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Die Erfindung betrifft eine automatische Vorrichtung zur deutlichen, kontinuierlichen Markierung der sich stündlich ändernden Anzahl und Standorte der 2 verschiedenen, je= doch gleichzeitig vorhandenen 24 fortwährend unterschiedlich verteilten Daten auf un= serer Erde-an"Weltzeituhren"mit (seit über 100 Jahre als öffentliches Wissensgut
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(selbstverständlich auch privat, oder zur Allgemeinbildung) wissen wollen, wie spät es ist im Augenblick überall auf der ganzen Erde, ist nicht nur die Uhrzeit, sondern auch das Datum in den verschiedenen Zeitzonen von Interesse und oft sogar von grosser Wichtigkeit.
In vielen Dingen, etwa bei den verschiedensten juristischen Angelegenheiten, Termin= einhaltungen, Vertragsverpflichtungen, Prioritäten etc. ist das genaue Datum von ganz besonderer Bedeutung. Mit dem immer"Kleiner-"und"Rascherwerden"unserer Welt, mit den, im wahrsten Sinne des Wortes, immer enger werdenden Handelsbeziehungen auf der Erde, im Zeitalter der aufkommenden Tele-Kommunikation per Funk und via Satelliten, wird auch das exakte Wissen und eine klare weltweite Übersicht zum richtigen Datum immer aktueller, interessanter und wichtiger.
Das Datum ist ja, wie man weiss, nicht immer in allen Zeitzonen und Ländern gleich. Nur während einer einzigen von 24 Stunden pro Tag gibt es auf der gesamten Erde in allen 24 Zeitzonen das gleiche Datum, und zwar nur dann, sobald die Datumsgrenze nach 23 Uhr den 24. Stundenabschnitt erreicht und bis sie diesen wieder verlässt. Während der übrigen 23 Stunden gibt es in wechselnd verschiedener Anzahl immer zwei verschie= dene Daten zugleich auf der Erde.
Die Datumsgrenze zwischen beiden (um das-und alle folgend geschilderten Zusammen= hänge zum besseren Verständnis betreffend gegenständlicher Anmeldung ausreichend gut und genau betrachten und beleuchten zu dürfen) ist bekanntlich eine im Jahre 1845 international willkürlich vereinbarte Grenzlinie. Sie fällt ungefähr mit dem 180.
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schen Mitternachtspunkt (24 Uhr), auch Nordpunkt genannt, überschreitet, beginnt für die Zeitzone"Neuseeland-Zeit"wiederum ein neues Datum.
Zu gleicher Zeit überschrei= tet der Nullmeridian (das ist die Mittellinie der Zeitzone "Westeuropäische-Zeit")
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den astronomischen Süd-oder Mittsqspunkt (12 Ut-r). Das ändert bekanntermassen aber nichts am dortigen Datum.
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ihr altes Datum abgelaufen und sie bekommt ein neues. Das vollzieht sich ununterbro= chen in fortwährendem Kreislauf jede Stunde rund um die Erde. Jede Stunde haben wir also um ein neues Datum mehr und um ein altes weniger.
Alle Zeitzonen, welche die Datumsgrenze um das Erdenrund bis zum Mitternachtspunkt vor sich herschiebt, haben das alte Datum. Alle Zeitzonen, welche die Datumsgrenze hinter sich nachzieht und den Mitternachtspunkt (24 Uhr) schon überschritten haben, bekommen ein neues Datum.
Wenn jemand seine Heimatzeitzone nicht verlässt, dann gilt für ihn, wie alle wissen, 24 Stunden lang das gleiche Datum. Nimmt man jedoch, etwa während einer Flugreise in West- Ostrichtunq sein "Heimatdatum" (konkret und sichtbar z. B. in Form einer Uhr mit Datumsanzeige) über die Datumsgrenze hinweg mit, egal zu welcher Tageszeit, dann gilt infolgedessen für den Reisenden zwei Tage lang wiederum das alte Datum, denn er ist ja sozusagen dem sich noch im Ablauf befindlichen Restdatum jenseits vor der Da= tumsgrenze wiederum nachgelaufen und muss somit nocheinmal den Datumwechsel mitmachen.
Überquert man die Datumsgrenze jedoch in Ost- Westrichtunq, dann kann man (mit Aus= nahme zur letzten Tagesstunde 23-24 Uhr) "im Handumdrehen" bereits vorzeitig den nächsten Tag mit seinem neuen Datum erreichen, denn man läuft ja damit dem jenseits hinter der Datumsgrenze bis zum Nordpunkt schon gültigen neuen Datum entgegen. In beiden Fällen muss man die Datumsanzeige auf der mitgebrachten Uhr richtigstellen.
