllung ein besonders guter mechanischer und elektrischer Schutz der Bauteile erreicht werden.
Um eine optimale Einstellung der Empfindlichkeit des Spannungsprüfers zu ermöglichen, wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, dass ein Schieber zur Einstellung der Öffnungsweite des in der Umhüllung vorgesehenen Fensters angeordnet ist. Je nach Stellung des Schiebers in bezug auf die Fensteröffnung kann also die Kapazität der neben dem Fenster angeordneten Elektrode gegenüber dem Bezugspotential verändert werden.
Ein weiteres vorzugsweises Merkmal der Erfindung ist darin gelegen, dass die Prüfspitze mit der Umhüllung bzw. mit der Elektrode mittels kapazitiver Kopplung elektrisch verbunden ist.
Eine andere vorzugsweise Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zur kapazitiven Kopplung des Spannungsprüfers mit der Prüfspitze eine an der Basis der Prüfspitze angebrachte, leitende Platte vorgesehen ist, welche bei eingesteckter Prüfspitze auf dem Spannungsprüfer in der Nähe der Umhüllung bzw. der Elektrode angeordnet ist. Durch diese Massnahmen kann die Prüfspitze leicht mit dem von einem Gehäuse umgebenen Spannungsprüfer gekoppelt und leicht von diesem getrennt werden.
Um einen einwandfreien Betrieb des gesamten Spannungsprüfers zu sichern, wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, dass eine Kontrollvorrichtung in der Prüfspitze vorgesehen ist, welche eine Serienschaltung einer Stromquelle eines Elektromagneten und eines Druckschalters aufweist, und dass eine mit der Serienschaltung der Prüfspitze verbundene Elektrode so angeordnet ist, dass sie sich in einer zur Umhüllung benachbarten Stelle befindet.
<Desc/Clms Page number 2>
Im folgenden werden nun Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l ein Prinzipschaltbild des erfindungsgemässen Spannungsprüfers, Fig. 2 ein Prinzipschaltbild eines mit einer Verstärkerstufe versehenen Spannungsprüfers, Fig. 3 eine schematische Darstellung des Aufbaues des erfindungsgemässen Spannungsprüfers, Fig. 4 eine schematische Draufsicht des erfindungsgemässen Spannungsprüfers im Schnitt, Fig. 5 eine Ansicht einer Ausführungsform des erfmdungsgemässen Spannungsprüfers
EMI2.1
6Fig. ll eine schematische Ansicht des Spannungsprüfers nach Fig. 8, mit eingebauter Kontrollvorrichtung, und Fig. 12 eine schematische Ansicht einer andern Ausführungsform des Spannungsprüfers nach Fig. 9, im Schnitt.
Das in Fig. 1 dargestellte Prinzipschaltbild enthält teilweise die gleichen Bauteile, welche in Fig. 4 des
EMI2.2
eines Faradaykäfigs erfüllt. Dieser Faradaykäfig --4-- weist ein Fenster--61--auf, hinter welchem sich-vom Käfig isoliert - eine Elektrode --2-- befindet, die an die Steuerelektrode des Thyristors-10angeschlossen ist. Das Kontaktstück bzw. der Fühler --33-- ist in Fig. 1 und 2 galvanisch mit dem
EMI2.3
kapazitiven Kopplung mit dem Käfig-4-verbunden werden.
Im Prinzipschaltbild der Fig. 2 ist der Steuerelektrode des Thyristors--10--eine Verstärkerstufe vorgeschaltet, wie dies bereits in der Fig. 6 des Stammpatentes dargestellt ist. Zusätzlich ist, wie in Fig. l, ein Faradaykäfig --4-- mit einem Fenster--61--vorgesehen, in welchem sich die bereits erwähnte Elektrode - befindet, während das Kontaktstück bzw. der Abtaster --33-- (Prüfspitze- ebenfalls mit dem Faradaykäfig verbunden ist.
