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Verlängerbarer Tragarm
Die Erfindung betrifft einen verlängerbaren Tragarm mit mehreren untereinander scharnierartig verbundenen Platten, die in jede beliebige Winkelstellung zueinander einstellbar sind und etwa vertikale
Scharnierachsen haben. Bei einem bekannten Tragarm dieser Art besteht keine Möglichkeit und auch keine Notwendigkeit, die Scharnierplatten aneinanderzulegen, um flache Gebilde zu erhalten. Dies ist aber in vielen Fällen wünschenswert.
Die Erfindung besteht daher darin, dass die auf den einander abgekehrten Seiten der Platten angeordneten Scharnierfinger in entgegengesetzten Richtungen über die Plattendicke hinausragen, so dass die Platten unmittelbar aneinanderlegbar sind. Die Platten berühren einander daher und nehmen im zusammengelegten Zustand nur wenig Raum ein.
Die Erfindung zeichnet sich ferner dadurch aus, dass in die oberen und unteren Plattenränder elektrische Leitungen eingebettet sind. Dadurch können an dem erfindungsgemässen Tragarm befestigte stromverbrauchende Geräte mit elektrischer Energie versorgt werden.
Gemäss einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind die elektrischen Leitungen mit im Bereich der Gelenkstellen der Platten vorhandenen Schleifkontakten verbunden, die mit je einem entsprechenden Schleifkontakt der benachbarten Platte in Berührung stehen. Diese Variante wird überall dort bevorzugt werden, wo es darauf ankommt, keine Leitungen sichtbar werden zu lassen.
Die Erfindung kann auch darin bestehen, dass die obersten und untersten Scharnierfinger gegenüber dem oberen bzw. unteren Plattenrand zurückversetzt sind und dass die dadurch frei werdenden Stirnseitenteile der Platten für den Aus- bzw. Eintritt der in den Rändern geführten elektrischen Leitungen dienen.
Erfindungsgemäss ist es auch möglich, dass eine Haltevorrichtung vorgesehen ist, die aus einer Stützplatte mit Scharnierfingern auf der einen Seite und Schraubenbolzen mit Haltescheiben auf der andern Seite besteht, die an der Innenseite einer Wand des zu tragenden Körpers angreifen.
Schliesslich kann die Erfindung auch darin bestehen, dass der Tragarm in je einem Gehäusehohlraum eines Gerätes für Stereophoniemusikdarbietung verankert ist und mit einem entsprechenden Lautsprechergehäuse auf seiner ganzen Länge herausziehbar ist. Damit wird erreicht, dass die beiden Lautsprecher einer Stereophonieanlage aus dem Gehäuse so weit herausgezogen werden können, damit der für solche Musikdarbietungen erforderliche Abstand zwischen den beiden Schallquellen auch tatsächlich vorhanden ist.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen Fig. l den erfindungsgemässen Tragarm im zusammengelegten Zustand und in Draufsicht, Fig. 2 eine Verankerungsplatte, zwei zueinanderpassende Platten des erfindungsgemässen Tragarmes und eine Haltevorrichtung in Seitenansicht und zum Teil nicht zusammenhängend, Fig. 3 ein Schnittbild nach der Linie IH-HI der Fig. 2, Fig. 4 eine Draufsicht der Verankerungsplatte aus Fig. 2, Fig. 5 den oberen Plattenrand mit einer Nut und einem für diese bestimmten Leiter, Fig. 6 bis 10 einige Ausführungsbeispiele der Erfindung in Schaubildern und Fig. 11 und 12 den Erfindungsgegenstand in Anwendung bei einem Stereophoniemusikdarbietungsgerät mit eingezogenen und ausgefahrenen Lautsprecherboxen im Schaubild.
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Gemäss den Fig. 1 bis 4 besteht der erfindungsgemäss verlängerbare Tragarm in erster Linie aus mehreren, z. B. sieben Platten--l bis 7--, einer Verankerungsplatte--8--und einer Haltevorrichtung-9--. Die Platten--1 bis 7--haben jeweils auf der einen Seite gegenüber Oberund Unterkante --10,11-- zurückversetzte Scharnierfinger --12,13-- und darunter bzw. darüber je einen zweiten Finger--14, 15--.
Auf der andern Seite der Platten sind ebenfalls vier Scharnierfinger - 16 bis 19-so angeordnet, dass sie in die Ausnehmungen zwischen den Scharnierfinger-20 bis 23-der benachbarten Platte --2-- eingreifen können.
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die Finger --24,25,26,27-- der andern Plattenseite in die entgegengesetzte Richtung vorspringend angeordnet. Die in der einen Richtung vorspringenden Finger-20 bis 23-- der Platte --2-- sind aus der Fig. 3 ersichtlich. Aus dieser Figur ist auch zu ersehen, dass am oberen Rand-28-und am
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--29-- Nuten --30, 31-- vorgesehen- 12 bis 15, 16 bis 19-usw. in eine solche Lage, dass die jeweils benachbarten Platten zueinander bis in die Parallellage verschwenkt werden können.
