AT272277B - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Durchführung der Agglomeration von pulverförmigem Material - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Durchführung der Agglomeration von pulverförmigem Material

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AT272277B AT1075364A AT1075364A AT272277B AT 272277 B AT272277 B AT 272277B AT 1075364 A AT1075364 A AT 1075364A AT 1075364 A AT1075364 A AT 1075364A AT 272277 B AT272277 B AT 272277B
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Description


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  Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Durchführung der Agglomeration von pulverförmigem Material 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Durchführung der Agglomeration von pulverförmigem Material in einem bewegten Bett, vorzugsweise 
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 durch die Siebfläche geführt wird und betrifft insbesondere ein Verfahren und eine Einrichtung für eine hochwirksame Agglomerationsbehandlung von pulverförmigen Materialien, die relativ niedrige
Schmelzpunkte haben, wie Dextrosemonohydrat, Maissirupfeststoffe   u. dgl.   



   Die Erfindung bezieht sich auf und stellt eine Weiterentwicklung der sogenannten
Fliessbettverfahren gemäss der   brit. Patentschrift Nr. 920, 261   zur Agglomeration von pulverförmigen
Materialien dar. Bei dem bisher bekannten Typ von Verfahren dieser Art werden die Teilchen durch
Umwandlung der Teilchen in einem fluidisierten turbulenten Zustand (turbulenten Fliesszustand) agglomeriert und in einem solchen Fliesszustand kontinuierlich einem übererhitzten Dampf unterworfen, der auf eine Temperatur erhitzt ist, die wesentliche Grade oberhalb des Taupunktes desselben liegt ;

   diesen übererhitzten Dampf führt man in solcher Weise durch das kontinuierlich bewegte Fliessbett des pulverförmigen Materials, dass der Dampf seine Überhitzung verliert, wenn er durch die untere Schicht des Fliessbettes hindurchgeht und anschliessend auf den Teilchen kondensiert, die die obere Schicht des Fliessbettes bilden, wobei an den Oberflächen der einzelnen Teilchen ein anhaftender Film ausgebildet wird ; es tritt dann eine Vereinigung einer Mehrzahl von Teilchen auf, nachdem diese miteinander auf Grund der Bewegung des Bettes in Berührung gebracht worden sind, wobei die gewünschten Agglomerate gebildet werden, die ein spitzenartiges Netzwerk mit definierten Löchern oder Zwischenräumen zwischen den ursprünglichen Teilchen aufweisen.

   Eine solche verstärkte Agglomeratbildung bewirkt sehr rasch eine Durchdringung und Absorption des Wassers oder anderer Flüssigkeiten und macht demgemäss das Produkt leicht löslich und dispergierbar. 



   Bei der Vorrichtung, wie sie beim vorstehend erwähnten Verfahren des Fliessbettyps verwendet wird, wird das Fliessbett des zu agglomerierenden pulverförmigen Materials über ein Tragsieb oder eine Tragplatte geführt, die bzw. das genügend durchlässig ist, damit die zu agglomerierenden Dämpfe und/oder Gase hindurch nach aufwärts fliessen und von oben abgeführt werden knnen, wobei die Vorwärtsbewegung des Fliessbettes nach einer bevorzugten Ausführungsform durch kontinuierliche Vibration oder kontinuierliches Schütteln der Tragvorrichtung des genannten Siebes bewirkt wird. Das vorstehend erwähnte Fliessbettverfahren und die vorstehend erwähnte Fliessbettvorrichtung haben sich als sehr nützlich erwiesen, insbesondere für jene Materialien, die einen relativ hohen Schmelzpunkt aufweisen.

   Es wurde jedoch gefunden, dass bei Verwendung dieser Vorrichtung für niedrig schmelzende Materialien, wie Dextrosemonohydrat, Maissirupfeststoffe u. dgl., durch die übererhitzten Dämpfe ein Schmelzen und Haften jenes Teiles des Fliessbettes bewirkt wird, der nahe benachbart dem durchlässigen Tragsiebglied angeordnet ist und von diesem getragen wird, wobei ein Verstopfen, Zersetzen und eine mangelhafte Funktion desselben bewirkt und die Wirksamkeit des Fliessbettverfahrens und der Vorrichtung verringert wird, wenn sie für solche niedrigschmelzende Teilchen angewendet werden. 

