<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Herstellung von Tafelglas
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
In der franz. Patentschrift Nr. 1. 472. 482 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Tafelglas be- schrieben, in welcher man das Glasband auf einem Bad aus einem geschmolzenen Stoff gleiten lässt und die ortsfesten, durch Wasser gekühlten Führungsblöcke aus Kohlenstoff, die in das Bad aus geschmolze- nem Stoff eintauchen und zur Begrenzung des Abstandes zwischen der Längsmittelachse der Vorrichtung und dem Rand des Glasbandes dienen sowie wassergekühlte Rollen aus Kohlenstoff aufweist, die auf den oberen Randbereich des Glasbandes einwirken und dadurch die Vorwärtsbewegung des Glasbandes unter- stützen. Durch diese bekannte Einrichtung werden die oben angeführten Nachteile jedoch nicht besei- tigt.
Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung der Einrichtung nach dem Stammpatent. Diese er- findungsgemässe Einrichtung erlaubt die genannten Nachteile zu vermeiden und verschafft ausserdem ge- wisse Vorteile, welche im Verlauf der nun folgenden Beschreibung hervortreten werden.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mindestens einer
Drehscheibe und der entsprechenden Längswand ein feststehendes Hilfsführungsorgan vorgesehen ist, das mindestens teilweise in das Bad aus geschmolzenem Stoff eintaucht und das aus einem Werkstoff besteht, der nicht an heissem Glas haftet.
Bei einer zufälligen Ausbreitung einer Randzone des Glasbandes zwischen zwei aufeinanderfolgen- den, an derselben Längswand benachbarten Scheiben erlauben solche Hilfsführungsorgane auf Grund ih- rer Position zwischen diesen Scheiben und der entsprechenden Längswand, das Anhaften des Glases an dieser Längswand zu verhindern, welches unter dem Einfluss einer anormal erhöhten Temperatur zwi- sehen den beiden Scheiben zu flüssig geworden ist. Bei Berührung des Hilfsführungsorganes, das der stromabwärts gelegenen Scheibe angegliedert ist, wird das abgetriebene Glas einer beschleunigten Ab- kühlung in bezug auf die normalerweise an dieser Stelle vorgesehene Abkühlung ausgesetzt und gleitet an diesem Hilfsführungsorgan, ohne dort hängenzubleiben.
Die von dem in Bewegung befindlichen Glasband mitgenommene Randzone, die an dieser StelleAuswüchse (Zipfel) aufweist, taucht unter die stromabwärts gelegene Scheibe, was die beschleunigte Abkühlung dieser ausgebuchteten Randzone zur Folge hat. Diese Randzone taucht in einem weniger flüssigen Zustand stromabwärts hinter der Scheibe wieder empor. Nach demWiederauftauchen in der Region im Anschluss an die umgangene Scheibe wird die ausgebuchtete Randzone, welche beschleunigt wird durch ihren Kontakt mit der Scheibe, deren Umfangsgeschwindigkeit grösser ist als die Geschwindigkeit des Bandes, mit Hilfe der folgenden Scheibe fortschreitend in das normale "Fahrwasser" zurückgeführt, während sich das Glasband auf dem Bad aus geschmolzenem Stoff vorwärtsbewegt.
Mit Hilfe der Einrichtung gemäss der Erfindung verhindert man also den Bruch des Glasbandes während seiner Abkühlung auf dem Bad aus geschmolzenem Stoff und die schädlichen Folgen, die sich durch eine solche Störung bei der Herstellung von flottiertem Glas ergeben.
Vorteilhafterweise erstreckt sich das Hilfsführungsorgan transversal mindestens über einen Teil der Breite des Raumes zwischen einer Drehscheibe und der entsprechenden Längswand. In Längsrichtung des Bades erstreckt es sich über eine Länge, die mindestens gleich dem Durchmesser der entsprechenden Drehscheibe ist. Es ist auch vorteilhaft, dass der untere Rand der Seitenfläche des Hilfsführungsorgans in das Bad aus geschmolzenem Stoff tiefer eintaucht als der untere Rand, der zur entsprechenden Längswand orientierten Seitenflächen der zugeordneten Scheibe. In diesen Ausführungsformen gemäss der Erfindung grenzt das Hilfsführungsorgan an die entsprechende Längswand an. In andern A usführungsformen ist das Hilfsführungsorgan im Abstand von der entsprechenden Längswand angeordnet.
Vorteilhaft nimmt der Abstand zwischen der Längsmittelachse des Bades und mindestens einem Teil der dem Bad zugewendeten Seitenfläche mindestens eines Hilfsführungsorgans in der Bewegungsrichtung des Glasbandes ab. Man begünstigt damit die Rückkehr der zufällig abgewichenen Randzone in das normale"Fahrwasser".
Gewöhnlich wählt man als Werkstoff für das Hilfsführungsorgan Graphit.