Die Verankerungsplatte --8-- hat ebenfalls Scharnierfinger-42 bis 45--für den Eingriff in die Zwischenräume der Scharnierfinger-12 bis 15-der ersten Platte Ausserdem weist die Platte --8-- Löcher --46,47-- für Befestigungsschrauben --48,49-- auf, von denen die eine mit einem zu einer Klemme --50-- ausgebildeten Kopf versehen sein kann, die zur Aufnahme des elektrischen Leitungsdrahtes--32--dient. Sind durch die Platten--l bis 7--zwei Drähte - -32, 33-- geführt, so müssen an der Verankerungsplatte ebenfalls zwei Klemmen angeordnet sein.
An den Knickstellen im Bereich der Scharniergelenke bilden die Drähte-32, 33--, wie Fig. 1 zeigt, Schlaufen. Diese ragen über den Rand --10-- nach oben nicht hinaus, weil durch die zurückversetzten Scharnierfinger --12,20-- usw, genügend Raum für sie zur Verfügung steht.
Die Haltevorrichtung-9-ist über ihre Scharnierfinger-51 bis 54-und das Achsstück - mit den Scharnierfingern der letzten Platte --7-- gelenkig verbunden und weist Befestigungsschrauben --55,56-- mit Haltescheiben --57,58-- auf, die an der Innenseite der Wand eines zu befestigenden Gegenstandes anliegen. Die eine Schraube kann mit einer Klemme-59kombiniert werden. Diese hält das Ende des Drahtes --32-- fest und dient zur Befestigung des Anschlussdrahtes eines mit der Vorrichtung --9-- zu haltenden elektrischen Gerätes.
Gemäss Fig. 5 kann die Nut-60-an den Rändern --10 oder 11-der Platten trapezförmig
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verankert werden.
Um die Schlaufen des Drahtes gemäss Fig. l zu vermeiden, können die benachbarten Scharnierfinger-16 und 20-in Fig. 2 je einen elektrisch leitenden Belag-63, 64- haben, mit dem die Finger aufeinanderliegen. Diese Beschläge--63, 64-- sind mit dem in der Platte-l bzw. 2-- verlegten Draht unmittelbar verbunden, so dass bei einer durchgehenden Ausbildung der entsprechenden Scharnierfinger aller Platten--l bis 7-- eine leitende Verbindung von der Klemme --50-- zur Klemme --59-- hergestellt ist.
Der Erfindungsgegenstand kann ferner als Blumenstockhalter-65-im zusammengelegten Zustand der Platten --66-- gemäss Fig.6 und in deren auseinandergezogenem Zustand gemäss Fig. 7
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wenn es regnet.
Der Tragarm --68-- gemäss Fig.8 ist über eine Hülse --69-- mit Schraube --70-- an einem Ständer --71-- vertikal verstell- und feststellbar. Die nicht sichtbare Haltevorrichtung des Tragarmes --68-- hält eine Platte --72-- zur Aufnahme eines Fernsprechgerätes-73--. Die Platte --72-- kann auch so ausgebildet sein, dass sie in verschiedene Neigungsstellungen um eine horizontale Achse verschwenkbar ist und als Lesepult dient.
Gemäss Fig. 9 kann auf einer ähnlichen durch den Tagarm --74-- gehaltenen Platte --75-ein Ventilator--78--abgestellt sein, der in eine beliebige Stellung im Raum bringbar ist. Aus der Fig. 10 ist deutlich sichtbar, dass der erfindungsgemässe Tragarm--79--so eingestellt werden kann, dass die an seinem Ende befestigte Beleuchtungsquelle--80--sogar um eine senkrechte Mauerkante
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Nach einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es, wie Fig. 11 und 12 zeigen, möglich, dass in jedem Gehäusehohlraum--82, 83- eines Gerätes-84-für Stereophoniemusikdarbietung ein Tragarm-85, 86-- verankert ist, welche an ihrem freien Enden ein dem Hohlraum entsprechendes Lautsprechergehäuse-87, 88-- tragen. Diese können bei Gebrauch so weit aus dem Gerätegehäuse-84-- herausgezogen werden, bis der für die stereophone Musikdarbietung günstigste Abstand zwischen ihnen entsteht (Fig.
12). Bei Nichtgebrauch befinden sich die Lautsprechergehäuse - -87, 88-- innerhalb des Gerätes gemäss Fig.11, welche Stellung mittels der Arme-85, 86- nur deswegen möglich ist, weil deren Platten auf eine geringe Tiefe aneinanderlegbar sind, wie dies auch in Fig. 1 gezeigt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verlängerbarer Tragarm mit mehreren untereinander scharnierartig verbundenen Platten, die in jede beliebige Winkelstellung zueinander einstellbar sind und etwa vertikale Scharnierachsen haben,
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7) angeordneten Scharnierfinger (20 bis 23), (24 bis 27) in entgegengesetzten Richtungen über die Plattendicke hinausragen, so dass die Platten unmittelbar aneinanderlegbar sind.
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