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   Es ist daher Ziel der Erfindung, eine Agglomerationsvorrichtung zur Agglomeration von Teilchen in einem bewegten Bett, vorzugsweise Fliessbett, zu schaffen,   u. zw.   in solcher Weise, dass dabei ein
Verstopfen oder eine mangelhafte Funktion der Vorrichtung infolge Anhaftens der klebrigen Teilchen vermieden wird. 



   Ferner zielt die Erfindung auf die Schaffung eines neuen Verfahrens zur kontinuierlichen Durchführung der Agglomeration von pulverförmigen Teilchen mit relativ niedrigem Schmelzpunkt in einem bewegten Bett, vorzugsweise Fliessbett, ab, ohne dass die Anwendung von überhitzten Dämpfen, zum Unterschied von erhitzten Gasen oder Dämpfen, erforderlich ist. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren zur kontinuierlichen Durchführung der Agglomeration von pulverförmigem Material in einem bewegten Bett, vorzugsweise Fliessbett, über einer siebförmigen Tragfläche, bei der ein gasförmiges Medium in Aufwärtsrichtung durch die Siebfläche geführt wird, besteht im wesentlichen darin, dass ständig ein Teil der Siebfläche aus dem Berührungsbereich mit dem bewegten Bett kontinuierlich entfernt und in gereinigtem Zustand wieder in Tragberührung mit dem zu agglomerierenden Material des Bettes zurückgeführt wird. 



   Nach einer besonderen Ausführungsform des   erfindungsgemässen   Verfahrens wird die Siebfläche in einer Richtung bewegt, die der Bewegungsrichtung des bewegten Bettes entgegengesetzt ist. 



   Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung sieht vor, die Siebfläche langsamer als das bewegte Bett laufen zu lassen. 



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des obigen kontinuierlichen Agglomerationsverfahrens, welche eine siebförmige Tragfläche für ein Bett aus bewegtem Material, vorzugsweise Fliessbettmaterial, Mittel zum Hindurchführen eines gasförmigen Mediums durch die siebförmige Tragfläche und zur Bewegung des Materials aufweist, ist dadurch charakterisiert, dass sie ein endloses, die siebförmige Tragfläche bildendes Förderband aufweist, welches kontinuierlich weiterbewegt werden kann, so dass stets wenigstens ein Teil der siebförmigen Tragfläche aus dem Kontaktbereich mit dem bewegten Bett gezogen und von Reinigungseinrichtungen gereinigt werden kann, um in gereinigtem Zustand dem Agglomerationsbereich wieder zurückgeführt zu werden. 



   Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in welchen gleiche oder ähnliche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind. 



   Fig. l zeigt einen Längsschnitt durch eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung und Fig. 2 ist ein vertikaler Teilquerschnitt der Vorrichtung nach   Fig. 1.   



   Der Agglomerator besteht gemäss der Zeichnung aus einem Gehäuse oder Rahmengestell 
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   Die Abschnitte-A und B-sind die Siebreinigungsabschnitte, während die Abschnitte-C, D und   E-die Materialbehandlungs-und   Agglomerationsabschnitte enthalten und   Abschnitt-F-der   Klassierungsabschnitt ist. 



   Innerhalb des Gehäuses befindet sich ein in Längsrichtung angeordnetes endloses, durchlässiges, flaches, materialtragendes Sieb oder   Band-12-,   das über geeignete   Rollen-13--,   welche an den gegenüberliegenden Enden des Gehäuses angeordnet sind, läuft, wobei eine dieser Rollen mit einem geeigneten Antrieb ausgestattet ist, um diese Rollen kontinuierlich zu drehen und das Sieb zu bewegen ;

   das Sieb erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte Breite des   Gehäuses-10-.   Der obere Teil   - -12a-- des Siebes --12-- dient   als Träger für das zu agglomerierende pulverförmige Material   --14-- ;   nach einer bevorzugten und dargestellten Ausführungsform bewegt sich dieser obere Teil des Siebes in einer Richtung, die entgegengesetzt der Gesamtrichtung der Bewegung des Bettmaterials durch den Agglomerator verläuft. In der dargestellten Ausführungsform bewegt sich das pulverförmige Material von links nach rechts oder im Agglomerator von hinten nach vorne, während sich das Sieb langsam in entgegengesetzter Richtung bewegt, welche in der dargestellten Ausführungsform im Agglomerator von vorne nach hinten oder von rechts nach links verläuft.

