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Krankenbett
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Krankenbett, in welches ein Kübel für Stuhl und Harn einschiebbar ist.
In der mittleren Matratze aus elastischem, porösem Kunststoffmaterial befindet sich in der Mitte ein Loch. Die Matratze wird mit Gradl oder Mollino überzogen, nur das Loch wird noch mit einer schlauchförmigen Plastikfolie überkleidet.
Im Betteinsatz ist an derselben Stelle ebenfalls ein Loch. Unterhalb des Betteinsatzes ist beiderseits des Loches eine U-Schiene angebracht, damit man einen Kübel zu diesem Loch hin-und herschieben kann. In diesem Kübel ist ein Sack aus Kunststoff befestigt und wird nach Gebrauch mit Inhalt in den Abfallkübel geworfen.
Für das Loch im Betteinsatz ist ein Ergänzungsteil vorgesehen, welcher so konstruiert wird, dass er nach Gebrauch in das Loch des Einsatzes einschiebbar ist. Bei der Matratze kann ebenfalls das herausgeschnittene Stück wieder in das Loch der Matratze gesteckt werden.
Die obere und untere Matratze wird mit weisser Webe (wie Kopfpolster) überzogen.
In der Mitte kommt ein zirka 1, 20 m breiter Durchzug aus weisser Webe, welcher in der Mitte ebenfalls das Loch hat. Am oberen und am unteren Saum hat der Durchzug je 4 Knopflöcher.
Am Fussende des Loches der mittleren Matratze (Überzug) wird eine Art kleine Schürze aus Kunststoff befestigt.
Durch eine Matratze mit Loch wird eine Leibschüssel überflüssig gemacht, da das Hinaufsetzen auf die Leibschüssel nicht nur für die Krankenschwester, sondern auch für die Patienten, welche strenge Bettruhe haben, z. B. bei Herzinfarkt, eine grosse Anstrengung erfordert und Gefahr bedeutet. Auch ist das Loch bei einem Decubitus ein grosser Vorteil, da dieser nur heilen kann, wenn kein Druck vorhanden ist und dies ist bei diesem Loch der Fall.
Der Betteinsatz mit Schienen und Loch sowie mit dem Ergänzungsteil des Loches, welcher so konstruiert wird, dass er in das Loch des Betteinsatzes einschiebbar ist, bietet den Vorteil, dass der Einsatz auf diese Weise komplett gemacht wird und das Bett nicht extra erzeugt werden muss.
Die Überzüge für die obere und die untere Matratze sind einfache Säcke aus weisser Webe und sind auf beiden Seiten verwendbar. Sie machen ein Leintuch überflüssig, und dies ist eine grosse
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befestigt sind, dienen. Dadurch wird erreicht, dass sich der Durchzug nicht verzieht und in das Loch der Matratze rutscht und beschmutzt wird.
Die kleine Schürze aus Kunststoff, welche am Fussende der mittleren Matratze (Überzug) befestigt wird, ist dadurch besonders vorteilhaft, da sich Patienten, welche sich bewegen können, diese zum Schutz gegen eine Verschmutzung des Durchzuges und der vorderen Lochverkleidung zwischen den Beinen vorhalten können, schwerkranken Patienten bindet man sie um den Leib. Diese Schürzen sind sehr leicht auswechselbar und sehr leicht zu reinigen, oder man kann sie auch wegwerfen.
Krankenbetten mit unter ein Loch des Einsatzes auf Schienen einschiebbarem Kübel und mit
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einem in der mittleren Matratze vorgesehenen korrespondierenden Loch sind bereits bekannt. Es wurden auch schon schürzenartige Einlagen vorgeschlagen, welche die Exkremente in das Loch ablenken und ein Beschmutzen der benachbarten Betteile verhindern sollen. Solche Betten bzw. Schürzen sind unter anderem in der österr. Patentschrift Nr. 107111 bzw. in den deutschen Patentschriften Nr. 827536 und Nr. 813300 beschrieben worden.
