AT281697B - Wasseraufbereitungs- oder Abwasserbehandlungsanlage - Google Patents

Wasseraufbereitungs- oder Abwasserbehandlungsanlage

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AT281697B
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  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Wasseraufbereitungs-oder Abwasserbehandlungsanlage 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 werden, da die Umwälzung unter schonendsten Bedingungen erfolgt. Die Anlage nach der Erfindung ist also wirksamer als die bekannten Anlagen. 



   Es wurde festgestellt, dass Förderschnecken und insbesondere eingängige Förderschnecken für den Zweck der Erfindung ausgezeichnet geeignet sind. Es können jedoch auch andere entsprechend wirkende Fördereinrichtungen angewandt werden, wie mehrere übereinander arbeitende Rührflügel   od. dgl.    



   Vorteilhafterweise kann man die Fördervorrichtung bzw. die Mischzone so ausbilden, dass eine, insbesondere eingängige Förderschnecke in einem lotrecht angeordneten, zylindrischen Gehäuse, das gleichzeitig als Einlaufturm für die Anlage dient, untergebracht ist. Dadurch wird eine schonende Umwälzung und Förderung zusätzlich günstig beeinflusst. 



   Um zu vermeiden, dass vor allem bei grösseren Anlagen die Flüssigkeit, auf die die Schnecke einwirkt, sich lediglich mit dieser dreht und nicht nach oben gefördert wird, kann man gemäss der Erfindung in unmittelbarer Nachbarschaft der Förderschnecke und/oder unterhalb derselben feststehende Leitwände vorsehen, die vorzugsweise eine lotrechte und/oder radiale Erstreckung aufweisen. 



   Die Fördervorrichtung bzw. die Förderschnecke kann vorteilhafterweise eine stufenlose Drehzahlregelung aufweisen, so dass sich die Förderleistung und die Umwälzung je nach den vorliegenden Verhältnissen einstellen lassen. Besonders vorteilhaft ist es dabei, die Fördervorrichtung und deren Antrieb für eine Fördermenge auszulegen, die im mittleren Drehzahlbereich etwa das   3-bis   5fache der zufliessenden Rohwassermenge beträgt. 



   Es handelt sich dabei um die günstigsten Bedingungen, bei denen einerseits eine zu starke Umwälzung und damit verbunden ein zu grosser Energiebedarf und die Gefahr einer Inaktivierung einer Flockenbildung und anderseits eine zu geringe Umwälzung und damit ein zu geringer Schlammkontakt vermieden werden. 



   Nach einem weiteren Merkmal ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionszone in zwei konzentrisch angeordnete Reaktionskammern aufgeteilt ist. Dies hat den grossen Vorteil, dass der Ablauf am unteren Ende der inneren Reaktionskammer praktisch vollständig in die Mischungszone zurückgeführt wird und dass nur ein Teil des Ablaufes aus der äusseren Reaktionszone der Sedimentationszone zugeführt wird, während ein anderer Teil ebenfalls in die Mischungszone gelangt. 



  Die die innere Reaktionskammer durchströmenden, noch nicht voll ausgebildeten Flockungskomplexe,   d. h.   also die kleineren Flocken, gelangen zurück in die Mischungszone, wo sie erneut mit grossen Flocken aus der äusseren Reaktionskammer in Berührung kommen sowie natürlich auch mit den Feststoffen des zugeführten Rohwassers. Da die Gefahr eines Zerschlagens bereits vorhandener grosser Flocken nicht besteht, können in maximaler Weise grosse Flocken ausgebildet werden. Bei den bekannten Anlagen, bei denen die Reaktionszone aus einer einzigen, die Mischzone umgebenden Reaktionskammer besteht, können diese Vorteile nicht erreicht werden, da die aus dieser Reaktionskammer am unteren Ende austretende Flüssigkeit zum Teil der Sedimentationszone zugeführt und zum andern Teil im Rücklauf in die Mischkammer zurückgegeben wird.

   Auch wenn in bekannter Weise zwei sogenannte Misch-und Reaktionszonen vorgesehen sind, deren eine unterhalb der Förderbzw. Umwälzvorrichtung und eine oberhalb derselben angeordnet sind, können die genannten Vorteile nicht erreicht werden, da es sich ja nicht im eigentlichen Sinne um   Reaktionsräume   handelt. In diesen Räumen erfolgt vielmehr eine starke Umwälzung bzw. Mischung, so dass eine Auftrennung in noch nicht voll ausgebildete Flocken, die noch einmal zurückgeführt werden müssen und voll ausgebildete Flocken, die der Sedimentationszone zugeführt werden können, nicht unmöglich ist. 



   Besonders vorteilhaft ist es dabei, den oberen und/oder unteren Bereich der Trennwand zwischen den beiden Reaktionskammern radial einwärts geneigt auszubilden, vorzugsweise in Gestalt eines Kegelstumpfmantels. 



