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Eisenbahnrangieranlage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen
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nicht in ihrer Gesamtheit erkannt und ausgenutzt worden. Wegen der geringen Entregungszeit der Bremse und der relativ geringen Speisestromstärke zeigt die Bremse nämlich auch ein gutes Steuerverhalten, d. h. ihre Bremskraft lässt sich ohne weiteres schnell und sicher durch Einstellen des Speisestromes ändern.
Bei Verwendung einer einzigen Gleichstromquelle zum Speisen der Wirbelstromgleisbremsen sind zum Ändern der Bremskraft für jede Bremse gesonderte Schaltmittel erforderlich, die beispielsweise unterschiedliche Windungszahlen anschalten oder Regelwiderstände im Speisestromkreis der Bremse ein-bzw. ausschalten. Diese Schaltmittel sind jedoch aufwendig und teuer. Ferner können beim Steuern einer Bremse Rückwirkungen auf die Stromversorgung anderer, gleichzeitig angeschalteter
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Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen. Die Erfindung geht dabei von der schon im Patent Nr. 272402 aufgezeigten Erkenntnis aus, dass während des Ablaufbetriebes jede Bremse nur kurzzeitig wirksam geschaltet ist. Ferner weiss der Fachmann erfahrungsgemäss, wie viele Bremsen in einer vorgegebenen Rangieranlage maximal gleichzeitig befahren werden.
Ausgehend von dieser Kenntnis besteht die Erfindung darin, dass so viele Gleichstromquellen vorgesehen sind, wie maximal gleichzeitig Bremsen von den ablaufenden Fahrzeugen befahren sind, wobei die Stärke der von den einzelnen Gleichstromquellen abgegebenen Ströme von Null bis zu einem der maximalen Bremskraft einer Bremse entsprechenden Maximalwert regulierbar ist und dass von den bereits mit einer Gleichstromquelle verbundenen Gleisbremsen steuerbare Schaltmittel zum Betätigen der Schaltkontakte vorgesehen sind, welche die Wicklungen der einzelnen Bremsen bedarfsweise an solche Gleichstromquellen anschalten, an die noch keine Bremse angeschaltet ist.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Im unteren Teil der Zeichnung sind die Gleisbremsen--l, 5 und 6--einer Rangieranlage mit beispielsweise sechs Gleisbremsen schematisch dargestellt. Es ist angenommen, dass in dieser Rangieranlage maximal drei Gleisbremsen gleichzeitig befahrbar sind. Daher sind, wie im oberen Teil der Zeichnung dargestellt, auch nur drei Gleichstromquellen--7, 8 und 9--vorgesehen, die je aus einem Speisetransformator und einer nachgeschalteten Gleichrichteranordnung bestehen. Auf der Primär-und der Sekundärseite der Transformatoren sind Stelleinrichtungen--10 bis 12 bzw. 13 bis 15--, z. B. Thyristoren, zum kontinuierlichen oder stufenweisen Einstellen der Speiseströme für die einzelnen Bremsen angeordnet.
Die Ausgänge der Gleichstromquellen sind mit Sammelschienen - -16, 17 bzw. 18-verbunden, die bis in die Nähe der Bremsen führen. An diese Sammelschienen können die schematisch angedeuteten Wicklungen der Gleisbremsen--l bis 6--über Schaltkontakte von Schaltern--100 bis 600--angeschaltet werden. Bei beispielsweise drei Gleichstromquellen und Sammelschienen sind für jeden Schalter je drei Schaltkontakte vorgesehen, z. B. die Schaltkontakte - 101 bis 103--für den Schalter-100-.
Die Schaltkontakte werden von Schaltmitteln--19--gesteuert, die auch das Einstellen der Stelleinrichtungen-10 bis 15-für die Stromversorgung bewirken. Die Schaltmittel-19schalten die einzelnen Gleisbremsen jeweils an eine solche Gleichstromquelle an, die bisher noch mit keiner weiteren Bremse verbunden ist. Zu diesem Zweck können den Schaltmitteln-19-- Wählschalter und von diesen gesteuerte Sperrschaltmittel zugeordnet sein, die das Anschalten mehrerer Bremsen an dieselbe Gleichstromquelle verhindern. Hiedurch wird sichergestellt, dass die von den Gleichstromquellen abgegebenen Speiseströme in jedem Fall ausreichen, um die jeweils angeschlossene Bremse mit dem gegebenenfalls erforderlichen maximalen Erregerstrom zu speisen.
