AT265452B - Einrichtung zur Neutronenfluß- und Leistungsmessung in Kernreaktoren - Google Patents

Einrichtung zur Neutronenfluß- und Leistungsmessung in Kernreaktoren

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AT265452B AT755165A AT755165A AT265452B AT 265452 B AT265452 B AT 265452B AT 755165 A AT755165 A AT 755165A AT 755165 A AT755165 A AT 755165A AT 265452 B AT265452 B AT 265452B
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  Einrichtung zur Neutronenfluss-und Leistungsmessung in Kernreaktoren 
Die Leistung eines Reaktors ist proportional der Anzahl der Kernspaltungen je Zeiteinheit. Etwa   94%   der Leistung werden prompt bei der Spaltung oder sehr kurz danach frei, während   5, 50/0   erst verzögert innerhalb von Stunden und die restlichen   0, 5%   noch stärker verzögert auftreten. 



   Der Neutronenfluss im Reaktor ist also zunächst nur dem prompten Leistungsanteil proportional ; erst bei lange andauerndem Betrieb ist er der Gesamtleistung proportional. In den meisten Fällen wird die Leistung über den Neutronenflussgemessen. Man begnügt sich entweder damit, dass die   verzögerte Leistung   nicht angezeigt wird, oder man eicht die Neutronenanzeige für lange dauernden Reaktorbetrieb und erfasst damit auch die verzögerte Leistung. Dafür stimmt aber dann die Leibtungsanzeige kurz nach Leistungsänderungen nicht. 



   Zur Neutronenflussmessung sind eine Reihe von Detektoren bekannt. Neutronenempfindliche Ionisationskammern und Thermoelemente, Borzählrohre, Halbleiterdetektoren und neuerdings auch Detektoren, die auf ss-Strahlenemission beruheh, werden am meisten verwendet. 



   Neben dieser ersten Gruppe von Detektoren gibt es auch noch solche, die die Aktivierung verschiedener Materialien zur Anzeige des Neutronenflusses benutzen. So wird z. B. ein Draht durch das Core durchgezogen und   beim Austritt auf seine Aktivität untersucht. An Stelle des Drahtes   können auch Kugeln aus geeigneten Stoffen mit Hilfe von Druckluft in einem Rohr durch das Core geblasen werden. Diese Möglichkeiten eignen sich für besondere Anwendungszwecke, haben aber zur fortlaufenden Leistungsmessung bzw. zur automatischen Leistungsregelung keinerlei Bedeutung. 



   DieDektoren der ersten Gruppe haben den grossen Nachteil, dass sie Kernreaktionen verwenden und sich dadurch   im Betrieb durchAbbau der neutronenempfindlichen Stoffe   je nach dem Neutronenfluss mehr oder weniger schnell verbrauchen. 



   Ein wesentliches Problem bilden die elektrischen Zuleitungen, die sehr starker Strahlung ausgesetzt sein können. Die Detektoren müssen nämlich, da die Neutronen im Reaktorkühlmittel (z. B. Wasser) nur eine geringe Reichweite besitzen, nahe an das Core oder den Reflektor herangebracht werden. Der geforderte hohe Isolationswiderstand wird durch Kernstrahlung sehr ungünstig beeinflusst, wodurch Störungen auftreten und die Lebensdauer der Detektoren empfindlich begrenzt wird. 



   Bei Leistungsreaktoren mit hohen Coretemperaturen werden naturgemäss besondere Anforderungen an den Detektor gestellt. Gegenwärtig gibt es Detektoren die für Temperaturen bis etwa 6000C brauchbar sind. Darüber hinaus ist eine Neutronenmessung schwer möglich. 



   Durch die Anordnung der Detektoren in Corenähe ergeben sich zwei weitere wesentliche Nachteile. 



  Erstens werden die Detektoren radioaktiv und können daher nicht sofort bei einer Störung aus dem Reaktor entfernt werden, sind also für Reparaturen nicht gleich zugänglich. Zweitens wird die Leistungsanzeige durch Änderungen im Core wie   z. B.   verschiedenen Regelstabstellungen, Brennstoffabbrand oder eingebrachte   Bestrahlungsproben beiForschungsreaktoren   unter Umständen wesentlich verfälscht, weil sich eine   geänderte Flussverteilung   einstellt und der Detektor ja nur örtlich misst. Besonders unangenehm wird dies, wenn die Leistungsanzeige zur automatischen Konstanthaltung der Leistung verwendet wird. Durch eine 

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 örtliche Flussabsenkung in der Nähe des Neutronendetektors wird sich z.

