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Zwischenboden in Stoffaustauschkolonnen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zwischenboden fürr Stoffaustauschkolonnen, der eine
Bodenplatte mit Bodenöffnungen aufweist und besteht dabei darin, dass die Bodenöffnungen durch
Verschlüsse abgedeckt sind, die innerhalb von Haltevorrichtungen zum Halten und Führen der Verschlüsse der ganzen Austauscheinheit geführt und senkrecht nach oben und unten begrenzt bewegbar sind, wobei die Haltevorrichtungen selbst mittels Führungsstücken in den Bodenöffnungen geführt sind, wobei durch Endanschläge die Bewegung der Verschlüsse nach oben und unten begrenzt ist und die Haltevorrichtungen für den Durchtritt eines spezifisch leichteren Mediums mit Öffnungen versehen sind.
Eine erfindungsgemässe Bauform sieht vor, dass die Verschlüsse kleiner sind als die von ihnen abgedeckten Bodenöffnungen, wobei die Verschlüsse eine strömungsgerechte, z. B. domartige Form aufweisen und mit der Hohlseite der Anströmrichtung des spezifisch leichteren Mediums ab- oder zugewendet sind.
Erfindungsgemäss kann die Haltevorrichtung im Querschnitt die gleiche Form aufweisen wie die Bodenöffnung, über die Bodenöffnung hinausragen und strömungsführende Ansätze wie Zacken oder Lippen enthalten, wobei die Führungsstücke mit den Endanschlägen an dem weiteren Endanschlag und die Endanschläge zur Begrenzung der Tiefstlage und der Höchstlage an der Haltevorrichtung befestigt oder angeformt sind.
Eine weitere erfindungsgemässe Bauform sieht vor, dass die Endanschläge und/oder Führungsstücke mit einem Ring verbunden bzw. an diesem angeformt sind.
In manchen Fällen erscheint es vorteilhaft, dass die Haltevorrichtunmehr als zwei Führungsstücke erhält und die zwischen den Führungsstücken gebildeten Öffnungen mit Ansätzen versehen sind, die parallel zur Strömungsrichtung des die Öffnungen durchströmenden spezifisch leichteren Mediums angeordnet sind und an dessen Ein- oder Ausströmseite liegen.
Nach einem weiteren erfindungsgemässen Vorschlag geht man so vor, dass zwei Laschen ausgeschnitten sind, die durch Ausbiegen senkrecht auf dem Strömungsquerschnitt und parallel der Strömungsrichtung des spezifisch leichteren Mediums gestellt sind, wobei die Wand, in der sich die Öffnungen befinden, auch gefaltet sein kann und sich die Öffnungen entweder in der tiefsten oder höchsten Falte befinden.
Eine andere erfindungsgemässe Bauform sieht vor, dass die Endanschläge eine unterschiedliche Länge aufweisen und/oder unter einem Winkel zur Hauptströmungsrichtung des spezifisch leichteren Mediums stehen, wobei sie beispielsweise auch durch in die Öffnungen eingesteckte Hülsen gebildet werden und dabei gegebenenfalls schräg abgeschnitten sind.
Erfindungsgemäss können die Ansätze unterhalb des Verschlusses nach innen, d. h. der vom spezifisch leichteren Medium durchströmten Bodenöffnung zugewendet sein und oberhalb des Verschlusses nach aussen, d. h. im gegenläufigen Sinn angeordnet sein.
Der Zwischenboden kann auch so ausgebildet sein, dass die Bodenöffnungen rechteckige Form aufweisen, wobei einzelne, oder alle einen Boden bildenden Haltevorrichtungen so montiert sind, dass sie unbeweglich mit den Begrenzungsstücken an der Bodenplatte anliegen.
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Erfmdungsgemäss kann jede einzelne oder alle zu einem Zwischenboden gehörenden
Haltevorrichtungen auf der vom spezifisch schwereren Medium angeströmten Seite schmalere, niedrigere oder in grösserem Abstande voneinander angeordnete Öffnungen aufweisen, als die gegenüberliegende
Seite, bzw. können solche Öffnungen überhaupt fehlen.
Ein weiterer erfindungsgemässer Zwischenboden sieht vor, dass die Verschlüsse um parallel zur
Ebene der Bodenöffnung liegende Achsen drehbar gelagert sind und dass der Öffnungssinn der
Verschlüsse so gerichtet ist, dass das leichtere Medium vorzugsweise in der Fliessrichtung des schwereren
Mediums geführt ist.
