DE1908785A1 - Vorrichtung zum Schuetzen eines gekapselten elektrischen Geraetes,z.B.eines Teiles einer gekapselten Schaltanlage - Google Patents
Vorrichtung zum Schuetzen eines gekapselten elektrischen Geraetes,z.B.eines Teiles einer gekapselten SchaltanlageInfo
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Description
PATEN TAIvIWALT
Dipi.-Ing. E. F. EiTNER
Dipi.-Ing. E. F. EiTNER
E Ar/IiI 8000 München 90 ft .
JS. Ar/iil. Schlotthauerstraße 3 2-1.
Tel.(0811)65 23 21
H. T. "COQ", PCanaalweg 72, Utrecht.
"Torrichtung zum Schützen eines gekapselten elektrischen Gerätes, z.3e eines Seiles einer gekapselten Schaltanlage".
Die Erfindung bezieht sich auf eine Torrichtung zum Schützen eines isoliert in einem geschlossenen Metallgefäss
angeordneten elektrischen Gerätes, z.B. eines Schalters oder anderen !Teiles einer Schaltanlage für hohe Spannung, gegen
Erdschluss, welches Gefäss gegen Erde isoliert angeordnet ist und wobei die Torrichtung mit einem Stromwandler und
einer elektrischen Steuerschaltung zur Inwirkungsetzung eines
mit den Gerät zusammen arbeitenden Schutzschalters versehen ist, von welchem Stromwandler die Primärwicklung zwischen dem
Gefäss und Erde oder einem Nulleiter geschaltet ist und die Sekundärwicklung einen Teil dde ser Steuerschaltung bildet und
fttr die Speisung derselben dient.
Bei bekannten Torrichtungen dieser Art wird der Schutzschalter über die Steuerschaltung in Wirkung gesetzt, wenn
ein genügend grosser Strom durch die Primärwicklung des Stromwandlers flieset. Die Gefahr besteht dabei, dass das Gefäss
des Gerätes infolge einer anderen Ursache als eines Erd-Bchlueses
unter Spannung gegenüber Erde oder gegenüber einem Nulleiter kommt, ßodass Strom durch die Primärwicklung des
Wandlers flieast und dadurch der Schutzschalter in Wirkung
gesetzt wird« Diese Gefahr ist zum Beispiel nicht undakbar,
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wenn im Raum, indem aas Gefäss mit .dem Gerät angeordnet ist,
ein Schweisser mit Schweissarbeit ■ "beschäftigt ist und mit .
der Schweisselektrode das He taligefass des Gerätes oder "der
. damit verbundenen Schaltanlage bertlhrt, während die andere
Elektrode des Schwefederates, wie gewöhnlich," geerdet ist„ ■
In diesem Palle könnte ein ausreichend grosser Strom durch
den Stromwandler fliessen um den Schutzschalter zu steuern;
Dies würde, wenn der Schutzschalter ein mit dem Gerät in
Reihe geschalteter Schalter wäre, das Ausschalten eines Teiles
des Leitungsnetzes und, wenn der Schutzschalter ein im Ge- fass
des Gerätes angeordneter Erdungsschalter wäre, einen vollständigen
Kurzschluss dieses ifetzteiles zur- 3?olge haben«
Die Erfindung hat den Zweck, eine auf einen Erdschluss ansprechende Schutzvorrichtung der erwähnten Art zu ^««schaffen,
wobei die Gefahr einer unzeitigen Inwirkungtretung dieser Vorrichtung so viel wie möglich beschränkt wird. Sie
besteht darin, dass eine die Steuerschaltung steuernde, im
Gefäss anbringbare, photoelektrische Zelle vorgesehen ist, die beim Empfang von Lichtquanten die Steuerschaltung aus
einem arbeitsungeeigneten in einen arbeitsgeeigneten Zustand bringt. Diese Vorrichtung wirkt durch den Lichtblitz sowie
durch den nach Erde oder dem Nulleiter fliessenden Strom infolge des Erdschlusses im Gefäss des Gerätes. Gibt es nur
eine äussere Ursache für· das Unterspannunglcoimuen des Metallgefäsfts
gegenüber Erde oder gegenüber dem Nulleiter, z.B.