   B. bei automatischem Betrieb eine grössere Leistung als erwünscht einregeln, da ja die Flussabsenkung und der damit vorgetäuschte
Leistungsrückgang ausgeregelt wird. Bei Forschungsreaktoren wurden dadurch Leistungsabweichungen von
15 und mehr Prozent vom Sollwert beobachtet. Neutronendetektoren im Core haben noch den grundsätz- lichen Nachteil, dass sie den Neutronenfluss in ihrer unmittelbaren Umgebung verringern, da sie zwangs- läufig Neutronen absorbieren. ss-Emissionsdetektoren kommen für die Anzeige von schnellen Leistungs- änderungen nicht in Frage, da sie Eigenzeitkonstanten von zwei und mehr Minuten besitzen. Die Bildung von Stickstoff 16 im Kühlwasser durch Neutronenstrahlung ist proportional der Anzahl der Spaltungen und damit zur Messung der Leistung gut verwendbar, weil sie von der geometrischen Anordnung im Core völlig unabhängig ist.

   Die Messung der Aktivität erfolgt im Kühlkreislauf ausserhalb des Reaktors   z. B.   mit gammaempfindlichen Szintillationsdetektoren. Der wesentliche Nachteil dieses Verfahrens ist die ver- zögerte Anzeige der Leistung. Erstens stellt sich erst nach einiger Zeit entsprechend der Halbwertszeit von N 16 ein stabiler Aktivitätszustand ein und zweitens benötigt der Transport des Kühlmittels vom
Core zur Messstelle eine gewisse Zeit, die von der Geschwindigkeit im Kühlkreislauf abhängt. Zur automatischen Ausregelung schneller Leistungsänderungen oder zur Verwendung in Sicherheitskreisen kommt daher die N   16-Messung   nicht in Frage. 



   Eine weitere Möglichkeit zur Leistungsmessung besteht darin, die Gamma- oder die Cerenkov-
Strahlung zu verwenden. Die Gammastrahlung hat eine wesentlich grössere Reichweite als die Neutronen- strahlung, so dass die Gamma-Detektoren weiter vom Core entfernt angeordnet werden können und damit viele der oben angeführten Nachteile der Neutronenmessung wegfallen. ZurMessung der Gammastrahlung verwendet man Ionisationskammern, Szintillationsdetektoren, Halbleiterdetektoren, Gammathermometer usw. Die Cerenkovstrahlung wird mit Photozellen, Photoelementen oder Photomultipliern gemessen. 



   Die Leistungsmessung mit Hilfe der Gammastrahlung oder der Cerenkovstrahlung hat den wesent- lichen Nachteil, dass beide Strahlungen nicht direkt proportional der Leistung sind, sondern aus einem proportionalen, prompt auftretenden Anteil und einem verzögerten bestehen, so dass sich erst nach längerer Zeit bei konstantem Reaktorbetrieb ein stabiler Strahlungswert einstellt. Der verzögerte Anteil be- trägt je nach Reaktortype 20 bis   7cp   des prompten. 



   Die Messeinrichtung nach der Erfindung vermeidet diese Nachteile, indem ein der Gamma- oder
Cerenkovstrahlung proportionales Signal einem Additionsglied zugeführt wird, an dessen Ausgang die Mess-, Regel-und Anzeigeeinrichtung und ein Simulator für den verzögerten Anteil der Strahlung liegt, wobei dessen Ausgang mit dem Additionsglied in Verbindung steht. 



   Dadurch, dass der verzögerte Strahlenanteil vom Messwert der Gesamtstrahlung abgezogen wird, ergibt sich eine Information, die ein   getreue mats   für den Neutronenfluss bzw. die Reaktorleistung ist und daher auch zur automatischen Leistungsregelung bzw. für Sicherheitskreise verwendet werden kann. Die angeführten Vorteile der Leistungsmessung mit Hilfe der Gamma- oder Cerenkovstrahlung bleiben voll erhalten. 