In manchen Fällen erscheint es vorteilhaft, dass die Verschlüsse durch einen zentralen
Führungsstift mit Endanschlägen geführt sind.
Schliesslich können gemäss der Erfindung die Verschlüsse und/oder Haltevorrichtungen innerhalb eines Bodens und/oder innerhalb der in einer Stoffaustauschkolonne montierten Böden unterschiedliches Gewicht aufweisen, wobei gegebenenfalls alle Teile als Gussstücke oder Pressteile aus
Metall und/oder Kunststoff hergestellt sind.
Der Zwischenboden ist verwendbar für die Fraktionierung von Flüssigkeitsgemischen, für das
Waschen von Gasen sowie bei allen Vorgängen, bei denen eine intensive Berührung zwischen Gasen und
Dämpfen mit Flüssigkeiten oder zwischen Flüssigkeiten und Flüssigkeiten bezweckt wird, d. h. allgemein für den Kontakt zwischen einem spezifisch leichteren und einem spezifisch schwereren Medium.
Es sind Zwischenböden in Stoffaustauschkolonnen bekannt, sogenannte Siebböden, bei denen die Bodenöffnungen keine Verschlüsse haben, so dass bei kleinen oder im Betrieb schwankenden Mengen des durchzusetzenden leichteren Mediums das schwerere Medium mehr oder weniger durch die Bodenöffnungen durchregnen kann. Zwecks Verminderung des Durchregnens ist vorgeschlagen worden, Öffnungen in senkrechten Wänden von Gashauben anzuordnen, welche die Bodenöffnungen überdecken.
Diese Massnahme ist nur dann wirkungsvoll, wenn die Öffnungen verhältnismässig klein sind. Der Widerstand, welcher beim Durchströmen der Vorrichtung überwunden werden muss, ist daher entsprechend gross. Es sind auch Verschlüsse der Bodenöffnungen vorgeschlagen worden, bei denen die Bodenöffnungen als Ventilsitz und die Verschlüsse als Ventildeckel ausgebildet sind, die durch Haltevorrichtungen in ihrer Bewegung begrenzt werden.
Die Ventildeckel werden durch die Druckdifferenz zwischen der Unter- und Oberseite des Zwischenbodens betätigt. Die vom Ventildeckel freigegebene Fläche für den Durchlass des leichteren Mediums ist ausser von der Grösse der Bodenöffnung vom Hub abhängig, den der Ventildeckel zwischen seiner Höchstlage und der Bodenplatte ausführen kann. Diesem Hub ist mit Rücksicht auf ein Verklemmen oder Schrägstellen des Ventildeckels in seiner Führungsvorrichtung eine enge Grenze gesetzt. Es ist daher vorgeschlagen worden, die Bewegung des Ventildeckels in mehreren, vorzugsweise in zwei Etappen ablaufen zu lassen, dergestalt, dass der Ventildeckel nach einem Teil seines vollen Hubes eine Ballastscheibe aufnimmt.
Hiedurch wird das Gewicht des Ventildeckels vergrössert und bis zur Überschreitung des Differenzdruckes, der dem Gewicht von Ventildeckel und Ballastscheibe entspricht, die Pendelbewegung des Ventildeckels auf den Spielraum zwischen der Bodenplatte und der Lage der Ballastscheibe begrenzt. Danach hebt sich der Ventildeckel mit der Ballastscheibe bis zur nächsten Ballastscheibe bzw. bis zum Endanschlag. Der Ventildeckel durchläuft, wenn auch in Etappen, den ganzen vorgesehenen Hub zwischen der Bodenplatte und dem Endanschlag entlang von Führungsstücken, mit der Gefahr, an den Führungsstücken zu verklemmen.
Diese teilweise Verbesserung der Funktion eines Ventilverschlusses bedingt, ausser dem Vorhandensein zumindest einer Ballastscheibe, eine Haltevorrichtung mit Abstützungen und Führungsstücken, deren Eigengewicht für eine Ballast-Wirkung nach dem bekannten Stande der Technik nicht genutzt wird.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, den Hub von Verschlüssen über Bodenöffnungen von Zwischenböden in Austauschkolonnen in zwei Relativbewegungen zu zerlegen, von denen die eine vom Verschluss in einer Haltevorrichtung bis zu einem Endanschlag, und die andere von der Haltevorrichtung selbst in bezug auf die Bodenöffnung, bis zu einem Endanschlag ausgeführt wird. Der Hub, den der Verschluss und die Haltevorrichtung ausführt, ist jeweils nur ein Teil des Hubes, den die ganze Anordnung zwecks Freigabe der Bodenöffnung ausführt. Neben dem Gewicht des Verschlusses wird auch das Gewicht der Haltevorrichtung für die Differenzierung der Hubbewegung nutzbar gemacht.