Der in Fig. 3 dargestellte Spannungsprüfer weist zusätzlich eine Kontrollvorrichtung und einen für niedrige Spannungen empfindlichen Eingang auf. Dieses Gerät besteht grundsätzlich aus einer elektronischen Schaltung --62-- und entspricht irgendeinem der im Stammpatent beschriebenen Schaltschemata. Es sind Eingangsklemmen --63a, 63b, 63c--, Ausgangsklemmen --64a, 64b-- und Versorgungsklemmen
EMI2.4
vorübergehend mit der Stromquelle --11-- verbunden werden, u. zw. über einen Unterbrecher--69--, welcher zwei durch eine Drucktaste--70--betätigte Kontakte--69a und 69b--aufweist, die durch zwei Leitungen --71a, 71b-- mit der Stromquelle verbunden sind.
Diese Leitungen sind zusätzlich an zwei nach aussen führende Buchsen --72a, 72b-- angeschlossen. Die Sekundärwicklung --68b-- des Transformators --68-- ist einerseits mit der Umhüllung bzw. mit dem Faradaykäfig--4--und anderseits kapazitiv mit der Elektrode--2--verbunden, wie dies strichpunktiert durch einen Kondensator --73-- angedeutet ist. In
EMI2.5
ist. Der ganze Spannungsprüfer ist zusätzlich von einem schützenden Gehäuse --27-- aus Isolationsmaterial umgeben.
Wenn die Messsonde mit einem unter Spannung stehenden Leiter--l--in Verbindung gebracht wird, lädt sich die Elektrode --2-- über den Widerstand --3-- derart auf, dass während der notwendigen Aufladezeit zwischen den Klemmen--63a und 63c--ein momentaner Potentialunterschied auftritt.
In gleicher Weise kann eine elektrische Spannung an die Buchse --66-- angelegt werden. In diesem Fall
EMI2.6
Die Werte der Widerstände --3 und 3a--sowie diejenigen der elektronischen Schaltung, welche so bestimmt sind, dass der Spannungsprüfer auf eine an die Buchse --66-- angelegte Spannung in der Grössenordnung von beispielsweise 100 V anspricht, bewirken, dass der Spannungsprüfer nur auf eine an das Kontaktstück --33-- angelegte Spannung in der Grössenordnung von beispielsweise 3000 V anspricht.
<Desc/Clms Page number 3>
In dem in Fig. 4 dargestellten Schnitt ist ein beweglicher, leitender Schieber --74-- elektrisch mit dem Faradaykäfig verbunden und kann so bewegt werden, dass er das Fenster--61--mehr oder weniger abdeckt. Je nach der Stellung des Schiebers--74--in bezug auf das Fenster --61-- kann die Kapazität der
EMI3.1
mit der Empfindlichkeit des Spannungsprüfers ein Verhältnis bildet, ist es offensichtlich, dass diese Anordnung eine Einstellmöglichkeit der Empfindlichkeit des Spannungsprüfers durch Verschieben des Schiebers-74ermöglicht.
In der Ausführungsform nach Fig. 5 weist der Spannungsprüfer einen elektrisch leitenden, bewegbaren Ring - auf, in welchem ein Fenster --76-- angebracht ist und welcher den leitenden Körper des Spannungsprüfers auf der Höhe des Fensters--61--umfängt. Wenn sich das Fenster --76-- in Deckung mit dem Fenster --61-- befindet, ist die Kapazität zwischen der Elektrode --2-- und dem Bezugspotential am grössten.
Durch Drehen des Ringers --75-- kann das Fenster --61-- mehr oder weniger geöffnet und geschlossen werden, wobei ein Teil des Fensters--61--als wirksame Öffnung belassen wird, beispielsweise wie der in den Zeichnungen schraffierte Abschnitt --6la--. Auf dem Ring --75-- können zusätzlich Einstellmarkierungen--77--vorhanden sein, an Hand welcher in bezug auf einen am Gehäuse-27- markierten Fixpunkt--78--die eingestellte Empfindlichkeit abgelesen werden kann. Diese Anordnung ermöglicht es demnach, die Einstellung der Empfindlichkeit vollständig an der Aussenseite des Gerätes vorzunehmen, ohne dass irgend ein Teil durch das Gehäuse hindurch in den Spannungsprüfer hineinreicht.
Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform des Ringes-75-, bei welcher das Fenster --76-- eine in der Höhe abnehmende Form aufweist, wodurch eine erweiterte Markierungsskala-77-erreicht wird.