   Auf diese Weise wird eine maximal günstigste Strömung in der Reaktionszone erreicht, durch die die vorher schon erwähnte Wirkung gewährleistet wird. 



   Dabei können gemäss der Erfindung am oberen und/oder unteren Rand der Trennwand verstellbare Leitwände, vorzugsweise je ein in axialer Richtung verschiebbarer Verstellring vorgesehen sein. Dadurch können die durch die innere und äussere Reaktionskammer fliessenden Teilströme hinsichtlich ihrer Grösse geregelt werden. Es wird auch die gesamte Umwälzmenge beeinflusst, wenn man an der Trennwand zwischen den beiden Kammern entsprechende Leitwände anbringt. 



   In den Zeichnungen sind Ausführungsformen der Anlage beispielsweise dargestellt. Fig. l ist ein Schnitt einer Ausführungsform der Anlage nach der Erfindung ; Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Anlage der Fig. l ; Fig. 3 ist ein Teilschnitt des Beckenrandes einer zweiten   Ausführungsform ; Fig. 4   ist eine 

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 Draufsicht auf den in Fig. 3 dargestellten Teil der Anlage ; Fig. 5 ist eine Seitenansicht des in Fig. 3 dargestellten Teiles der Anlage ; Fig. 6 ist ein Schnitt durch einen Teil einer dritten Ausführungsform nach der Erfmdung ; Fig. 7 ist ein Schnitt nach B-B der Fig. 6. 
 EMI3.1 
    turm --la-- angeordnet,Einlaufturmes-la-ist   ein Schlammsumpf --9-- angeordnet. In den Einlaufturm ragt der Rohwasserzulauf --10--.

   Parallel zu dem   Rohwasserzulauf--10--ist   ein   Schlammabzug--11--   vorgesehen, der in den Schlammsumpf --9-- hineinragt und mit einem Absperrschieber-12versehen ist. 



   Am oberen Ende des   Einlaufturmes-la-ist   ein   Antriebsmotor --13-- und   ein stufenlos regelbares   Getriebe --14-- für   die Förderschnecke --8-- vorgesehen. 



   Die Trennung zwischen der äusseren Reaktionskammer und der Sedimentationskammer erfolgt über eine senkrechte   Trennwand-15--,   die in einem Abstand über dem Beckenboden angeordnet ist, so dass Flüssigkeit am unteren Ende der äusseren Reaktionskammer in die Sedimentationskammer eintreten kann. Die innere und die äussere Reaktionskammer sind getrennt durch eine ringförmige Ziwschenwand-16--, die an ihrem oberen und ihrem unteren Ende nach innen in Form von Kegelstumpfmänteln eingeschoben ist, so dass der Einlass und der Auslass in die innere Reaktionskammer einen geringeren Querschnitt haben als der eigentliche Reaktionsraum. Die aus den 
 EMI3.2 
 noch nicht voll ausgebildete Flocken in die innere Kammer, grössere Komplexe und voll ausgebildete Flocken in die äussere Kammer gelangen.

   Die in die innere Kammer gelangenden Teilchen haben in dem eigentlichen Kammerraum mit verhältnismässig grossem Querschnitt Zeit, weiter auszuflocken. Sie gelangen im wesentlichen vollständig zurück in die Mischkammer. 



   Die in die äussere   Reaktionskammer --4-- gelangenden   Teilchen können ebenfalls weiter reagieren. Sie gelangen zum Teil zurück in die Mischkammer, wo sie mit den kleineren Teilchen der inneren Kammer und dem Rohwasser vermischt werden und dort die Flockung der kolloidalen Teilchen aktivieren, zum Teil gelangen sie in die   Sedimentationskammer-5--,   wo sie sedimentieren, so dass geklärtes Wasser entnommen werden kann. 



   Die abgesetzten Teilchen werden von dem Schlammräumwerk --17-- dem Schlammsumpf - zugeführt. Das   Schlammräumwerk--17--ist   mittels einer verwindungssteifen Tragkonstruktion an einer umlaufenden   Bücke-19--,   deren   Laufräder --20-- auf   der   Beckenkrone-21-ablaufen,   aufgehängt. Die Brücke wird bewegt durch einen nicht dargestellten Motorantrieb an dem   Laufrad--20-.   
 EMI3.3 
    --21-- angeordneten Sammelrinne --23-- zugeführt,--24-- versehen   ist. Die   Ablaufrinnen --22-- sind   an einem   Tragring --25-- angeordnet.   