Ausser dem Vorteil einer Gewichtseinsparung und Vereinfachung gegenüber dem Stande der Technik ist auch die Montage erleichtert, da keine gesonderte Montage einer mit der Bodenplatte verbundenen Haltevorrichtung notwendig ist.
Die in Stoffaustauschkolonnen auftretenden unterschiedlichsten Verhältnisse von spezifisch leichterem zu spezifisch schwererem Medium können dahingehend berücksichtigt werden, dass auf
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entsprechenden Böden, oder innerhalb eines Bodens die Haltevorrichtungen in ihrer Tiefst- oder
Höchstlage fixiert werden, so dass die Bewegung der Haltevorrichtung ausgeschaltet ist. Eine Fixierung in der Tiefstlage erniedrigt den Hub und trägt einem kleinen Durchsatz des spezifisch leichteren
Mediums Rechnung. Eine Fixierung in der Höchstlage ermöglicht einer grossen Menge des überströmenden spezifisch schwereren Mediums und dem damit sich ausbildenden Gradienten zu begegnen, indem das leichtere Medium richtungsweisend in das schwerere Medium eingeleitet wird.
Zu diesem Zwecke werden die Verschlüsse in senkrecht zur Strömungsrichtung des den Boden überströmenden schwereren Mediums liegenden Achsen drehbar gelagert. Es können auch mehrere drehbar gelagerte Verschlüsse für eine Bodenöffnung benutzt werden, sowie drehbare als auch vertikal geführte Verschlüsse miteinander als Verschlussorgan kombiniert werden.
Schliesslich kann durch die feine Regelwirkung der erfindungsgemässen Vorrichtung ein Teil der
Bodenfläche mit andern Vorrichtungen ausgerüstet werden, die eine weniger ausgeprägte Regelwirkung haben. So ergibt sich z. B. noch eine gute Arbeitscharakteristik von Zwischenböden, wenn diese teilweise als Lochplatte und teilweise mit den erfindungsgemässen Vorrichtungen ausgerüstet sind. Die erfindungsgemässen Vorrichtungen können auch in beliebiger Weise untereinander ausgetauscht werden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird an Hand der folgenden Beschreibung erläutert.
Es zeigen, in schematischen Skizzen, Fig. l einen senkrechten Schnitt durch einen Teil einer
Stoffaustauschkolonne mit zwei übereinanderliegenden Zwischenböden und Teilen der Falleitungen für das spezifisch schwerere Medium sowie andern, den Zwischenböden zugeordneten Ausrüstungen, Fig. 2 einen Querschnitt eines Teiles eines Zwischenbodens, Fig. 3 einen Querschnitt des in Fig. 2 dargestellten
Körpers mit abgeänderter Ausbildung einzelner Teile, Fig. 4 einen Querschnitt eines in Fig. l dargestellten Körpers zum Verschluss der Bodenöffnungen in anderer Ausführung, Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht eines Teiles der Wandung des zylindrischen Teiles der Haltevorrichtung gemäss
Fig. 4 in abgeänderter Ausführung, Fig. 6 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil einer
Stoffaustauschkolonne mit zwei übereinanderliegenden Zwischenböden, wie in Fig.
l, jedoch mit abgeänderten Vorrichtungen über bzw. in den Bodenöffnungen, Fig. 7 eine Teildraufsicht auf den oberen, in Fig. 6 gezeigten Zwischenboden ohne Vorrichtungen zum Verschluss der Bodenöffnungen,
Fig. 8 einen Querschnitt durch eine Verschluss-Vorrichtung über rechteckigen Bodenöffnungen, Fig. 9 entsprechend Fig. 8, jedoch ist zwecks richtungsweisenden Einleitens des spezifisch leichteren Mediums der Verschluss der Bodenöffnung exzentrisch drehbar angeordnet, Fig. 10 einen Querschnitt, der im wesentlichen Fig. 2 entspricht, jedoch ist die Führung und Lagerbegrenzung des Verschlusses und der Haltevorrichtung abgeändert und Fig. l l einen Teilquerschnitt des in Fig. 4 dargestellten Körpers, bei dem die Ansätze durch senkrecht verlaufende Biegekanten gebildet sind.