   Fig. l zeigt den   grundsätzlichen Verlauf der Gamma-oder   Cerenkov-Strahlung für einen sprunghaften Anstieg der Reaktorleistung. Die verzögerte Strahlung steigt nach einer Übergangsfunktion an, deren Form in erster Linie durch die Spaltprodukte und zu einem geringeren Teil durch die Kernumwandlungen in den Corewerkstoffen, im Kühlmittel und eventuell in der Abschirmung sowie durch die spektrale Empfindlichkeit des Detektors beeinflusst wird. Die Entfernung des Detektors vom Core beeinflusst auch die Übergangsfunktion, weil sich das Strahlungsspektrum mit der Entfernung vom Core etwas ändert. 



   Die Erfindung wird an Hand des Blockschaltbildes in Fig. 2 erläutert. Der Gamma- oder Cerenkov-   Detektor --1-- liefert   einen, der Gesamtstrahlung proportionalen Strom an das Additionsglied --2-- in dem der verzögerte Anteil abgezogen wird. Der prompte Anteil wird in   Verstärker --3-- verstärkt   und mit negativem Vorzeichen über   ein Einstellglied --4-- dem Simulatorglied --5-- zugeführt,   in dem die Übergangsfunktion gebildet wird, die schliesslich zur Subtraktion in --2-- verwendet wird. Das Mess-   gerät --6-- dient   zur Leistungsanzeige. Am Ausgang des   Verstärker --3-- liegt   auch noch die automaische Leistungsregeleinrichtung --7--. 



   Die Übergangsfunktion   der verzögerten Gamma- oder   Cerenkovstrahlung eines Detektors an einer bestimmtenstelle im Reaktor lässt sich nur schwer berechnen, so dass sie am besten experimentell bestimmt wird. Hiezu wird der Reaktor möglichst schnell bis zu einer bestimmten Leistung hochgefahren und auf dieser gehalten oder von einer bestimmten Leistung schnell abgeschaltet und die Gamma- bzw. Cerenkovstrahlung in Abhängigkeit von der Zeit gemessen. Die so erhaltene Übergangsfunktion wird in 5 z. B. durch eine Reihe von parallel geschalteten RC-Gliedern nachgebildet, deren Anzahl und Zeitkonstanten so gewählt werden, dass die gewünschte Annäherung an die Übergangsfunktion erreicht wird. Auch eine 

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 digitale Funktionsnacchbildung baw.digitale Ausfüfhrung des   gesamtenGerätes   ist möglich.

   Das Additionsglied --2-- und der   Verstärker --3-- sind   üblicher Bauart. 



   Wie schon erwähnt werden etwa   6%   der gesamten thermischen Leistung aus der Kernspaltung stark verzögert frei. Dieser Anteil rührt von der verzögerten Beta- und Gammastrahlung her. Das Einstellglied - kann nun so eingestellt werden, dass nicht die gesamte verzögerte Strahlung in --2-- abgezogen wird, sondern dass ein den obigen   6%   entsprechender Teil bei der Leistungsanzeige verbleibt, so dass damit die augenblickliche thermische Leistung des Reaktors gemessen werden kann. Dies sei an einem Beispiel noch erläutert. Die gesamte verzögerte Gammastrahlung eines Reaktors betrage 40% der prompten Gammastrahlung.

   Das Einstellglied --4-- wird nun normalerweise so eingeregelt, dass diese   40qu0   von der gesamten Strahlung abgezogen werden und die restlichen   607o   zur Leistungsanzeige verwendet werden. 



  Diese   60%   entsprechen dann der prompten thermischen Leistung, das sind aber   94%   der gesamten thermischen Leistung. Einhundert Prozent thermische Leistung würde 73,8% der Gammastrahlung entsprechen. 



  Das Einstellglied wird also so einjustiert, dass nicht   401o   sondern nur 40-3, 8 =   36, 2%   von der Gesamtstrahlung abgezogen werden und damit die Anzeige der augenblicklichen thermischen Leistung ermöglicht wird. Das Verhältnis von prompter zu verzögerter thermischer Leistung hängt sehr von der Reaktorbauart ab und lässt sich nur schwer rechnerisch ermitteln. Am besten wird es zur Justierung   von-4-   kalorimetrisch bestimmt. 



