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Verfahren zur Abdeckung der Aussenseite von Dachkonstruktionen, zur Isolierung von Brückenkonstruktionen od. dgl. und
Unterlagsbahn zur Durchführung des Verfahrens
Bei der Beschichtung ebener Dachflächen kommt es immer wieder zu durch Untergrundbewegungen hervorgerufenen Rissbildungen. Es wurde bereits eine Vielzahl von Unterlagsoder Zwischenschichten vorgeschlagen, die das verhindern und die Aufbringung einer Dachhaut erleichtern sollen, doch waren die vorgeschlagenen Mittel entweder von geringer Wirksamkeit oder zu kostspielig.
Erfindungsgemäss wird zur Abdeckung der Aussenseite von Dachkonstruktionen, zur Isolierung von Brückenkonstruktionen od. dgl. mit Hilfe von Kunststoffschichten, auf die zu schützende Oberfläche eine Unterlagsbahn aus ein-oder beidseitig kautschuk-und bzw. oder kunststoffbeschichtetem Papier aufgebracht, und anschliessend wird die gesamte Beschichtung ein-oder mehrmals mit einem Deckstrich aus Chloropren, chlorsulfoniertem Polyäthylen, Äthylen-Propylen-Copolymer oder Terpolymer, Butylkautschuk, Polyurethanharz, Polyamid und bzw. oder Polyacrylsäureester od. dgl. versehen.
Die zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dienende Unterlagsbahn besteht aus mit Chloropren, chlorsulfoniertem Polyäthylen, Äthylen-Propylen-Copolymer oder Terpolymer, Butylkautschuk, Polyurethanharz, Polyamid und bzw. oder Polyacrylsäureester od. dgl. beschichtetem imprägniertem Papier, insbesondere aus Packpapier, welches beispielsweise bei einer Stärke von 0, 2 mm ein-oder beidseitig mit einem Beschichtungsauftrag von 0, 3 bis 0, 6 mm versehen ist.
Bei der Ausbildung von Dächern kann dabei die herkömmliche Konstruktionsweise erhalten bleiben. Nach innen zu wird eine Dampfausgleichsschichte (z. B. eine Falzbautafel) vorgesehen, an die sich nach aussen eine Dämmschichte und ein Estrich oder beispielsweise Korkplatten anschliessen. Die bisher als weitere Abdeckung nach aussen verwendete Bleifolie ist zu teuer, PVC-Folien neigen zur Schrumpfung.
Durch die Abdeckung der Dachkonstruktion nach aussen mit der erfindungsgemässen Unterlagsbahn hingegen wird eine billige und sehr wirksame, nicht schrumpfende Dachhaut geschaffen. Ausserdem wird die Arbeit am Dach auf ein Minimum reduziert. Es ist möglich, die erfindungsgemässe Unterlagsbahn mit Heissbitumen aufzubringen, weil die ansonsten störenden Bestandteile des Bitumens durch das imprägnierte Autobahnpapier nicht durchschlagen.
Es kann z. B. die Unterlagsbahn mit Heissbitumen oder einer geeigneten Klebelösung, z. B. einer Synthesekautschuklösung auf Chloroprenbasis (Papierseite innen) überlappend auf die Dachkonstruktion aufgeklebt werden, und werden im Anschluss daran die überlappten Stösse mit einer Pinselbreite und anschliessend das gesamte Dach mit einer Deckschicht aus vorzugsweise witterungsbeständigem Kautschuk-oder Kunststoffmaterial bestrichen.
Die erfindungsgemässe Unterlagsbahn ermöglicht die Belegung ebener Dachflächen aus der Rolle.
Im Bereich bizarrer Dachformen wird ohne Schwierigkeiten mit flüssigen Anstrichen weitergearbeitet,
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womit in Kombination eine fugenlose Dachhaut erzielt werden kann. Das Papier verhindert die übertragung möglicherweise im Untergrund auftretender Risse auf die eigentliche Dachhaut, die z. B. aus Chloropren oder aus chlorsulfoniertem Polyäthylen bestehen kann. Die Beschichtungen, die ja auf das Papier fabriksmässig aufgebracht werden können, sind gegenüber dem herkömmlichen Anstrich auf der Baustelle ausserordentlich rationell und kostensparend.
Eine erfindungsgemässe beidseitig beschichtete Unterlagsbahn kann auch als Innentapete statt einer Dampfsperre verwendet werden. Die beidseitige Beschichtung verhindert in diesem Fall, dass allenfalls in der Konstruktion vorhandene Baufeuchtigkeit eine Verrottung des Papiers bewirkt.
Bei Verwendung eines Papiers von 0, 2 mm Stärke wird für die Aussenhaut ein Auftrag von 0, 5 bis 0, 6 mm an Kautschuk-oder Kunststoffmaterial zweckmässig sein. Für die dampfsperrende Innentapete wird eine beiderseitige Beschichtung von je 0, 3 bis 0, 4 mm ausreichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Abdeckung der Aussenseite von Dachkonstruktionen, zur Isolierung von Brückenkonstruktionen od. dgl. mit Hilfe von Kunststoffschichten, dadurch gekenn- zeichnet, dass auf die zu schützende Oberfläche eine Unterlagsbahn aus ein-oder beidseitig kautschuk-und bzw. oder kunststoffbeschichtetem Papier aufgebracht wird, und dass anschliessend die gesamte Beschichtung ein-oder mehrmals mit einem Deckstrich aus Chloropren, chlorsulfoniertem Polyäthylen, Äthylen-Propylen-Copolymer oder Terpolymer, Butylkautschuk, Polyurethanharz, Polyamid, und bzw. oder Polyakrylsäureester od. dgl. versehen wird.