In einer weiteren Ausführungsform nach Fig. 7 befindet sich eine leitende, isolierte Elektrode--2a--im oberen Abschnitt des Spannungsprüfers gegenüber einem Fenster-61a-im Faradaykäfig-4-. Wenn nun
EMI3.2
gleichen oder höheren Wert, wodurch der Signalgeber anspricht. Anderseits wird unterhalb einer bestimmten minimalen Spannung des Leiters--l---auch wenn der Abstand zwischen dem Leiter--l--und der Elektrode --2a-- auf den mindestmöglichen Wert reduziert wird-der Potentialunterschied an den Klemmen des Widerstandes--3--immer noch kleiner bleiben als der Betriebsschwellenwert der elektronischen Schaltung.
Man kommt demnach bis zu der Stelle, bei welcher der Rand des Fensters --61a-- mit dem Leiter --l-- Jen Kontakt herstellt und den Faradaykäfig --4-- auf das Potential des Leiters--l--legt. Von dem Moment an wird die Wirkungsweise des Spannungsprüfers umgekehrt, was bedeutet, dass die Kapazität, die zwischen der Elektrode--2a--und dem Bezugspotential in Fig. 7 als Condensator--C--dargestellt ist und welche bei der erstgenannten Betriebsart gegenüber der Kapazität --C1-- vernachlässigbar war, von dem Moment an den Betrieb aufnimmt, welcher bei der Erläuterung der Fig. 3 beschrieben wurde, d. h., dass die
EMI3.3
--3-- auflädt,Betriebsschwellenwert der elektronischen Schaltung mindestens gleich sein kann.
Bei einer günstigen Wahl der Ausmasse und der Anordnung der Elektrode --2a-- und des Fensters --61a-- ist es also möglich, einen Spannungsprüfer zu verwirklichen, der oberhalb eines bestimmten Wertes--VI--der Leitungsspannung ein Signal abgibt, bevor er mit dem betreffenden Leiter--l--in Berührung gebracht wird, und welcher bei einem andern Spannungspegel, der zwischen dem Wert --V1-- und einem kleineren Wert-V--liegt, so lange nicht anspricht, bis der Spannungsprüfer mit dem Leiter--l--in Berührung kommt.
Durch diese Mittel ermöglicht es dieser Spannungsprüfer insbesondere zu bestimmen, ob die Leitung--l--direkt Netzspannung führt oder ob sie etwa nur eine viel schwächere, aus den benachbarten, im Betrieb stehenden Leitungen eingestreute Spannung aufweist.
Die nach Fig. 8 in den Spannungsprüfer einbezogene Prüfspitze bzw. Antenne zur Verwendung mit niedrigen Spannungen weist einen Körper --57-- aus Isoliermaterial auf, durch welchen Körper ein Leiter --58-- von einem Ende zum andern durchgeführt ist. In diesen Leiter ist ein Schutzwiderstand-79-- eingeschaltet, während er an seinem einen Ende ein Kontaktstück bzw. einen Abnehmer --56-- zur galvanischen Kontaktnahme mit einem Leiter--l--aufweist. Das andere Ende bildet ein Draht-58a-, der mit einem Stecker --67-- versehen ist, um in eine, in Fig. 3 bereits beschriebene Buchse--66--gesteckt
EMI3.4
<Desc/Clms Page number 4>
dem Bezugspotential bzw. der Erde befindet, wodurch zwischen dem Faradaykäfig bzw.
der Umhüllung --4-und der Hand --81-- eine bestimmte, durch den Kondensator --C2-- symbolisierte Kapazität gebildet ist. Daraus ergibt sich, dass, wenn der Abnehmer bzw. das Kontaktstück --56-- mit dem Leiter-l-in Berührung kommt, der bezüglich des Bezugspotentials eine Spannung--V--aufweist, welche gleich oder
EMI4.1
schwach genug sein, um beim Benutzer keine merkbare Empfindung auszulösen, aber stark genug, um an den Klemmen des Widerstandes--3a--einen momentanen Potentialunterschied von einem Wert zu erzeugen, der mindestens gleich dem Schwellenwert der elektronischen Schaltung ist.