   Gegenüberliegende Paare von Wischblenden 
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   Wischblenden--15--,   welche in Kammer--A--angeordnet sind, auch zum Sauberwischen dienen und überschüssiges Fluid vom Sieb zu entfernen, während letzteres vom Abschnitt--A--in   Abschnitt--B--bewegt   wird. 



   Abschnitt--A--stellt den Siebwaschabschnitt oder die Siebwaschkammer dar und in dieser Kammer sind geeignete   Düsen-15-montiert,   die so eingerichtet sind, dass sie Wasser direkt gegen den durchlaufenden Abschnitt des Siebes sprühen, um das Sieb sorgfältig zu reinigen und irgendwelches geschmolzenes, zusammenhängendes oder klebriges Material das daran anhaftet und die Poren des 

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Siebes verstopft, zu entfernen. Ein   Waschwasserauslass-17-ist   am Boden von Kammer-A-vorgesehen, um ein bequemes Abziehen und Entfernen des Waschwassers aus den Abteilen zu ermglichen.

   Obwohl bei der bevorzugten und in den Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsform ein Wasserspray als Reinigungsmittel für das Tragsieb angewendet wird, soll die Bezeichnung
Reinigungsmittel nicht auf solche Reinigungsmittel beschränkt sein, sondern es sollen darunter beliebige geeignete Mittel zur Reinigung des Tragsiebes verstanden werden, die auch geeignete Bürsten u. dgl. sowie von Wasser verschiedene Reinigungsflüssigkeiten umfassen knnen.

   Das   Sieb --12-- kann   aus irgendeinem beliebigen geeigneten Material hergestellt sein, das in der gewünschten Weise wirkt,   d. h.   das zu agglomerierende Bett des pulverförmigen Materials trägt, und genügend durchlässig ist, um ein ungehindertes, freies Fliessen des agglomerierenden Dampfes oder Gases durch dasselbe zu ermöglichen, das nach einer bevorzugten Ausführungsform das Bett wenigstens teilweise fluidisiert und einen haftenden Film auf den Teilchen bildet, um eine Agglomeration derselben zu ermöglichen, wenn sie in Kontakt treten, um leicht   Isliche   oder dispergierbare Agglomerate dieser Teilchen zu bilden, die durch ein spitzenartiges bzw.

   verzweigtes Netzwerk von Hohl- und Zwischenräumen zwischen den ursprünglichen Teilchen gekennzeichnet sind, wodurch eine rasche Durchdringung und Absorption des Wassers oder anderer Flüssigkeiten ermöglicht wird. Ein gewebtes Edelstahlsieb mit deutscher oder holländischer Webung (dutch weave screen) mit feinen Maschen (51 bis 510 Maschen/cm = 20 bis 200 Fäden/linearem Zoll) hat sich als sehr zweckmässig erwiesen. Glastücher oder ähnliche Materialien mit einer Maschenfeinheit entsprechend 154 bis 1015 Fäden/cm (60 bis 400 Fäden/linearem Zoll) können ebenfalls mit Erfolg angewendet werden.

   Es ist jedoch klar, dass die Erfindung nicht auf diese speziellen Siebbeispiele beschränkt ist und beliebige Trägermedien umfasst, die zur Unterstützung bzw. zum Tragen eines Bettes von pulverförmigem Material in der nachstehend beschriebenen Weise geeignet sind. 
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 irgendeine geeignete Temperatur haben, bei der eine rasche und wirksame Trocknung des Teils des durch diesen Abschnitt hindurchgehenden Siebes bewirkt wird. Eine Temperatur von ungefähr 121 C (2500F) hat sich als sehr zufriedenstellend erwiesen. 



   Abschnitt-C-stellt den Agglomerationsabschnitt oder die Agglomerationskammer dar. Das pulverförmige, zu agglomerierende Material wird in diesen Abschnitt durch eine Beschickungsöffnung   - 20-zugeführt,   die im oberen Teil einen geeigneten   Fülltrichter --20a-- aufweist,   welcher mit irgendwelchen geeigneten Quellen für nicht agglomeriertes pulverförmiges Material in Verbindung steht. 



