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Quetschwalzenpaar zum Zusammendrücken eines schlauchförmigen
Film stranges Die Erfindung betrifft ein Quetschwalzenpaar zum Zusammendrücken eines schlauchförmigen Filmstranges zwecksErmöglichung bzw. Regelung des Durchtrittes eines Druckmediums aus einem aufgeblähten Abschnitt des Filmstranges mit höherem Innendruck in einen benachbarten Abschnitt mit niedrigerem Innendruck.
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung von gefügeorientierten, schlauchförmigen Filmen zeichnet sich besonders aus durch das Auspressen eines thermoplastischen polymeren Materials im geschmolzenen Zustand zur Form eines Schlauches, sowie durch Abkühlen dieses Schlauches auf eine unterhalb des Schmelzpunktes gelegene Temperatur, um diesen in einen amorphen Zustand zu versetzen, und schliesslich durch Dehnen desselben bei einer Temperatur unterhalb seines Schmelzpunktes, u. zw. mittels eines in einer Blase des Schlauches eingeschlossenen Druckmediums. Der Schlauch kann auch entweder gleichzeitig oder gesondert durch Abziehen des Films von einem Dehnungsorgan mit grösserer Geschwindigkeit als er zugeführt wird in der Längsrichtung gedehnt werden.
In einem weiteren Verfahrensschritt kann der 'Schlauch auf ähnliche Weise vor dem Abkühlen gedehnt werden, um seine Stärke zu reduzieren, während er sich durch Erwärmung im erweiterten Zustand befindet.
Es ist in der Regel erwünscht, dass der gefügeorientierte Film nach dem Dehnen kristallisiert wird, um
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ten wird, die zumindest ausreicht, um ein vollständiges Zusammenziehen zu verhüten. Demgemäss kann der schlauchförmige Film mittels einer mit. Druckmedium gefüllten Blase, die in ihm durch Flachdrücken eines stromabwärts gelegenen Filmabschnittes gebildet wird, orientiert werden, worauf er durch neuerliches Aufblasen zu einer weiteren Blase und Erhitzen auf die erwünschte Temperatur im aufgeblasenen Zustand kristallisiert wird. Da die Kristallisierungstemperatur in der Regel wesentlich höher als die Orien- tierungstemperatur ist, muss der Druck in der zweiten Blase wesentlich geringer sein, als in der ersten, so dass ein Platzen des Films bei der höheren Temperatur verhütet wird.
Es wurde schon gefunden, dass die Schwierigkeiten bei der Bildung und Regelung der zweiten mit Druckmedium gefüllten Blase dadurch überwunden werden können, dass der schlauchförmige Film im zweiten aufgeblasenen Abschnitt aufgeschlitzt und an dieser Stelle das Druckmedium eingeführt wird. Auf diese Weise ist es jedoch nicht möglich, den Film inschlauchformherzustellen, wasaber für Verpackungs- und andere Zwecke besonders erwünscht ist.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, das Druckmedium für die Dehnungsblase einschliesslich der Kristallisierungsblase mittels einer rohrförmigen Sonde einzuführen, die aus dem Pressmundstück durch dazwischen liegende aufgeblasene Abschnitt des Films und durch die Klemmwalzenpaare in die betreffende Blase eingeführt werden kann. Dieses Verfahren bereitet keine Schwierigkeiten, wenn die Blasen in einer Richtung hintereinander liegen.
Diese Bedingung ist insbesondere beim Kristallisierungsverfahrensschritt schwer einzuhalten, da dies bedeuten würde, dass das gesamte, das Auspressen, Abkühlen, Orientieren und Kristallisieren umfassende Verfahren in einer geradlinigen Bahn durchgeführt werden müsste.
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diesemKristallisierungsprozess gibt es auch andere Gelegenheiten, bei denen zwei. oderaufeinanderfolgende Abschnitte des schlauchförmigen Films, die jeweils durch einen flachgedrückte Abschnitt voneinander getrennt sind, auf verschiedene Innendrücke aufzublasen sind. So kann z.