durch eine Schweisspannung, so fliesst wohl Strom durch den
Stromwandler hindurch t aber die Steuerschaltung bleibt wirkungslos»
da z.B. eine durch die photoelektrische. Zelle be- '
einfluss ta Steuerelektrode in der Steuerschaltung oder ein
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durch diese Zelle beeinflusster Steuerkreis dieser Steuerschaltung
nicitt das richtige Potential erhält b zw. nicht
von einem ausreichend grossen Strom durchflossen wird. Wird
nur Licht zu dem Inneren des Gefässes zugelassen, z.B. dadurch,
dass das Gefäss für die Inspizierung und die Ausbesserung
des Gerätes geöffnet wird, so fliesst kein Strom zum
Speisen der Steuerschaltung durch den Wandler· Die erfinduiigsgemässe
Vorrichtung spricht daher.nur auf einen durch
das Vertagen der Isolation im G-efäss hervorgerufenen Erdschluss
an. ·
In ziemlich kleinen mit isolierender Flüssigkeit oder
isolierendem. Gas gefüllten Räumen einer Schaltvorrichtung
kann ein durch den Erdschluss erzeugter Lichtbogen diese Flüssigkeit oder dieses Gas -in sehr kurzer Zeit derart erwärmen,
dass die Gefahr einer Explosion besteht. In diesem
Falle v/ird eine Vorrichtung empfohlen, -wobei der mit dem
Gerät zusammenarbeitende Schutzschalter ein schnell arbeitender
Erdungsschalter ist, der beim Auftreten eines Erdschlusses im Gefäss durch die Steuerschaltung eingeschaltet
wird und zwischen das Gefäss und das Gerät ernne elektrisch
gut leitende Verbindung zustande bringt, die den ursprünglichen Erdschluss überbrückt. 'Durch den von diesem Erdungsschalter
zustande gebrachten vollständigen Erdschluss wird die Wärmeentwicklung im Gefäss wesentlich beschränkt und
ein vor dem Gerät im Leitungsnetz angeordneter Leistungsschalter v/ird damäurch sein Maximal schütz ausgeschaltet.
Die Erfindung v/ird an Hand der Zeichnung näher erläutert v/eraen, die eine bei einem it'rennschalter für hohe Span-
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- 4 - ■.-■--.·.■;."..".-:. .V:V
nung angewendete, beim Erdschluss wirkende /Scftutzvö-r-? ^
richtung nach der Erfindung schematisch;darstellt. ν
In der Zeichnung ist 1 ein geschlossenes Metallgefass,
dessen geteilter Raum 2a, 2b einen Trennschalter mit
Doppelunterbrechung für hohe Spannung und dessen Raum
3 eine Schiene 4 eines Sannnelschienensystemes, mit
der dieser Trennschalter verbunden ist, enthält. Der.; Trennschalter "besteht aus durch Isolatoren 5>
6 getragenen festen Kontakten 7» 8 und einem: durch einen seheibenfcJrmigen
Isolator 9 getragenen rohrförmigen metallenen Träger 10 mit gleichzeitig in entgegengesetzten Richtungen axial beweglichen Schaltstiften 11, 12, die Über
eine isolierende Stange 13 von einer Stelle ausserhalb
des Gefässes 1 her angetrieben werden können« Der Träger;
10 ist mit einem festen Erdungskontakt 14 versehen, der V mit einem von aussen her pneumatisch steuerbaren,: axial
beweglichen Erdungsschaltstift 15 zusammenarbeitet, der - im ausgeschalteten Zustand des Trennschalters mit dem;
festen Kontakt 14 in Berührung ist und dann denTräger /
10 mit Erde verbindet und im eingeschalteten Zustand des
Trennschalters nach aussen gezogen ist, SOdass die Verbindung mit Erde unterbrochen isti . .
