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Elektroklosett
Die Erfindung betrifft ein Elektroklosett mit auf motorisch in Umdrehung versetzbaren, horizontalen Wellen fest angeordneten Verteilerwalzen.
In Elektroklosetten werden Fäkalien und Abfallstoffe getrocknet bzw. verascht, so dass sie als verhältnismässig geruchloser Staub auf einen Bruchteil ihres Volumens reduziert, kurzfristig aufbewahrt und anschliessend verbrannt oder abtransportiert werden können, während die flüssigen Abfallstoffe zur
Verdunstung bzw. Verdampfung gebracht werden.
Es sind bereits Elektroklosette der oben angeführten Art bekannt, wobei die Verteilerwalzen gleichzeitig als Heizflächen ausgebildet sind, und die im wesentlichen aus zwei nebeneinander liegenden Walzen in einem Gehäuse bestehen, welche mit ineinandergreifenden Zähnen versehen sind, die die Fäkalien zerkleinern sollen. Diese bekannte Art hat den Nachteil, dass für die Zuführung der elektrischen Energie an die Heizflächen Schleifkontakte erforderlich sind, die bald verschmutzen oder korrodieren und daher funktionsuntauglich werden. Ferner ergibt auch die freiliegende Anordnung der Walzen keine gute Verteilung der Fäkalien, weshalb die Verdampfung der flüssigen Bestandteile nur unvollkommen erfolgen kann.
Bei einem weiteren bekannten Vorschlag ist eine Zentrifuge vorgesehen, wobei die abgeschleuderten Flüssigkeitsteilchen an der die Zentrifuge umgebenden, elektrisch geheizten Wandung verdampfen sollen. Der in der Zentrifuge zurückbleibende Rest ist jedoch ziemlich fest und bereitet bei der Entfernung Schwierigkeiten.
Durch die Erfindung wird angestrebt, die Fäkalien und Abfallstoffe samt den flüssigen Bestandteilen solange im Bereich der Heizflächen in verteilter Form zu halten, bis sie restlos verdampft, getrocknet bzw. verascht sind und nur mehr Staub bzw. Asche zurückbleibt, welche Rückstände leicht entfernbar sind. Die Erfindung ist demgemäss im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerwalzen mit einer die Heizflächen bildenden, zumindest teilweise zylinderförmigen, im wesentlichen zu den Verteilerwalzen konzentrischen, feststehenden Ummantelung umgeben sind.
Die Verteilerwalzen haben hiebei nur die Funktion, die Fäkalien und Abfallstoffe gegen die Heizflächen zu drücken und gegebenenfalls zu zerkleinern, wobei durch die stete Rotation der Walzen auch eine Umwälzung der Fäkalien und eine gleichmässigere Ausnutzung der Heizflächen erfolgt.
Dadurch wird ein hoher Grad an Austrocknung der Fäkalien und Abfallstoffe erreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der obere Teil der Ummantelung als aufklappbarer Deckel ausgebildet. Im aufgeklappten Zustand bilden diese Deckel eine Art Auffangtrichter für die Fäkalien und Abfallstoffe und vergrössern im geschlossenen Zustand wesentlich die Heizfläche.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann der untere Teil der Ummantelung als Sammelbehälter für die flüssigen Abfallstoffe ausgebildet sein, in dessen Hohlraum die Verteilerwalze hineinragt. Eine solche Ausführung kann vorteilhaft als Urinal verwendet werden.
Schliesslich kann erfindungsgemäss vorgesehen sein, dass die Verteilerwalzen vom Motor eines eingebauten Saugzuglüfters aus angetrieben werden, wodurch sich eine besonders billige und einfache Bauweise ergibt.
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In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele näher dargestellt. Die Fig. l bis 3 zeigen eine Ausführungsform der Erfindung in Auf-, Grund- und Seitenriss in schematischer Darstellung und die Fig. 4 und 5 eine weitere Ausführung als Urinal, ebenfalls schematisch in Auf-und Seitenriss,
In dem in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigten Beispiel sind zwei sich zueinander drehende, elektrisch angetriebene, horizontal liegende Verteilerwalzen --1-- angeordnet, welche unten und seitlich von zylindrisch gekrümmten Heizflächen-3--umgeben sind und oben durch zwei ebenfalls zylindrisch gekrümmte, elektrisch beheizbare Deckel --4-- abgeschlossen werden können.