Die Stoffaustauschkolonne hat beispielsweise gemäss Fig. l ein zylindrisches Gehäuse Das Gehäuse kann auch eine andere geeignete Querschnittsform aufweisen und kann auch rechteckig sein.
Innerhalb dieses Gehäuses befinden sich mehrere Zwischenböden --4--, von denen in Fig. l ausschnittsweise zwei gezeigt sind.
Die Zwischenböden sind in Nähe der Umfangswände des Gehäuses-l-mit Leisten-2- abgestützt. Für den Transport des spezifisch schwereren Mediums von einem Zwischenboden zum andern Zwischenboden sind Falleitungen --3-- vorhanden, welche mit einem Ende über die Ebene des Zwischenbodens-4-hinausreichen, so dass beim Arbeiten der Stoffaustauschkolonne eine bestimmte Menge des spezifisch schwereren Mediums auf dem Zwischenboden steht. Der untere Abschnitt der Falleitungen reicht bis fast zur oberen Seite des darunter befindlichen Zwischenbodens, u. zw. so weit, dass dieses Ende des Fallrohres in dem auf dem Zwischenboden befindlichen spezifisch schwereren Medium eintaucht.
Das spezifisch leichtere Medium wird durch mehrere Öffnungen--S-- durch den Zwischenboden geleitet und gelangt somit in Kontakt mit dem auf dem Boden befindlichen spezifisch schwereren Medium. Jede der Öffnungen ist mit einem Verschluss--6--überdeckt, der lose auf der Öffnung liegt. Die Haltevorrichtung dieses Verschlusses besteht aus den Führungsstücken --7-- und dem Endanschlag-8--. Auch die Haltevorrichtung ist beweglich in der Bodenöffnung - gelagert. Beim Durchsatz des spezifisch leichteren Mediums durch die Öffnung-5-wird der Verschluss--6--infolge der Druckdifferenz, die zwischen der Ober- und Unterseite des Zwischenbodens entsteht, angehoben.
Bei Steigerung des'Durchsatzes kommt der Verschluss--6-- zur Anlage an den Endanschlag--8--, bei noch weiterer Steigerung des Durchsatzes wird die gesamte Haltevorrichtung einschliesslich des Verschlusses bis zum Endanschlag--11--der Führungsstücke angehoben, welche dann zur Anlage an dem Zwischenboden gelangen. Der Querschnitt, durch welchen das spezifisch leichtere Medium seitlich in das spezifisch schwerere Medium zugeführt wird, wird auf diese Weise differenziert in zwei Etappen vergrössert. Bei Reduzierung des Durchsatzes des spezifisch
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leichteren Mediums schliesst sich die Vorrichtung in umgekehrter Reihenfolge.
Eine detaillierte Ausführung des Verschlusses über einer beispielsweise kreisförmigen Bodenöffnung mit seiner Haltevorrichtung wird in Fig. 2 gezeigt. Die Haltevorrichtung besteht dort aus
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--12-- aufFührungsstücken --7-- begrenzt wird. Der obere Endanschlag --8-- ist mit einer Öffnung --10-- versehen, die nach innen ausgehalst sein kann. Durch entsprechende Bemessung der Öffnung --10-- kann der Aus- und Eintritt des spezifisch schwereren Mediums gebremst werden, so dass die
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besondere strömungsgerechte Form. Durch das Anformen der Führungsstücke an dem Endanschlag ergeben sich Vorteile für die Herstellung, da die gesamte Vorrichtung lediglich aus zwei Teilen besteht.
Im wesentlichen ist der Zuschnitt für die Haltevorrichtung eine Ronde mit den nach aussen angesetzten drei Führungsstücken. Eine zweite Ronde bildet den Verschluss. Zwecks Materialersparnis können die Führungsstücke auch aus dem Inneren einer Ronde ausgestanzt werden.
Ein weiteres Beispiel für eine Ausführung zeigt die Fig. 3. Die kreisförmige Bodenöffnung --5-ist in diesem Falle durch einen Verschluss --6-- abgedeckt, der kleiner als die Bodenöffnung selbst und domartig ausgeformt ist. Die domartige Ausformung kann auch dadurch erfolgen, dass der Verschluss konkav-konvex gestaltet ist und vorzugsweise so angeordnet wird, dass die Mitte des Verschlusses in die Bodenöffnung hineinragt. Die Führung des Verschlusses in der Bodenöffnung erfolgt
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Die Führungsstücke--7--tragen die Endanschläge --11 und 12--, welche die vertikale Begrenzung der Bewegung des Verschlusses und der Haltevorrichtung besorgen. Die Tiefstlage der
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Teile sein, und in geeigneter Weise an dem Endanschlag --8-- befestigt werden. Die Endanschläge --14-- könnten auch an die Führungsstücke --7-- angeformte oder an diesen befestigte Teile sein, indem z. B. die Laschen --13-- in Richtung und Lage der in Fig. 3 gezeigten Endanschläge--14-- ausgebildet sind. Der Rand--9--des Endanschlages--8--ist hier ausgerundet, wodurch die Vorrichtung eine besondere Festigkeit erhält.