   Bei der Messung der Gammastrahlung tritt eine   Temperaturabhängigkeit   durch die Dichteänderung des zwischen Detektor und Core liegenden Mediums auf. Bei Wasser z. B. beträgt die Dichteabnahme   20 und 1000C   etwa   4%.   Die Strahlung hinter einer Materialschichte von der Dicke d und dem Absorptionskoeffizienten p ist gegeben durch 
 EMI3.1 
 wenn Io die Strahlung vor der Abschirmung ist. Der Koeffizient   je   ist proportional der Materialdichte p und damit von der Temperatur abhängig   p   = Kp (2) (K = Konstante). Die Strahlung nimmt also um den Faktor 
 EMI3.2 
 ab. 



   Zur Verminderung dieses Temperatureinflusses kann nach Fig. 3 zwischen Detektor-l-und dem Core --8-- ein Werkstoff --9-- angobracht werden, der nur eine geringe Dichteänderung in Abhängigkeit von der Temperatur aufweist und den Reaktorbetrieb nicht stört (Graphit, Aluminium usw. ). Bei Aluminium beträgt z. B. die Dichteänderung für 80 C Temperaturänderung nur etwa   0, 60/0.   Der Kollimator - verhindert, dass Gammastrahlung seitlich ohne den vor dem Detektor liegenden Werkstoff zu durchlaufen, auf den Detektor trifft. Die   Cadmiumabschirmung-11-verhindert,   dass der Detektor von eventuell noch vorhandenen thermischen Neutronen getroffen wird. 



   Ist die Dichteänderung bei der Anordnung nach Fig. 3 noch unzulässig gross, so kann sie mit Hilfe der Anordnung nach Fig. 4 weiter vermindert werden. Zwischen Detektor-l-und dem Reaktorcore --8-befindet sich ein allseitig geschlossener   Behälter --12-- der   mit einem flüssigen   Medium-13-   (Wasser, organische Flüssigkeit und flüssige Metalle) bis zu einer   Höhe --d-- gefüllt   ist. 



   Bei steigender Temperatur nimmt die Dichte der Flüssigkeit im Behälter auf   pl   ab, wodurch sich die Flüssigkeitssäule auf d1 ausdehnt. Es gilt also   p,     = pd   (4) d. h., dass sich natürlich die Masse der Flüssigkeit im Behälter nicht geändert hat. Damit ändert sich aber auch Gleichung (3) nicht und die Strahlung bleibt unabhängig von der Temperatur konstant. Der Raum - ist als Ausdehnungsraum für die Flüssigkeit vorgesehen. Der Behälter muss entsprechend druckfest dimensioniert werden, um auch bei höheren Umgebungstemperaturen (bei Wasserfüllung z. B. Dampfdruck) den entstehenden Druck auszuhalten. Bei Flüssigkeiten, die der Radiolyse unterliegen, wird in dem Behälter noch ein Katalysator (bei Knallgasbildung z. B.

   Nickelschwamm zur Wasserbildung aus dem 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Knallgas) eingebracht, der die Gasbildung begrenzt und damit einen unzulässigen Druckanstieg verhindert. Der   Kollimator-6-dient   dazu, dass die Strahlung nur durch den   Behälter --3-- bzw.   das Medium - an den Detektor gelangen kann. 



   Durch die Ausdehnung des   Behälters --12-- mit   steigender Temperatur wird sein Volumen grösser 
 EMI4.1 
 keitssäule d, nicht ändert obwohl sich Flüssigkeit und Behälter ausdehnen. 



   Fig. 5 zeigt eine Sonde zur Messung der Cerenkovstrahlung im Reaktor. Ein Photodetektor --15--   (z. B.   Photomultiplier) befindet sich am Ende eines wassergefüllten Rohres --16-- und ist von diesem durch eine   l1chtdurchlässigeDichtung   oder Optik --17--, die den unteren Rohrteil auf die Photokathode abbildet, getrennt. Die Cerenkovstrahlung entsteht in der Nähe des Core --8-- im Rohr und trifft den
Detektor --15--. Wenn das Wasser im Rohr ruht, zeigt die Erfahrung, dass sich Gasblasen an der Innen- wand des Rohres sowie an der Dichtung --17-- absetzen, die die Lichtleitung zum Detektor --15-- ver- ändern und damit die Messung verfälschen. Um dies zu verhindern, wird laufend Wasser durch das Rohr gepumpt.