  Der Kamin oder obere Teil des   Agglomerationsabschnittes-C-ist   auch mit einer Abzugsöffnung - versehen, um daraus die agglomerierten Dämpfe oder Gase abzuziehen. Der Boden oder untere Teil der Kammer--C--ist mit einer   Einlassöffnung--22--zur   Zufuhr der gasförmigen agglomerierenden Dämpfe oder Gase in die Kammer-C-ausgestattet, wobei die agglomerierenden 
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 klebrigen Film auf den pulverförmigen Teilchen bilden, um eine Agglomeration derselben zu bewirken, wobei das Bett des pulverförmigen Materials einen im wesentlichen gleichförmigen Querschnittsbereich einnimmt. 



   Das gasförmige agglomerierende Medium zur Bildung der haftenden Filme auf den Teilchen kann aus einem Dampf bestehen, der auf den Oberflächen der Teilchen innerhalb des angewendeten Temperaturbereiches entweder kondensierbar oder absorbierbar ist und der auf der Oberfläche der Teilchen, kondensiert oder absorbiert, an denselben haftet. Die kondensierbaren Dämpfe können auf eine Temperatur erhitzt werden, die wenig oberhalb des Taupunktes der Dämpfe liegt, so dass die Kondensation fast gleichzeitig bewirkt werden wird, wenn der Dampf mit den Teilchen in Berührung kommt, oder der Dampf kann überhitzt sein, wie dies bei dem früher erwähnten bekannten Verfahren der Fall ist, um die Kondensation bis zu der oberen Schicht des fluidisierten, zu agglomerierenden Bettes zu verzögern.

   Dieser Dampf kann mit einem inerten Trägergas vermischt werden, das innerhalb des angewendeten Temperaturbereiches nicht kondensierbar ist und das gegenüber den zu behandelnden Materialien inert ist. Unter gewissen Umständen kann die Agglomeration ohne Kondensation oder Absorption einer Substanz an den Teilchen erfolgen, um eine haftende Oberfläche zu schaffen, wie   z. B.   in solchen Fällen, in welchen eine haftende Oberfläche an den Teilchen durch Temperatureinwirkung allein bewirkt werden kann, um ein beginnendes Schmelzen der Teilchenoberfläche hervorzurufen und dabei dieselben klebrig oder haftend zu machen.

   Unter solchen Umständen kann das Gas gegenüber den 

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 getrennt gehalten, wenn sie von ihren jeweiligen Kammern austreten, um es zu ermöglichen, die Gase in ihrer Gesamtheit oder teilweise wiederzuverwenden und sie zurückzuführen, um eine wirtschaftliche
Arbeitsweise zu gewährleisten. Die Abgase werden abgezogen und durch Rohre geeigneten   Staubsammlern   (nicht dargestellt) zugeführt. 



   Zur Begünstigung der Bewegung des pulverförmigen Materials und um die einzelnen Teilchen und
Agglomerate in einem kontinuierlichen, im wesentlichen fluidisierten Zustand zu halten sowie zur
Bewegung des Materials in kontinuierlicher Weise in Vorwärtsrichtung durch den Agglomerator, wenn das Sieb-12-, wie dies in Fig. l gezeigt ist, in eine Richtung entgegen der Arbeitsrichtung des
Bettes des Materials bewegt wird, und zur Mithilfe bei der Verminderung der Verschmutzung des
Siebes, kann das Gestell oder   Gehäuse --10-- durch   geeignete   Schwingarme--33--getragen   werden, die gelenkig mit dem   Gehäuse --10-- und   mit einer feststehenden Unterlage-34- verbunden sind, um zu ermöglichen, dass das   Gehäuse --10-- hhin   und her schwingt und in
Vibration versetzt wird.

   Die tatsächliche Vibrationsbewegung wird durch einen hin- und hergehenden Arm oder eine   Kupplungsstange-35-hervorgerufen,   die mit einer Exzenterscheibe-36verbunden ist, welche mittels eines   Treibriemens --37-- von   einer geeigneten Kraftquelle oder einem   Motor --38-- angetrieben   wird, wodurch sowohl eine Bewegung als auch im wesentlichen eine Fluidisierung der Teilchen und Agglomerate entsteht und wobei dieselben durch eine dabei bewirkte rasche Kurzstreckenvibration stetig vorwärts bewegt werden. Auf diese Weise wird das Material allmählich und fortschreitend durch die Kammern-C, D, E und   F-bewegt,   wobei es aus dem teilchenförmigen Zustand in die agglomerierte Form umgewandelt wird. 