Im folgenden werden einige Ausführungsformen gemäss der Erfindung beispielsweise an Hand der Zeichnungen beschrieben ; in diesen zeigen : Fig. 1 in Aufsicht eine Arbeitskarnmer, die mit einer Vorrichtung gemäss der Erfindung ausgerüstet ist ; Fig. 2 einen Querschnitt in der Linie II-II der Fig. 1j Fig. 3 in Aufsicht eine ausgerüstete Arbeitskammer nach einer andern Ausführungsform gemäss der Erfindung, Fig. 4 einen Querschnitt in der Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 in Aufsicht eine ausgerüstete Arbeitskam- mer nach einer weiteren Ausführungsform gemäss der Erfindung und Fig. 6 einen Querschnitt in der Linie VI-VI der Fig. 5.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Anwendung der Erfindung für eine Kammer die von den Wän- den--2 und 3--gebildet wird und die ein Bad von geschmolzenem Stoff --4- enthält, über welches
<Desc/Clms Page number 3>
ein plastisches Glasband --5- gleitet. Die Metallscheiben --6a,6b,6c und 7a,7b,7c--, die mit den Achsen --8a, 8b, 8c und 9a, 9b, 9c-- verkeilt sind, welche sie antreiben, sind an den Rändern-10 und 12-- des Bandes --5-- angeordnet, Die Scheiben der Gruppen-6 und 7-sowie die Achsen der Gruppen --8 und 9-- sind hohl und werden vorteilhafterweise durch Wasserumlauf gekühlt (Fig. 2).
Zu diesem Zweck sind im Inneren der Scheiben der Gruppen --6 und 7-- runde Platten --12-- mit Hilfe von Stegen-3-befestigt. Diese Platten --12-- sind fest verbunden mit den Rohren --l4-, die kon- zentrisch zu den Achsen--8 und 9-- sind. Das Wasser, welches durch die Rohre -14-- eintritt, nimmt seinen Ausgang durch das hohle Innere der Achsen --8 und 9--, nachdem es die Scheiben der Gruppen --Ei und ,-- durchlaufen hat, wie dies durch die Pfeile --15,15a,15b und 15c-- angezeigt wird. Die Kühlung der Scheiben hat zum Ziel, zu verhindern, dass das Glas an den Scheiben haftet, und die Verfestigung der Ränder des Bandes zu beschleunigen und ihre Festigkeit zu verbessern.
Selbstverständlich kann man an Stelle des gekühlten Metalles für die Scheiben andere Werkstoffe benutzen, die nicht am Glas haften, wie z. B. Bornitrid.
Um zu vermeiden, dass Glas, welches sich an einer Randstelle des Glasbandes --5-- infolge einer aussergewöhnlichen Erhöhung seiner Fluidität zu weit ausgebreitethat, durch Verkleben an der benach-
EMI3.1
-16a, 16b, 16cfuhrungsorgane der Gruppen --16 und 17-aus Kohlenstoffstücken in Form von Parallelepipeden. Diese nehmen die ganze Breite des Raumes zwischenden Scheiben und den Längswänden ein, u. zw. über eine Länge, die ungefähr gleich dem doppelten Durchmesser ist, der für die Scheiben gewählt wurde, und tauchen in das Bad aus geschmolzenem Stoff mit einer Tiefe ein, die etwas grösser ist als die für die Scheiben vorgesehene Eintauchtiefe.
Es versteht sich von selbst, dass der Längsabstand zwischen zwei Fuhrungsorganen vermindert oder vergrössert werden kann, je nachdem man einen mehr oder weniger grossen Schutz gegen die Gefahren des Abtreibens von zu flüssig gewordenem Glas zu gewährleisten wunscht. In dieser Anwendung werden die Kohlenstoffblöcke mit Hilfe von Befestigungsstäben --18-in einer Position gehalten, die an ihre Längswände-2 und 3-grenzt. Diese Stäbe -18-- sind hohl und durchqueren die Längswände --2 und 3--, um sich in die Führungen --19- einzupassen, die im Inneren der Kohlenstoffblöcke angebracht sind.
Die hohlen Stäbe -18-- sind in entsprechende Führun- gen-19-eingefügt, um Kreisläufe zu bilden, die vorteilhafterweise von einer Kühlflüssigkeit durchströmt werden, u. zw. in der Richtung, die die Pfeile --20a und 20b-- zeigen.
Um die vorteilhafte Verwendung dieser Hilfsorgane besser verständlich zu machen, wird ein Beispiel gezeigt, welches auf der Annahme beruht, dass sich eine Ausbreitung des Glases zwischen zwei
EMI3.2
treffen, welches sich stromabwärts an der Stelle der Störung befindet. Beim Kontakt mitdem Hilfsfüh- rungsorgan --16b-- ist das abgetriebene Glas bereits einer ersten Abkühlung ausgesetzt. Diese Abküh-
EMI3.3
beschleunigten Abkühlung unterziehen, wenn es unter die Scheibe -6b-- taucht, um stromabwärts von der Scheibe --6b-- wieder emporzutauchen. Nach seinem Wiederauftauchen wird das Glas, welches durch die Scheibe --6b-- lokal einem schnelleren Antrieb als dem für die andern Stellen des Glasbandes vorgesehenen ausgesetzt wurde, zunehmend in das normale Fahrwasser des Glasbandes zurückgeführt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine andere Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung, die sich von der Ausführungsform nach den Fig. l und 2 durch folgende Merkmale unterscheidet.