   Durch die konzentrische Anordnung der Reaktionskammern-3 und 4-sowie die dadurch gegebene Möglichkeit, die   Trennwand --15-- zwischen   Reaktionskammern und Sedimentationskammer senkrecht auszubilden, ergibt sich eine bequeme Möglichkeit zur verwindungssteifen Aufhängung des Räumwerkes derart, dass dadurch die Anbringung der Ablaufrinnen nicht gestört wird. 



   Man kann auch bei dieser Konstruktion in einfacher Weise eine Entnahmevorrichtung für Schwimmstoffe vorsehen, die im einzelnen in Fig. 3 bis 5 dargestellt ist. 



   Bei normalem   Wasserspiegel --30-- tritt   das geklärte Wasser durch   Ablauföffnungen--45--   in die   Ablaufrinnen--22--ein.   Schwimmstoffe werden dabei zurückgehalten und werden nicht entnommen. 



   Hat sich eine gewisse Menge von Schwimmstoff angesammelt und ist ein Räumen der 
 EMI3.4 
    rand --46-- ablaufen--32-- und   ein Schwimmstoffschrapper--33--alle Schwimmstoffe erfassen, wobei diese jedoch so hoch über den Ablaufrinnen zu liegen kommen, dass sie durch diese nicht mehr erfasst werden.

   

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 EMI4.1 
    --40-- inBrücke-19-befestigte Steuerschiene-38-wird   über eine   Steuerrolle --39-- und   entgegen dem Gewicht eines Gegengewichtes--41--das schwenkbare   überfallwehr --40-- gerade   immer dann nach unten geklappt, wenn die in Bewegungsrichtung vor dem Schwimmstoffschrapper befindlichen Schwimmstoffe in den Bereich des   Schwimmstoffauffanges-42-gelangen.   Während der übrigen Zeit bleibt das Wehr--40--in der hochgeklappten Stellung, damit das Wasser bis zu dem   Wasserspiegel-31-angestaut   bleibt. 



   Der   Schrapper --33-- ist   an   Armen --34-- mittels Gelenken --35-- an   der Brücke 
 EMI4.2 
    schwenkbarSeil --36-- befestigt,   das die tiefste Lage des Schrappers begrenzt. 



   Die in Fig. 6 und 7 dargestellte Ausführungsform der Anlage nach der Erfindung entspricht im wesentlichen der in   Fig. 1   dargestellten. Es sind lediglich am unteren Ende des Einlaufturmes Leitwände   - -50-- dargestellt,   die sich in lotrechter und radialer Richtung erstrecken. 



   Durch diese Leitwände wird vermieden, dass etwa das in der Mischkammer befindliche Wasser sich mit der Schnecke dreht und nicht nach oben gefördert wird. 



   Die   Trennwand --16-- zwischen   innerer und äusserer Reaktionskammer ist an ihren oberen bzw. ihren unteren Enden mit   Verstellringen-51   und   52-versehen,   die über zugehörige Spindeln in bestimmten Höhen einstellbar sind. Der obere Verstellring --51-- ist dabei mit V-förmigem Querschnitt dargestellt. Je nach seiner Stellung kann der Zufluss zur inneren bzw. äusseren Reaktionskammer eingestellt werden und damit der Rücklauf variiert werden. Der gleiche Zweck kann mit dem unteren   Verstellring --52-- erreicht   werden. 
 EMI4.3 
 des   Schlammsumpfes--9--anzubringen,   um den Schlamm möglichst rasch zu entfernen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1.   Wasseraufbereitungs-oder   Abwasserbehandlungsanlage mit einer in der Mitte angeordneten Mischzone, in der eine von unten nach oben arbeitende Fördervorrichtung angeordnet ist, einer konzentrisch dazu angeordneten   Reaktions-bzw.   Flockungszone, die von oben nach unten durchströmt wird und einer diese umgebende Sedimentationszone sowie einer von unten erfolgenden 
 EMI4.4 


Claims (1)

  1. eingängige Förderschnecke (8) in einem lotrecht angeordneten zylindrischen Gehäuse (la), das gleichzeitig als Einlaufturm für die Anlage dient, untergebracht ist. EMI4.5 unmittelbarer Nachbarschaft der Förderschnecke (8) und/oder unterhalb derselben feststehende Leitwände (50) vorgesehen sind, die vorzugsweise eine lotrechte und/oder radiale Erstreckung aufweisen. EMI4.6 untere Bereich der Trennwand (16) zwischen den beiden Reaktionskammern (3, 4) radial einwärts geneigt ausgebildet ist, vorzugsweise in Gestalt eines Kegelstumpfmantels. <Desc/Clms Page number 5>
    7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h am oberen und/oder unteren Rand der Trennwand (6) verstellbare Leitwände, vorzugsweise je einen in axialer Richtung verschiebbaren Verstellring (51, 52).
AT1161666A 1966-01-13 1966-12-16 Wasseraufbereitungs- oder Abwasserbehandlungsanlage AT281697B (de)

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