   Wenngleich der Vibrationsmechanismus als eine erfolgreiche Ausführungsform zur Vorwärtsbewegung oder zum Transport des Materials durch die Agglomerationsvorrichtung veranschaulicht und beschrieben worden ist, ist es ohne weiteres ersichtlich, dass andere Einrichtungen zum Transport oder zur Fortbewegung des Materials durch die Vorrichtung verwendet werden können. So kann   z.

   B.   nach einer andern Ausführungsform der Erfindung das bewegte Sieb, welches das Material trägt, in der gleichen Richtung wie das Bettmaterial vorwärtsbewegt werden und ohne Mitwirkung zusätzlicher Mittel, wie der Vibrationsmechanismus, als Transportmittel für das Material durch die Vorrichtung dienen, wobei die Bewegung des Bettes ausschliesslich durch die Wirkung der sich aufwärts bewegenden ausströmenden Gase hervorgerufen wird, oder das bewegte Sieb, das sich in der gleichen Richtung wie das Bett des Materials bewegt, kann gleichzeitig mit dem Vibrationsmechanismus verwendet werden. Es ergibt sich somit, dass die Vorrichtung gemäss der Erfindung eine elastische Anpassung der Arbeitsweise ermöglicht und Arbeitsbedingungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen zu agglomerierenden Material und andern Faktoren einzustellen gestattet.

   Es ist ferner ersichtlich, dass der vorstehend beschriebene Vibrationsmechanismus, wie er nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verwendet wird, in erster Linie als Mittel zur Bewegung des Materials durch den Agglomerator dienen soll und die Fluidisierung und Bewegung der Teilchen könnte mit Erfolg zur Gänze durch andere Mittel bewirkt werden, obwohl die Vibration sicherlich mithilft, das Material in einem solchen Zustand zu halten.

   Bei gewissen Ausführungsformen der Erfindung kann es sich dabei um die primäre Massnahme zur Fluidisierung des Bettmaterials handeln. 
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 --12a--.Siebführungen werden lösbar durch gegenüberliegende Paare von   Winkelgliedern-40--,   die   Isbar   gegen die Siebführungen geklemmt sind, in ihrer Lage gehalten, was durch geeignete Klammern   --41-- erfolgt.   Der obere   Teil --10a-- des   Gehäuses ist vorzugsweise abnehmbar angeordnet, um es zu ermöglichen, die obere Hälfte zum Zwecke der Reinigung und Reparatur des Inneren des Agglomerators abzunehmen. Gemäss der dargestellten Ausführungsform sind die Seitenwände des oberen   Teils --10a-- abnehmbar   zwischen dem Oberteil des   Winkelstückes-40-und   dem schrägen Teil 
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   Bei der Durchführung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit der in den Zeichnungen dargestellten Vorrichtung wird das pulverförmige zu agglomerierende Material kontinuierlich der   Agglomerationskammer-C--durch   die   Beschickungsöffnung --20-- auf   das sich langsam fortbewegende   Sieb --12a-- gebracht,   das sich nach hinten in Gegenrichtung zum allgemeinen Fluss des pulverförmigen Materials durch den Agglomerator bewegt.

   In dem Masse, wie das pulverförmige Material dem   Siebabschnitt--12a--zugeführt   wird, wird ein agglomerierend wirkendes Gas oder Dampf in die Kammer-C-durch die   Einlassöffnung-22-und   aufwärts durch die Kammer und durch das Bett des vom Sieb getragenen pulverförmigen Materials geführt, wobei das 