   Es wird   bei --18-- zugeführt, umspült   die   Dichtung-17-- und   tritt durch das Labyrinth - aus. Auch die umgekehrte Flussrichtung ist möglich. Das Labyrinth verhindert den Eintritt von störendem Licht aus dem Reaktortank in das Messrohr. Der Durchströmquerschnitt des Labyrinths ist so bemessen, dass sich im Rohr ein Überdruck ausbildet, dessen notwendige Grösse von der Temperatur abhängt. Da nämlich mit steigender Temperatur die Löslichkeit von Gasen in Wasser abnimmt mit steigen- dem Druck aber zunimmt, muss der Druck so gross sein, dass bei der höchsten zu erwartenden Tempera- tur noch keine Ausscheidung von Gasblasen auftritt, die die Lichtleitung verändern würde. 



   Eine Einrichtung zur   örtlichen Messung   der Cerenkovstrahlung zeigt Fig. 6. Der Photodetektor --15-- ist am Ende eines gasgefüllten oder evakuierten   Rohres --20-- angebracht,   welches an die Messstelle her- angebracht wird. Die Cerenkovstrahlung entsteht im lichtdurchlässigen   Körper --21-- und   wird über den   Spiegel     --22-- dem Detektor --15-- zugeführt.   Die Abwinkelung des Rohres und der Spiegel bewirken, dass nur die Cerenkovstrahlung und nicht auch direkte Gamma- oder Neutronenstrahlung den Detektor - treffen.

   Der Cerenkovstrahlenemitter --21-- soll eine möglichst grosse Dichte besitzen und soll sich bei starker Strahlung im Reaktor nicht   verfärben, damit die Lichtdurchlässigkeit nicht   verändert wird.
Es gibt nun praktisch keinen festen Stoff, der sich bei starker Reaktorstrahlung und normaler Temperatur nicht mehr oder weniger verfärbt (selbst reiner Quarz zeigt gewisse Verfärbungen). Bei höherer Temperatur (einige 1000C) heilt die Verfärbung weitgehend aus. Die Einrichtung benutzt nun den Gedanken, den Strahler --21-- auf so hoher Temperatur zu halten, dass sich praktisch keine Verfärbung einstellt, Bei niedrigen Reaktortemperaturen wird eine z. B. elektrische Heizung --23-- vorgesehen, die die nötige Temperatur gewährleistet. 



   Die Einrichtung ist bis zu hohen Reaktortemperaturen verwendbar, da nur die kurzwellige Cerenkovstrahlung das Filter --24-- passieren kann, während die langwellige   Wärme-und Lichtstrahlung   absorbiert wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Einrichtung zur   Neutronenfluss-und Leistungsmessung   in Kernreaktoren mit Hilfe von Gammaoder Cerenkovstrahlung aus dem Core, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Gamma- oder Cerenkovstrahlung proportionales Signal einem Additionsglied (2) zugeführt wird, an dessen Ausgang die Mess-, Regel- und Anzeigeeinrichtung und ein Simulator (5) für den verzögerten Anteil der Strahlung liegt, wobei dessen Ausgang mit dem Additionsglied in Verbindung steht.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Simulator zugeführte Grösse - z. B. durch einen Spannungsteiler (4)-einstellbar ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2. unter Verwendung der Gammastrahlung, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Gamma-Detektor und dem Core ein Werkstoff mit möglichst geringer Dichteänderung in Abhängigkeit von der Temperatur angebracht ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 unter Verwendung der Gammastrahlung, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Gamma-Detektor und Core ein allseitig geschlossener Behälter (12) angeordnet ist, der bis auf einen Ausdehnungsraum (14) mit einem flüssigen Medium gefüllt ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kompensation der Aus- <Desc/Clms Page number 5> dehnung des Behällters (12) eine Querschnittsverminderung von F auf F1'in dem dem Detektor zugewendeten Teil des Behälters vorgesehen ist.
    6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 unter Verwendung der Cerenkovstrahlung, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Cerenkov-Messsonde (Fig. 5) dauernd mit Wasser von solchem Druck durchspült wird, dass eine Ausscheidung von gelösten Gasen nicht möglich ist.
    7. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 unter Verwendung der Cerenkovstrahlung, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Cerenkov-Strahlenmesssonde (Fig. 6) mit einem Festkörperstrahlenemitter (21) versehen ist, der zur Verhinderung der Verfärbung mittels einer Heizung (23) auf entsprechend hohe Temperatur gebracht ist.
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