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Verfahren zum Herstellen von mit Querrillen versehenen flexiblen Rohren aus thermoplastischem Kunststoff
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wodurch die Kühlung nicht voll zur Wirkung kommt und auch Schwindungen des Rohres auftreten.
Weiters wird das Rohr durch den Zug der Haspel, auf der das Rohr aufgewickelt wird, zwischen der
Haspel und der Form in seiner Längsrichtung gedehnt, d. h. die Längs-und Querabmessungen der
Rillen werden verzerrt, so dass das Rohr nicht die gewünschte Form erhält, wenn das Kunststoffmaterial nicht genügend gehärtet ist.
Alle diese Nachteile bestehen auch bei Einrichtungen, welche mit zwei in einem Abstand voneinander angeordneten Verdickungen versehen sind.
Es ist auch bekannt, das aus der Pressdüse austretende Ende eines Kunststoffrohres mit glatter
Wand zum Kalibrieren seines Aussendurchmessers in einer Kalibriereinrichtung, durch einen Stopfen zu verschliessen und in das Rohr Druckluft einzuführen, damit das noch plastische Rohr während des
Spritzvorgynges gegen die Wandung der Kalibrierdüse gepresst wird. Bei dieser Vorrichtung geht es insbesondere um die masshaltige Herstellung, d. h. die Zentrierung und Kalibrierung der gespritzen
Rohre. Es sind aber die verschiedenen Arbeitsweisen, Systeme, Werkzeuge und Aggregate zur
Herstellung glatter und quergerillter Rohre keineswegs untereinander äquivalent.
Wenn schon die
Fachwelt bei der Herstellung von Kunststoffrohren mit glatter Wand auf Schwierigkeiten stösst, kann der Fachmann, der Rohre mit quergerillter Wand herstellt, mit weiteren Hindernissen rechnen, so dass
Rückschlüsse von einem Gebiet auf das andere nicht ohne weiteres möglich sind.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, das Rohrende umzulegen bzw. abzubinden. Ein luftdichtes
Verschliessen des Rohrendes auf diese Weise ist aber selbst bei Rohren mit verhältnismässig kleinen Durchmessern und sehr geringen Wandstärken in Frage gestellt, da durch Bildung von Falten beim Abbinden, Kanäle entstehen werden, durch die die Luft entweicht. Rohre mit grossen Durchmessern und verhältnismässig grossen Wandstärken von 2 bis 3 mm lassen sich wegen der Scheiteldruckfestigkeit überhaupt nicht umschlagen und abbinden oder auch nicht nur abbinden, umsomehr als solche Rohre insbesonders aus Hart-PVC bestehen.
Da bei der Herstellung von Rohren in der Länge von 100 und mehr Metern der Luftbedarf verhältnismässig gross und die Aufrechterhaltung des notwendigen Luftdruckes in diesen langen Rohren daher aufwendig ist, werden in üblicher Weise jeweils Rohrstücke mit handelsüblichen Längen von 20 bis 30 m hergestellt. Nach der im vorstehenden angeführten bekannten Abbindemethode muss, sobald ein solches Rohrstück aus der Form ausgetreten ist, dieses abgetrennt und das freie, aus der Form ragende Rohrende umgeschlagen und abgebunden werden. Dies bedingt nicht nur einen grossen Zeitverlust, sondern auch einen erheblichen Luftverlust, der sogar ein Zusammenfallen des noch weichen, in der Form befindlichen Rohrteiles verursachen kann. Diese Nachteile bestehen auch, wenn in bekannter Weise das freie Rohrende verpfropft wird. Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile vermieden.
Bei der Herstellung von Hohlkörpern durch das Blasverfahren ist es bekannt, den noch warmen thermoplastischen Schlauch durch Klemmbacken zusammenzupressen und so lange zusammengepresst zu halten bis die Abkühlung eingetreten ist. Dieser Vorgang ist für das luftdichte Abschliessen von Rohren nicht anwendbar, weil das aus den Formbacken austretende und zu verschliessende Rohrende bereits kalt ist und durch die Anwendung von blossen Klemmbacken nicht luftdicht verschlossen werden kann.
Die Erfindung besteht darin, dass bei einem Verfahren zur Herstellung von mit Querrillen versehenen flexiblen Rohren aus thermoplastischem Kunststoff, bei welchen ein von einer Strangpresse austretendes Rohr kontinuierlich mit dem Rohr mitbewegbaren Hohlformen zugeführt und durch Einleiten eines Druckmediums, z. B. Luft, verformt wird, wobei das Rohr zur Verhinderung des Luftaustrittes verschlossen wird, erfmdungsgemäss das aus den Hohlformen austretende kalte Rohr zur Verhinderung des Luftaustrittes durch Verschweissen luftdicht abgeschlossen wird. Da das Rohr nch Durchqueren einer Kühlzone gefestigt aus den Formbacken austritt und daher bereits kalt ist, muss zum Verschweissen von aussen Wärme zugeführt werden, um die kalten Rohrwände zu erwärmen und unter Einwirkung von Druck zu plastifizieren.
