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Zündvorrichtung zur Entflammung brennbarer Gase
Die Erfindung betrifft eine Zündvorrichtung zur Entflammung brennbarer Gase mittels einer an mindestens ein Piezoelement angeschlossenen Funkenstrecke, zu deren Zündung eine Schlagmasse auf den Kopf des Piezoelements aufschlägt, welche durch eine Schlagfeder bei Betätigung der Zündvorrichtung vom Zündergehäuse elastisch entkoppelt ist und durch die Kraft der Schlagfeder beschleunigt wird, nach Patent Nr. 287900.
Nach dem Patent Nr. 287900 sind solche Zündvorrichtungen derart ausgebildet, dass das Piezoelement an seiner, der Schlagmasse abgewandten Stirnseite auf einer Abstützmasse ruht, welche zur Erzeugung eines Zündfunkens mit anschliessender Nachentladung durch einen stets gleichen Druckimpuls im Piezoelement mit steilem Druckanstieg und flacherem Druckabfall über ein elastisches Glied vom Zündergehäuse entkoppelt ist. Diese Zündvorrichtung ist ferner mit einer Rückstellfeder ausgerüstet, welche durch das Schlagorgan beim Aufschlagen auf den Kopf des Piezoelements gespannt wird und die danach Schlagorgan und Betätigungstaste in die Ruhelage zurückbewegt.
Bei derart aufgebauten Zündvorrichtungen ergeben sich jedoch im Betrieb durch das Spannen der Rückstellfeder Nachteile, da die hiezu benötigte zusätzliche Energie durch eine verhältnismässig grosse Schlagmasse und durch eine entsprechend stärkere Schlagfeder erzeugt werden muss ; dies erfordert eine schwere und kräftige Konstruktion der ganzen Zündvorrichtung. Hinzu kommt ferner, dass die vorgesehene genaue Abstimmung von Schlagorgan und beiden gegeneinander wirkenden Federn zur Erzeugung der erforderlichen kinetischen Energie im Schlagorgan nur schwer zu erreichen ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Masse des Schlagorgans und die Kraft der Schlagfeder zu reduzieren, indem durch geeignete Anordnung der Rückstellfeder diese nicht mehr durch das Schlagorgan gespannt wird. Auf diese Weise soll eine möglichst leichte und einfach abzustimmende Zündvorrichtung geschaffen werden, welche mit geringer Kraft von Hand betätigt werden kann.
Nach der Erfindung wird dies nun bei Zündvorrichtungen der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, dass eine Rückstellfeder konzentrisch zur Schlagfeder angeordnet und zwischen der Drucktaste und einem Gehäuseansatz der Zündvorrichtung eingespannt ist, wogegen die Schlagfeder zwischen der Drucktaste und der Schlagmasse eingesetzt ist.
Durch diese Anordnung werden Schlag-und Rückstellfeder durch Herunterdrücken der Drucktaste zunächst gleichzeitig gespannt, dann wird das Schlagorgan durch die Drucktaste ausgerastet und durch die sich entspannende Schlagfeder beschleunigt auf den Kopf der Piezoelemente geschlagen. Beim Loslassen der Drucktaste drückt die gespannte Rückstellfeder sodann die Drucktaste mit dem Schlagorgan in ihre Ruhestellung zurück.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Zündvorrichtung zur Entflammung brennbarer Gase veranschaulicht. Es zeigen die Fig. l, 2 und 3 eine piezoelektrische Zündvorrichtung für Gasgeräte in Ruhestellung bzw. mit heruntergedrückter Drucktaste und ausgerastetem Schlagbolzen und schliesslich beim Aufschlag des Schlagbolzens auf die Piezoelemente
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jeweils im Mittelschnitt ; Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der Zündvorrichtung, bei welcher die Schlageinrichtung und die Piezoelemente als zwei voneinander getrennt angeordnete Bauteile ausgebildet sind, teilweise im Mittelschnitt.
Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten piezoelektrischen Zündvorrichtung ist das hülsenförmige Metallgehäuse --10-- an beiden Enden mit einem Aussengewinde versehen, auf welche je eine Kunststoffkappe --11 und 12--aufgeschraubt ist. Auf der Innenseite der Kappe welche den Gehäuseboden der Zündvorrichtung bildet, liegt ein Gummiring--13--, der einen Amboss
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einem zylindrischen Ansatz --15a-- der Isolierhülse --15--, der durch einen Ausschnitt --10a-im Gehäuse --10-- radial nach aussen hindurchragt, befindet sich ein Hochspannungsanschluss --18-- für eine nicht dargestellte Zündfunkenstrecke eines Gasgerätes.
Der Hochspannungsanschluss - wird durch eine Madenschraube --19-- gebildet, die teilweise in eine Gewindebohrung --20-- im Ansatz --15a-- der Isolierhülse --15-- eingeschraubt ist und die über eine Kontaktfeder --21-- an eine zwischen beide Piezoelemente--16--eingesetzte Kontaktscheibe - 22-- hochspannungsseitig angeschlossen ist. Die Isolierhülse--15--schliesst oben mit einem bis an die Innenwand des Gehäuses-10-reichenden flanschartigen Ansatz-15b-ab, der einerseits zur Führung der Isolierhülse --15-- dient und anderseits zur Festlegung der Isolierhülse-15-in axialer Richtung über einen Gummiring--23--gegen eine Metallscheibe--24--elastisch abgestützt ist, die an einem Gehäuseabsatz --10b-- an der Innenseite des Gehäuses --10-- anliegt.