Alle bekannten Betten dieser Art sind jedoch kompliziert aufgebaut und müssen in Sonderanfertigung hergestellt werden, oder sind schwer zu reinigen und von Geruch freizuhalten.
Ausserdem ist bei allen diesen Betten das Problem der Bettwäsche nicht gelöst.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt : Fig. 1 zeigt ein Krankenbett, in welchem sich etwa in der Mitte des Einsatzes --1-- ein Loch --2-- befindet und unterhalb beiderseits des Loches --2-- querlaufende Schienen --3-angebracht sind, auf welchen ein Kübel-4-verschiebbar ist. Auf einer Seite gleich nach dem Loch - ist eine Vorrichtung --5-- angebracht, damit der Kübel --4-- nicht über das Loch --2-- geschoben werden kann. In den Kübel-4-- kann man einen Sack--6--geben. Dieser ist aus Kunststoff und kann nach Gebrauch mit Inhalt in den Abfallkübel geworfen werden. Der Rand des Sackes wird über den Rand des Kübels gestülpt.
Diese Art erspart das Kübel- und Flaschenausleeren und Waschen, ist hygienischer, fortschrittlich und erspart der Krankenpflege eine sehr unangenehme Arbeit. Ein Ergänungsteil--7--für das Loch--2--wird so konstruiert, dass er nach Gebrauch in das Loch --2-- einschiebbar ist und dadurch der Betteinsatz--l--komplett gemacht wird.
Fig. 2 zeigt die mittlere Matratze aus elastischem, porösem Kunststoffmaterial, aus der in der
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entsprechende Loch, welches mit einer schlauchförmigen Plastikfolie --9-- versehen ist und durch das Loch der Matratze und des Einsatzes--l--in den Kübel--4--reicht. Das herausgeschnittene Stück-10-aus der Matratze wird mit weisser Webe überzogen. Es kann nach Gebrauch in das Loch des Durchzuges und der Matratze gesteckt werden und ergibt so ein normales Bett. Bei incontinenten oder sehr starken schwerkranken Patienten ist es vorteilhafter, wenn die Löcher offen bleiben. Auch erspart das offene Loch einen Luftpolster.
Fig. 3 zeigt einen Überzug aus weisser Webe, welcher für die obere und untere Matratze vorgesehen ist. Diese Überzüge sind einfache Säcke und sind auf beiden Seiten verwendbar. Sie machen ein Leintuch überflüssig und dies ist eine grosse Wäscheerspamis, auch ist das Bettenmachen ohne Leintuch eine grosse Arbeitserleichterung.
Fig. 4 zeigt eine kleine Schürze aus Kunststoff, welche am Überzug der mittleren Matratze (Fussende des Loches-15-) befestigt ist. Der untere Teil-16-- dieser Schürze reicht durch das Loch der Matratze und des Einsatzes --1-- in den Kübel --4--. Diese Schürze ist ein Schutz gegen die Verschmutzung des Durchzuges und der vorderen Verkleidung --9-- des Loches der Matratze.
Sehr unruhigen Patienten kann man so eine Schürze auch rückwärts geben und um den Leib binden.
Diese Schürzen haben den grossen Vorteil, dass sie leicht ausgewechselt, gereinigt oder weggeworfen werden können.
Fig. 5 zeigt einen zirka 1, 20 m breiten Durchzug aus weisser Webe, ebenfalls mit dem entsprechenden Loch versehen wie Matratze und Einsatz --1--. Ausserdem hat es am oberen und am unteren Saum --11- je 4 Knopflöcher--12--, welche zum Spannen mittels Blander--13-, die am Fussende --14-- des Bettes befestigt sind, dienen. Dadurch wird erreicht, dass sich der Durchzug nicht in das Loch der Matratze verziehen kann und beschmutzt wird.
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