Die festen Trennschalterkontakte 7 und 8 sind mit
festen Erdungskontakten 16 und 17 versehen, die mit von
aussen her pneumatisch steuerbaren» axial beweglichen Erdungsschaltstiften 18, 19 zusammenarbeiten. Die Steuerung erfolgt durch Ventilmechanismen 2Oj 219 die durch
Elektromagneten mit Spulen 22, 23 gesteuert werden,; -
Das Gefäss 1 ist durch Isolatoren 24 gegenüberErde
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isoliert angeordnet. Zwischen dem Me talige fass- 1 und Erde
ist die Primärwicklung 25 eines Stromwandlers geschaltet«,
Die Sekundärwicklung 26 des Stromwandlers dient zur Speisung der nicht näher beschriebenen Steuerschaltungen 27>
28 und der Hagnetspulen 22} 23 ο -
Die Steuerschaltungen 27» 28 sind derart ausgeführt,
dass sie durch eine Aenderung des Poteiitiales einer Steuerelektrode
oder durch eine Aenderung des Stromes in einem Steuerkreis aus einem' arbeitsungeeigneten in einen arbeitsgeeigneten
Zustand gebracht werden. Die Steuerelektrode oder der Steuerkreis der Steuerschaltung 27 ist über Leitungen
29 und 30 mit auf der Innenseite der Wand der Räume 2a und 3 angeordneten photoelektrischen Zellen 31 und 32 und die
Steuerelektrode oder der Steuerkreis der Steuerschaltung
ist über eine Leitung 33 mit einer"auf der Innenseite der
Wand des Raumes 2b angeordneten "photoelektrischen Zelle verbunden. , ' '
Die beschriebene Vorrichtung wirktwie folgt:
Wenn im Raum 2a, 3 oder 2b des GefSaaes 1 ein unbeabsichtigter Erdschluss auftritt, (d.h.« nicht der Erdschluss
mittels des Erdungsschalters 14» 15), so wird in diesem
Raum eine Entladung erzeugt, die einen Lichtblitz verursacht
und dadurch die Pliotozelle 31 j 33 "bssv/. 34 in Wirkung setzt.
Dies hat zur Polge,dass die Steuerschaltung 27 "bzw. 28 in
den arbeitsgeeigneten Zustand gebracht wird, ein Erdstrom
durch die Prim&wicklung 25-dee Stromwandlers fliegst und
die Magnetspule 22"bzw«, 23 Über die Steuerschaltung 27 bzw,
28 durek die Sekundärwicklung 26 des Wandlers gespeist wird,
Wödureti-..des? Yentilraechanisrnua 20 ljzw-, 21 d©raj?t gesteuert
·· " . "■ . Ööif42/0473 ".-■■ ■■■'■'■"■
wird, dass der Erdungsschalter 16, 1& bzw* 17, T9 einge^
schaltet wird. Die Erdungsschalter 169 18 und~17, 19 sind -.