Für geographisch und technisch weniger ambitionierte Uhrenbesitzer mag das alles zu= sammen ein wenig paradox erscheinen und bedeutet für sie gewiss etwas Verwirrung im Kopf und im Kalender, ebenso auch überflüssige, zumeist ungewollte Denk- und Suchar= beit. Jedenfalls wiederum vermeidbare Umstände und unnötigen Zeitaufwand. Dazu gibt es auch viele Uhrenbesitzer, welche für unnötige Einstell- oder Sucharbeiten ganz und gar keine Zeit übrig haben und lieber wünschen, das Gesuchte jederzeit bequem, klar und deutlich sehen zu können.
Somit ist es im sinnvollsten, vernünftig und auch nützlich, alle neuen Daten und alle alten Daten beim Überqueren des Nord- oder Mitternachtpunktes nacheinander sofort und automatisch derart zu markieren, sodass beide Arten der 24 Daten übersichtlich, vor allem optisch leicht und deutlich voneinander zu unterscheiden sind und gleichzeitig auch ihre stündlich 24 unterschiedlichen Standorte mit einem Blick einfach und klar zu sehen sind.
Dieser Vorteil kommt selbstredend nicht nur Reisenden zugute, sondern, wie gesagt, allen, die zu anderen Zeitzonen geschäftliche oder private Beziehungen haben, oder zur Allgemeinbildung über die zwei verschiedenen Daten auf unserer Erde u. ihren sich stündlich vermehrenden oder vermindernden Standorte genau Bescheid wissen wollen.
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Die als Grundlage zur gegenstandlichen Armeld'jng dienende"Gesantweltuhr"gemäss Ge= brauchsmusteranmeldung GM 8092/98 mit ihrem, der geographisch- astronomischen Wirk= lichkeit nachgebildeten und optimal zweckdienlichst markierbaren System, ist dazu das bestens geeignete"Pioniermodell". Es ermöglicht nämlich, dass auf höchstmöglich ein= fache Weise (wie bei der eben erwähnten"Gesamtweltuhr"die Uhrzeit)-hier, wie nachfolgend ausführlich beschrieben wird, die unterschiedlichen Daten und ihre sich stündlich ändernden Standorte übersichtlich angezeigt werden können.
Wie die schematische (teilweise als "Schnittzeichnung" angefertigte) Zeichnung des Ausführungsbeispieles zeigt (das Zifferblatt wurde im Abschnitt von 6 Uhr bis 11 Uhr herausgebrochen, um den darunterliegenden Mechanismus zu veranschaulichen), hat gegenständl. Anmeldung äusserlich auch das gleiche Aussehen wie das Ausgangsmodell "Gesamtweltuhr GM 8092/98". Lediglich die "60 Minuten-Markierung" ist in ein "Datums= markier-Schaufenster" (1) umgewandelt worden.
Ferner zeigt die Zeichnung, dass der Erdscheibenzeiger (2) unmittelbar vor (östlich) der Datumsgrenze (3) eine"Nase"bezw. eine Ausbuchtung oder einen "Schalter" (4) besitzt. Bei der Ostwärtsdrehung wird mit Hilfe dieses "Schalters" bei elektrischen Modellen ab 0 Uhr stündlich bis 24 Uhr hinter dem Datumsfenster (1) ein Licht ange= knipst (bei Uhren mit geringeren Energiereserven wie Armbanduhren etc. erfolgt diese Sichtbarmachung mittels einer Displayanzeige, Indikationslämpchen od. Diodenanzeige). Nachdem um 24 Uhr hinter jedem Datumsfenster ein Lämpchen leuchtet, werden diese bei der folgenden Runde stündlich eines nach dem anderen wieder ausgeschaltet usw. - Auf diese Weise sind das alte und das neue Datum, sowie ihre Standorte für jedermann und zu jeder Zeit klar und deutlich zu unterscheiden.
Die Technik der elektrischen, bezw. elektronischen Schaltweise, ist allgemein zugäng= liches und bekanntes Wissensgut. Es wird somit hier nicht näher darauf eingegangen.
Bei mechanischen Uhren erscheinen hinter den Datumsfenster anstelle von Licht u. Dun= kelheit, zwei sich optisch deutlich unterscheidende Farben. Im Ausführungsbeispiel schwarz und weiss.
In diesem mechanischen Ausführungsbeispiel ist der Hergang wie folgt : Hinter jedem Datumsfenster des Ausführungsbeispieles befindet sich ein, einem Zahnrädchen glei= chendes"Zahnscheibchen"mit aufgeprägten Schwarz-Weiss-Sektoren (5). Die"Nase"bezw. der "Schalter" (4) ist hier als "Zahnsegment" (mit Funktion einer Zahnstange) ausge= bildet. Dieses Segment ist gerade so lang, sodass es ein"Zahnscheibchen" (5) genau von einer Farbe zur anderen weiterdreht. Im Ausführungsbeispiel ist das genau eine Vierteldrehung.
Alle Zahnscheibchen werden bei Bohrung (6) herkömmlich eingeklinkt.
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Fenster 8 (in der Zeichnung herausgebrochen) ist der Drehvorgang beendet, wobei gleichzeitig bei Fenster 9 die Weiterdrehung von weiss auf schwarz beginnt.