Die in Fig. 2 und 3 gezeigten Details können natürlich auch untereinander ausgetauscht werden ; so könnte z. B. der in Fig. 2 gezeigte ebene Verschluss --6-- auch in der Fig. 3 Verwendung finden. Auch könnte der in Fig. 3 gezeigte Verschluss mit seiner konkaven Seite nach unten angeordnet werden. Die als Beispiel in Fig. 3 gezeigten Führungsstücke --7-- könnten anderseits auch durch Führungsstücke ersetzt werden, die in Fig. 2 gezeigt sind. Schliesslich ist die domartige Ausformung des Endanschlages - -8--, der in Fig. 3 beispielsweise verwendet wird, auch in Fig. 2 übertragbar. Der Rand-9könnte auch Aussparungen erhalten oder andere für eine Verteilung des spezifisch leichteren Mediums vorteilhafte Anordnungen aufweisen.
Zwecks Gewährleistung einer grösseren mechanischen Stabilität können die Führungsstücke --7-- durch einen Ring --15-- untereinander verbunden sein. Die Führungsstücke können auch an einem Ring angeformt sein. Eine Zusammenfassung der oberen Enden der Führungsstücke--7--in Fig. 3 ist gleichfalls möglich.
In den bisherigen Beispielen werden nur drei Führungsstücke verwendet. Es ergibt sich aber auch eine vorteilhafte Ausführung, wenn mehr als drei Führungsstücke die Haltevorrichtung bilden. Es entsteht dann ein Gitter, welches durch die entlang der Umrandung der Gitteröffnungen wirkende Oberflächenspannung des angrenzenden spezifisch schwereren Mediums das Durchregnen verhindert. Es hat sich gezeigt, dass diese Wirkung an den Gitteröffnungen vergrössert wird und gleichzeitig der Druckabfall, den die Strömung in den Gitteröffnungen erfährt, wesentlich verkleinert werden kann, wenn die Gitteröffnungen Ansätze erhalten, welche sich entlang ihrer Umrandung befinden. Diese Ansätze können z.
B. dadurch gewonnen werden, dass die Öffnungen nicht ausgestanzt, sondern dass zwei Laschen ausgeschnitten werden, die durch Ausbiegen die gewünschten Endanschläge bilden. Die
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Endanschläge an den Öffnungen können dadurch eine besonders wirksame Länge erhalten, dass die Gitterwand, in der sich die Öffnungen befinden, gefaltet ist, wobei sich die Öffnungen entweder in der tiefsten oder höchsten Stelle der Falten befinden. Ein gewünschtes richtungsweisendes Einleiten des spezifisch leichteren in das spezifisch schwerere Medium kann dadurch erfolgen, dass die ausgeschnittenen Laschen unterschiedliche Längen erhalten, oder dass im wesentlichen gleichlange Laschen unter einem Winkel zur Hauptströmungsrichtung des spezifisch leichteren Mediums gestellt werden.
Die Ansätze an den Öffnungen können auch mit Hilfe von Hülsen vorgesehen werden, welche in die Öffnungen eingeführt werden. In diesem Falle kann ein Einleiten in bestimmter Richtung des spezifisch leichteren Mediums durch schräges Abschneiden der Hülsen erreicht werden, so dass deren Baulänge in der Strömungsrichtung unterschiedlich ist. Die Endanschläge können sowohl auf der Einström- als auch auf der Ausströmseite angebracht werden.
