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Elektrostatisches Auftragsgerät
Die Erfindung betrifft ein elektrostatisches Auftragsgerät für feste Teilchen, insbesondere zum Auftragen von Glaskörnungen, Plastteilchen, Textilkurzfasern, Körnungen von Naturstein und Keramik, vorzugsweise auf mit Klebmittelschichten vorbereitete senkrechte Wände oder Decken.
Es sind Auftragsgeräte bekannt, die in Form von offenen Schalen ausgeführt sind und von einem rohrförmigen Abstandstück mit Handgriff aus Isolierstoff getragen werden. Die Schalen bestehen aus einem nichtleitenden Werkstoff und sind in Bodennähe mit dünnen Koronadrähten bespannt. An diese Drähte wird über ein Hochspannungskabel eine Gleichspannung in Höhe von 60 kV zugeführt.
Diese Geräte arbeiten nach einem bekannten japanischen Verfahren. Dabei wird das Auftragsgut auf die Schale aufgeschüttet und das Auftragsgerät in die Nähe der zu beschichtenden Flächen gebracht.
Auf Grund der elektrischen Feldkräfte, die zwischen den Koronadrähten und den als Gegenpol wirkenden Wänden oder Decken auftreten, werden die Teilchen, die auf der Schale eine unipolare Aufladung erfahren, von den Wänden angezogen und schiessen in eine vorher aufgetragene Klebmittelschicht ein. Dadurch entstehen in bekannter Weise Beschichtungen mit verschiedenen Oberflächeneffekten und Strukturen als Folge der Richtwirkung des elektrischen Feldes.
Für eine gleichmässige Beschichtung ist es neben andern technischen Forderungen notwendig, das Auftragsgerät in gleichmässigem Abstand zu führen und den unterschiedlichen Füllstand der Schalen mit geringen Abstandsänderungen auszugleichen. Weiterhin ist es notwendig, die Koronadrähte ständig gleichmässig mit Auftragsgut zu bedecken, da vorwiegend die Teilchen, die in unmittelbarer Berührung mit den Drähten sind, zuerst abgeschleudert werden. Deshalb muss das Gerät laufend leicht gerüttelt werden.
Ist der Abstand der Schale zur Wand zu gross, dann sind die Feldkräfte zu gering und es fliegen nur wenige Teilchen zur Wand. Wird der Abstand zu klein gewählt, kommt es zu elektrischen Durchschlägen, die die Funktion des Gerätes unterbrechen.
Die bekannten Auftragsgeräte haben den Nachteil, dass der Abstand nach Erfahrung gefühlsmässig mit der Hand eingehalten werden muss. Das Auftragsgerät ist durch das Auftragsgut und die Hochspannungszuleitung belastet und daher schwer zu handhaben. Erschwerend kommt hinzu, dass für ein gleichmässiges Bedecken der Koronadrähte mit Auftragsgut, die Schale laufend leicht gerüttelt werden muss. Bei der offenen Schale ergeben sich grosse Materialverluste, da sehr viele Teilchen nach allen vier Seiten und nicht zur Auftragsfläche ausgetragen werden. Als weiterer Nachteil der bekannten Geräte erweisen sich die dünnen, in geringem Abstand über den Schalenboden gespannten Drähte, da sie mechanisch leicht anfällig sind und zum Verklemmen einzelner Teilchen des Auftragsgutes neigen und sich beim Material-oder Farbtonwechsel des Auftragsgutes schwer säubern lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrostatisches Auftragsgerät für feste Teilchen zu schaffen, das die Nachteile der bekannten Anlagen, wie die freie Führung des Abstandes des Gerätes
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zur Wand, die grossen Materialverluste und die dünnen Koronadrähte vermeidet und in handlicher Form ein wartungsarmes Arbeiten und gleichmässiges Beschichten von Wänden und Decken ermöglicht.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass Führungsglieder, die vollständig oder teilweise aus einem nichtleitenden Werkstoff bestehen, den Abstand des Gerätes in einem funktionsbedingten kleinen Bereich konstant halten, dass die Schale nur an der zur beschichtenden Fläche zugewandten Seite offen ist und feststehende bis zum Schalenboden reichende Metallstreifen als Feld-und Aufladeelektrode dienen. Als Führungsglieder eignen sich vorzugsweise Räder, die an beiden Seiten der Schale angebracht sind. Am Umfang der Räder zahn-oder stiftartige Erhebungen verringern die Berührungsflächen an der Wand und bewirken durch wechselseitiges Versetzen beim Abrollen ein ständiges Rütteln des Auftragsgutes. Weiterhin wird die Rotation der Achse der Führungsräder zum Umwälzen des Auftragsgutes herangezogen.
In einem Beispiel wird der Erfindungsgedanke an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemässen Auftragsgerätes, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Schalenteil des Gerätes, Fig. 3 eine Prinzipdarstellung des Variationsbereiches, Fig. 4 einen Schnitt durch eine Auftragsschale, Fig. 5 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels, Fig. 6 einen Schnitt zur Darstellung in Fig. 5, Fig. 7 ein Ausführungsbeispiel für ein Deckenauftragsgerät.
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der überstrichenen Flächen. Neben der Gewährleistung des gewünschten Abstandes erfolgt durch die Führungsräder-4-ein Abstützen des Gewichtes des gesamten Auftragsgerätes.
Die Führungsräder-4-erlauben, wie Fig. 3 zeigt, eine variable Anordnung des Materialträgers - l-zur Wand. Dadurch wird der unterschiedliche Füllstand des Trägers --1-- bei laufendem Betrieb ausgeglichen.
Fig. 4 zeigt die Anordnung der Koronastreifen-2--, die aus dünnen Blechstreifen bestehen, die leicht in den Boden des Materialträgers--l--eingelassen sind und dadurch grosse Stabilität trotz des kleinen Querschnitts besitzen.
In Fig. 5 und 6 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei welchem in geeigneter Weise die Rotation der Achse --12-- der Führungsräder --4-- über Greifer --13-- zum laufenden Bewegen des Auftragsgutes beispielsweise durch Umwälzen herangezogen wird.
In Fig. 7 ist an einem Beispiel das wechselseitige Versetzen der stiftartigen Erhebungen-5der Führungsräder --4-- dargestellt, wobei diese Anordnung vorzugsweise bei Auftragsgeräten für vertikales Auftragen nach oben, beispielsweise bei Decken, zu verwenden ist.
PATENTANSPRÜCHE :
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ein oder mehrere Führungsglieder (4), die vollständig oder teilweise aus einem elektrisch nichtleitenden Werkstoff bestehen, an dem Materialträger (1) angebracht sind. 1, d a d u r c h g e k e n n zeichnet, dass Führungsglieder (4) zum gleichmässigen Verteilen des Auftragsgutes (3) auf den Koronaelektroden (2) an beiden Seiten der Schale bzw. des Materialträgers (1) angeordnet sind.
3. Elektrostatisches Auftragsgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, d a d u r c h g e k e n n zeichnet, dass der Materialträger (1) nur nach der zur beschichtenden Wand zugewandten Seite offen ist.
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