Zwecks Benutzung des Elektroklosetts werden die Deckel --4-- mittels eines Mechanismus --5-- geöffnet, wodurch gleichzeitig die Aufnahmefläche für die Fäkalien entsprechend vergrössert wird. Hiebei wird gleichzeitig der elektrisch angetriebene Saugzuglüfter --6-- eingeschaltet, der die
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umgeben sind. Gleichzeitig schaltet sich die elektrische Heizung ein. Die Verteilerwalzen-l-- werden in Drehung gesetzt und bringen die Fäkalien mit der zylindrisch gekrümmten Heizfläche - -3-- in Berührung, wobei die Fäkalien auch zerkleinert werden. Die Verteilung und Zerkleinerung kann durch auf den Verteilerwalzen --1-- angeordnete Mitnahmevorrichtungen, wie z. B. Schaufeln --2-- od. dgl. verbessert und beschleunigt werden.
Durch die Verteilung der Fäkalien über die gesamte Breite der Verteilerwalzen-l-ist ferner eine gleichmässige Ausnutzung der Heizflächen gegeben. Ferner wird durch die Schaufeln --2- auch eine ständige Reinigung der Heizflächen erzielt,
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verhindert wird.
Während des Trocknungsvorganges sorgt der weiterlaufende Saugzuglüfter --6-- für die laufende Abfuhr der Dämpfe und die Ansaugung von Frischluft zur Beschleunigung des Verdunstungsbzw. Verdampfungsvorganges. Im weiteren Verlauf des Trocknungsvorganges werden durch den Saugzugtüfter-6-auch die staubförmigen Rückstände in einen Behälter-8-abgesaugt.
Solange die Heizung und die Trocknung im Gange sind, wird dies durch das Aufleuchten der Kontrollampe--9--angezeigt. Nach Beendigung des Trocknungsvorganges wird die Stromzufuhr abgeschaltet.
Flüssige Abfallstoffe werden in den tieferliegenden Behälter --10-- abgeleitet, so dass ein entsprechendes Flüssigkeitsaufnahmevolumen des Elektroklosetts gegeben ist. Die in den Behälter - 10-- eintauchende Verteilerwalze --1-- mit benetzbarer Oberfläche bringt die flüssigen Abfallstoffe nach Beginn des Trocknungsvorganges in kleinen Mengen an die darüberliegende Heizfläche
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heran,Ferner kann durch Anbringen von schaufelartigen Vorsprüngen an der Verteilerwalze --11-- die Heranführung der flüssigen Abfallstoffe an die Heizfläche-12-weiter beschleunigt werden.
Flüssigkeitsreste auf dem Boden des Behälters-10-werden durch Beheizung-13desselben zum Verdampfen gebracht.
Es ist selbstverständlich möglich, das in den Fig. l bis 3 dargestellte Ausführungsbeispiel insoferne zu vereinfachen, als die Trocknungsvorrichtung für die flüssigen Abfallstoffe (Heizfläche --12--, Walze--11--und Behälter--10--) weggelassen werden kann.
Das Urinal gemäss den Fig. 4 und 5 dient nur für die Beseitigung flüssiger Abfallstoffe und entspricht den diesbezüglichen Vorrichtungen des Elektroklosetts nach den Fig. 1 bis 3. Es wird nach Benutzung durch Druck auf den Schalter --14-- in Betrieb gesetzt. Hiebei werden die flüssigen Abfallstoffe durch Drehung einer elektrisch angetriebenen Verteilerwalze --15-- an die Heizfläche --16-- herangebracht, wobei der elektrisch angetriebene Saugzuglüfter--17--für die Abfuhr der
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bzw.Flüssigkeitsreste auf dem Boden des Behälters --19-- werden. durch Beheizung--20--desselben zum Verdampfen gebracht.
Auch hier kann durch das Anbringen von schaufelartigen Vorsprüngen an der Verteilerwalze -15-- die Heranführung der flüssigen Abfallstoffe an die Heizfläche--16-- weiter beschleunigt werden.
Durch die Kombination des Antriebes für die Verteilerwalze --15-- mit dem Motor --21--
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Eine Reinigung des Urinals kann erforderlichenfalls erfolgen, indem im Bereich der Verteilerwalze --15-- ein Abstreifer--23--vorgesehen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektroklosett mit auf motorisch in Umdrehung versetzbaren horizontalen Wellen fest angeordneten Verteilerwalzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerwalzen (1, 11, 15) mit einer die Heizflächen bildenden, zumindest teilweise zylinderförmigen, im wesentlichen zu den
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