Fig. 9 zeigt einen solchen Spannungsprüfer, der mit einer Messsonde zum Kontrollieren der Spannungen in abgedeckten Einrichtungen versehen ist. Entsprechend Fig. 9 greift die Antenne durch eine Öffnung--84-einer an Erde gelegten leitenden Abdeckung --83-- hindurch. Die Antenne bzw. Prüfspitze besteht aus einer isolierenden Umhüllung--57--, welche an ihrem einen Ende mit einem zur Berührung mit einem Leiter - 1-- vorgesehenen Abnehmer --56-- (Kontaktstück) versehen ist, während sich am andern Ende ein Ansatz --60-- befindet, in welchem eine Elektrode --59-- enthalten ist, die mit dem Faradaykäfig-4des Spannungsprüfers eine durch den Kondensator --C2-- symbolisierte Kapazität bildet.
Der Ansatz - ist auf dem Gehäuse des Spannungsprüfers durch nicht dargestellte Mittel befestigt, beispielsweise durch ein kragenförmiges Gebilde. Das Innere der Antenne bzw. der Prüfspitze wird von einem Leiter--58-- durchzogen, der einerseits mit dem Abnehmer bzw. Kontaktstück --56-- und anderseits mit der Elektrode --59-- verbunden ist und in welchem ein Kondensator--82--oder mehrere derselben, beispielsweise - 82a-82b usw.--, eingeschaltet sind. Diese Kondensatoren sind Schutzvorkehrungen und begrenzen im Falle einer Berührung der auf Erdpotential liegenden Abdeckung --83-- mit einer eventuell defekten Isolation - der Messsonde den auftretenden Strom.
Wenn der Abnehmer bzw. das Kontaktstück --56-- mit einer Leitung verbunden wird, die bezüglich der Erde eine Spannung--V--aufweist, die gleich oder grösser ist als der vorbestimmte Schwellenwert, so fliesst zwischen dem Abnehmer bzw. Kontaktstück --56-- und der Elektrode--2--ein Strom durch den Leiter--58--, die Kondensatoren--82--, die Elektrode--59--, den Faradaykäfig --4-- und den Widerstand-3-, welcher während der Aufladezeit des Kondensators --C-- zwischen den Klemmen--63a und 63c--einen momentanen elektrischen Potentialunterschied erzeugt, der genügt, um die Schaltung auszulösen.
Das in Fig. 10 dargestellte Gerät ist mit einem isolierten Halter --5-- ausgerüstet, der an einem den
EMI4.2
die bequeme Einführung der Messsonde bzw. Prüfspitze in eine Öffnung--84--, wobei der Benutzer das Gerät in verschiedenen Richtungen am Halter--5--bequem in der Hand trägt.
In dem in Fig. ll im Schnitt dargestellten Spannungsprüfer ist eine Kontrollvorrichtung vorgesehen, welche zur Sicherstellung des einwandfreien Betriebes der aus dem Spannungsprüfer und der Messsonde bzw. Prüfspitze gebildeten Einheit dient. Zudem sind Einrichtungen zur Verhinderung der Betätigung der nur den Spannungsprüfer prüfenden Kontrollvorrichtung vorgesehen, sowie Einrichtungen, welche die Messsonde bzw.
Prüfspitze automatisch mit einer, für den Betrieb der betreffenden Messsonde bzw. Prüfspitze in Abhängigkeit des Betriebsschwellenwertes vorbestimmten Eingangsklemme verbinden. Bei dieser Ausführungsform weist der Ansatz --60-- in seinem Inneren eine Stromquelle--lla--auf, welche mit dem einen Anschluss einer Wicklung --86-- eines Elektromagneten --87-- verbunden ist, während der andere Anschluss der Wicklung--86-mit einem zwei Kontakte-69c und 69d-aufweisenden Unterbrecherschalter verbunden ist, der durch eine Drucktaste --70a-- betätigt wird. Bei Betätigung dieser Taste wird der Stromkreis über die beiden, von einem Ende der Messsonde bzw. Prüfspitze zum andern führenden Leiter--58a und 58b-- geschlossen. Der Anschlusspunkt der beiden Leiter--58a und 58b-- ist elektrisch mit einem Abnehmer bzw. Kontaktstück --56-- verbunden.
