<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Entwässern von mineralischen Schüttgütern
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entwässern von mineralischen Schüttgütern, die in der Bauindustrie und in der bergbaulichen Aufbereitungstechnik beim Verarbeiten von Sand, Kies, Schotter und Erz zum Einsatz kommen.
Diese Vorrichtungen arbeiten meist sowohl mit hydraulischen Druckapparaten (Nassklassierern, Eindickern) wie auch mit ohne Druck arbeitenden Absetzapparaten zusammen und können für den automatischen Betrieb ausgelegt sein.
Bekannt sind Vorrichtungen zur Entwässerung von mineralischen Schüttgütern, die aus einer Aufnahmekammer und einem Auslassrohr mit einem Verschluss zur Regulierung der Menge des zu entwässernden Gutes bestehen.
Der Entwässerungsvorgang erfolgt in diesen Vorrichtungen beim Absetzen des Gutes aus der Trübe in die Aufnahmekammer und beim Fortbewegen des Gutes im Auslassrohr.
Durch den Verschluss wird die Menge des Austraggutes reguliert. Um einen Durchbruch der Trübe im Austrittsrohr auszuschliessen, muss in der Aufnahmekammer der vorgegebene Höhenstand des Gutes aufrechterhalten werden. Der Verschluss wird meistens als Schieber bzw. Sektor ausgebildet, welcher den Querschnitt des Auslassrohres teilweise überdeckt.
Die bekannten Entwässerungsvorrichtungen haben folgende Nachteile : a) eine hohe Feuchtigkeit des Austraggutes (35 bis 40 Gew.-%), wodurch eine zusätzliche Entwässerung des Gutes vor dessen Verladung auf das Förderband notwendig wird und b) eine ungenügende Funktionszuverlässigkeit bei den in hydraulischen Apparaten erzeugten Drücken, die sich in Durchbrüchen der Trübe durch das Auslassrohr äussert.
Das Ziel der Erfindung ist die Beseitigung der erwähnten Nachteile.
Der Erfindung ist die Aufgabe zugrundegelegt, eine funktionssichere Anlage zur Entwässerung von mineralischen Schüttgütern bis zu einer Feuchtigkeit von nicht mehr als 15 bis 20% zu schaffen, die keine zusätzliche Entwässerung des Gutes vor dessen Verladung auf das Förderband erfordert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Vorrichtung zum Entwässern von mineralischen Schüttgütern, die nach einem hydraulischen Verfahren gewonnen bzw. verarbeitet wurden, in welcher das Gut beim Absetzen aus der Trübe in der Aufnahmekammer und beim Fortbewegen im Auslassrohr entwässert wird, gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Auslassrohr, das auf elastischen Stützen ruht mit mindestens einem Vibrator versehen und mit der Aufnahmekammer mittels einer biegsamen Kupplung verbunden ist, wobei unmittelbar vor dem Austrittsstutzen für das entwässerte Gut ein Sammler mit Öffnungen zum Abführen des ausgeschiedenen Wassers vorgesehen ist.
Zur besseren Erläuterung des Erfindungsgedankens sind der Beschreibung die Zeichnungen der vorzugsweisen Ausführung der erfindungsgemässen Anlage beigefügt ; in den Zeichnungen zeigen Fig. l eine schematische Darstellung der Anlage zur Entwässerung von mineralischen Schüttgütern
<Desc/Clms Page number 2>
(Längsschnitt) ; Fig. 2 den Schnitt I-I der Fig. l und Fig. 3 das elektrische Schaltbild der automatischen Anlagensteuerung.
Die in den Zeichnungen dargestellte Anlage besteht aus der Aufnahmekammer --1-- (Fig.1), die über die biegsame Kupplung --2-- mit dem Auslassrohr-3-verbunden ist.
EMI2.1
ermöglicht das Schwingen des Auslassrohres-3-mit einer vorgegebenen Amplitude.
Zur Erregung von Schwingungen ist am Abflussrohr --3-- ein Vibrator --5-- angeordnet.
