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Verfahren zum Überprüfen von Lochstreifen oder
Magnetbändern, die zur Steuerung von Fräs- oder Bohrmaschinen bestimmt sind, und Projektionskopf zur Durchführung dieses Verfahrens
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Überprüfen von Lochstreifen oder Magnetbändern, die zur Steuerung von Fräs- oder Bohrmaschinen bestimmt sind, sowie auf einen Projektionskopf zur Durchführung dieses Verfahrens.
Um ein auf einem Lochstreifen oder auf einem Magnetband aufgezeichnetes Programm zu überprüfen, wurden bisher Probewerkstücke aus einem leicht bearbeitbaren Material, z. B. aus geschäumtem Kunststoff, bearbeitet und dann das fertige Werkstück nachgemessen. Eine weitere Methode, Fehler in Lochstreifen oder Magnetbändern auszuschalten, bestand darin, dass von zwei Personen unabhängig voneinander zwei Informationsträger hergestellt wurden, die anschliessend miteinander verglichen wurden. Schliesslich wurden auch numerisch gesteuerte Zeichenmaschinen zur Überprüfung von Lochstreifen bzw. Magnetbändern herangezogen.
Alle diese Verfahren hatten den Nachteil, dass sie sehr zeitraubend und ausserdem teilweise auch sehr kostspielig waren.
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oder des Magnetbandes ändert. Es lassen sich infolgedessen auch dreidimensionale Relativbewegungen zwischen Werkzeug und Werkstück mit ausreichender Genauigkeit überprüfen.
Um eine Berücksichtigung des Werkzeugdurchmessers beim projizierten Bild zu ermöglichen, sieht die Erfindung bei einem Projektionskopf zur Durchführung des erfmdungsgemässen Verfahrens vor, dass er im Bereich der parallelen austretenden Lichtstrahlen mit einer normal zu diesen angeordneten, auswechselbaren Maske versehen ist, die dem Umriss des Werkzeuges entspricht. Es ist daher nicht erforderlich, die Werkstattzeichnung mit einer den Werkzeugdurchmesser berücksichtigenden Hüllkurve zu versehen.
Zweckmässigerweise ist der Projektionskopf gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung mit zwei Befestigungseinrichtungen ausgestattet, von denen die eine in der Projektionsachse, jedoch auf der dem Lichtaustritt entgegengesetzten Seite angeordnet ist, die andere hingegen zur Projektionsachse um 900 gedreht ist. Dadurch wird es auf einfache Weise möglich, Projektionen in drei aufeinander senkrecht stehenden Achsen zu erhalten, da der Projektionskopf lediglich geschwenkt bzw. umgesteckt werden muss.
Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand an Hand der Zeichnungen an einem
Ausführungsbeispiel erläutert. Fig. l zeigt eine Fräsmaschine, die für das erfindungsgemässe Prüfverfahren vorbereitet ist. In den Fig. 2 und 3 sind zwei Seitenansichten derselben Maschine wiedergegeben, wobei jedoch die Projektionsrichtung in Fig. 2 vertikal, in Fig. 3 hingegen horizontal verläuft. Schliesslich ist in
Fig. 4 ein Projektionskopf im Schnitt dargestellt.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Fräsmaschine ist von bekannter Bauart und besitzt ein Bett, das an seiner Oberseite einen das Werkstück aufnehmenden Schlitten trägt, der sowohl in Längsrichtung des Bettes als auch quer zum Bett verschiebbar ist. An der Rückseite des Bettes ist ein Ständer--l-- angesetzt, der einen vertikal verschiebbaren Schlitten aufnimmt, in dem die die Frässpindel tragende Pinole gelagert ist.
Um die Relativbewegung des Werkzeuges gegenüber dem Werkstück prüfen zu können, wird auf der Pinole ein Projektionskopf--2--festgeklemmt, dessen Projektionsrichtung in den Fig. 1 und 2 vertikal verläuft. Gemäss Fig. 1 trägt der das Werkstück bei seiner Bearbeitung aufnehmende Schlitten eine waagrechte und eine lotrechte Klemmeinrichtung--4 bzw. 6--, auf der lichtempfindliche Folien --3, 5--, z. B. Papiere festgespannt sind. Soll die Projektionsrichtung von der in Fig. 1 dargestellten Lage um 900 geschwenkt werden, so genügt es, die Befestigung des Projektionskopfes --2-- an der Pinole zu lösen, ihn um 90 zu schwenken und ihn wieder festzuspannen. Es kann dann unmittelbar im Anschluss an die Belichtung der Folie--3--auch die Folie--5--belichtet werden.
Zur Aufzeichnung des relativen Weges zwischen Werkzeug und Werkstück in der dritten Achse ist es notwendig, den Projektionskopf- 2--, der bisher mittels der Befestigungseinrichtung--10--an der Pinole befestigt war, abzunehmen und mittels der Befestigungseinrichtung --11--, die zur Befestigungseinrichtung --10-- um 900 gedreht ist, an der Pinole zu befestigen (s. Fig. 3). Gleichzeitig muss an der Vorderseite des das Werkstück aufnehmenden Schlittens ein Halter--7--befestigt werden, der eine lichtempfindliche Folie ---8-- trägt. Auf diese Weise ist es möglich, die Relativbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück in drei aufeinander senkrecht stehenden Ebenen zu ermitteln.
Der in Fig. 4 dargestellte Projektionskopf besitzt ein Gehäuse --1'--, an dem, wie bereits dargelegt wurde, zwei Befestigungseinrichtungen --10, 11-- angeordnet sind, von denen sich die eine in der Projektionsachse, jedoch auf der dem Lichtaustritt entgegengesetzten Seite befindet, wogegen die andere gegenüber der Projektionsachse um 900 gedreht ist. Im Inneren des Gehäuses --1'-- befindet sich eine Projektionslampe--13--, hinter der ein justierbarer Parabolspiegel--12--angeordnet ist.
Oberhalb des Spiegels ----12-- sind im Gehäuse--l'--Lüftungsschlitze--9--vorgesehen.
Unterhalb der Projektionslampe --13-- befmdet sich ein Linsensystem--14--, durch das ein
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im--15-- einfach aus dem Schlitz des Gehäuses --1'--- herausgezogen und durch eine dem neuen Werkzeug entsprechende Maske ersetzt.
Selbstverständlich ist die Erfindung keineswegs auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr sollen auch verschiedene Varianten unter den Schutz der Erfindung fallen.
Beispielsweise soll die Erfindung nicht an das sichtbare Spektrum gebunden sein, sondern es soll auch die Verwendung von nicht sichtbaren Strahlen, wie ultravioletten Strahlen, Röntgenstrahlen usw. zur Aufzeichnung des Werkzeugweges noch in den Rahmen der Erfindung fallen.