Das diesem Anschlusspunkt entgegengesetzte Ende des Leiters--58b-ist mit einem Stecker--67--verbunden, der mit einer Buchse--66--zusammenarbeitet, während der Kontakt--69c-- und die Ausgangsseite der Wicklung --86-- an eine elektrisch leitende Elektrode --88-- angeschlossen sind, welche zum Faraday'schen Käfig eine bestimmte, durch den Kondensator --C2 -- dargestellte Kapazität aufweist. Der Ansatz --60-- der Messsonde bzw. Prüfspitze ist auf einer kragenartigen Halterung--85--
EMI4.3
Kontrollvorrichtung des Gerätes auslöst.
Wenn die Messsonde bzw. Prüfspitze auf dem Gerät befestigt ist, erfolgt die Auslösung der
EMI4.4
<Desc/Clms Page number 5>
Impuls, der einerseits über den Stecker --67-- und die Buchse-66-an den Anschluss-63b-der Schaltung abgegeben wird und anderseits durch kapazitive Kopplung, dargestellt durch--C2--, zwischen der Elektrode --88-- und dem Faraday'schen Käfig, auf den Anschluss--63c--übertragen wird. Während der Dauer dieses Impulses existiert demnach an den Klemmen des Widerstandes --3a-- ein momentaner elektrischer Potentialunterschied, welcher den Signalgeber in Betrieb setzt und somit dem Benutzer anzeigt, dass der Spannungsprüfer in einwandfreiem Zustand ist.
Weiters verhindert das Vorhandensein der kragenartigen Halterung--85--und deren Ausbuchtung - 85a-oberhalb der Drucktaste --70-- des Gerätes eine unbeabsichtigte Betätigung des Schalters-69durch den Benutzer. Dieser Schalter ermöglicht lediglich die Prüfung des Gerätes, nicht aber der Einheit Gerät-Messsonde.
Schliesslich sei erwähnt, dass der Steckkontakt--67--so ausgebildet ist, dass er sich im Moment des Aufsetzens der Halterung --85-- auf den Spannungsprüfer automatisch in die Buchse--66--schiebt.
Die in Fig. 12 dargestellte Ausführungsform entspricht weitgehend den in Fig. 9 und 11 gezeigten Spannungsprüfern. Auch in diesem Gerät kann die Prüfung der Einheit Gerät-Messsonde erfolgen. Zu diesem
EMI5.1
--88a-- undSteckkontakte --89a und 89b--an eine Stromquelle --11-- des Spannungsprüfers angeschlossen werden. Diese Stecker sind so ausgebildet, dass sie sich beim Anbringen der Halterung --85-- am Gerät automatisch in die Buchsen-72a und 72b-schieben. Die Schaltung der Wicklung --88a-- kann durch die Kontakte
EMI5.2
die Drucktaste vor unbeabsichtigter Betätigung schützt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einpoliger Spannungsprüfer mit einem mit dem Leiter, dessen Spannungszustand nachgewiesen werden soll, in Berührung zu bringenden Kontaktstück, einem eine kapazitive Wirkung mit der Erde bildenden leitenden Körper und einem eine Stromquelle und einen Signalgeber aufweisenden Meldestromkreis sowie mit einem elektronischen Kipprelais, dessen Eingang an den von der Impedanz zwischen Kontaktstück und leitendem Körper sowie der Kapazität zwischen leitendem Körper und Erde gebildeten Schwingkreis und dessen Ausgang an den Meldestromkreis angeschlossen ist, wobei der Schwingkreis derart abgestimmt ist, dass ausschliesslich die in ihm im Moment der Berührung zwischen Kontaktstück und dem Leiter entstehende Schwingung die Auslösung des Kipprelais und damit die Einschaltung des Meldestromkreises bewirkt,
welche unabhängig von der Berührung des Kontaktstückes mit dem Leiter bestehen bleibt, nach Patent Nr.288544, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass der eine kapazitive Wirkung mit der Erde bildende, mit einem Steuereingang des elektronischen Kipprelais (10) verbundene, leitende Körper durch eine den Spannungsprüfer umschliessende Umhüllung (4) gebildet ist, während eine mit dem andern Steuereingang des elektronischen Kipprelais (10) verbundene und bezüglich der Umhüllung (4) isolierte Elektrode (2) hinter einem in der Umhüllung vorgesehenen Fenster (61) angebracht ist, wobei eine Prüfspitze (57,58, Fig. 8 und 11) mit der Umhüllung (4) oder mit der Elektrode (2) in Verbindung steht.
EMI5.3