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 agglomerierende Gemisch aus Dampf und Gas mit einer Geschwindigkeit bewegt wird, die ausreichend ist, um das Bett des pulverförmigen Materials zu bewegen und wenigstens teilweise zu fluidisieren, darin eine Turbulenz zu erzeugen, einen   häufigen   und wiederholten Kontakt der Teilchen hervorzurufen und eine Agglomeration der Teilchen zu bewirken, nachdem ein klebender Film an der Aussenfläche dieser
Teilchen durch das agglomerierende Dampfgas, dem sie ausgesetzt worden sind,

   gebildet worden ist. Das agglomerierende Gas kann aus dampfhältiger, feuchter Luft und einem inerten Trägergas oder einem
Gas, das eine teilweise Auflösung der   Randbezirke   der Teilchen hervorrufen und dieselben klebrig und anhaftend machen kann, bestehen, oder es kann sich, wie vorstehend beschrieben, einfach um ein weisses Inertgas handeln. In jedem Fall führt das agglomerierende Gas zur Ausbildung eines klebrigen
Films an der Aussenfläche der Teilchen und die durch die Einwirkung des agglomerierenden Gases oder
Dampfes hervorgerufene Turbulenz führt dazu, dass es zu einer wiederholten Berührung der klebrigen
Teilchen und zu einem Anhaften derselben aneinander unter Bildung der grösseren gewünschten
Agglomerate kommt.

   Das fluidisierte Bett des pulverförmigen Materials wird kontinuierlich gegen die nach hinten gerichtete Bewegung des endlosen   Siebes --12-- mit   einer Geschwindigkeit fortbewegt, die ausreichend ist, um dem Zug entgegenzuwirken, der auf die Teilchen durch die Gegenbewegung des
Siebes ausgeübt wird, und in einem Ausmass, das es den Teilchen ermöglicht, im Abschnitt-C- genügend lange Zeit zu verbleiben, um eine Agglomeration von im wesentlichen des gesamten pulverförmigen, der   Kammer --c-- zugeführten   Materials zu bewirken, so dass das fluidisierte Bett nach Verlassen der Kammer-C-und Eintreten in die   Trocknungskammer-D-im   wesentlichen vollständig agglomeriert ist. 



   Wenn der klebrige oder anhaftende Film auf den Teilchen durch anfängliches Schmelzen unter
Behandlung der Teilchen mit erhitzten Inertgasen bewirkt worden ist, kann es zweckmässig sein, die
Richtung des Fliessens des agglomerierenden Gases umzukehren und den erhitzten Gasstrom nach abwärts durch das Bett des teilchenförmigen Materials zu führen, die mechanische Bewegung des Bettes so einzurichten, um das Bett im fluidisierten Zustand zu halten und die Geschwindigkeit des nach unten gerichteten Gasstromes unterhalb jener zu halten, bei welcher eine Neutralisation oder Aufhebung der mechanischen Bewegung und Verdichtung des Bettes erfolgt.

   Durch Umkehrung der Fliessrichtung des erhitzten agglomerierenden Gases wird der Temperaturgradient des Bettes des teilchenförmigen Materials vom oberen Teil zum Boden hin abnehmen, wobei die heissesten klebrigen Teilchen in den oberen Schichten des Bettes vorliegen und die kühlsten und am wenigsten klebrigen Teilchen im unteren Bereich des Bettes gefunden werden, wo sie dazu dienen, die Geschwindigkeit und das Ausmass der Verunreinigung des durchlässigen, das Bett tragenden Siebes zu vermindern. 



   Obwohl die Geschwindigkeit des   Siebes --12a-- und   die Wanderungsgeschwindigkeit des Produktes in Abhängigkeit von den jeweiligen Umständen variiert werden können, so wurde gefunden, dass eine Fortbewegungsgeschwindigkeit von etwa 30 cm/min für das Sieb und von etwa 910 cm/min für das Produktbett sehr zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Nachdem die Agglomeration beendet worden ist, gelangt das klebrige agglomerierte Material von der Kammer--C--in den Trocknungsabschnitt oder die   Kammer-D-,   wo das Bett des agglomerierten Materials einer Trocknung durch einen Strom von Warmluft unterworfen wird, der kontinuierlich durchgeleitet wird.

   Diese Trocknung dient nicht nur zur Beseitigung der Klebrigkeit der Agglomerate und der Feuchtigkeit, die denselben zugeführt worden ist, sondern dient auch zur Verfestigung der Agglomerate zwecke Verhinderung und Hintanhaltung einer nachfolgenden Zerkleinerung derselben während der nachfolgenden Handhabung, Lagerung und Förderung derselben. Die getrockneten verfestigten Agglomerate gelangen dann vom   Trocknungsabschnitt-D--in   den   Kühlabschnitt-E-,   wo sie einem kontinuierlichen Luftstrom zur Kühlung auf etwa Raumtemperatur unterworfen werden.

