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Schaltungsanordnung zur automatischen Stillsetzung von Umkehr-und Einwegbandwalzgerüsten
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur automatischen Stillsetzung von Umkehr- und Einwegbandwalzgerüsten mittels Stromvergleiches.
Es sind eine Reihe von Verfahren und Anordnungen zur automatischen Stillsetzung von Bandwalzgerüsten bekannt.
So ist bereits eine Anordnung zur automatischen Stillsetzung von Bandwalzgerüsten bekannt, bei der Impulsgeber und Zählgeräte verwendet werden. Dabei wird die Bandlänge mittels Impulsen erfasst und in Zählgeräten gespeichert. Impulsgeber mit Zählgeräten sind an der Umlenkrolle und an der Wickelvorrichtung angeordnet. Die gespeicherte Bandlänge wird zur Bildung eines Stillsetzungskommandos des Bandwalzgerüstes benutzt.
Nachteilig ist der zu dieser digitalen Stillsetzung des Bandwalzgerüstes erforderliche Aufwand an elektronischen Bauelementen, der die Störanfälligkeit und die Kosten der Anlage erhöht.
Es ist ausserdem eine Vorrichtung zur automatischen Stillsetzung von Umkehrkaltbandwalzgerüsten bei Bandendendurchlauf bekannt, die auf digital-analoger Basis arbeitet. Dabei wird die Tachogeneratorspannung einer Geberrolle, die die augenblickliche Walzgeschwindigkeit des Bandes angibt, mit der Spannung eines Potentiometers, das die noch auf der Trommel der Abhaspel verbleibenden Bandlänge angibt, verglichen. Diese Vorrichtung bedingt zur Stillsetzung einen gerätetechnischen Aufwand, der den Aufwand der oben angegebenen Anordnung noch übersteigt.
Es ist schliesslich ein Verfahren zur selbsttätigen Ableitung des Bremskommandos für Umkehr-Blockund Brammenwalzwerke bekannt, bei dem das Bremskommando aus der während des jeweiligen Stiches vorhandenen Restwalzgutlänge und der erwarteten, auf die Eintrittsseite des Walzgerüstes bezogenen Bremsweglänge abgeleitet und bei einem bestimmten Differenzbetrag gegeben wird. Die Addition des Bremskommandos wird mittels Spannungen bewirkt.
Nachteilig bei diesem Verfahren ist ebenso, wie bei allen bekannten Vorrichtungen und Anordnungen zur automatischen Stillsetzung, dass eine Verwendung bei sogenannten Einwegkaltbandwalzgerüsten nicht möglich ist, da die Bandlänge zunächst beim ersten oder vor dem ersten Stich erfasst werden muss, um die Stillsetzung zu gewährleisten. Ist die Länge des Walzgutes bei Umkehr-Block-und Brammenwalzwerken im allgemeinen bekannt, so muss sie besonders bei Kaltbandwalzwerken als nicht bekannt vorausgesetzt werden.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, unter Verwendung der am Bandwalzwerk vorhandenen Geräte, wie Banddickenmessgerät und Tachomaschinen, eine Schaltungsanordnung zur Stillsetzung von Bandwalzgerüsten nach dem Prinzip des Stromvergleiches zu schaffen, die sowohl bei Umkehr-als auch bei Einwegbandwalzgerüsten einsetzbar ist.
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Ausgehend von einer Schaltungsanordnung zur automatischen Stillsetzung von Umkehr- und Einwegbandwalzgerüsten, bei der in Abhängigkeit von der Walzgeschwindigkeit und der Haspeldrehzahl durch eine mit einem Diodennetzwerk versehene Stromdifferenzschaltung das Kommando auf Einführgeschwindigkeit erfolgt, besteht die Erfindung darin, dass an das Diodennetzwerk, bei dem eine Summenstrombildung dreier Messgrössen, nämlich der der Haspeldrehzahl und der Walzgeschwindigkeit proportionalen einstellbaren Ströme mit dem der Banddicke proportionalen einstellbaren Strom vorgesehen ist, die Basis-Emitterstrecke einer kollektorseitig mit einem Stillsetzrelais versehenen Triggerstufe angeschlossen ist, wobei in dem Basisspannungsteiler der Triggerstufe der den drei Messgrössen proportionale Summenstrom und de.
zur Stillsetzung voreinstellbare Strom einander entgegengesetzt gerichtet sind.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel und einer dazugehörigen Zeichnung näher erläutert werden.
Die automatische Stillsetzung erfolgt in zwei Etappen. Zunächst wird das Bandwalzgerüst von der Walzgeschwindigkeit Vw auf die Einführgeschwindigkeit vmin herabgesteuert, während anschliessend die Stillsetzung erfolgt, nachdem der Bandrest mit der Einführgeschwindigkeit Vmin fertig gewalzt wurde. Dabei ist zu beachten, dass der Stillsetzungsimpuls als Funktion der Lagenzahl und der Walzgeschwindigkeit vw dann gegeben wird, wenn sich beim Erreichen der Einführgeschwindigkeit vmin nur noch wenige Lagen des Bandes, die technologisch und walztechnisch vorgegeben werden, auf der Abwiekelvorrichtung--2--befinden.
Eine Tachomaschine-TD-, die mit einer Umlenkrolle-l-gekuppelt ist, eine Tachoma-
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dieStrom --14-- erfolgt ein Ansprechen des Relais --3-- zur Stillsetzung des Bandwalzgerüstes.
Die Differenzierung des Stillsetzungsimpulses erfolgt dabei prinzipiell so, dass bei grosser Walzgeschwindigkeit Vw die Spannung --El-- und damit der Strom-L-gross ist und bei konstanter Banddicke durch die Spannung --E2-- ein geringerer Strom --12-- erzeugt wird, also die konstante Summe --in + 12 + Is-- bereits bei grösserem Bunddurchmesser erreicht wird. Ist die Walzgeschwindigkeit vw und damit --I1-- klein, so muss von --E2-- ein grösserer Strom erzeugt werden, wodurch die Stillsetzung bei kleinerem Bunddurchmesser erfolgt.
Auf gleichem Weg erfolgt der Ausgleich zwischen Banddicke und Walzgeschwindigkeit.
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so vorgenommen werden, dass zum Beispiel bei den extremen Verhältnissen maximale Walzgeschwindigkeit, maximale Banddicke, maximale Walzgeschwindigkeit, minimale Banddicke, minimale Walzgeschwindigkeit, maximale Banddicke, minimale Walzgeschwindigkeit, minimale Banddicke, die minimale Walzgeschwindigkeit vmin bei der gleichen auf der Abwickelvorrichtung --2-- ver bliebenen Lagenzahl erreicht wird.
Die Stillsetzung des Bandwalzgerüstes von der Einführgeschwindigkeit Vmin auf den Wert Null erfolgt mit Hilfe des Banddickenmessgerätes --DM-- derart, dass im Falle, dass das Bandende auf der Abwickelvorrichtung verbleibt, die Verdickung des Bandendes und im Falle, dass das Bandende bei jedem Walzstich gewalzt wird, das Bandende erfasst wird und dadurch der Impuls für die Stillsetzung gegeben wird.