Gegen die Räder-10 und 11-- des Glasbandes --5-- sind Metallscheiben --22a, 22b, 22c und 23a, 83b, 23c- angeordnet, welche Analogien zu denjenigen der oben beschriebenen Gruppen -- 6 und 7darstellen, die aber ausserdem mit Reibräödern --24-- ausgerüstet sind, welche die den Rändern-10 und 11-- des Glasbandes --5-- benachbarten Randzonen antreiben. Diese Reibräder-24-haben die Form von Zylindern mit einem Durchmesser, der kleiner ist als derjenige der Scheiben-22 und 23-, lmd sind test mit den letzteren verbunden.
Sie halten die den Rändern --10 und 11-desGlasbandes-5benachbarten Randzonen auf dem Bad aus geschmolzenem Stoff-4-, auf welchem sie es antreiben, während die Scheiben-L'L ! und 23-teilweise eintauchen, um die Breite des Bandes-5-zu begrenzen. Eine Kuhlung der Reibrader kann ebenfalls vorgesehen sein.
Wie in der vorangehenden Ausführungsform sind die Hilfsführungsorgane --26a, 26b, 26c und 27a,
<Desc/Clms Page number 4>
27b, 27c-- ebenfalls zwischen den Scheiben --22a, 22b, 22c und 23a, 23b, 23c-- und den entsprechenden Längswänden-2 und 3-- angeordnet. In dieser Anwendung der Erfindung bestehen dieHilfsführungsorgane der Gruppen --26 und 27-- aus Kohlenstoffstücken von prismatischer Form. Diese nehmen teilweise die Breite des Raumes zwischen den Scheiben und den entsprechenden Längswändenein.Sie erstrekken sich in Längsrichtung derart, dass die aufeinanderfolgend angeordneten Hilfsführungsorgane ausserdem aneinandergrenzen und in das Bad aus geschmolzenem Stoff mit einer Tiefe eintauchen, die grö- sser ist als die für die Scheiben vorgesehene Eintauchtiefe.
Auch in diesem Fall werden die Kohlenstoffstücke mittels Befestigungsstäben, wie --18-, in einer an ihre Längswände --2 und 3-- angrenzen- den Position gehalten. Diese Stäbe sind hohl und durchqueren die Längswände --2 und 3--, um sich in Führungen. wie --19-, einzufügen, welche im Inneren der Kohlenstoffstücke angebracht sind. Die hohlen Stäbe -18-- sind in die entsprechenden Führungen --19-- eingefügt, um Kreise zubilden, die vorteilhaft von einem Kühlmedium durchflossen werden, u. zw. in dem durch die Pfeile --20a und 20b-angezeigten Sinn.
Gegenüber der vorangehenden Ausführungsform zeigt diese andere Ausführungsform der Vorrichtung die folgenden Vorteile : Elimination jeglicher Gefahr des Hängenbleibens von abgetriebenem Glas an einer der Längswände, verbesserte Führung des abgetriebenen Glases während seines Gleitens gegen ein Hilfsführungsorgan und seine Rückführung in das normale Fahrwasser des Glasbandes unter der Einwirkung der unmittelbar stromabwärts gelegenen Scheibe.
Die Fig. 5 und 6 zeigen noch eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung, die sich von den beiden vorangehenden Ausführungsformen durch die folgenden Besonderheiten unterscheidet.
EMI4.1
Nähe ihres Umfanges eine Pilzform aufweisen. Man verhindert auf diese Weise, dass die Ränder des Glasbandes, welche das Bestreben haben, sich auszudehnen, von der Kante der Scheibe angeschnitten werden, während diese sich dreht.
Wie in den vorhergehenden Ausführungsformen sind die Hilfsführungsorgane --30a, 30b, 30c und 31a, 31b, 31c-- zwischen den Scheiben-28a, 28b, 28c und 29a, 29b, 29c-- und den entsprechenden Längswänden --2 und 3-- angeordnet. In dieser weiteren Anwendung der Erfindung werden dieHilfs- führungsorgane-30 und 31-- durch Graphitstücke in Form eines L gebildet. Diese nehmen teilweise die Breite des Raumes zwischen den Scheiben und den entsprechenden Längswänden ein und erstrecken sich in Längsrichtung derart, dass die aufeinanderfolgend angeordneten Hilfsführungsorgane ausserdem aneinandergrenzen.
Schliesslich tauchen diese L-förmigen Stücke in das Bad aus geschmolzenem Stoff
EMI4.2
In dieser weiteren Anwendung der Erfindung werden die Graphitstücke mittels Befestigungsstäben, wie-18-, in einer Position mit Abstand zu ihren Längswänden --2 und 3-gehalten. Diese Stäbe sind
EMI4.3
werden und deren Richtung durch die Pfeile --20a und 20b-- angezeigt ist.
Gegenüber der vorhergehenden Ausführungsform zeigt diese weitere Ausführungsform der Vorrichtung den Vorteil, eine noch bessere Führung des abgetriebenen Glases zu gewährleisten, u. zw. gleich-
EMI4.4
be.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.