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Gehäuse für Akkumulatoren
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse für Akkumulatoren, das gegebenenfalls mittels eines aufsetzbaren Deckels verschliessbar ist.
Die bisher üblichen Akkumulatorengehäuse bestehen aus Ebonit oder Kunststoff, wie Acryl-, Polyester-oder Phenolharzen, also aus mechanisch nur beschränkt beanspruchbaren Materialien. Es ist daher notwendig, die Gehäusewandungen verhältnismässig dick auszubilden, denn das Gewicht der innerhalb des Gehäuses unterzubringenden Akkumulatorenbestandteile ist bedeutend, so dass auch das Gehäuse schwer ausfallen muss und sich ein ungünstiges Gewicht pro Ah ergibt. Hierin liegt ein beachtlicher Nachteil, denn insbesondere in der Automobilindustrie werden möglichst leichtgewichtige Batterien von entsprechender Leistung verlangt.
Ziel der Erfindung ist die Behebung dieses Mangels, d. h. die Schaffung eines Gehäuses, das bei verhältnismässig niedrigem Eigengewicht die erforderliche Festigkeit aufweist. Dieses Ziel ist mit einer Gehäusekonstruktion erreichbar, die erfindungsgemäss einen Mantel aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung und einen, die gesamte Innenseite dieses Mantels bedeckende Schicht aus einem elektrisch isolierenden und gegenüber dem Elektrolyten beständigen Material aufweist. Solche Gehäuse können bei ausreichender Festigkeit sehr leicht sein, denn es genügt eine sehr dünne Schicht, weil diese mechanisch praktisch unbeansprucht ist. Vorzugsweise ist die Schicht als Innenmantel ausgebildet, der in den äusseren Mantel aus Aluminium od. dgl. passt.
Dieser Innenmantel kann aus Kunststoff bestehen, wobei sich Gemische aus 70 bis 80 Gew.-% ABS-Harzen und 20 bis 30 Gew.-% Polycarbonharzen besonders bewährt haben.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand beispielsweiser Ausführungsformen und der Zeichnungen näher erläutert, wobei sich weitere Erfindungsmerkmale ergeben werden. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 ein erfindungsgemässes Gehäuse im Schnitt und Fig. 2 in schaubildlicher Ansicht einen Innenmantel.
Das in Fig. l dargestellte Gehäuse besteht aus einem Mantel--l--aus Aluminiumblech von z. B.
1 mm Dicke, der vorzugsweise wenigstens an seiner Innenseite mit einer Oxydschicht --2-- bedeckt, z. B. anodisch oxydiert, ist. In den Aluminiummantel ist ein elektrisch isolierender Innenmantel-3eingesetzt, der z. B. aus einem Acrylharz besteht und 1 mm dick ist. Die Aussenabmessungen des Innenmantels sind den Innenabmessungen des Aluminiummantels angepasst, so dass er in diesem ohne merkliches Spiel sitzt und ihn mit seinen Wänden--4--zur Gänze abdeckt. Auf diese Weise ist ein Gehäuse mit einer doppelschichtigen Wandung geschaffen, bei der die mechanische Beanspruchbarkeit in den äusseren Mantel verlegt ist und die gesamte Wandstärke beispielsweise nur 2 mm beträgt.
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dessen Innenseite aufgebrachten Klebemittels fest verbunden sein.
Wenn auch die Verwendung eines eigenen Innenmantels bevorzugt wird, so kann doch in manchen Fällen auch eine als Auftrag einer isolierenden und säurebeständigen Farbe ausgebildete Schicht durchaus befriedigende Ergebnisse zeitigen.
Gehäuse für die Batterien z. B. der Type N-150 für Kraftfahrzeuge, die meistens aus Ebonit
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bestehen, weisen eine Wandstärke von 12, 5 mm auf und wiegen etwa 9 kg. Demgegenüber ist die Wandstärke erfindungsgemässer Gehäuse solcher Batterien viel geringer, so dass sich eine in Betracht kommende Raumersparnis ergibt und ihr Gewicht wesentlich kleiner ist.
Gehäuse für Autobatterien für 12 V und 150 Ah aus verstärktem Bakelit sind etwa 9, 5 kg schwer.
Im Einklang mit der Erfindung beschaffene Batteriegehäuse der gleichen Aussenabmessungen, mit einem Aussenmantel aus Aluminium von 1 bis 1, 5 mm Dicke und einem Innenmantel aus Acrylharz der gleichen Dicke wiegen 2 bis 2, 5 kg, so dass eine Gewichtsersparnis von 7 bis 7, 5 kg resultiert.
Wenn die Elektrodenplatten in das Gehäuse eingesetzt sind und der Elektrolyt eingefüllt ist, verhindern die Waande --4-- des Innenmantels jeden Kontakt zwischen Elektrolyt und Aluminiumgehäuse und damit das Auftreten von Leckströmen. Insbesondere wenn die Innenseite des Aluminiumgehäuses mit einem Al-Oxydsslm bedeckt ist, ist jede Korrosion ausgeschlossen, auch wenn Elektrolyt infolge eines Bruches des Innenmantels austreten und mit dem Aluminium in Berührung kommen sollte. Bei Verwendung von neutralen, ein Salz der Schwefelsäure enthaltenden Elektrolyten wird eine das Aluminiumgehäuse bedeckende Oxydschicht nicht angegriffen, so dass in solchen Fällen eine oxydische Schicht genügt und derartige Gehäuse, wie die Erfahrung gezeigt hat, lange Zeit ohne Schwierigkeiten verwendet werden können.
Die Verwendung eines Aussenmantels aus Aluminium, der dem Akkumulatorengehäuse die notwendige Festigkeit verleiht und doch leicht ist, ermöglicht, den Anteil des Gehäusegewichtes vom Gewicht des gesamten Akkumulators, der bei den üblichen Gehäusen 15 bis 20% beträgt, auf 5 bis 8% herabzusetzen. Wegen der geringen Wandstärke erfindungsgemäss aufgebauter Gehäuse bieten diese bei gleichen Aussenabmessungen mehr Nutzraum zur Aufnahme der Elektroden und des Elektrolyten bei guter mechanischer Festigkeit, insbesondere Stossfestigkeit, kleinem Gewicht und gutem Aussehen.
Diesen Vorteilen stehen keinerlei Schwierigkeiten bei der Herstellung gegenüber, die überdies eine durchaus wirtschaftliche Produktion gestattet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gehäuse für Akkumulatoren, das gegebenenfalls mittels eines aufsetzbaren Deckels verschliessbar ist, gekennzeichnet durch einen Mantel (1) aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung und durch eine, die gesamte Innenseite dieses Mantels bedeckende Schicht (2, 3) aus einem elektrisch isolierenden und gegenüber dem Elektrolyten beständigen Material.
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