Durch das erfindungsgemässe Verschweissen erfolgt die Unterteilung des Rohres ohne Unterbrechung der Erzeugung und ohne Luftverlust, so dass für die Herstellung des Rohres eine wesentlich geringere Luftmenge notwendig ist. Daher ist auch eine ausreichende Erwärmung der Luft durch die Werkzeugbeheizung gewährleistet. Im weiteren wird der Druck über die ganze Länge des geraden Formabschnittes gleichmässig auf die Rohrwandung ausgeübt. Das Rohr wird somit auch in der Kühlzone an die Hohlformen gepresst und dadurch eine bessere Masshaltigkeit erzielt als bei den bekannten Fertigungen, bei denen eine Verdickung verwendet wird. Durch das enge Anliegen des Rohres an den Innewänden der Formbacken in der Kühlzone wird auch eine bessere Kühlung erreicht, so dass das Rohr gefestigt aus der Form austritt.
Der Luftdruck kann trotz des Längenzuwachses des
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geformten Rohres durch entsprechende mit einfachen Mitteln regelbare Luftzufuhr konstant gehalten werden. Da bei der Fertigung gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren kein Dorn mit einer
Verdickung benötigt wird, ist nicht nur die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens einfacher, sondern es bestehen auch nicht mehr die Schwierigkeiten und Nachteiles, die sich aus der undichten
Verdickung bzw. deren exzentrischen Lage ergeben.
Weitere Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens sind geringer Materialverlust, Unabhängigkeit von der Wandstärke und Anwendbarkeit auf Rohre mit grossem Durchmesser sowie die Möglichkeit der
Herstellung von Rohren mit verschieden grossen lichten Querschnitten bzw. mit abwechselnd gerillten und glatten Abschnitten.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren ist die kontinuierliche Herstellung des Rohres sowie dessen kontinuierliches Aufwickeln auf einer Haspel gewährleistet.
Das Verschweissen ermöglicht die Herstellung von Rohren bzw. Rohrstücken in handelsüblichen
Längen mit Wandstärke bis zu etwa 3 mm und mit grossen Durchmessern bis etwa 200 mm. Es können natürlich auch mehrere Schweissnähte hintereinander angebracht werden, z. B. bei grossen Rohren aus hartem Werkstoff.
Erfindungsgemäss kann das Rohr zur kontinuierlichen Herstellung von Rohrteilen nach vorbestimmten Längen verschweisst werden, wobei die so gebildeten Rohrteile abgetrennt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird an Hand der Zeichnungen beispielsweise erläutert. Fig. l zeigt die Düse eines Extruders mit ausgepresstem Rohr im Längsschnitt, Fig. 2 einen Teil der Hohlform mit dem verformten Rohr, ebenfalls im Längsschnitt und Fig. 3 und 4 Längsschnitte von Rohrstücken mit unterschiedlichen Querschnitten bzw. Abschnitten.
Nach Fig. l wird das zwischen der Düse--l--und dem Dorn--2-des nicht dargestellten Extruders austretende Endendes ausgepressten Rohres--4--vorerst zugeschweisst (Pfeil 5).
Sodann wird, wie Fig. 2 zeigt, die Form, von welcher nur deren gerader Abschnitt --6-- zeigt ist, an den Extruder herangeschoben, so dass das Rohr koaxial in den geraden Abschnitt einläuft, wobei die Extruderdüse--l--in die Form ragt. Durch Einblasen von Druckluft wird das Rohr an die gerillten Wände der Hohlform gepresst, so dass es die Form eines gerillten Rohres erhält. Das aus der Form auslaufende und bereits vollkommen ausgehärtete Rohr wird auf eine nicht dargestellte Haspel aufgerollt.
Zum Abtrennen von Rohrteilen in bestimmten Längen kann der Extruder und die Formeinrichtung abgestellt, der Rohrteil abgetrennt und das aus der Form ragende Rohrende wieder verschweisst werden. Es können die Rohrteile in vorbestimmten Längen auch kontinuierlich hergestellt werden, ohne dass der Extruder und die Formeinrichtung abgeschaltet werden. In diesem Fall wird das Rohr, wenn ein genügend langer Rohrteil geformt ist, zur Verschliessung des zu formenden Rohres nahe der Form an der durch die Pfeile --7-- angezeigten Stelle abgeschweisst und der Rohrteil abgetrennt (Fig. 2).
Das über seine ganze Länge gerillte Rohr kann abwechselnd Abschnitte aufweisen, die verschieden grosse lichte Weiten besitzen. Solche Abschnitte sind in Fig. 3 mit-8 und 9-bezeichnet. Es kann das Rohr aber auch nach Fig. 4 ausgebildet sein, bei welchem abwechselnd gerillte und glatte Abschnitte aneinandergereiht sind, die mit --10 bzw. l1-- bezeichnet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von mit Querrillen versehenen flexiblen Rohren aus thermoplastischem Kunststoff, bei welchem ein von einer Strangpresse austretendes Rohr kontinuierlich mit dem Rohr mitbewegbaren Hohlformen zugeführt und durch Einleiten eines Druckmediums, z. B.
Luft, verformt wird, wobei das Rohr zur Verhinderung des Luftaustrittes verschlossen wird,
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