Der Vibrator --5-- kann eine beliebige Konstruktion haben, u. zw. kann er als Exzenter-, Unwuchtoder elektromagnetischer Vibrator ausgeführt sein, wobei auch jede andere Ausführungsart verwendet werden kann.
An dem Austrittsende weist das Auslassrohr-3-eine Reihe von Öffnungen --6-- zum Abführen von Wasser, das in der Aufnahmekammer --1-- unter Druck durch das Gut durchfliesst, auf.
Das Wasser, das durch die Öffnungen-6-abgeführt wird, gelangt in den Sammler-7- und wird durch den Stutzen --8-- nach aussen abgeleitet.
Zur Automatisierung des Anlagenbetriebs sind ein Geber zum Erfassen des Gutsstandes in der Aufnahmekammer --1-- und ein System der automatischen Steuerung des den Vibrator antreibenden Elektromotors vorgesehen.
Der Gutsstandgeber besteht aus der Pendelsonde-9--, die auf der Welle --10-- befestigt ist, die in den Lagern --11-- gelagert ist.
EMI2.2
Pendelsonde-9-istGummimembranen --12-- nach aussen herausgeführt.
Die Gummimembranen --12-- sind zwischen den Flanschen --13-- auf der Welle--l l-- der Pendelsonde--9--und den Flanschen--14--an den Wänden der Aufnahmekammer eingespannt. Diese Befestigung der Pendelsonde --9-- gewährleistet vollkommene Dichtigkeit der Verbindungen sowie Pendelungsmöglichkeit für die Sonde--9--auf Grund der elastischen Verdrehung der Gummimembran--12-.
EMI2.3
Pendelsonde-9-istDie Schwingungen des Hebels --15-- werden mit Hilfe der Schubstange --16-- über die Federn --17--ausgeführt.
Die Schubstange --16-- erhält ihre hin-und hergehende Bewegung (in den Zeichnungen durch Pfeile angegeben) vom Exzenter-18--, der von dem Elektromotor --20-- über das
EMI2.4
(Fig. l)Pendelsonde-9-der Hebel-21- (Fig. 2) starr aufgesetzt, der bald das Kontaktpaar --22--, bald das Kontaktpaar --22'-- abwechselnd schliesst.
Das elektrische Schaltbild der automatischen Steuerung der Vorrichtung ist in Fig. 3 dargestellt.
Das Steuerungssystem besteht aus zwei gleich gebauten Einheiten-23 und 24--, und dem Magnetanlasser--25--, welcher den Elektromotor --26-- des Vibrators --5-- in Betrieb setzt.
Die Einheit-23-enthält ein Relais --27-- mit der Wicklung und den Ruhekontakten-28--.
Parallel zur Wicklung des Relais --27-- ist der Kondensator --29-- geschaltet. Die Kontakte --28-- sind in Reihe mit der Wicklung des Relais --30-- geschaltet.
Die Schliesskontakte-31-der Wicklung des Relais --30-- setzen die Spule des Magnetanlassers--25--in Betrieb, der den Strom dem Elektromotor --26-- zuführt.
Die Vorrichtung zur Entwässerung von mineralischen Schüttgütern kann zusammen mit einem Nassklassierer arbeiten.
Nachstehend wird die Arbeit der Vorrichtung mit einem Nassklassierer erläutert.
Das Gut, das sich in der Aufnahmekammer --1-- absetzt, gelangt in ihren unteren Teil.
Während des Arbeitsvorganges ist der Elektromotor --20-- zum Antrieb der Pendelsonde --9-- stets in Tätigkeit.
EMI2.5
das Gut im Rohr --3-- auch dann nicht bewegen wird, wenn der Druck in der Aufnahmekammer 3 atü erreicht.
Beim Steigen des Gutsstandes in der Aufnahmekammer --1-- wird die Pendelsonde --9--
<Desc/Clms Page number 3>
von dem Gut festgehalten, und ihre Pendelbewegungen hören auf. Dabei schaltet das System der automatischen Steuerung den Elektromotor --26-- zum Antrieb des Vibrators --5-- ein.
Das Auslassrohr-3-fängt unter Einwirkung des Vibrators --5-- an, Schwingungsbewegungen zu vollführen. Bei Schwingungsbewegungen des Auslassrohres wird das Gut unter gleichzeitigem Auspressen des Wassers verdichtet.