Die Metallscheibe--24--hat in der Mitte eine Öffnung, durch die der vordere Teil eines auf dem oberen
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ist mit einer weiteren Ringwand --35-- im oberen Abschnitt des Gehäuses --10-- der Zündvorrichtung geführt. Sie ragt mit ihrem oberen Abschnitt durch eine Öffnung der Plastikkappe --12-- und ist nach oben durch ein Kunststoffhütchen--36--abgeschlossen.
Die Rückstellfeder --29-- ist koaxial zur Schlagfeder--28--angeordnet und zwischen der Drucktaste --27-- und dem auf dem Gehäusebund-10c-aufliegenden Tragring-31- eingesetzt, während die Schlagfeder --28- zwischen der Drucktaste --27-- und einem Ansatz --26b-- des Schlagbolzens --26-- eingesetzt ist. Beide Federn-28 und 29-sind durch die
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Masseverbindung zwischen dem dem Schlagbolzen--26--zugewandten Ende des oberen Piezoelements--16--und dem Gehäuse --10-- der Zündvorrichtung ist über den Schlagkopf --25-- und die Metallscheibe--24--hergestellt.
Bei Betätigung der Zündvorrichtung durch Herunterdrücken der Drucktaste --27-- von Hand werden zunächst die Schlagfeder --28-- und die Rückstellfeder --29-- gleichzeitig gespannt.
Sobald die untere Kante--32a--der Ringwand--32--auf den Abrutschsteg --30b-- der Rastzungen--30--gelangt und beim weiteren Herunterdrücken der Drucktaste --27-- über den Abrutschsteg--30b--hinweggleitet, werden die Rastzungen --30-- nach aussen gespreizt, so dass die Nasen--30a--am unteren Rand des Schlagbolzens--26--ausrasten und diesen freigeben
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(Fig. 2). Der Schlagbolzen --26-- schnellt nun durch die sich entspannende Schlagfeder-28-- beschleunigt nach unten, wo er auf den Schlagkopf-25-der Piezoelemente-16-aufschlägt (Fig. 3).
Durch den dabei auf die Piezoelemente-16-ausgeübten Druckimpuls schlagen nun gemäss dem Patent Nr. 287900 zunächst ein oder mehrere Funken an der Funkenstrecke über, an die sich eine Nachentladung entgegengesetzter Polarität anschliesst. Beim Loslassen der Drucktaste --27-- kehrt diese durch die gepsannte Rückstellfeder-29-in ihre Ruhelage zurück. Dabei zieht sie mit ihrer
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Armatur eines Gasgerätes getrennt voneinander angeordnete vorjustierte Bauteile auszubilden. Fig. 4 zeigt eine solche Lösung, bei der die Drucktaste-27--, der Schlagbolzen-26-, der Rastzungenring-30'--, die Spannfeder --28-- und die Rückstellfeder --29-- in eine an beiden Enden umgebördelte Blechhülse --40-- eingesetzt sind.
An der Blechhülse --40-- sind zwei Haltewinkel --41-- festgeschweisst, mit denen der komplette Bauteil --42-- durch Schrauben
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-43-- an der--24-- und den Kontaktteilen--17, 22, 25--in einen oben umgebördelten Blechtopf--45-- eingesetzt, wobei der Hochspannungsanschluss --18-- aus einer nicht erkennbaren Öffnung in der Wand des Blechtopfes-45-herausragt. Auch dieser Bauteil --47-- ist mit zwei Haltewinkeln --48-- versehen, vermittels welcher er mit Schrauben --49-- an einem Tragteil --46-- innerhalb der Armatur --44-- leicht auswechselbar befestigt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zündvorrichtung zur Enflammung brennbarer Gase mittels einer, an mindestens ein Piezoelement angeschlossenen Funkenstrecke, zu deren Zündung eine Schlagmasse auf den Kopf des Piezoelements aufschlägt, welche durch eine Schlagfeder bei Betätigung der Zündvorrichtung vom Zündergehäuse elastisch entkoppelt ist und durch die Kraft der Schlagfeder beschleunigt wird, nach Patent Nr.
287900, bei welcher das Piezoelement an seiner, der Schlagmasse abgewandten Stirnseite auf einer Abstützmasse ruht, welche zur Erzeugung eines Zündfunkens mit anschliessender Nachentladung durch einen stets gleichen Druckimpuls mit steilem Druckanstieg und flacherem Druckabfall über ein
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Rückstellfeder (29) konzentrisch zur Schlagfeder (28) angeordnet und zwischen einer Drucktaste (27) und einem Gehäuseansatz (lOc) der Zündvorrichtung eingespannt ist, wogegen die Schlagfeder (28) zwischen der Drucktaste (27) und der Schlagmasse (26) eingesetzt ist.
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