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Um beide verschiedenen, abe pleichze'. t-g vorhandenen Daten der Erde auf einer Uhr problemlos, gut und deutlich überblicken zu können, ist es also unumgänglich, dass der Stundenzeiger dieser Uhr genau den gegebenen geographisch- astronomischen Sachverhalt wiedergibt. - Dieser Stundenzeiger kann also keine einfache Stäbchenform haben. Er muss ein genaues scheibenförmiges Abbild der Erde sein.
Er muss genau so wie die Erde selbst, einmal in 24 Stunden um seine Achse rotieren. - Vom Nordpol her gesehen, also aus der Sicht der 95% Menschen, welche die nördliche Erdhälfte bewohnen, linksherum ! Vom Südpol her gesehen, also aus der Sicht der übrigen 5X Menschen, welche die süd= liche Erdhälfte bewohnen, rechtsherum. - Auf diesem Stundenzeiger müssen auch die 24 Zeitzonen der Erde und die Datumsgrenze deutlich zu sehen sein.
Die nordpolare Projektion ist in vorliegender Anmeldung der südpolaren vorgezogen, weil ausser dem gravierenden Bewohnerverhältnis von 95% : 5% die nordpolare Projektion dem allseits gewohnten und auch weltweit verwendeten Landkartenbild des Erdglobusses im extremen Gegensatz zur südpolaren Projektion unvergleichlich am nächsten kommt, wesentlich übersichtlicher und praktischer ist.
Die Entdeckung der Erdrotation zur fixstehenden Sonne durch Nikolaus Kopernikus vor 500 Jahren (heliozentrisches System - entstanden 1506-1512), sowie die 100 Jahre alte Einteilung der Erde in 24 Zeitzonen, mit den 24 verschiedenen aber gleichzeitig vor= handenen Stundenzeiten, seit dem"Washingtoner Nationenbeschluss"1884 und die bereits 150 Jahre alte 1845 international beschlossene Datumsgrenze entlang des 180. Längen= grades der Erde, sind ebenso altes öffentliches Wissensgut. Dafür kann also nieman= dem ein Erfinderschutz gewährt werden. - Jedoch ist es möglich, dass für neue techni= sche Hilfsmittel zwecks besserer und praktischerer Nutzbar- bzw. Kenntlichmachung genannter Entdeckung und Einführungen, Schutzbestimmungen gelten.
Zwecks besserer Kenntlichmachung der 24 verschiedenen Stundenzeiten, sind bei Patent "DE 36 12 880 A1" z. B. am Deckglas einer Uhr aufgebrachte Meridianlinien als Patent= schutz gewährt. - Bei der zugrundeliegenden Gebrauchsmusteranmeldung GM 8092/98 be= sitzt jede der 24 Zeitzonen zwecks sofortiger und übersichtlicher Auffindung der 24 verschiedenen Stundenzeiten, ihre eigene, optimal und extra deutlich markierbare Stundenzeigerspitze.
Bezüglich der besseren Kenntlichmachung der 2 verschiedenen, durch die Datumsgrenze und dem astronomischen Nord- oder Mitternachtspunkt getrennten, Daten auf der Erde, benützt z. B. US Patent 4 447 159/A, lediglich sowohl unmittelbar vor, als auch unmittelbar nach der Datumsgrenze jeweils nur eine einzige Digitalanzeige für das alte ("old"), wie auch für das neue ("new") Datum. - Der ohnehin ursprüngliche und bekanntgegebene Anwendungssinn der Datumsgrenze : (vor ihr, bezogen auf die Drehrich= tung der Erde, bis Mitternacht altes Datum, nach ihr, ab Mitternacht neues Datum) er= fährt damit aber keine wesentliche Neuerung. Die Datumsgrenze wird mit diesem tech= nischen Hilfsmittel lediglich deutlicher gemacht. Die sich stündlich ändernde Anzahl und Standorte der übrigen 22 unterschiedlichen Daten, werden damit in keiner Weise technisch berührt oder angezeigt.
Ihre Auffindung bleibt dem Betrachter nach wie vor
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selbst überlassen. - Genau das gleiche ist auch bei Patent "DE 3331711 A1" der Fall.
Dort heisst es lediglich anstatt "old date - new date" nur "Tuesday - Monday".
Im Gegensatz dazu, werden bei gegenständlicher Anmeldung, wie oben beschrieben, in ununterbrochenen Reihenfolge, alle 24 sich stündlich ändernden Anzahlen und Stand= orte beider unterschiedlichen Daten elektrisch oder mechanisch, dem Anschein nach wie auf einem, in Drehrichtung der Erde bewegten, ringförmigen Band angebrachten Markie= rungen, hinter den Markierfenstern (1), entlang, neben oder unter den 24 Stunden Zif= fern optisch augenfällig, genau und übersichtlich, dem Betrachter angezeigt.