In Fig. 4 ist ein Beispiel gezeigt, wie die erfindungsgemässe Vorrichtung mit Hilfe von Gittern, deren Öffnungen mit Endanschlägen versehen sind, aufgebaut werden kann. Die Haltevorrichtung besteht aus einem zylindrischen Teil, der mit Gitteröffnungen --16-- versehen ist, zwischen denen die Führungsstücke--7--stehen bleiben. Dieser zylindrische Teil trägt den Endanschlag--19--zur Begrenzung der Höchstlage. Im unteren, d. h. in der Tiefstlage der Haltevorrichtung aus dem Boden nach unten herausragenden Teil sind die Gitteröffnungen-16-mit Endanschlägen-17- versehen, die sich in das Innere des Körpers hinein erstrecken. Diese Endanschläge bilden die Auflage
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die nach aussen ragend in der Tiefstlage der Haltevorrichtung auf der Bodenplatte--4--aufliegen.
Die obere Begrenzung für die Bewegung des Verschlusses --6-- bildet der Endanschlag-8-, welcher wie bereits zuvor beschrieben ausgebildet sein kann und der in bekannter Weise, z. B. durch
Schweissen oder durch Stifte mit dem zylindrischen Teil der Haltevorrichtung verbunden sein kann. Die
Haltevorrichtung, die in ihrem Inneren den Verschluss enthält, ist frei beweglich in der Bodenöffnung - montiert. Zwischen dem Übergang von den Endanschlägen-17-zu den Endanschlägen - kann ein Steg angeordnet werden, der sich als Ring um den ganzen zylindrischen Teil erstreckt. Die Endanschläge-17 und/oder 18-an den Öffnungen--16-können, wie in Fig. ll gezeigt, auch senkrecht angeordnet sein.
Die Fig. 5 gibt ausschnittsweise einen Teil der Gitterwandung wieder, wenn diese gefaltet ausgeführt und die Gitteröffnungen beispielsweise in den tiefsten Stellen der Falten angebracht werden.
Eine Vereinfachung der Konstruktion des Zwischenbodens kann eingeführt werden, wenn die Betriebsbedingungen einer Stoffaustauschkolonne kleinen Schwankungen unterliegen. In einem solchen Falle genügt es, dass ein Teil der Öffnungen mit den bisher beschriebenen zweistufig arbeitenden Vorrichtungen ausgerüstet wird, während der Rest der Öffnungen mit Vorrichtungen bestückt werden kann, die entweder nur einstufig oder gar nicht regelnd arbeiten. Eine weitere Vereinfachung der Konstruktion liegt darin, dass der Teil der Öffnungen, der mit einstufig oder nicht regelnden Vorrichtungen versehen wird, zu langgestreckten, vorzugsweise rechteckigen Öffnungen zusammengefasst werden kann.
Einen Ausschnitt einer Stoffaustauschkolonne, die in dieser Weise mit Zwischenböden ausgerüstet ist, zeigt die Fig. 6. Die Zwischenböden --4-- sind mit Hilfe von Leisten --2-- an der Umfangswand des Gehäuses-l-befestigt. Das spezifisch schwerere Medium wird mit Hilfe der Falleitung --3-- zum folgenden Zwischenboden geleitet. Die Anordnung der Bodenöffnungen --5-- soll beispielsweise wie in Fig. 7 gezeigt, erfolgen. Eine Reihe rechteckiger Öffnungen wechselt mit einer Reihe von kreisförmigen Öffnungen ab. Eine beispielsweise Ausführung der Vorrichtung, welche zu den rechteckigen Öffnungen gehört, zeigt Fig. 6.
Im wesentlichen entspricht die Vorrichtung den bereits in Fig. 4 beschriebenen Teilen, mit dem Unterschied, dass diese entsprechend der rechteckigen Bodenöffnung --5-- analog rechteckig ausgebildet sind. Das trifft insbesondere zu für den Endanschlag--8--, den Verschluss --6-- und die Seitenwände, welche die Öffnungen mit den Endanschlägen --17 und 18-tragen. Die gesamte Haltevorrichtung wird mit Hilfe des Endanschlages - fest mit der Bodenplatte --4-- verbunden. Die Reihen mit kreisförmigen Öffnungen sind mit Vorrichtungen ausgerüstet, die z. B. der in Fig. 4 beschriebenen Vorrichtung entsprechen.
Der Zwischenboden arbeitet in der Weise, dass durch die rechteckigen Öffnungen im wesentlichen die kleinste im Betrieb vorkommende Menge des spezifisch leichteren Mediums durchgesetzt wird, während die kreisförmigen Öffnungen verschlossen bleiben. Die kreisförmigen Öffnungen übernehmen regelnd die Spitzen des Durchsatzes. Durch Gewichtsunterschiede beider Vorrichtungen und auch durch das Gewichtsverhältnis vom Verschluss zur Haltevorrichtung kann den jeweiligen Betriebsbedingungen in
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