Die Schaltmittel --19-- können entweder von Hand oder automatisch gesteuert werden.
Beispielsweise ist es möglich, einer Gleisbremse schon dann eine Gleichstromquelle zuzuordnen, wenn ein vor der Bremse angeordneter Schienenkontakt von einem darüberlaufenden Fahrzeug befahren wird, dagegen die Schaltkontakte erst zu einem späteren Zeitpunkt zu betätigen. Das Steuern der Stelleinrichtungen--12 bis 15--durch die Schaltmittel--19--kann beispielsweise in Abhängigkeit von Informationen erfolgen, die im sogenannten Ablaufspeicher der Rangieranlage für die betreffenden Fahrzeuge gespeichert sind und beim Befahren der Schienenkontakte an die Schaltmittel--19-- gegeben werden.
Sollte es vorkommen, dass beispielsweise vier Bremsen gleichzeitig befahren werden, so können zunächst nur drei Bremsen angeschaltet werden, weil nur drei Gleichstromquellen vorhanden sind. Da aber die von den einzelnen Bremsen abgebremsten Fahrzeuge die Bremsen nacheinander verlassen, wird eine der Gleichstromquellen als erste wieder freigegeben und die bisher noch nicht angeschaltete vierte Bremse über die Schaltmittel --19-- mit ihr verbunden. Wegen des dann möglicherweise nur noch
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zur Verfügung stehenden kürzeren Bremsweges wird diese Bremse zweckmässigerweise auf maximale Bremskraft eingestellt, so dass auch in diesem Fall damit gerechnet werden kann, dass die in der Bremse befindlichen Fahzeuge noch ausreichend abgebremst werden.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Beispiel beschränkt.
Beispielsweise genügt es, die Stelleinrichtungen-10 bis 12--nur als Schalter zum primärseitigen An-bzw. Abschalten der Transformatoren auszubilden, und zum Ein-bzw. Ausschalten und Regeln des Erregerstromes für die Gleisbremsen ausschliesslich die Stelleinrichtungen-13 bis 15-zu benutzen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Eisenbahnrangieranlage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen, in denen die magnetischen Flüsse zum Bremsen beider Räder der Radsätze von Schienenfahrzeugen in je einem oberseitig offenen, U-förmigen Magnetjoch erzeugt werden, zwischen dessen Schenkeln das betreffende Rad auf einer eingesetzten, gesonderten Fahrschiene rollt, unterhalb deren Lauffläche mehrere isolierte elektrische Leiter für den Erregerstrom der Bremse zwischen der Fahrschiene und den Schenkeln des Magnetjoches eingelegt sind und bei der die elektrischen Leiter beiderseits der Fahrschiene des betreffenden Magnetjoches angeordnet und über die in das andere Magnetjoch der Gleisbremse eingelegten Leiter so in Reihe geschaltet sind,
dass sie vom Speisestrom in gleicher Richtung durchflossen werden und bei der die für die Bremse vorgesehenen Schaltkontakte die Zuleitungen von einer aus einem Wechselstromnetz gespeisten Gleichstromquelle zu den eingelegten Leitern unmittelbar ein-bzw. ausschalten, wobei dieselbe Gleichstromquelle für mehrere Gleisbremsen gemeinsam vorgesehen ist, nach Patent Nr. 272402,
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Stärke der von den einzelnen Gleichstromquellen abgegebenen Ströme von Null bis zu einem der maximalen Bremskraft einer Bremse entsprechenden Maximalwert regulierbar ist und dass von den bereits mit einer Gleichstromquelle (z. B. 7) verbundenen Gleisbremsen steuerbare Schaltmittel (19) zum Betätigen der Schaltkontakte (z.
B. 102) vorgesehen sind, welche die Wicklungen der einzelnen Bremsen (1) bedarfsweise an solche Gleichstromquellen (8) anschalten, an die noch keine Bremse angeschaltet ist.
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