B. der erste
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Abschnitt auf einen relativ hohen Druck aufgeblasen werden, um den Film entweder im erweichten Zu- stand oder nach dem Abkühlen zu strecken, während der zweite auf einen geringeren Innendruck aufge- blasene Abschnitt dazu dient, Falten im schlauchförmigen Film durch Eindrücken von Filmpartien gegen die Wirkungdesinnendruckesherzustellen. Dieses Verfahrenkannangewendet wenden, uni einen schlauch- förmigen Film im gefügeorientierten Zustand zu falten.
Gegenüber den bekannten Vorrichtungen zur Durchführung der aufgezählten Verfahren stellt das er- findungsgemässe Quetschwalzenpaar eine wesentliche Vereinfachung hinsichtlich der verwendeten Mittel dar. Die Erfindung besteht nämlich darin, dass die eine der beiden Quetschwalzen einen im Durchmesser veränderbaren Abschnitt aufweist. Auf diese Weise kann auf den durch die Klemmstelle hindurchgehenden Film ein variabler Pressdruck ausgeübt werden, um im Film eine veränderbare Durchtrittsstelle für das Druckmedium von einem aufgeblähten Abschnitt zum andern zu bilden. Die Erfindung besteht auch darin, dass der veränderbare Abschnitt der einen Quetschwalze von einem eine ringförmige Ausnehmung im Walzenkörper überdeckenden elastischen Überzug gebildet ist, wobei der so gebildete Hohlraum mit einem Druckmedium gefüllt ist, dessen Druck regelbar ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher veranschaulicht.
Aus der Zeichnung ist zu ersehen, dass eine verhältnismässig lange Walze (z. B. 10. 16 cm stark und
100, 96 cm lang) aus zwei Stahlrohrstücken 1 gebildet ist, die einen Aussendurchmesser von 7, 46 cm (5,08 cm + 2,38 cm) besitzen und an ein innenliegendes Rohrstück 2 angeschweisst sind. Die zueinander- gekehrtenEnden der aussen anliegenden Rohrstücke 1 sind voneinander 3,81 cm'entfernt und das RohrstUck
2istmit zwei Reihen von je 8 Löchern mit einem Durchmesser von 0, 32 cm versehen.
Diese Löcher wei- sen in der Umfangsrichtung des Rohrstückes 2 gleiche Abstände voneinander auf und stellen eine Verbin- dung zwischen demInneren des Rohrabschnittes 3 und einem Zwischenraum 4 zwischen den äusseren Rohren
Iher. DieAussenrohre 1 und der Zwischenraum 4 sind mit einem Gummimantel 5 von 1, 27 cm Dicke ab- gedeckt, der an den Aussenrohren eng anliegt und im Bereich 6 über dem Zwischenraum 4 letzteren nach aussen abschliesst. An den Enden sind die Aussenrohre 1 mit Abschlussdeckel 7 versehen, welche z. B. an- geschweisst sind und mit Achsstücken 8 versehen sein können. Das eine Achsstück ist vorteilhaft mit einer
Bohrung 9 versehen und kann über ein nicht dargestelltes Zweigventil mit einer Vakuumpumpe und einer
Druckluftquelle verbunden werden.
Während des Betriebes arbeitet die in der Zeichnung dargestellte Klemmwalze mit einer andern an- getriebenenKlemmwalze zusammen, wobei der auf den durch die Klemmstelle durchgeführten Film aus- geübte Druck durch sine Regelung des Innendruckes der hohlen Walze 1 eingestellt werden kann, Da der
Gummimantel 5 im Bereich 6 dazu neigt, sich in den Zwischenraum 4 auszubauchen, isteserforderlich, den Druck innerhalb der Walze auf einem solchen Mass zu halten, dass der Maximaldruck innerhalb des schlauchförmigen Films zumindest ausgeglichen wird, damit der Durchtritt von Druckluft von der einen aufgeblähten Abschnittsseite zur andern verhindert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Quetschwalzenpaar zum Zusammendrücken eines schlauchförmigen Fllmstranges zwecks Ermög- lichung bzw. Regelung des Durchtrittes eines Druckmediums aus einem aufgeblähten Abschnitt des Film- stranges mit höherem Innendruck in einen benachbarten Abschnitt mit niedrigerem Innendruck, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der beiden Quetschwalzen einen im DurchmesseE veränderbaren Abschnitt (6) aufweist.
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