   In dem Masse, wie die getrockneten Agglomerate vom Abschnitt-D--in den   Abschnitt-E-wandern,   werden die Agglomerate vom   Sieb-12-zum Sieb-27-befordert,   wo sie durch das Kühlgas oder durch die Kühlluft, die durch das   Sieb-27-und   das Bett der getrockneten Agglomerate hindurchgeht, bewegt und gekühlt werden. Falls die Agglomeration durch anfängliches Schmelzen bewirkt wird, kann der Trocknungsabschnitt in den meisten Fällen eliminiert werden, wobei die Agglomerate unmittelbar nach Verlassen des Agglomerationsabschnittes unter Verfestigung und Erstarrung derselben austreten.

   Die gekühlten Agglomerate bewegen sich dann vom   Abschnitt--E--zum Klassierungsabschnitt--F--,   wo sie mittels   Sieb-28-in   Endproduktagglomerate mit richtiger Grösse, die durch den Auslass - austreten, Agglomerate mit Untergrösse und nichtagglomerierte Teilchen, die durch Sieb - hindurchgehen und auf der   Platte --30-- zum   Austritt durch die Öffnung-31gesammelt werden, getrennt werden. 



   Jener Abschnitt des   Siebes --12a--,   der kontinuierlich durch den Agglomerationsabschnitt 

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 - und den   Trocknungsabschnitt--D--hindurchläuft,   kommt laufend mit den klebrigen haftenden Agglomeraten in Berührung, die von diesem Sieb getragen werden ; diese Agglomerate zeigen die Tendenz, das   Sieb--12a-zu   verstopfen und daran zu haften.

   Bei einem stationären Sieb würden die Poren des   Siebes --12-- rasch   verstopft werden, bis zu einem Punkt und einem Ausmass, wo es praktisch unmöglich sein würde, dass das agglomerierende Gas hindurchtritt, um das pulverförmige Material zu fluidisieren und die Bildung eines klebrigen Films darauf zu bewirken, ausser es wird überhitztes Gemisch aus Dampf und Gas angewendet, wie dies bei dem vorerwähnten bekannten Verfahren der Fall ist. Es wurde daher   erfindungsgemäss   eine Trageinrichtung oder ein Sieb zum Tragen eines bewegten Bettes der vorher beschriebenen Art geschaffen, bei welcher verunreinigte Abschnitte desselben kontinuierlich aus dem   Agglomerationsabschnitt-C-entfernt   und zu den   Siebreinigungsabschnitten-A   und   B--geführt   werden.

   Auf diese Weise wird das verunreinigte und verstopfte Sieb direkt vom Agglomerationsabschnitt-C-in den   Siebwaschabschnitt-A--   geführt, wo es einer Reinigungsbehandlung durch Wasser u. a. Reinigungsflüssigkeiten, welche von den im Abschnitt-A-angeordneten Düsen aufgesprüht werden, unterworfen wird. Das Sieb wird um 
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    --13-- geführt ; nachdem-     vorbei,   wobei sie als Abstreifer und auch als Abschlussglieder dienen, um einen beträchtlichen Teil des Wassers u. a. Reinigungsflüssigkeiten dann abzutrennen, wenn das Sieb zwischen denselben hindurchgeht, um dazwischen soviel wie möglich des Überschusses an Reinigungsflüssigkeit zu entfernen und das Trocknen der Siebe im   Abschnitt-B-zu   erleichtern.

   Die Blenden-15-, die in den andern Abschnitten angeordnet sind, tragen dazu bei, die benachbarten Abschnitte voneinander abzuschliessen und ein Vermischen der Gase zwischen denselben zu verhindern. Die
Reinigungsflüssigkeiten können gegebenenfalls in der Weise behandelt werden, dass das Material, das aus dem Sieb während der Reinigung desselben entfernt wird, zurückgewonnen wird. 