sehr schnelle Schalter, sodass der äureh den Erdschluss.:'er«
zeugte Entladungsbogen sofort durch den betreffenden Erdungsschalter
überbrückt wird. Die Gefahr einer zu grossen
Erwärmung des sich im betreffenden Rauci befindenden flüssigen
oder gasförmigen Isollerniateriales durch diesen Endla-.dun^sbogen
wird durch diese Ueberbrückung schnell bis auf
ITuIl herabgesetzt., Der dargestellte !Deil der Schaltvorrichtung
wird durch den Tollständigen Erdschluss infolge der
Einschaltung des betreffenden Erdungsschal,ters 16S 18 bzw«
17» 19 durch einen irgendwo sonst in dieser Schaltanlage
oder im leitungsnetz angeordneten Leistungsschalter (nicht
gezeignet) von den unter Spannung stehenden Seilen des Metzes abgeschaltet. . ;:
Entsteht in einem Raum 2a, 2b, 3 des Sefässes 1 nur
Licht, Z..B. dadurch, dass der Deckel desselben geöffnet
wird, so werden wohl die Photozellen erregt, aber der be^· .„...,-treffende
Brdungsschalter 16, 13 bzwe .17*. "19 wird dann nicht
" eingeschaltet, da durch die Wicklung 25, des Sransformators
kein Strom .zur Erde fliesst. Wird das Gefäss t durch ein
Versehen derart unter Spannung gesetzt, dass ein Erdstrom
durch die Wandlerwicklung 25 fMessen lcanns so wisd der
betreffende Erdungsschalter 16,, 18 bzv/. 17? 19 ebensowenig■■: ·
eingeschaltet j da die Photoaellen 31, 32, 34 kein^ Licht eaipfangen
und dadurch nicht in Wirkung treten« Die Steuerschaltung en 27, 28 für die Speisung der Magnetspulen 22, 23 '
ben dann geschlosaen.
009842/0471'
Claims (2)
- PATEiTQ]AIiSPRUCKE .( 1. /Vorrichtung zum Schützen eines isoliert in einem geschlossenen I-Ietallgefäss angeordneten elektrischen Gerätes, ZeBo eines Schalters oder anderen 'feiles einer Schaltanlage für hohe Spannung, gegen Erdschluss, Vielehes Gefäss gegen Erde isoliert angeordnet ist und wobei die Vorrbiitungmit einem Stromwandler und einer elektrischen Steuerschaltung zur Inwirkungsetzung eines mit dem Gerät zusammenarbeitenden Schutzschalters versehen ist, von welchem Stromwandler die Primärwicklung zwischen dem Gefäss und Erde oder einem Uulleiter geschaltet ist und, die Selcundärwicklung einen Teil dieser Steuerschaltung bildet und für die Speisung derselben dient,, dadurch gekennzeichnet·, dass eine die Steuerschaltung steuer*nde, im Gefäss anbringbare, p3;.otoelektriBche Zelle vorgesehen ist, dia beim Empfang von Lichtquant en die Steuerschaltung aus einem arbeitsungeeigneten in einen arbeitsgeeigneten Zustand bringt»
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Gerät zusammenarbeitende.Schutzschalter ein schnell arbeitender Erdungsschalter ist, der beim Auftreten eines Erdschlusses im Gefäss durch die Steuerschaltung eingeschaltet wird und zwischen das Gefäss und das Ge-1 rät eine elektrisch gut leitende Verbindung zustande bringt, die den ursprünglichen Erdschluss überbrückt.Patentanwalt0098 A 2/0473A G V Z: PLee rs ei tϋ \ V, A ί- ?> y K-
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|---|---|---|---|
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| DE3542550A1 (de) * | 1985-05-03 | 1986-11-06 | Sprecher & Schuh AG, Aarau, Aargau | Hochspannungsschaltanlage mit stoerlichtbogenerfassung |
| DE3522912A1 (de) * | 1985-06-10 | 1986-12-11 | BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie., Baden, Aargau | Schnellerder |
| EP0740319A1 (de) * | 1993-12-23 | 1996-10-30 | Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH | Einrichtung zur Begrenzung von Störlichtbogen auf Geräteeinschüben in Motorschaltschranken |
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- 1969-02-21 DE DE19691908785 patent/DE1908785A1/de active Pending
- 1969-05-06 FR FR6914490A patent/FR2028063A1/fr active Pending
- 1969-07-29 AT AT731469A patent/AT286426B/de not_active IP Right Cessation
- 1969-12-24 BE BE743715D patent/BE743715A/xx unknown
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Also Published As
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| NL6900401A (de) | 1970-07-14 |
| BE743715A (de) | 1970-05-28 |
| FR2028063A1 (fr) | 1970-10-09 |
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