<Desc/Clms Page number 1>
Durch Verschweissen geschlossener, sackförmiger Behälter
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
zunächst ein Teil der Belastung von der Folie aufgefangen. Kommen jedoch die Beanspruchungen in die Nähe der Reissfestigkeit der Folien, platzt die dem Packgut zunächst gelegene Schweissnaht auf und fängt den restlichen Teil der stossbeanspruchung elastisch auf.
Wesentlich dabei ist, dass die Aufreissfestigkeit der Schweissnähte geringer ist als die Reissfestigkeit der Folie. Es kann daher durch Staffelung der Aufreiss- festigkeit der nebeneinander gesetzten Schweissnähte die Aufnahmefähigkeit der Folie hinsichtlich Stossbeanspruchungen erheblich erhöht werden, so dass die Folienstärke nicht mehr nach der maximal auftretenden Beanspruchung ausgelegt werden muss, sondern lediglich hinsichtlich jener Beanspruchung, die sich aus dem normalen Füllgewicht ergibt. Insgesamt wird somit durch die Erfindung eine Erhöhungder Festigkeit des Folienbehälters bzw. eine Verminderung der Folienstärke bei gleichbleibender Festigkeit des Folienbehälters erzielt.
Da die am stärksten rissgefährdeten Bereiche der Folien an den Schweissnahtkanten liegen, ist es jedoch erforderlich, die Aufreissfestigkeit der Schweissnaht schwächer einzustellen als die Reissfestigkeit der Folien an diesen geschwächten Kantenbereichen. Vorzugsweise werden daher die Schweissnähte so ausgeführt, dass innerhalb einer jeden Schweissnaht der Verschweissungsgrad vom Längsrand der Schweissnaht gegen die Mitte bzw. den andern Längsrand der Naht zunimmt, u. zw. vorzugsweise stetig. Eine Schweissnaht dieser Art wird dadurch erzielt, dass man ein stetiges Temperaturgefälle vom Mittelbereich bzw. Endbereich zu denRandbereichen der Schweissnaht während der Schweissung herbeiführt, was durch eine entsprechende Formgebung der Schweisselektroden erzielbar ist.
Es wird so neben der Staffelung der Aufreissfestigkeit nebeneinanderliegender Schweissnähte auch innerhalb einer jeden Schweissnaht eine Staffelung der Aufreissfestigkeit und damit eine weitere Dämpfung der Stossbeanspruchungen erhalten.
Die Erfindung sei unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch näher beschrieben, in welchen Fig. 1 im Querschnitt eine Schweisszone eines aus zwei thermoplastischen Folien gebildeten Behälters im ver- grösserten Massstab zeigt und Fig. 2 eine ähnliche Schweisszone, bei der derVerschweissungsgrad innerhalb einer jeden Schweissnaht gestaffelt ist.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt eine Schweisszone einer Packung, etwa einen mit Schwergutmaterial - gefüllten Sack, welcher durch Verschweissen der beiden thermoplastischen Folien --4 und 5-gebildet wurde. Die Schweisszone setzt sich aus drei nebeneinander verlaufenden Schweissnähten --1,2
EMI2.1
als die Zerreissfestigkeit der Folien --4 und 5-, so dass eher ein Aufreissen der Schweissnähte --1 bzw. 2-- als ein Reissen der Folien-4 und 5-eintritt. Die verschieden hohen Aufreissfestigkeiten der Schweissnähte werden durch verschieden hohe Verschweissungsgrade für die einzelnen Schweissnähte erhalten, etwa durch Verwendung verschieden hoch geheizter Heizelemente und/oder Anwendung verschieden abgestufter Schweissdrücke.
Tritt nun eine Stossbelastung auf, etwa durch Auffallen des gefüllten Sackes am Boden, wird zunächst ein Grossteil der auftretenden Kräfte von der Folie aufgefangen. Erreichen diese Kräfte die Nähe
EMI2.2
reissen kann. Durch die Erfindung wird die Sicherheit gegen Reissen der Folie erhöht, d. h., eine Verminderung der notwendigen Folienstärke ermöglicht.
Wie bereits oben bemerkt, sind die Folien --4 und 5-- an den Kanten-la, 2a und 3a-- der Schweissnähte --1, 2 bzw. 3-- am stärksten gefährdet, so dass die Aufreissfestigkeit der Nähte nach der Reissfestigkeit der Kantenbereiche der Schweissnähte eingestellt werden muss. Die Ursache dieser Kantenrisse liegt einerseits im steilen Temperaturgefälle an den Schweissnahtkanten --13,2a bzw. 3a-während der Schweissung (s. die Temperaturkurven T. und T) und anderseits in der durch das Eindringen der Schweisselemente hervorgerufenen Ausbildung von Stufen-lb, 2b und 3b--.
Vorteilhafterweise wird nun jede Schweissnaht --11, 12 und 13-- (Fig. 2) der Schweisszone durch Wahl entsprechender Schweisselektroden so ausgeführt, dass während der Schweissung innerhalb jeder Schweissnaht ein stetigeres Temperaturgefälle (s. die Kurven T11,T12,T13) erzielt und die Ausbildung von Stufen weitestgehend vermieden wird, so die Festigkeit der Folien --4 und 5-- an keiner Stelle geschwächt wird. Dabei ergibt sich der Vorteil, dass dadurch gleichzeitig eine Abstufung des Verschwei- ssungsgrades innerhalb einer jeden einzelnen Schweissnaht-11, 12 bzw. 13-erhalten wird, indem die Verschweissung an den Längsrändern der Schweissnaht schwach ist und zweckmässig in der Mitte der Naht stetig das Maximum erreicht.
Auf diese Weise wird eine auftretende Stossbelastung innerhalb jeder einzelnen Schweissnaht stetig gedämpft.