Das Vibrieren des Auslassrohres setzt die Reibung des Gutes an seinen Wänden herab und erleichtert das Fortbewegen des Gutes zum Austritt.
An dem Austrittsende des Rohres --3-- wird das in den Poren zurückgebliebene Wasser durch die Öffnungen --6-- aus dem Gut in den Sammler --7-- teilweise entfernt und durch den Stutzen --8-- nach aussen abgeleitet. Die Verdichtung des Gutes im Abflussrohr und die teilweise Abführung des durch das Gut durchsickernden Wassers gewährleisten eine gute Entwässerung des Gutes, dessen Feuchtigkeit nicht mehr als 15 bis 20% beträgt. Dieses Gut erfordert keine zusätzliche Entwässerung und kann gleich auf das Förderband verladen werden.
Beim Sinken des Gutsstandes in der Aufnahmekammer --1-- führt die Sonde--9--ihre
EMI3.1
--17-- und den Hebel --15-- angetrieben wird. Der Hebel--21--, der mit der Welle --10-der Pendelsonde --9-- starr verbunden ist, schliesst abwechselnd eines von den Kontaktpaaren--22 und 22'-- (Fig. 3). Beim Schliessen der Kontakte --22-- wird der Wicklung des Relais --27-- der Einheit --23-- der Strom zugeführt, und ihre Ruhekontakte --28-- werden geöffnet. Die
EMI3.2
--21-- für- von dem Kondensator --29-- gespeist, und die Kontakte --31-- werden folglich geöffnet sein.
EMI3.3
sind der Magnetanlasser-25-und der Elektromotor --26-- zum Antrieb des Vibrators-5abgeschaltet.
Wenn der Gutsstand in der Aufnahmekammer-l-ansteigt, so wird die Pendelsonde-9-von dem Gut festgehalten, wenn auch die hin-und hergehende Bewegung der Schubstange-16weiterhin erfolgt. Die Pendelbewegung der Hebel-15 und 21-- hört gleichfalls auf. Das Abstoppen der Pendelsonde--9--bei der hin-und hergehenden Bewegung der Schubstange --16-- wird mit Hilfe der Feder --17-- erzielt.
Das Aufhören der Pendelbewegung des Hebels--21--führt dazu, dass eines von den Kontaktpaaren --22 bzw. 22'-- für eine längere Zeit (bis zum Sinken des Gutsstandes in der Aufnahmekammer--l--) geöffnet ist.
Ist nun das Kontaktpaar --22-- geöffnet, so wird die Wicklung des Relais --27-- nach Entladung des Kondensators--29--stromlos, ihre Kontakte --28-- werden geschlossen, der Wicklung des Relais --30-- wird Strom zugeführt, die Kontakte --31-- werden geschlossen, und dem Magnetanlasser--25--sowie dem Elektromotor--26--des Vibrators--5--wird Strom zugeführt.
EMI3.4
--26-- fängtÄhnlich arbeitet das System der automatischen Steuerung, wenn das Kontaktpaar-22'-für eine längere Zeit geöffnet ist.
Die Beiden Kontaktpaar-22 und 22'--sowie die Einheiten-23 und 24-sind notwendig, um das automatische Ingangsetzen des Vibrators --5-- bei zufälligem Abstoppen der Pendelsonde in einer der Endlagen zu gewährleisten, wenn eines der Kontaktpaare --22 und 22'--für eine längere Zeit geschlossen ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besitzt bei einem Austrittsrohrdurchmesser von 200 mm und einer Länge von 30 m eine Leistungsfähigkeit bis zu 80 m3 entwässertes Gut je Stunde. Die Feuchtigkeit des Austraggutes beträgt nicht mehr als 15 bis 20%, wogegen bei bekannten Anlagen dieses Typs sie an 35 bis 40% reicht. Die erfindungsgemässe Anlage ist funktionssicher, arbeitet ohne Durchbrüche der Trübe im Austrittsrohr und kann das Gut mit einer Korngrösse von 0, 25 bis 150 mm entwässern.