   Obwohl nach der bevorzugten Ausführungsform und Verfahrensweise gemäss der Erfindung vorgesehen ist, das Bett von teilchenförmigen, zu agglomerierenden Materialien in einem bewegten, im wesentlichen fluidisierten Zustand aufrecht zu erhalten, ist es klar, dass die Vorrichtung gemäss der
Erfindung, bei der ein Tragorgan für das bewegte Bett vorgeschsehen ist, wie ein durchlässiges Sieb und
Mittel zur Reinigung desselben, es ermöglicht, die Agglomeration mit einem Bett des Materials durchzuführen, das sich in einem eher bewegungslosen oder ruhenden Zustand befindet. Das agglomerierte Material, das auf diese Weise gebildet wird, kann sich in Form eines Kuchens auf dem beweglichen Sieb bilden, der nachfolgend zerkleinert und durch Hilfseinrichtungen klassiert werden kann. 



   Die Vorteile und der Fortschritt, der durch die Entwicklung der Vorrichtung und des Verfahrens zur Agglomeration von pulverförmigem Material erreicht wird, geht aus den vorstehenden Darlegungen hervor. Im Gegensatz zu den oben erwähnten bekannten Verfahren und Vorrichtungen mit Fliessbett ist es bei der Erfindung nicht erforderlich, dass ein überhitztes Gemisch aus Dampf und Gas verwendet wird, das am wirksamsten nur bei Materialien ist, die Schmelzpunkte oberhalb der Temperatur des verwendeten Gemisches aus Dampf und Gas aufweisen. Mit Materialien jedoch, die einen unter dieser Temperatur liegenden Schmelzpunkt haben, wird das vorerwähnte Tragsieb rasch verunreinigt und die weitere Agglomeration gestört.

   Somit ist das bekannte Verfahren und die bekannte Vorrichtung auf die Anwendung überhitzter Dämpfe bei Materialien beschränkt, die höhere Schmelzpunkte als die Überhitzungstemperatur des Gemisches aus Dampf und Gas aufweisen. Gemäss der Erfindung erübrigt es sich jedoch durch das bewegte Tragsieb und durch die Mittel für die Reinigung des verunreinigten Teiles desselben ein überhitztes Gemisch aus Dampf und Gas anzuwenden, wobei die Arbeitskosten erniedrigt werden und wobei es ermöglicht wird, pulverförmige Materialien mit erheblich niedrigeren Schmelzpunkten zu bearbeiten, als dies früher möglich war.

   Zudem ist es mit dem neuen Verfahren möglich, zufriedenstellende Agglomerationen höher schmelzender Materialien herbeizuführen, die bisher durch ein überhitztes Gemisch aus Dampf und Gas agglomeriert wurden, wobei nun ein genügend reines Tragsieb im Behandlungsbereich jederzeit gewährleistet ist. 



   Beispiele von Materialien, die mit dem Verfahren und der Vorrichtung gemäss der Erfindung erfolgreich agglomeriert werden können und die mit dem bekannten Verfahren und den bekannten Vorrichtungen auf Grund der niedrigen Schmelzpunkte der Materialien und der angewendeten überhitzten agglomerierenden Dämpfe nicht erfolgreich agglomeriert werden können, sind 

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   Maiszuckerdextrosemonohydrat,   das bei etwa 710C zu schmelzen beginnt, und Citronensäuremonohydrat, das bei etwa 700C zu erweichen und zu schmelzen beginnt ; die Schmelzpunkte dieser Verbindungen sind beträchtlich niedriger als die Temperatur des überhitzten Dampfes, wie er üblicherweise in der bekannten Vorrichtung verwendet wird. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur kontinuierlichen Durchführung der Agglomeration von pulverförmigem Material in einem bewegten Bett, vorzugsweise Fliessbett, über einer siebförmigen Tragfläche, bei der ein gasförmiges Medium in Aufwärtsrichtung durch die Siebfläche geführt wird, 
 EMI8.1 


Claims (1)

  1. langsamer als das bewegte Bett laufen lässt.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, welche eine siebförmige Tragfläche für ein Bett aus bewegtem Material, vorzugsweise Fliessbettmaterial, Mittel zum Hindurchführen eines gasförmigen Mediums durch die siebförmige Tragfläche und zur Bewegung des EMI8.2 Tragfläche (12) bildendes Förderband aufweist, welches kontinuierlich weiterbewegt werden kann, so dass stets wenigstens ein Teil der siebförmigen Tragfläche aus dem Kontaktbereich mit dem bewegten Bett gezogen und von Reinigungseinrichtungen (16) gereinigt werden kann, um in gereinigtem Zustand dem Agglomerationsbereich (C) wieder zurückgeführt zu werden.
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